Beiträge von Little

    also wie gesagt zu 100 % können die Ärzte es nicht den Medikamenten zuschreiben, es ist jedoch sehr wahrscheinlich und ich muss sagen dass ich nicht Medizin studiert habe und ich glaube auch nicht dass du das hast, daher ich überlasse ich die Ursachenforschung in Sachen Epilepsie den Neurologen!

    Auch wenn etwas nicht sehr wahrscheinlich ist, muss es nicht heißen, dass es sowas nicht gibt (es gewinnt auch immer wieder jemand im Lotto und die Wahrscheinlichkeit ist nicht gerade groß!).

    Auch Wechselwirkungen mit den Schilddrüsenmedikamenten sind nicht Ursache, dass kann ich dir jetzt schon sagen.


    Ich weiß nicht ob ich schon mal erwähnt habe, dass ich sehr paradox auf Psychopharmaka und Neuroleptika reagiere, also kann man nicht davon ausgehen, dass die Anfallsquote erst ab einer Dosis von 450-600 mg Bupropion steigt, sondern dass kann schon viel früher der Fall sein.


    Naja und ich muss so sagen, bei mir wurde die Psychose durch Schilddrüsenhormone ausgelöst und haben eher unwahrscheinlich ein psychische Ursache. Dazu gibt es im Internet auch Berichte, dass Schilddrüsenpatienten fälschlicherweise in der Psychiatrie gelandet sind.


    Der gestrige Arztbesuch in der Klinik ist zwar nicht wirklich erhellend gewesen, da die derzeitige Diagnose immer noch unklar ist aber mit dem jetzigen Medikament (Deanxit 0,5/10 mg) sind wir auf dem richtigen Weg.


    Die Depressionen im Herbst sind auch nur deswegen zustande gekommen, da der Zustand der Verwirrung nicht aufgehört hat. Der Arzt ist jedenfalls optimistisch, dass ich die Deanxit und die Lamectal irgendwann wieder absetzen kann.


    Wir haben Deanxit nun auf 1/20 mg erhöht und der Zustand verbessert sich meiner Ansicht nach auf 85 % des Zustand des Normalsein das ich gewohnt bin. Meine Reaktionen werden wieder wie ich sie von früher kenne.


    Was ich von Internet-Erfahrungen gelesen habe, haben mehrere Schilddrüsenpatienten Probleme sich an Thyrex oder Euthyrox etc. zu gewöhnen, was bis zu 2 Jahre dauern kann. Ich habe also jetzt ein Übergangsmedikament, dass mich durch die 2 Jahre führt und danach hoffe ich dass ich es absetzen kann, wobei ich ja mittlerweile ein Jahr bereits geschafft habe.

    Ich glaub ich bin da wirklich eine von Wenigen die diese sehr seltene Nebenwirkung bekommen haben (obwohl lt. Packungsbeilage die Anfallsschwelle herabgesetzt wird, was einen Anfall begünstigt). Nein ich habe keine Medis vor dem Anfall abgesetzt, es gab keine medikamentöse Veränderung in den letzten 2 Wochen. Naja zu 100 % kann man nicht sagen woher der Anfall wirklich gekommen ist.


    Schlafmangel ist bei mir auch ein Symptom der Schilddrüsenmedis, es ist nicht nur bei mir so, sondern es wird auch im Internet von ca. 2 Jahren gesprochen an denen man sich an diese Medikamente gewöhnen muss, was mich schlussendlich natürlich auch etwas irritiert. Lt. den Ärzten im April 2017: sie haben noch nie solche Auswirkungen aufgrund der Schilddrüse gesehen!


    Ja es ist nichts schlimmeres beim Epi passiert, aber ich sollte aus ärztlicher Sicht nun 6 Monate nicht Autofahren und muss trotzdem jeden Tag 100 km zur Arbeit fahren. Der Führerschein wird mir zwar nicht entzogen, aber wenn etwas passiert wird die Versicherung definitiv aussteigen, was im Endeffekt ein großes Risiko ist und ich hoffe wirklich dass nichts passiert.


    Ja du hast recht, ich werde auf den Arzt hören und Deanxit frühestens Montag nächster Woche erhöhen.

