Beiträge von Buffy

    Hallo,


    Während meiner Psychose hatte ich Angst und Panik vor allem und jedem entwickelt. Ich hatte mich vor Angst vor der Welt versteckt.

    Als meine Psychose weg war ist diese Angst geblieben - auch wenn ich nicht mehr die Wahnideen hatte wie zuvor.


    Jetzt, Stück für Stück muss ich mich mit allem konfrontieren wovor ich panische Angst habe, dann geht sie weg.

    Mit Benzos geht dieser Prozess einfacher, aber die erhalte ich leider kaum.

    Kennt Ihr das? Geht Euch das ähnlich?


    Jedesmal, wenn ich die Angst vor etwas oder jemandem verloren habe fühle ich mich toll.

    Ich kann wieder positive Gefühle erleben. So wie ich zuvor nur Angst, Misstrauen und auch Aggression spürte spüre ich nun Vertrauen und ich mag Menschen, ich liebe das Leben und die Menschen - kein Vergleich zu dem emotionalem Zombi der ich lange lange war.


    Erstmals seit Jahren kann ich wieder Essen und hab Hunger - auch ohne Medis.


    Es ist schon fast ein Hochgefühl das ich entwickelt habe.


    Bisher habe ich immer gelesen, dass die Negativsymptome und kognitiven Einschränkungen nur langsam verschwinden. Nirgendwo habe ich etwas von einem Hochgefühl gelesen dass einige Wochen nach der Psychose eintritt.


    Gibt es hier schizoaffektive Leute? Ist das was ich erlebe schizoaffektiv?

    Lieben Dank für Eure Antworten!


    Inzwischen habe ich gemerkt, dass mir jeder menschliche Kontakt sehr gut tut und meine Depressionen verringert.

    Nachdem ich so lange misstrauisch und ängstlich gegenüber Menschen war ist es schön, wieder Menschen zu mögen und mich nicht zu verstecken.

    Auch wenn mein Antrieb nicht sehr gut ist sind es doch menschliche Kontakte, die mich am meisten motivieren etwas zu machen.

    Und dass mir einige Menschen mein Verhalten verziehen haben hat mich zu Tränen gerührt.

    Einige hassen mich jetzt auch. Und ich kann es Ihnen nicht verdenken.


    Meine Kognition hat nicht zu stark gelitten. Ich merke, dass meine Lernfähigkeit/Merkfähigkeit etwas schwächer ist, ebenso meine Konzentration. Gegen zu starke Angstattacken habe ich noch Tavor. Vor antriebssteigernden Medikamenten habe ich Angst. Die haben alles verschlimmert.


    Ich versuche nun auch wieder etwas Sport zu machen. Das soll laut Studien einen besseren Effekt auf kognitive Fähigkeiten bei Schizophrenen haben als kognitives Training.

    Nur bin ich immer noch deutlich schneller erschöpft als vorher. Ich hoffe, auch das bessert sich noch ein wenig.


    Ich kann auch wieder arbeiten gehen und genieße die fachlichen Gespräche. Sollte ich wirklich mit einem blauen Auge und relativ geringen Einschränkungen davonkomme bin ich wirklich glücklich.


    Mein Leben ist nicht mehr wie zuvor. Ich habe noch viele Baustellen wo ich neu aufbauen muss was ich zerstört habe. Einiges wird sich nicht reparieren lassen.

    Menschen die mich krank erlebt haben werden mich sicherlich nicht mit ihren Kindern alleine lassen. Ich bin halt der Psycho.

    das wichtigste für mich ist, mit meiner Schuld und Scham klarzukommen. Und eine weitere Episode auf jeden Fall verhindern.


    Und doch habe ich gerade wieder etwas Hoffnung. Hoffnung doch noch ein Mensch zu sein. Eine Existenzberechtigung zu haben. Es mir zu erlauben, weiterzuleben.

    Vielleicht sogar fast ganz normal weiterzuleben.



    Danke für Deine Antwort.

    Medikamente wirken bei mir auch niedrig dosiert sehr gut gegen die Wahnsymptomatik.

    Leider haben sowohl Abilify als auch Risperdal bei mir sehr starke Nebenwirkungen gehabt. Bei Abilify kamen die Nebenwirkungen nur schleichend und ich fand das sonst ok.

