Beiträge von Gilio

    Hallo Radiohoererin,


    ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe Du wirst es schaffen.

    Als ich meinen psychotischen Schub hatte, musste ich mich auch lange krank schreiben lassen und hatte auch sehr geringen Antrieb, mir hat es auch sehr geholfen mich zum Sport zu uberwinden, ich bin dann häufiger laufen gegangen, bin auf den Crosstrainer gegangen oder habe Tennis gespielt. Gott hilft mir ebenfalls durch diese Krisen, ich habe die Krankheit dazu benutzt mehr in der Bibel zu lesen, bin zu Gottesdiensten gegangen und habe mir ein Buch gekauft, wo von Menschen berichtet wird, die Wunder mit Gott erleben durften.

    Zusätzlich habe ich mit Studien beschäftigt, die sich mit Vitaminmangel bei Schizophrenie befassen. Seitdem nehme ich Vitamin B Loges, besteht aus verschiedenen Vitamin B hochdosiert. Außerdem nehme ich noch Vitamin D und C.


    Vielleicht hilft Dir das eine oder andere.


    Viele Grüße


    Gilio

    Hallo Melancholia,


    ich danke Dir für Deine Nachricht. Ich sehe es genauso, da ich zwei Kinder zu versorgen habe und meine Frau nur 20 h bei einer Zeitarbeitsfirma arbeitet, kann ich es mir nicht leisten über EM Rente oder ähnliches nachzudenken. Durch meine Reduzierung meiner Stunden von Vollzeit auf 30 h habe ich bereits erhebliche finanzielle Einbußen.


    Ich bin bereis auf der Suche nach einem alternativen Job, in dem der Stresslevel nicht so hoch ist. Ich hoffe bald fündig zu werden.


    Meine Reha wurde bereits genehmigt, ich will schauen was diese mir bringt.


    Allerdings sehe ich viele Vorteile darin nur noch Teilzeit zu arbeiten, man hat zwar weniger Geld aber mehr Lebensqualität und außerdem bin ich efektiver als meine Vollzeit-Kollegen.

    Teilweise ist es schwierig 6 Stunden am Stück zu arbeiten, aber dadurch kann ich früher nach Hause.


    Viele Grüße


    Gilio

    Hallo Mero,


    Ich kann nicht so einfach eine Umschulung machen, auch wenn interessant wäre, da ich zwei kleine Kinder habe, die auf mein Einkommen angewiesen sind. Bei einer Umschulung hätte ich mit erheblichen Einbußen zu rechnen.


    Viele Grüße


    Gilio

    Hallo Mero,


    danke für Deine Antwort ich suche aktuell nach Alternativen. Meinem Chef habe ich bereits mitgeteilt, dass ich vorhabe zu gehen.

    Ich möchte versuchen in den öffentlichen Dienst rein zu kommen, Krankenkassen, Reha Einrichtung oder Gesundheitsamt.

    Am liebsten würde ich ganz aus dem Gesundheitsberuf aber mir fehlen die Alternativen und eine Umschulung kann ich mir aus finanzieller Sicht nicht leisten.

    Ich habe Mal im Fahrdienst und im Winterdienst gearbeitet, dort verdient man leider sehr schlecht und das ging nur zur Überbrückung.

    Hallo ich grüße Euch,


    mich würde es interessieren wer es noch schafft trotz der Schizophrenie arbeiten zu gehen und wie geht ihr mit der Nagativsymptomatik um?


    Ich habe die Diagnose mit 19 Jahren bekommen und bin jetzt 41. Ich hatte schon sehr viele verschiedene Jobs, war oft befristet oder habe die Probezeit nicht bestanden.

    Das verrückteste was ich gemacht habe war nach meiner ersten Psychose zur Bundeswehr zu gehen und den Grundwehrdienst zu Vollrichten, meine Diagnose habe ich verschwiegen und die Medikamente hat mir meine Mutter aus dem Ausland besorgt.


    Dort war ich Panzergrenadier und habe zwar einige Schwierigkeiten gehabt, aber ich war am Ende froh es geschafft zu haben. Unteranderem habe ich in den Niederlanden an einem 4x 40 km Marsch teilgenommen und war Übersetzer für unseren tschechischen Kameraden.


    Danach machte ich bei meiner Mutter eine Ausbildung zum Arzthelfer und bin wieder zur Bundeswehr, wieder hatte ich kurz vorher eine Psychose, habe unter einer akuten Psychose irgendwie den Einstellungstest bestanden (Feldwebel Laufbahn), jedoch die Probezeit nicht bestanden. Dann war ich noch 3 Jahre als Mannschaftssoldat im Sanitätsdienst tätig.