    Hallo Markus,


    Ja es war ein Grand Mal anfall, d.h. tatsächlich ein großer Anfall an den man sich auch nicht erinnern kann. Ich bin einfach umgefallen, hab die Augen verdreht und gekrampft und mir dabei Ne ordentliche Platzwunde am Kopf geholt. Danach hatte ich 2 Tage Muskelkater obwohl der Anfall gerade mal 3 Minuten gedauert hat. Ich war zwar dann irgendwann wieder wach kann mich aber an die Zeit im Krankenwagen nicht erinnern, die Erinnerung setzt erst ca. Eine Stunde nach dem Anfall wieder ein, aber das sei normal. Die Ärzte haben 3 mögliche Szenarien als Anfallursache in Betracht gezogen: Medikamente (Bupropion, Truxal, etc.), Schlafmangel (in der Nacht davor) oder Aufregung (direkt vor dem Anfall). Für die Ärzte ist der Epi unbestritten.


    Bei Deanxit fühlt es sich sehr antriebssteigernd an, und auf der anderen Seite wird der Kopf um vieles ruhiger, mir war am Anfang richtig langweilig im Kopf. Das Lamictal hingegen macht Müde, was aber lt. internetberichten eine Nebenwirkung ist, die wieder verschwinden sollte. Bupropion wurde gleich nach dem Anfall abgesetzt.

    Es geht mir mit diesen Medis (deanxit, lamictal, euthyrox) relativ gut, es sind ca. 75 % und ich wünsche mir dass es auf jeden Fall mehr werden, aber irgendwie habe ich den Verdacht dass die Psychose an sich gewisse Ansichten/Wahrnehmungen einfach verändert hat und das vielleicht nie mehr ganz wird wie es mal war. Wie gesagt die Merkfähigkeit und Konzentration ist gestiegen und das gibt mir schon mal Hoffnung.


    Ehrlich gesagt will ich garnicht bis nächste Woche mittwoch warten um Deanxit zu erhöhen, ich will dass es jetzt schon besser wird.

    Hallo Markus,


    endlich kann ich sagen dass ich es geschafft habe! Ich hatte vermutlich aufgrund der Medikamente (Bupropion, Zeldox, Truxal) einen epileptischen Anfall, danach fühlte ich mich schon etwas besser jedoch kamen die Symptome in einer weniger starken Ausprägung wieder zurück.

    Ich habe meinem Arzt erklärt das ich mich fühle als wäre ich den ganzen Tag betrunken, als hätte ich Scheuklappen auf und kann mich nicht konzentrieren, nicht klar denken, mich auf nichts Definitives konzentrieren. Er war der einzige der mir von Anfang an geglaubt hat, der mich ernst genommen hat, mir das Durchhaltevermögen gegeben hat noch nicht aufzugeben. Er hat mir auch erklärt, dass er den Job als Psychiater schon 40 Jahre macht, aber meine Symptome noch nie gesehen hat, er kann es sich nicht erklären was mein Problem ist, glaubt mir aber dass etwas nicht stimmt, hielt mich für nicht arbeitsfähig. Er konnte verstehen dass ich mich wie ein Versuchskaninchen fühle, weil wir uns an das richtige Medikament herantasten mussten.


    Wir haben die Medikation nun wie folgt umgestellt:

    10/0,5 mg Deanxit

    25 mg Lamictal (bzgl. Epilepsie)

    100 mg Euthyrox (bzgl. der Schilddrüse, wie gehabt)


    Deanxit enthält die Wirkstoffe Flupentixol und Melitracen und wirkt stimmungsaufhellend und angstlösend. Es eignet sich zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen, welche durch Angst, Verlust der Fähigkeit, sich zu freuen, fruchtloses Grübeln, Versagensangst und Schuldgefühle gekennzeichnet sind.


    Bei mir war die Sachlage diese, dass Deanxit zwar meine Konzentration, Merkfähigkeit und Auffassungsgabe erhöht hat und ich mich wieder auf die Gegenwart konzentrieren konnte, aber es war irgendwie alles gefühllos. Das hat das Lamictal dann ausgeglichen.


    Lamictal wird bei bestimmten Epilepsieformen allein oder in Kombination mit anderen Epilepsiemitteln angewendet. Es unterdrückt die Anfälle ganz oder vermindert die Anfallshäufigkeit. Ebenfalls wird Lamictal bei bipolaren Störungen und zur Vorbeugung von depressiven Phasen angewendet.


