Beiträge von Maggi

    Antidepressiva (Ad's)


    Antidepressiva oder Thymoleptika sind eine Klasse von Psychopharmaka, die vornehmlich in der Behandlung von Depressionen verwendet werden. Sie können darüber hinaus aber auch bei einer Vielzahl von anderen psychischen Störungen sinnvoll eingesetzt werden. Weitere Anwendungsgebiete sind z. B.


    Zwangsstörungen und Panikattacken,

    einige Angststörungen oder Phobien, die posttraumatische Belastungsstörung,

    Essstörungen, chronische Schmerzen und Entzugssyndrome,

    Schlafstörungen und das prämenstruell-dysphorische Syndrom.


    Wirksamkeit


    Verschreibungspflichtige Medikamente


    Trizyklische Antidepressiva (TZA)

    Trizyklische Antidepressiva, kürzer Trizyklika, leiten ihren Namen (trizyklisch – von griech.: drei Ringe) von der dreifachen Ringstruktur dieser Wirkstoffe ab. Strukturelle und damit auch neurophysiologische Unterschiede zeigen sich in der Substitution und in den Seitenketten dieser Aromate. Das erste trizyklische Antidepressivum Imipramin wurde 1956 von Ciba-Geigy entwickelt. Als weitere Substanzen folgten zum Beispiel Clomipramin und Amitriptylin. Sie greifen in mehrere Neurotransmittersysteme gleichzeitig ein, indem sie die Wiederaufnahme von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin hemmen und auf Acetylcholin-, Histamin- oder auch Adrenozeptoren wirken. Daher sind bei trizyklischen Antidepressiva auch die Nebenwirkungen vielfältig.


    Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SRI)


    Trizyklische SRI wirken vor allem als Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.


    Wirkstoffe sind:

    Clomipramin (z.B. bei Angst- und Panikstörungen, Zwangsstörungen)







    Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (NRI)

    Trizyklische NRI wirken vor allem als Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer.

    -Stoffe vom Desipramin-Typ wirken eher wachmachend bzw. antriebssteigernd, sie sind besonders zur Behandlung der gehemmt-depressiven Depression geeignet


    Wirkstoffe sind:

    Desipramin

    Lofepramin

    Nortriptylin

    Daneben noch Maprotilin – als Trizyklikum aufgefasst.



    Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)

    Trizyklische SNRI wirken vor allem als Serotonin-und-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer.

    -Stoffe vom Amitriptylin-Typ wirken eher beruhigend (dämpfend) und sind besonders zur Behandlung der agitiert-ängstlichen Depression geeignet

    -Stoffe vom Imipramin-Typ sind antriebsneutral und wirken vor allem stimmungsaufhellend, sie können sowohl zur Behandlung des agitiert-ängstlichen als auch des gehemmt-depressiven Depressionstypus eingesetzt werden

    Wirkstoffe sind:

    Amitriptylin (z.B. Schmerztherapie)

    Dibenzepin

    Doxepin

    Imipramin




    trizyklische Antidepressiva mit andersartigem oder ungesichertem Wirkmechanismus (TZA)

    Trimipramin ist ein trizyklischer Wirkstoff, bei dem die hauptsächliche monoaminerge Wirkkomponente noch nicht sicher geklärt werden konnte.


    Genotoxisches Potential der TZA


    Einige trizyklische Antidepressiva führten bei der Fruchtfliege zu Erbgutschäden und erhöhen nach neuen Studien möglicherweise das Brustkrebsrisiko. Dazu zählen: Clomipramin, Desipramin, Doxepin, Imipramin, Trimipramin sowie weitere in Deutschland nicht zugelassene trizyklische Antidepressiva.


    Bei anderen trizyklischen Antidepressiva konnte kein mutagenes oder karzinogenes Potential nachgewiesen werden. Dazu zählen Amitriptylin und andere, jedoch in Deutschland nicht zugelassene Wirkstoffe.