    Danach hatte ich viele verschiedene Jobs, ich denen in nicht so lange tätig war. Als ich zwei Jahre in einem Krankenhaus gearbeitet habe, dachte ich ich muss mich weiterqualfizieren und habe 3,5 Jahre ein Abendstudium (Betriebswirt VWA) gemacht, habe es zwar abgeschlossen, aber keinen passenden Job dafür gefunden, so habe ich weiter als Studienassistent und Arzthelfer weitergearbeitet.


    Aktuell bin ich im Krankenhaus als Arzthelfer tätig seit 3,5 Jahren tätig, quäle mich dort aber sehr aus verschiedenen Gründen.


    Ich würde mich freuen über Eure Erfahrungen auf Arbeit zu hören.


    Viele Dank.

    Hallo Apfelschorle,


    danke Dir für Deinen Ratschlag, ich habe mir vorgenommen den Psychiater zu wechseln und mit ihm eine Umstellung zu besprechen, die mir hier empfohlen wurde.

    Ich bin gespannt ob ich es schaffe vom Solian weg zu kommen, da ich auch schon länger vermute, dass es mir nicht mehr gut tut.

    Ansonsten lege ich alles in Gottes Hände und bin in der Hoffnung, dass er meine Gebete erhört, wohl in dem Wissen, dass das Leben hier auf Erden sehr kurz ist und er uns das ewige Leben versprochen hat, solange wir glauben, dass er für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und wir glauben, dass er Gottes Sohn ist.


    Viele Grüße


    Gilio

    Liebe Maggi,


    ich danke Dir sehr für Deine Empfehlung, wie du schon sagst wissen die Psychiater nicht so gut Bescheid.

    Letztes Jahr habe ich zusammen mit ihr versucht das Solian zu reduzieren, ich war schon bis 125 mg runter, aber leider ging es mir wieder schlechter, daher musste ich die Medikation wieder erhöhen.

    Da ich meine Ärztin als sehr inkompetent sehe, bezweifle ich stark, dass sie die Umstellung befürworten wird. Aber ich kann es trotzdem Mal versuchen.


    Vielen Dank für Deine Hilfe und Bemühungen.


    Viele Grüße


    Gilio

    Hallo Maggi,


    vielen dank für deine Ratschläge, ich werde versuchen mit meiner Psychiaterin zu reden und schauen was sie mir empfiehlt. Ich wollte Epidiolex (CBD) haben, was sich in Studien als genauso wirksam zeigt nur mit weniger Nebenwirkungen, leider ist es nur in den USA zugelassen und in Deutschland noch nicht. Desweitern habe ich von einer Studie über Vitamin B Komplex gelesen, in der sehr viele B-Vitamine enthalten sind, die Psychosepatienten sehr geholfen haben und die Negativsymptomatik verbessert, diese nehme ich zur Zeit als Ergänzung.

    Demnächst möchte ich noch ASS 100 probieren, auch hier gab es eine Studie, die aussagt, dass sie die Negativsymptome verbessern lassen. Kannst Du gerne mal nachlesen, ich berichte Dir inwiefern es geholfen hat.


    Liebe Grüße


    Gilio

    Hallo ich möchte mich vorstellen,


    ich habe mit 19 Jahren die erste Psychose gehabt, nun bin ich 41 und seitdem hatte ich mindestens 4 oder 5 weiterer solcher Phasen.

    Momentan bin ich Vater von zwei Kindern (3 und 4) und verheiratet (seit 2015).

    Ich habe bis vor kurzem noch Vollzeit gearbeitet, dann hatte ich im Juli eine erneute Psychose und habe die Stunden auf 30 Stunden reduziert.

    Meine Frau ist Kurzarbeiter und arbeitet seit dieser Woche wieder, nachdem sie 1 Jahr wegen Burnout und Depressionen krank geschrieben war.

    Ich nehme Solian 300 MG, wurde um 100 mg erhöht, eine psychosoziale Reha habe ich beantragt und Psychotherapie möchte ich demnächst auch beantragen.


    Nun zu meinem Problem , mir wächst alles immer mehr über den Kopf, mein Gedächtnis hat sich im letzten halben Jahr massiv verschlechtert, kann mir kaum Gesichter oder Namen merken, vergesse einfach gefühlt alles.

    Seit meiner Psychose im Juli sind noch starke Depressionen dazu gekommen.

    Finanzielle Sorgen kommen hinzu, da ich jetzt 340 € weniger verdiene, durch die Reduzierung der Stunden.

    Mein Glaube (christlich evangelisch) hilft mir nur bedingt und nicht mehr so lange nach Gottesdienstbesuchen.


    Vielleicht hat der eine oder andere eine gute Idee was man in meiner Situation noch für Hilfen in Anspruch nehmen könnte.


    Ich danke Euch für Eure Antworten.


    Gilio