    Mein Zustand hat sich mit dieser Medikation auf 75 % verbessert, ich bin wieder der Mensch der ich einmal war. Ich verspüre wieder Dinge wie Langeweile in meinem Kopf und muss mir wieder Hobbies suchen *freu*. Ich bin aktiv im täglichen Ablauf, habe viel Energie, etwas wenig Schlaf zwar aber ich denke das wird wieder besser. Da ich bisher auf viele Medikamente sehr paradox reagiert habe, sind wir mit der Erhöhung des Deanxit noch vorsichtig und werden es erst in 2 Wochen erhöhen. Auch das Lamictal werde ich schrittweise erhöhen müssen bis zur Erhaltungsdosis von 100 mg. Ich bin schon gespannt wenn ich meine 100 % Leistungsfähigkeit wieder erreicht habe.


    Langfristig gesehen kann ich Deanxit und Lamictal irgendwann absetzen, da beides eine nachhaltige Veränderung bringt.


    Gefühlt ist meine Sichtweise die, dass ich extrem sauer auf die Klinik bin, da sie mich beim 2. Aufenthalt als Hypochonder wahrgenommen haben, mir kein Wort geglaubt haben, geschweige denn versucht haben mir zu helfen. Für sie war alles nur gespielt oder reine Einbildung. Ich möchte am liebsten meine gesamte Krankenakte löschen lassen, aber leider wird sich das nicht komplett machen lassen. Ich fühle mich gesamtheitlich betrachtet alleine, obwohl es viele Menschen gab die mir zugehört haben, die Situation mit mir durchgestanden haben, für mich da waren und dafür bin ich dankbar, aber mit dem was passiert ist muss ich schlussendlich alleine leben. Niemand kann mir die Peinlichkeit in der Klapse gewesen zu sein, psychotischen Unsinn erzählt zu haben nehmen. Niemand kann mir die Wut über die ärztliche/pflegerische Behandlung bzw. Reaktion nehmen. Niemand der die Krankheit nicht selbst hatte kann nur annähernd verstehen um welchen Zustand es sich handelt. Seit meinem letzten Therapeutentermin habe ich das Gefühl, er macht seinen Job, er hört zu und weiß alles besser aber er versteht meine Gründe nicht annähernd und interessiert sich auch nicht wirklich dafür. Er geht am Ende des Tages nach Hause und lässt glücklich mit seiner Familie seinen Tag ausklingen und ich bin ihm scheißegal.


    Es ist als wäre im März 2017 ein Autounfall passiert und ich war seither ein Jahr lang im Schockzustand. Ich habe zwar irgendwie mitbekommen dass es Verletzte gibt, habe mein kaputtes Auto gesehen aber es war alles nicht wirklich real. Jetzt bin ich endlich aus meinem Schockzustand aufgewacht und sehe den Scherbenhaufen der vor mir liegt. Ich muss mit 27 nochmal von ganz vorne anfangen, habe ein Jahr meines Lebens verloren, an das ich mich nicht viel erinnern kann. Ich muss erst wieder etwas Geld zusammenkratzen um mir ein neues Auto zu kaufen und die Lage an sich ist wie sie eben nach einem Unfall ist, aber jetzt habe ich die Kraft wieder aufzustehen. Es gibt Dinge auf die ich mich sogar freue wie z.B. einen neuen Partner kennenzulernen und eine glückliche Beziehung zu führen in der Kinder irgendwann auch mal eine Option sind (was bisher nicht der Fall war).


    Wie gesagt, es ist noch nicht perfekt, aber ich bin von 0 auf 75 % gesprungen und es läuft in die richtige Richtung. Ich bin heilfroh, dass ich endlich aufgewacht bin, dass mir tatsächlich jemand helfen konnte und meine SM-Versuche nicht funktioniert haben.