    Tetrazyklische Antidepressiva

    Noradrenerges und spezifisch serotonerges Antidepressivum (NaSSA)


    Diese tetrazyklischen im Englischen Noradrenergic and Specific Serotonergic Antidepressants (NaSSA) heißenden Wirkstoffe sind Antagonisten an präsynaptischen Auto-Rezeptoren des Alpha-2 Adrenozeptortyps und bewirken dadurch eine verstärkte Ausschüttung von Noradrenalin. Zudem sind sie Antagonisten an spezifischen Serotoninrezeptoren, meist 5-HT2A und 5-HT2C. Meist wirken sie als H1-Antihistaminika sedierend. Sie werden bei Depressionen (besonders bei Hemmung, Gewichtsverlust, Schlafstörung und Ängsten), teilweise werden NaSSA auch als Schlafmittel eingesetzt.

    Wirkstoffe: zum Beispiel

    Mirtazapin

    Mianserin

    Selektive Antidepressiva


    Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

    Die SSRI blockieren speziell die Rezeptoren, die für die Wiederaufnahme des Botenstoffes Serotonin zuständig sind. Die durch Eingriff in weitere Transmittersysteme verursachten Nebenwirkungen der trizyklischen Antidepressiva spielen bei der SSRI-Behandlung eine entsprechend geringere Rolle.

    zum Beispiel

    Fluvoxamin

    Fluoxetin

    Citalopram

    Escitalopram


    Sertralin

    Paroxetin

    Vortioxetin


    auch bei Angststörungen, Panikattacken, Zwangsstörungen und Bulimie


    Schon kurz nach Einführung der ersten Wirkstoffe dieser Gruppe wurde über gewalttätiges Verhalten und Suizide unter SSRI-Medikation berichtet; eine möglicherweise suizidalitätssteigernde Wirkung dieser Substanzen ist bislang weder gesichert noch widerlegt. Beim Absetzen von SSRI nach längerer Einnahme kann sich ein Absetzsyndrom (SSRI Discontinuation Syndrome) entwickeln. Eine Abhängigkeit von SSRI entsprechend der DSM-IV-Definition ist aber nicht bekannt.



    Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiedaraufnahmehemmer (SSNRI)

    Die Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) hemmen die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. Einsatzgebiete sind Depressionen und Angststörungen.


    Wirkstoffe sind

    Venlafaxin

    Duloxetin

    Milnacipran




    Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)

    Die NARI hemmen den Transporter, der Noradrenalin nach erfolgter Signalübertragung natürlicherweise wieder zu den Speicherplätzen zurückbefördert. Noradrenalin verbleibt länger am Wirkort, und seine Wirksamkeit als Signalüberträger steigt. Wirkstoffe dieser Gruppe sind zum Beispiel

    Reboxetin

    Viloxazin


    Anwendungsgebiete sind akute depressive Erkrankungen, darunter mit Antriebsstörungen einhergehende Depressionen. Viloxazin wurde im Juli 2006 vom Markt genommen. Reboxetin hingegen ist in Deutschland weiterhin auf dem Markt. Jedoch müssen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Medikamente mit dem Wirkstoff Reboxetin seit 1. April 2011 nicht mehr tragen. Die Kosten muss der Patient nun selbst bezahlen, falls die Krankenkasse des Patienten keine Ausnahme macht.



    Selektive Dopamin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNDRI)

    Die NDRI hemmen die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin. Einsatzgebiete sind Depressionen, vor allem bei Antriebsschwäche.


    Die bisher einzigen Wirkstoffe in dieser Klasse sind


    Amineptin

    Methylphenidat, wobei letzterer Wirkstoff für die antidepressive Therapie keine Zulassung hat.

    Bupropion



    Dopamin-Wiederaufnahmehemmer (DRI, DARI)

    Amineptin ist seit 2005 gemäß BtMG (D) nicht mehr verschreibungsfähig. Es war die einzige verschreibungsfähige, arzneilich als Antidepressivum verwendete Substanz, die eine Sucht auslösen konnte. Weitere DRI sind Nomifensin und Medifoxamin, die aber wegen starker Nebenwirkungen mittlerweile nicht mehr gebräuchlich sind.



    Andere Arten von Antidepressiva

    Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer/MAOI/RIMA)

    MAO-Hemmer wirken durch eine Blockade der Monoaminoxidase Enzyme. Diese Enzyme bauen normalerweise Monoamine wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin ab und verringern dadurch deren Verfügbarkeit zur Signalübertragung im Gehirn.


    MAO-Hemmer werden in selektiv oder nichtselektiv sowie reversibel oder irreversibel unterteilt.

