Beiträge von Blondegirl01

    Hi,


    Danke für deine Rückmeldung. Ich musste Risperidon leider absetzen, die Nebenwirkungen waren mir zu heftig. Ab Freitag werde ich auf Abilify umgestellt, bin mal gespannt.. ich kann mir nur leider nicht vorstellen, wie ein Medikament meine Überzeugungen beeinflussen kann.. :/

    Hi zusammen,

    Bin seit einigen Wochen in der Klinik wegen meiner Psychose. Diese wurde noch nicht eindeutig diagnotiziert, eher eine Mischung aus Ängsten, Zwängen und Psychose. Hatte zuerst neben Sertralin als SSRI (nehme ich bereits seit Jahren, vertrage es relativ gut) Mitrazapin. Wegen Heißhungerattacken wieder abgesetzt.

    Dann Promethazin. Habe ich gut vertragen, allerdings hat es nicht genug gebracht.

    Jetzt seit einigen Tagen erst 0,25 mg Risperidon, seit gestern 0,5 mg. Das Zeug haut mich regelrecht um. Ich bin müde, schlapp und habe dauernd das Gefühl zu ersticken. Gegen den Wahn hilft es aktuell nur in der Hinsicht, dass mich die restlichen Nebenwirkungen außer Gefecht setzen.

    Werde das natürlich ansprechen und überlege, das Promethazin wieder in einer höheren Dosis zu nehmen oder Abilify auszuprobieren.


    Was sind eure Erfahrungen damit?

    Hi,


    Das Problem kenne ich. Ich weiß auch nicht, ob mein Wahn eigentlich eine abgespaltene Erinnerung ist. Ich wüsste auch nicht, was man da machen kann. Habe mal gelesen, dass man Teile der Erinnerung durch spezielle Praktiken an die Oberfläche holen kann. Müsstest du mal googeln. Ansonsten ist das Ungewisse das Wesen des Wahns.

    Hi,


    Schön, dass du mit ihr gemeinsam durch den kleinen Versuch rational an die Sache rangehen konntest. Wichtig wäre jetzt, dass sie dranbleibt und sich dringend um ihre Gesundheit kümmert. Die Gedanken können sich schnell verfestigen, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Deswegen klasse, dass sie zum Arzt geht. Ich würde sie weiter motivieren, solange sie dafür noch zugänglich ist.

    LG und viel Erfolg :)

    Hi,


    Klingt leider schon psychotisch. Du solltest ihr vorsichtig erklären, dass sie sich in die Sache reinsteigert. Kann aber gut sein, dass sie uneinsichtig ist und am Ende noch denkt, du würdest mit den Nachbarn unter einer Decke stecken.

    Solange sie keine Eigen- oder Fremdgefahr darstellt, kannst du nicht viel mehr machen.


    LG

    Er nimmt aktuell viel falsch auf in seinem Wahn. Und es macht keinen Sinn für euch beide, wenn du daran zerbrichst. Ich würde trotzdem ehrlich gesagt den Kontakt zwischen ihm und den Kindern, so gut es gut, unterbinden. Ich denke, es handelt sich um eine Situation, die Kinder nicht unbedingt erleben müssen, es traumatisiert im schlimmsten Fall.

    Kommt drauf an, ob er wieder normal wird. Er muss auch mitarbeiten, damit er wieder in sein altes Leben zurück kommt. Im schlimmsten Fall dauert es noch eine Weile. Wenn es seine erste Psychose ist, sind die Heilungschancen sehr gut. Kann gut sein, dass sich bei euch alles normalisiert. Die Rückfallgefahr besteht allerdings immer, darüber musst du dir im Klaren sein.

    Hallo The wife ,


    Das tut mir wirklich sehr leid für dich. Ich kann dir als Angehöriger nicht helfen, nur als Betroffener. Ich würde im Moment erstmal aufpassen, dass eure Kinder so wenig wie möglich mitkriegen. D.h. Nicht zu Besuchen mitnehmen. Bei deinem Mann iat das Hin und Her, solange er psychotisch ist, normal. Er muss richtig auf die Medikamente eingestellt werden und diese auch nehmen. Und du musst deine Grenzen setzen. Zeig ihm, dass du zwar für ihn da bist, aber auf seine psychotischen Ideen nicht mit einspringst. Wenn es dir zuviel wird, distanziere dich. Früher oder später kommt er von alleine zur Ruhe.

    LG

    Ich würde in erster Linie schauen, ob es Wechselwirkungen geben kann. Manche Medikamente vertragen sich nicht mit CBD. Bei mir wirkt dadurch z.B. das Sertralin stärker. Ob es hilft, kannst letztlich nur du entscheiden. Für den Akutfall ist es sicher auch nicht geeignet, aber wenn man sich stabilisiert hat, zum ‘Abschalten’ ganz gut.

    Im Grunde ist CBD ein Beruhigungsmittel. Es soll, im Gegensatz zu normalem THC, antipsychotisch wirken. Ich kann sagen, dass es sehr gut entspannt und auch direkt wirkt. Es schiebt alles in den Hintergrund. Trotzdem hatte ich danach immer das gefühl, noch ‘wahnsinniger’ zu sein. Weiß nicht, ob ichs mir eingeredet habe. Meine Meinung ist zwiegespalten.

    ich will keine Einschränkungen im Leben. Ich leb nur einmal. Und das will ich ausnutzen dieses Leben ....

    Liebe Lisa,


    Vielleicht solltest du akzeptieren, dass es jetzt so ist, wie es ist. Und nicht deinem ‚alten‘ Leben nachtrauern. Mach aus der jetzigen Situation das beste und reife daran. Und wenn du im Moment Medikamente brauchst, dann ist es eben so.