    Im Nachhinein gibt es Lied das ich hierzu ganz passend finde: Wincent Weiss - An Wunder

    Ey, es wär' schön blöd, nicht an Wunder zu glauben

    Und es wär' zu schön, um es nicht zu riskieren

    Und auch wenn dir zu viel entgegensteht

    Wir wissen eigentlich, wie's besser geht

    Ey, dann wär' schön blöd, nicht an Wunder zu glauben

    Ey, nicht an Wunder zu glauben

    Ich wünsche allen denen so etwas passiert ist von Herzen, dass sie jemanden finden der helfen will und kann. Ich möchte alle dazu ermutigen, nicht aufzugeben und daran zu glauben dass es jemanden gibt der helfen kann. Es wird wieder besser, das Leben ist nach einer Psychose nicht vorbei, es ist verändert und Veränderung kann auch was Gutes bedeuten. Ich glaube im Moment einfach daran meinen Prinzen noch kennenzulernen. Ich hatte einen Fiat Punto, aber mein Ziel ist ein Mercedes A-Klasse AMG. Ja ich bin ein Optimist, und vielleicht wird es nicht so perfekt wie ich es mir gerade vorstelle, aber ich glaube an die Macht von Träumen bzw. Plänen.

    Derzeit nehme ich:

    - 20 mg Zeldox

    - 150 mg Bupropion (bei 300 mg kann ich nicht mehr viel schlafen)


    Habe derzeit nicht wirklich Schlafprobleme, bin nur sehr müde und bin mir am Überlegen Cipralex dazuzunehmen, da ich es noch Zuhause habe und es antriebssteigernd wirkt. Wobei ich auch einfach Bupropion erhöhen könnte, weiß grad selber nicht was klüger ist. Cipralex löst bei mir nämlich Muskelanspannungen in Nacken und Rücken aus, was sehr schmerzhaft werden kann.


    Ich war der Meinung dass Aripiprazol wie zB Cipralex/Escitalopramm wirkt, nämlich wenn man es über mind. 3-4 Wochen regelmäßig nimmt. Wusste nicht das man es auch als Bedarf nehmen kann.


    Ja ich bin wirklich gespannt auf nächste Woche bei der Arbeit und kann nur hoffen dass es nicht schief geht.

    Bzgl. Rentenanspruch: kommst du aus DE oder AT, ich habe letzte Woche beim Sozialministerium meine ärztlichen Unterlagen zu einer Einschätzung bzgl. des Grades der Behinderung nach der Psychose eingereicht, müsste bald mal Bescheid bekommen. Es gibt bei uns Förderprogramme im Arbeitsbereich, wo man eben nur mit einem Behinderungsgrad hineinkommt, was aber nach einer Psychose sehr leicht möglich ist. Hab auch gemerkt das mir Tagesstruktur gut tut und möchte darum auch wieder arbeiten gehen, aber es sind nur 4 Tage pro Woche und das ist auch gut so.


    Momentan habe ich wieder etwas Selbstvertrauen geschöpft, da ich mich tatsächlich wieder etwas besser konzentrieren kann und mir Dinge etwas besser merken kann (Perfekt ist es noch lange nicht).


    Vielen Dank für deine Erklärungen und mutmachenden Worte.

    Hallo Markus,


    mittlerweile hab ich von einem anderen Arzt Bupropion verschrieben bekommen und ich habe zwar momentan keine SM-Gedanken aber richtig viel bemerke ich bei diesem Medikament nicht, danke trotzdem für deine Empfehlung, ein Versuch wars Wert und ich nehme es ja jetzt trotzdem immer noch.


    Zudem habe ich gestern ein neues sofort wirksames Medikament erhalten und zwar Zeldox mit dem Wirkstoff Ziprasidon. Es ist ein ähnlicher Wirkstoff wie Risperdal, kommt aus der gleichen Wirkstoffgruppe, ist aber in den Feinheiten anders (da ich ganz schlechte Erfahrungen mit Risperidal gemacht habe). Ich würde im ersten Moment sagen es hilft mir etwas besser gedanklich in der Gegenwart zu bleiben und mich darauf zu konzentrieren. Ich würde mich auch etwas aktiver beschreiben und telefoniere heute noch mit dem Arzt. Er hat aber gestern gemeint, dass er nicht weiß was in meinem Kopf los ist.


    Ja die Sache mit den Schmerzmitteln habe ich auch mit dem Arzt besprochen und er meinte, dass es lediglich Symptome unterdrückt, das Problem aber nicht lösen wird und zudem in dieser Menge stark belastend auf die Nieren wirkt. Daher werde ich sie jetzt weglassen.