    Selektive Inhibitoren der MAO-A

    (z. B. Moclobemid, reversibel) hemmen nur den Typ A der Monoaminoxidase. Sie zeigen eine antidepressive Wirkung und sind meist gut verträglich.


    Selektiv MAO-B-hemmende Wirkstoffe

    (z. B. Selegilin, Rasagilin, beide irreversibel) werden in erster Linie in der Parkinson-Behandlung eingesetzt.


    Nichtselektive MAO-Hemmer (z. B. Tranylcypromin, irreversibel) hemmen MAO-A und MAO-B und sind stark wirksam gegen Depressionen und Angststörungen. Irreversible MAO-Hemmer binden die MAO-A bzw. MAO-B dauerhaft. Um diese Wirkung aufzuheben, muss das betroffene Enzym vom Körper erst neu gebildet werden, was Wochen dauern kann. Reversibilität bedeutet, dass das Medikament nur schwach an die MAO bindet, und MAO-A bzw. MAO-B spätestens mit dem Abbau des Medikaments wieder intakt frei gibt.


    Es muss zwischen der Einnahme eines irreversiblen MAO-A-Hemmers und einem anderen Antidepressivum eine Wartezeit eingehalten werden, um schwerwiegende Interaktionen zu vermeiden (zum Beispiel das Serotonin-Syndrom).



    Serotonin-Antagonist-und-Wiederaufnahmehemmer (SARI)

    Diese im Englischen Serotonin Antagonist and Reuptake Inhibitor (SARI) heißenden Wirkstoffe sind Antagonisten an Serotoninrezeptoren, meist (5-HT2A). Zudem sind sie meist Antagonisten des Alpha-1 Adrenozeptortyps.


    Ein Wirkstoff aus dieser Gruppe ist das Trazodon.




    Glutamerge Modulation

    Tianeptin hat eine modulierende Wirkung auf glutamerge NMDA- und AMPA-Rezeptoren und scheint auf diese Weise stressbedingte Veränderungen im Hippocampus und präfrontalen Cortex verhindern bzw. rückgängig machen zu können.



    Serotonin-(5-HT2)-Antagonist und Melatonin-(MT1- und MT2)-Agonist

    Agomelatin wirkt agonistisch auf die melatonergen MT1- und MT2-Rezeptoren und antagonistisch auf die serotonergen 5HT2C-Rezeptoren. Die dem Melatonin strukturell verwandte chemische Verbindung aus der Gruppe der Antidepressiva wird in der Behandlung von Episoden einer Major Depression bei Erwachsenen eingesetzt.

    Ketamin zur schnellen Akutbehandlung

    Für die Behandlung von depressiven Notfällen (Suizidgefährdung) hat sich in der klinischen Forschung seit 2010 die schnelle Wirkung von Ketamin, einem Antagonisten am Glutamat-NMDA-Rezeptorkomplex, bewährt.



    Phasenprophylaktika (Stimmungsstabilisatoren) mit antidepressiver Wirkung
    Für die Prophylaxe von Depressionen werden andere Arzneimittel verwendet als für die Akuttherapie. Dabei wird zwischen monopolarem Verlauf und bipolarem (Wechsel zwischen manisch und depressiv) Verlauf unterschieden.


    Lithium (in der Regel mit komplexem Wirkungsmechanismus)

    Valproat: In mehreren Studien konnte keine signifikante antidepressive Wirkung von Valproat festgestellt werden, jedoch eine gute anti-manische Wirkung.

    Carbamazepin: Eine eindeutige antidepressive Wirkung wird von mehreren Studien bestätigt; beste Datenlage hinsichtlich eines antidepressiven Effektes unter allen Antikonvulsiva.

    Lamotrigin: Die vorhandenen Daten sprechen für einen antidepressiven Effekt (bei monopolaren Depressionen) bei diesem Antikonvulsivum, obwohl es nicht viele Studien über eine antidepressive Wirkung von Lamotrigin bei monopolaren Depressionen gibt. Kein Zweifel besteht jedoch an seiner antidepressiven Wirksamkeit im Rahmen einer bipolaren Störung - in Deutschland ist es als Präventionsmittel gegen depressive Episoden bei bipolaren Störungen zugelassen.