    Kann man die Medikamente auch jeweils 3 Monate nehmen und dann bspw 2 Wochen stoppen? Das wäre für mich erträglich. (Rispredal dauernder sehr starker Husten/Bronchitis, Bei Abilify sehr hoher Puls und massive Konditionsprobleme, bei beiden mäßige Gewichtszunahme).


    Einige Antidepressiva verstärken bei mir die Psychose bzw lösten sie aus (nie Drogen genommen, nie geraucht, nicht gesoffen, und dann machen Medikamente mich krank argh...) daher weiß ich nicht, ob ich die Medikamentenempfehlung nehmen darf.

    War jemand von euch schonmal von einem Medikament psychotisch?


    Ja, bei mir wurde die Psychose durch Medikamente endgültig zum Ausbruch gebracht. Davor war es noch grenzwertig, danach war ich durch.

    Ritalin und antriebssteigernde Antidepressiva treiben mich in die Psychose bzw verschlimmern die deutlich.

    Hätte ich je Drogen genommen wäre ich viel früher psychotisch geworden nehme ich an.

    Hallo,


    Die Psychose ist bei mir einige Zeit vorbei.

    Ich schäme mich abgrundtief für das was ich getan und gesagt und auch gedacht habe.

    Ich habe fast mein ganzes Leben zerstört.

    Wie geht Ihr damit um? Wie schafft Ihr es den Menschen wieder unter die Augen zu treten.

    Habt Ihr auch panische Angst die Leute wiederzutreffen und zu sprechen?

    Und habt Ihr auch panische Angst davor evtl. eine neue Psychose zu entwickeln?

    Wie kommt Ihr mit der Diagnose Psychose klar.

    Vom Krankenhaus wurde ich diesbezüglich im Stich gelassen, ich bin fix und fertig seitdem ich weiß, dass die Diagnose stimmt.


    Wie baut man ein zerstörtes Leben neu auf.

    Überbleibsel der Psychose habe ich nicht, bis auf Panik und Angstattacken - und ein unsagbares Gefühl der Scham und Schuld ggü jedem der mir nahe stand.

    Admin , hast du dir das schizophrenie radio von mir schon mal angehört, dann weißte genau wovon schizophrenie kommt. die meisten haben in ihrem leben gesoffen, gekifft oder schlimmeres, selten das eine/r so krank wird.

    ich wunder mich immer das die jetzt vor irgendwelchen pillen angst haben, schon komisch.

    Bei mir besteht Verdacht auf Schizophrenie.

    Drogenkonsum: Null

    Alkohol: vllt 3x im Jahr. Selbst in wildesten Zeiten nur 1x pro Woche und dann nur selten mehr als dass man nicht mehr Auto fahren darf.

    Nichtmal Zigaretten, dafür aber Sport und halbwegs gesunde Ernährung.


    Also bitte nicht jeden zum Drogi oder Alki abstempeln.

    Hallo,


    Ich bin 45 Jahre alt und bei mir wurde jetzt Beziehungswahn diagnostiziert.

    Seitens des Arztes wurde auch Schizophrenie in Betracht gezogen, aber ich bin wohl zu alt und habe nicht Symptome wie bspw Halluzinationen.


    Ich bin nun ratlos.

    Muss ich wirklich lebenslänglich Medikamente nehmen? In meiner Familie bin ich die einzige mit dieser Erkrankung.

    Bisher bin ich immer von einer Angststörung und Depressionen ausgegangen, aber das wäre wohl alles nur der Beziehungswahn wurde mir gesagt - was ich nicht ganz glaube, da ich Panikattacken habe die nichts mit Menschen zu tun haben.


    Selbst die Diagnose mit dem Beziehungswahn war laut Arzt keine eindeutige Sache. Es hieß erst „Psychosenah“ aber das gibts als Diagnose nicht.


    Wer von Euch kennt sich da aus?

    Wenn ich die Medis nur bei Bedarf nehme, wenn ich depressiv werde, was angeblich das Warnzeichen ist, reicht das dann?


    Antidepressiva gegen Depressionen vertrage ich nicht. Wenn ich die nehme, bekomme ich Wahrnehmungsstörungen. auch darauf basierte meine aktuelle Diagnose, auf Nebenwirkungen von Antidepressiva.