    Auch die Schlafmedikamente nehme ich nicht mehr, da ich mich langsam wieder an die Schilddrüsendosissteigerung gewöhnt habe und wieder besser schlafen kann.


    Ich fange nächste Woche wieder an zu arbeiten und springe damit zwar ins kalte Wasser und hab richtig Angst davor es vielleicht nicht zu schaffen, aber ich muss es versuchen.


    Es ist wirklich gut, dass es dieses Forum gibt, denn es hat mich weitergebracht, es hat mir gezeigt das ich (noch) nicht aufgeben darf und soll. Es ist mittlerweile auch einfach so dass ich von der Ärztewelt sehr enttäuscht bin, da sie mich entweder

    - nicht verstehen,

    - mich als Hypochonder abschreiben,

    - mir sagen dass alles in bester Ordnung ist (durchschnittliche bis überdurchschnittliche Testergebnisse)

    - garnicht wissen was ich überhaupt für eine Krankheit habe oder

    - nicht wissen wie sie mir helfen können.


    Mein derzeitiger Psychiater gibt sich jedoch wirklich mühe und ich versuche ihm zu vertrauen, da er nicht aufgibt herauszufinden was mein Problem ist, da er sowas noch nie gehört hat. Ich will nur als Beispiel nennen: Ich fahre auf der Autobahn und sollte nach ca. 50 km ausfahren. Irgendwann nach 15 min frage ich mich plötzlich wo ich eigentlich gerade bin, habe ich die Ausfahrt schon verpasst, bin ich vorbeigefahren, ich kann nicht sagen in welcher Stadt ich mich gerade befinde und muss warten bis das nächste Ortsschild kommt.

    Das ist das was ich mit Unkonzentriertheit meine.

    Hallo Maggi,


    leider wollen sie mir das Bupropion nicht verschreiben, aber mit Sertralin sind die Suizidgedanken nun mal schon weggegangen. Was mir jedoch bei 100 mg aufgefallen ist, ich bin den ganzen Tag richtig müde und könnte nur noch schlafen, morgens komme ich überhaupt nicht aus dem Bett, daher habe ich es wieder auf 50 mg reduziert und hoffe dass das auch stimmungstechnisch gut funktioniert.


    Zudem ist mir aufgefallen das Schmerzmittel sehr gut gegen Gedankenkreisen helfen, da ich ca. 2 Wochen eine Entzündung im Ohr hatte.


    Ebenfalls bin ich in der Überlegung die Pille zu nehmen da mein Organismus nicht sehr gut auf Hormone anspricht und ich die Erfahrung gemacht habe das mein Gehirn dann auch besser abschalten kann bzw. weniger nachdenkt.


    Ich habe während dem stationären Aufenthalt gelernt die Situation radikal zu akzeptieren und nicht mehr alles auf die Waagschale zu legen bzw. mit früher zu vergleichen. Sie wollen mich nun in weitere stationäre Therapien schicken aber da ich langsam einfach wieder auf die Beine kommen sollte (arbeiten) werde ich das vermutlich nicht machen.


    Auch die Psychotherapie habe ich momentan auf Pause gesetzt da ich es einfach nicht mehr hören kann, dass alles wieder gut wird. Es sind Hoffnungen auf die ich jeden Tag ungeduldig warte und es verändert sich rein Garnichts. Daher akzeptiere ich den jetzigen Zustand, versuche mir damit ein irgendwie strukturiertes Leben aufzubauen. Wenn es irgendwann besser wird ist es gut und wenn nicht dann muss ich lernen damit zu leben und dabei kann mir der Therapeut nur bedingt helfen, er ist nämlich nicht immer da. Er ist echt ein toller Therapeut, ich mag ihn gern, kann ihm zu jederzeit schreiben und er antwortet aber solange ich meinen roten Faden nicht gefunden habe ist diese Therapie ziellos.


    Es gibt verschiedene Erfahrungen in Bezug auf die Nachwirkungen einer Psychose (3 Monate, 2-3 Jahre, etc.), wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr wieder der Mensch wart der ihr davor wart oder hat sich das niemals geändert?