    Nebenwirkungen Antidepressiva


    Frei verkäufliche Wirkstoffe oder Anwendungsmöglichkeiten

    Phytopharmaka (Pflanzliche-Arzneimittel)

    Ein Phytopharmakon (griechisch φυτόν phyton (Pflanze) und φάρμακον pharmakon (Arzneimittel)) ist ein in der Phytotherapie verwendetes Fertigarzneimittel, dessen wirksame Bestandteile ausschließlich pflanzlicher Herkunft sind. Ein Phytopharmakon besteht aus einem oder mehreren pflanzlichen Wirkstoffen, wobei die pflanzlichen Wirkstoffe zumeist selbst Vielstoffgemische verschiedener Pflanzeninhaltsstoffe sind.


    Johanniskraut


    Aminpräkursoren

    Im Rahmen der Depressionsbehandlung sind mit Aminpräkursoren die Stoffwechsel-Vorstufen der Monoamin-Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin gemeint. Darunter fallen L-Tryptophan, 5-Hydroxytryptophan für Serotonin und L-Phenylalanin, L-Tyrosin und L-DOPA sowohl für Noradrenalin als auch Dopamin.


    Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA)

    Es konnte nachgewiesen werden, dass die Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (kurz: EPA) einen antidepressiven Effekt bei einer Dosierung von mehr als 1 g/Tag aufweist. Auch auf Schizophrenie hat EPA einen positiven Effekt.


    Licht als Antidepressivum

    Licht hat Auswirkung auf die Transmitter-Spiegel im Körper. Bei relativem oder absolutem Lichtmangel, also bei dem insbesondere als „Winterdepression“ bekannten Phänomen, fehlt dem Gehirn die Wirkung des über die Augen aufgenommenen Lichtes. Dadurch steigt der Melatoninspiegel, ein Signal für den Körper, das normalerweise Schlafbereitschaft signalisiert. Der Serotoninspiegel sinkt.


    Vitamin D3

    Cholecalciferol (Vitamin-D3) ist genau genommen kein Vitamin, sondern ein Prohormon (der Körper kann es im Gegensatz zu echten Vitaminen selbst bilden). Aus Cholecalciferol wird das Hormon Calcitriol gebildet. Calcitriol (auch Vitamin-D-Hormon genannt) wirkt dabei im Zusammenspiel mit Vitamin-D-Rezeptoren im Körper sehr viel breiter, als nur in Zusammenhang mit der bekannten Knochenbildung, u. a. eben auch in Bereichen, die unmittelbar Auswirkungen auf die Stimmungslage haben. Den Ergebnissen einer Studie der Universität Amsterdam zufolge ist der Vitamin-D-Gehalt im Blut bei Patienten mit Depressionen durchschnittlich 14 % niedriger als in der Kontrollgruppe.[34] Der Effekt einer Behandlung mit Vitamin D3 ist aber gering.

    Neuroleptika

    Wiki schrieb:

    Neuroleptika (von griechisch neuron = Nerv, lepsis = ergreifen) oder Antipsychotika sind Arzneistoffe aus der Gruppe der Psychopharmaka, die eine dämpfende (sedierende) und antipsychotische (den Realitätsverlust bekämpfende) Wirkung besitzen. Sie werden hauptsächlich zur Behandlung von Wahnvorstellungen und Halluzinationen eingesetzt, wie sie etwa im Rahmen einer Schizophrenie oder Manie auftreten können.

    Es gibt 3 Generationen von Neuroleptika.


    1. Generation 

    typische oder klassische Neuroleptika auch "Typika"

    diese Generation wird wiederum in 3 Gruppen unterteilt.


    Hochpotente NLs sind antipsychotisch hochwirksam wohingegen niedrigpotente NLs nur einen beruhigenden Effekt haben und kaum antipsychotische Wirkung.