    Sehr interessantes Thema. Ich finde man muss lernen die Erkrankung besser wahrzunehmen, sich selbst reflektieren und Kommunikation insofern verbessern das weniger Missverständnisse oder Einbildungen entstehen. Also auch ein Stückweit den eigenen Beschwerden auf den Grund gehen und an seinen Schwächen arbeiten, was etwa Schulfächer sein können die man in der Vergangenheit vernachlässigt hat oder wo man Defizite hat.

    Man sollte sich auch mit Selbstfindung und solchen Dingen beschäftigen. Ich sehe Psychose eher als einen Reifungsprozess ähnlich wie Pubertät wo man verstärkt mit seinen Schwächen und Problemen konfrontiert wird, zum Teil sind Ängste auch wichtig um sich selbst zu schützen, von daher ist auch reine Medikamentengabe meiner Erfahrung nach zu wenig und wenn die Ängste ganz abgeschaltet werden oder man auch aufgrund der Medikamente zu starke Negativsymptome hat, entstehen auch schwerwiegende Nachteile oder Probleme im Leben.

    Mich wundert es teilweise, dass so wenig Möglichkeiten bestehen oder benannt werden, die einem selbst helfen. Bei Depressionen z.B. ist (meiner Meinung nach) Therapie das A und O. Du kriegst sobald du es googelst direkt einen Leitpfaden, den du umsetzen kann. Bei Psychosen gibt es einfach nichts außer Tabletten und evtl. mal Therapien.

    Ich relektiere extrem viel, habe mein Wahngebilde von jeder erdenklichen Seite beleuchtet. Ich rede viel darüber. Was Außenstehende sagen, klingt sehr logisch und fundiert. Ich glaube es aber einfach nicht, das ist so ärgerlich. Ich schaue mich im Spiegel an und weiß, dass es Quatsch ist. Aber irgendetwas in mir schreit das Gegenteil. Gegen die Angst kann ich auch nicht angehen. Bei meiner Zwangserkrankung z.B. wusste ich, wie irreal es ist. Hierbei entspricht es meiner Wahrnehmung, deswegen hilft es nichts, mir zu sagen, dass die Angst unberechtigt ist.

    Meditation (was mir immer geholfen hat), fällt mir auch schwer.

    Andererseits denke ich komischerweise, dass ich dankbar für die Psychose bin. Ich habe soviel über mich gelernt und mich ins Positive verändert. Ich weiß gar nicht, ob ich ins ‚alte‘ Leben zurückwill. Ich will nur den Wahn auflösen..

    Aber Tatsache ist , wenn ich gesunden will muss ich die Krankheit rauskommen lassen und ergründen. Was sagt sie mir. Wie reagiere ich mit den Symptomen. Die Krankheit hat ja einen Zweck. Bei Tabletten bin ich schnell wieder fit und kann wieder arbeiten. Aber ganz umsonst?

    Das sind grundsätzlich die zwei Richtungen die es gibt.

    Hallo Tom,

    Ich kann dir in einigen Punkten zustimmen. Ich finde es wichtig, dass man sein Leiden versteht und daraus Rückschlüsse zieht, um sich persönlich weiterzuentwickeln. Allerdings weiß ich nicht, ob es beim Wahn so realisierbar ist. Ich fürchte, wenn man den Wahn sein lässt, am Ende Dinge tut, die man sicherlich bereut. Das ist das Gemeine daran. Aber ja, eine Auflösung des Wahns wäre die Heilung. Ich denke aber, sowas kann jahre dauern..

    Hi,


    Ich würde an deiner Stelle versuchen, wieder auf andere zuzugehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass du eine Blockade Haltung eingenommen hast. Das hatte ich auch mal. Letztlich geht es dir durch den Rückzug nur schlechter. Ich würde an deiner Stelle erstmal beginnen, über die Dinge zu reden, die dich belasten. Damit du aus dem Schneckenhaus rauskommst. Dann würde ich sozial wieder anknüpfen. Auch wenn es erstmal schwer ist. Du wirst merken, dass es dir dadurch besser gehen wird. Viel erfolg :-€

    Hi, wollte mal nachfragen, ob jemand vom euch selbstheilungstipps hat? Mal unabhängig von Medikamenten..

    Wie kann man sich klarmachen, dass die Wahrnehmung nicht stimmt? Wie geht man mit der Angst um? Wie kann man wieder vertrauen, wenn man denkt, dass Personen, die einem nahe stehen, ‚böse‘ sind?


    Mir hilft es, in den spiegel zu schauen und mich ‚zurückzuholen‘.


    Freue mich über tipps :)

    Und welche zukünftige Ereignisse wären das? Dritter WK klar, das kann in Zukunft passieren. Dass wir überwacht werden über Habdy, TV etc. stimmt vermutlich auch. Alleine wegen der Terrorgefahr, Stichwort Snowden. Das Problem ist die übertriebene Angst, die wir haben. Die macht es, selbst wenn wir es wöllten, unmöglich, auf diese Dinge entsprechend zu reagieren.

    Zur Heldenrolle noch: Ich denke schon, dass wir im Wahn alle irgendwo Helden sind. Wenn du glaubst, dass du - nur als Beispiel - die Bibel neu verstanden hast, bist du der Held. Du hast ein neues Wissen, du hältst dich für intelligenter. Selbst wenn man Angst hat, dass alle einen verfolgen und abhören - auch dann bist du der Held, weil du das Opfer bist. Du hast erkannt, was um dich herum geschieht und machst da selbst nicht mit.

    Ist aber auch nur meine Meinung zum Ganzen :-)