    Hallo Maggi,


    Sorry dass ich so lange nicht geschrieben habe, bin seit 25. Jänner in der Klinik. Mein Arzt hat mich aufgrund der Suizidgefahr überwiesen. Risperidon nehm ich keine nein. Momentan bekom ich

    75 mg Sertralin,

    15 mg Droxal abends und

    100 mg Euthyrox (wegen der Schilddrüse, nachgewiesene autoimmune Schilddrüsenentzündung Hashimoto)


    Ich habe Leute kennen gelernt mit denen ich über meine Dummheit/Verwirrtheit/etc. lachen kann, wir können auch über Suizidgedanken offen reden. Das hat wirklich gut getan und hat mich abgelenkt. Trotzdem habe ich mind. 1 mal am Tag meine Krise in der ich mir denke dass ich mit dieser geistigen Behinderung nicht weiterleben will.

    Sie haben bei den psychologischen Testungen und Kurzeitgedächnistestungen keine Auffälligkeiten gefunden, dembach wäre hirnorganisch alles in Ordnung. Das ich aber im Alltag alles mögliche vergesse und mir Gespräche nicht merken kann fällt ihnen nicht auf, für sie ist alles ganz normal, aber wegen Bupropion werd ich nächste Woche mal nachfragen, danke. Ich bin ihrer Meinung nach eher depressiv, obwohl ich sehr wohl noch lachen kann, aber ich will so gut wie garnichts mehr machen, das hat sich seit ich hier bin eh schon etwas gebessert.

    Ich war heute in der Klinik und nach 1 1/2 h Gespräch entdeckt der Arzt keinerlei kognitive Defizite, was ich ihm jedoch wirklich beispielhaft zu erklären versuchte. Er hat den Eindruck, dass ich mich im Vergleich zum letztjährigen Klinikaufenthalt nicht weiterentwickelt habe und immer noch dieselbe Einstellung habe: das ich nichts kann, mit geringem Selbstwertgefühl. Er meint es wäre sehr viel unbewusstes Potential da, was ich aber nicht sehe. Ich sehe im Vergleich zu früher wirklich überhaupt kein Potential sondern nur chaotisches und unstrukturiertes Denken/Verhalten. Anscheinend seien meine Anforderungen an meine Leistungsfähigkeit auch zu hoch.

    Ich habe wieder mal das Gefühl er versteht nicht was ich meine. Jetzt soll ich morgen noch den Termin beim Psychiater und beim Psychotherapeut einhalten und danach Event. in die Klinik kommen.

    Er spekuliert stark auf die Ursache der Psychose die Schilddrüsenhormone. Ich denke wir tanzen auf der Stelle und ich habe mich seit März letzten Jahres kein bisschen weiterentwickelt. Es gibt kein Verbesserungs- sondern nur Verschlechterungspotential, war das bei euch nach 8-9 Monaten auch der Fall.

    Irgendwie hat Abilify bei mir gar keine Wirkung. Momentan nehm ich Sertralin gegen Depressionen aber es hilft auch nicht wirklich. Ich hab mich über die verschiedensten Selbst Mothoden erkundigt, nur leider diese Dinge wirklich schwer zu bekommen. Ich will einfach nur noch sterben und alles hinter mir lassen. Ich will so nicht mehr leben, ich kann so nicht leben.

