Beiträge von Lisi214

    Die positiv Symptome gehen aber auf ein Dopaminüberschuss im mesolimbischen System zurück.

    Die negativ Symptome auf einen Mangel im Mesokortikalen System.

    Also erstmal verdienen die Pharmaunternehmen sich nicht dumm umd dämlich. Es ist genau so eine Branche wie jede andere. Und natürlich sind sie auch auf Profit aus. Aber man muss halt auch bedenken, dass von 10000 untersuchten Substanzen nur eine auf den Markt kommt. Deswegen sind die Forschungskosten auch enorm. Das spiegelt sich dann halt in den Medikamentenpreisen wieder.


    Und wie willst du es ohne Psychiatrie machen? Hast du bessere Vorschläge außer deine Medikamentenempfehlung- die meiner Meinung nach- definitiv nicht für die breite Masse der Schizophrenen zu empfehlen ist.


    Das Einzige, dass mich auf der geschlossenen Station echte gestört hat, war, dass ich einen Wisch unterschreiben sollte, dass ich freiwillig da bin, wenn ich das nicht gemacht hätte, hatten sie mit einem richterlichen Beschluss gedroht. Also war es definitiv nicht freiwillig.

    Und die Ausgangsstufen-Einteilung war echt willkürlich und hat bei vielen Patienten zur Frustration geführt.

    Die gängigen Neuroleptika verbessern nicht die kognitiven Defizite. Hab Ihr Erfahrung mit Glycin, D-Serin etc., was ja angeblich Negativsyptome und kognitive Defizite verbessern soll? Oder gibt es irgendwelche anderen Mittel, die Konzentration und Gedächnis fördern?

    Ich wollte schreiben, dass ich mit den Medikamenten (Paliperidondepot + Promethazin bedarf) gut klar komme bis auf die extreme Gewichtszunahme.


    Ne, Medikamente wirken je nach Enzym- und Rezeptorenausstattung und Fett- bzw. Wasseranteil bei jedem anders. Das kannst du nicht verallgemeinern. Aripripazol war für mich eine Höllenqual. Ich konnte nicht still sitzen, nicht schlafen, aber auch kein Sport machen. Ich hatte massive Sehproblene und Dykinesie. Konnte also den ganzen Tag nichts machen.

    Bei einer Freundin von mir aus der Klinik war es ähnlich. Meine Zimmernachbarnin hat es wiederum gut vertragen. Ist bei jedem anders.

    Mit meinen Medikamenten komme ich trotz Gewichtszunahme.

    Mir machen eher die kognetiven Defizite Probleme und ich glaube nicht, dass das von den Medikamenten kommt, sondern eher Teil der Krankheit ist, weil ich zwischendurch ohne Medikamente war und es in der Zeit auch so war. Und ich bin einfach nicht mehr so belastbar wie vorher...

    Ich würde mich such über offeneren Umgang freuen. Gerade beim Studium bräuchte ich mehr finanzielle Ünterstützung und auch vielleicht ein paar Klausurversuche mehr, um den Druck zu nehmen.

    Wenn ich das Studium nicht packen sollte, stehe ich mit leeren Händen da.

    Ich brauche Arbeit und Beschäftigung um nicht in so grübelschleifen zu rutschen und such für Ego, weil ich mich durch sowas immer definiert habe

    Ich spreche wenn dann meist auch eher von Psychose. Schizophrenie verwechseln viele mit der dissoziativen Persönlichkeitsstörung. Und Psychose hört sich auch nicht so chronisch an wie Schizophrenie. Ich hoffe bei mir noch, dass es sich nur um zwei Episoden handelt und jetzt ausheilt.

    Kriegst du das so vom Arzt verschrieben?!

    Ein Amphetaminderivat bei Psychosen halte ich für sehr kritisch und auch das Neuroleptikum nur phasenweise zu nehmen, ist schwierig, weil dich ja dann im Akutfall erstmal plasmaspiegel aufbauen müssen.

    Ich kann mir als Pharmaziestudentin nicht vorstellen, dass ein Arzt das so verschreiben wird...

    Medikamente habe ich zu dem Zeitpunkt nicht genommen. Erst danach wieder. Habe jetzt ein 100 mg Xepilon-Depot (Paliperidon -> Stiffwechsrlprodukt von Risperidon).

    War aber noch 1 1/2 Monate nach Medikamentengabe akut, weil die Dosierung zu niedrig war, da ich das Medikament zu schnell verstoffwechsel

    Ich habe seit der ersten Psychose Probleme mit dem Studium. Besonders die Konzentration und Aufmerksamkeit machen mir zu schaffen. Ich habe auch das Gefühl, dass ich irgendwie „dümmer“ geworden bin.

    Geht es euch auch so?

    Ja. Ich war schon länger in Behandlung. Zu dem Zeitpunkt aber erstmal nicht mehr. Hatte die Medikamente auch ein halbes Jahr vorher abgesetzt.

    Das war aber such meine einzige Halluzination. Sonst hätte ich eher Beziehungs-, Verfolgungs- und Liebeswahn. Habe jetzt als Diagnose Schizoaffektive Störung

    Ich war Allerheiligen in Münster. Da wurde die große Kirche auf dem Markt orange beleuchtet und ist dann in blau übergegangen. Ein paar Tage später war ich mit meiner Mutter im Garten. Da habe ich so einen Straßenwagen mit orangenen Licht gesehen: Das Licht ist in meinem Kopf auch blau geworden und daraus sind dann große Hände entstanden, die geklatscht haben. So als ob mir applaudiert wird