    Ich bin jetzt gerade sehr depressiv unterwegs, da ich von meinem Arzt nicht den Eindruck habe, dass er mir helfen will. Ich steh irgendwie alleine da und keiner kann meine Situation nachvollziehen. Ich kann den Optimismus meines Psychotherapeuten nicht teilen bzw. muntert es mich nur kurzfristig auf, er ist echt genial und ich mag ihn wirklich gerne, aber er hat diese Phase nie selbst durchlebt. Ich frage mich was ich falsch gemacht habe in meinem Leben um das zu verdienen. Morgen gibt es ein Gespräch bzgl. ein stationären Aufenthalt und ich bin nicht sehr optimistisch. Es hat sich alles verändert, ich sehe zwischenmenschliche Beziehungen als sehr wichtig, was vorher eher weniger der Fall war. Ich möchte anderen Menschen zuhören und für sie da sein. Jedoch kann ich aufgrund der Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen keinen Job mehr machen, was mich mittlerweile so dermaßen demotiviert dass ich den ganzen Tag nichts mehr zusammenbringe. Früher konnte ich arbeiten bis zum umfallen, ich war produktiv, ich hatte Hobbies, ich hatte eine Einstellung und das ist jetzt alles weg. Ich will mein Leben und mein ich nicht neu erfinden, ich war in Ordnung so wie ich war.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Psychose vorbei geht. Da ich die Cipralex nicht so gut vertrage (Muskelverspannungen) wurde ich auf Sertralin umgestellt. Die Risperidon will ich überhaupt nicht nehmen. Ich glaube nicht das ich jemals wieder normal werde bzw. der Mensch werde der ich mal war. Ich hatte mal ein Leben und das ist jetzt vorbei und werde es akzeptieren müssen. Mein Psychotherapeut meint hinter einer Psychose steckt eine große Chance, die ich aber absolut nicht sehe. Ich sehe eine große Abwärtsspirale darin, daher will ich es eigentlich nur noch beenden.

    Hallo Zusammen,


    ich hatte vor 10 Monaten eine Psychose und möchte dazu gerne etwas erzählen:


    2011-2016: 10-15 mg Cipralex täglich, verschrieben weil ich innerlich sehr aggressiv wurde (nicht depressiv!)


    2015: Diagnose autoimmune Schilddrüsenentzündung (Hashimoto), die schon länger da war


    August 2016: Cipralex über 3,5 Monate langsam abgesetzt


    November 2016: Autounfall bei dem ich mir einen Nerv in der Halswirbelsäule eingeklemmt habe und den Bauchmuskel von

    oben bis unten durchgerissen, was 4 Monate nicht gefunden wurde.


    Dezember 2016: Schilddrüsenmedikamente wurden auf eine etwas ungünstige Dosis erhöht werden (1 x 62,5 mg, 1 x 125 mg).


    Jänner 2017: Selbstmordversuch mit einem Moped mit KAT für ca. 10 min, mir war aber danach nicht übel oder schwindlig, daher dachte ich es hat nicht funktioniert.


    März 2017: 5 Tage überhaupt nicht geschlafen, war nur noch am Nachdenken und konnte nicht mehr damit aufhören, hab alle möglichen Dinge/Kleidung/etc. weggeworfen. Bekam sogenannte BrainZaps (Blitzschläge im Kopf) 6 Monate nach Absetzen der SSRI's. Schilddrüsenmedikamente total abgesetzt. Mitte März dann eine Packung Cipralex genommen, damit alles wieder aufhört, landete schlussendlich in der Psychiatrie.


    April 2017: Diagnose Psychose aufgrund von Schilddrüsenhormonen, diese wurden dann auf eine stabile Dosis angepasst 87,5 mg täglich.


    Mai - September 2017: das permanente Nachdenken ist unlenkbar, ich bin total verwirrt, bekomme teilweise garnichts mehr von meiner Umgebung mit und ich kann mich auf nichts Konkretes konzentrieren. Risperidon (kurzzeitig) haben die Situation dann etwas verbessert.


    ab Oktober 2017: immer mehr Gedächtnislücken in Bezug auf meine ganze Vergangenheit und auch auf die gegenwärtige Arbeit, ich kann die Gegenwart nicht genießen, habe kein wie früher gewohntes Körpergefühl mehr.


    Stand derzeit: ich habe den Eindruck "geistig behindert" zu sein, mein Leben nicht mehr im Griff zu haben, meine Gefühle switchen hin und her und ich habe keine Übersicht mehr. Meine Gedanken sind zwar um viele ruhiger geworden und es sind keine Zwangsgedanken mehr. Es herrscht zudem eine ausgeprägte Antriebslosigkeit und ich habe richtig Angst demnächst wieder arbeiten zu gehen.


    Psychiater & Psychotherapeut haben keine Erklärung für meine jetzigen Symptome und wir wissen auch nicht wieso es überhaupt zu einer Psychose gekommen ist.


    Nun meine Frage: geht das alles wieder weg oder bleibt der Zustand sich nicht mehr richtig wohl fühlen zu können, sich nicht konzentrieren zu können, Gefühle nicht mehr richtig fühlen zu können.