    hochpotente Neuroleptika

    Perphenazin (Phenothiazin) DECENTAN®

    Flupenthixol (Thioxanten) FLUANXOL®
    Haloperidol (Butyrophenon) HALDOL®
    Pimozid (Diphenylbutylpiperidin) ORAP®
    Benperidol (Butyrophenon) GLIANIMON®


    mittelpotente Neuroleptika

    Perazin (Phenothiazin) TAXILAN®

    Zotepin (Dibenzothiepin) NIPOLEPT®

    Zuclopenthixol (Thioxanten) CIATYL-Z®


    niedrigpotente Neuroleptika

    Prometazin (Phenothiazin) ATOSIL®

    Levomepromazin (Phenothiazin) NEUROCIL®

    Chlorprotixen (Thioxanten) TRUXAL®

    Prothipendyl (Azaphenothiazin) DOMINAL forte®

    Pipamperon (Butyrophenon) DIPIPERON®

    Melperon (Butyrophenon) EUNERPAN®



    2. Generation 

    Atypische Neuroleptika

    Amisulprid (Benzamid) SOLIAN®

    Clozapin (Dibenzodiazepin) LEPONEX®

    Olanzapin (Thienobenzodiazepin) ZYPREXA®

    Quetiapin (Dibenzothiazepin) SEROQUEL®

    Risperidon (Benzisoxazol) RISPERDAL®

    Ziprasidon (Benzisothiazylpiperazin) ZELDOX®



    3.Generation (wirkt stärker auf den D2 Rezeptor, ähnlich den typischen NLs)

    ATYPISCHE NEUROLEPTIKA

    Aripiprazol (Dichlorphenyl-Piperazinyl-Chinolin) ABILIFY®

    Cariprazin wurde in den USA im Jahr 2015 und in der EU im Jahr 2018 in Form von Kapseln zugelassen (Vraylar®, Reagila®). In der Schweiz ist das Arzneimittel bisher noch nicht registriert.

    Hab ja selbst nur eine Psychose und wenn überhaupt nur sehr kurz mal so etwas wie eine Stimme oder akustisches Geräusch gehabt.


    Wie hört sich das an? Kann das vielleicht ein Stimmenhörer man beschreiben oder du Da Jagna damit man sich das genau vorstellen kann und wie da der Unterschied zu normalen Stimmen ist?

    Citalopram (KurzBeschreibung)

    SSRI Antidepressivum ( Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer )
    Modernes Antidepressivum welches selektiv auf den Serotonin-Rezeptor wirkt.


    Vorteile:

    • Gute Verträglichkeit
    • Gute Wirksamkeit


    Nachteile

    • kann Unruhe fördern
    • kann Wahnhaftes verstärken
    • Kann die Wirkung der Neuroleptika herabsetzen
    • kann Aggressionen fördern

    Ziprasidon (Kurzbeschreibung)

    Atypisches Neuroelptikum der 2. Generation .


    Vorteile:

    • Gewichtsneutral
    • Geringe Nebenwirkungen


    Nachteile:

    • kann zu Unruhe führen
    • leichte Auffälligkeit bezüglich Herz / QT

    Verschwörungstheorien und der Glaube daran kann in der Psychose aufgrund der veränderten Wahrnehmung sich ähnlich wie eine überwertige Idee darstellen. Die Schwachstellen dort zu finden kann helfen auch bei eigenen überwertigen Ideen etwas Selbstkritischer zu sein.

    Feste Überzeugungen die für sich und Andere unerschütterbar sind und sich häufig im Nachhinein als übertrieben oder Irrtum herausstellen. In der Akuten Psychose ist man da kaum zugänglich für Gegenargumente die häufig erst nach abklingen der psychotischen Fase ins Bewusstsein treten. Man steigert sich in Dinge rein die zum Teil Abstrakt sind oder auch Dinge die an sich Kleinigkeiten sind.

    Aripiprazol (Kurzbeschreibung)

    Atypisches Neuroleptikum der 3. Generation.

    Vorteile:

    • Gewichtsneutral
    • kaum Nebenwirkungen
    • Akut wirksam
    • Bedarf möglich
    • hochwirksam


    Nachteile

    • Risiko Unruhe ( von daher zusätzlich Bupropion sinnvoll / notwendig )

    Olanzapin (Kurzbeschreibung)

    Atypisches Neuroleptikum der 2. Generation.

    Vorteile:

    • gute Wirksamkeit


    Nachteile:

    • Risiko starke Gewichtszunahme
    • Risiko Diabetes
    • Müdigkeit tritt sehr häufig auf

    Risperidon (kurzbeschreibung)

    Atypisches Neuroleptikum der 2. Generation.

    Vorteile:

    • mäßig gute Verträglichkeit


    Nachteile:

    • Risiko Gewichtszunahme
    • Risiko Herz / Kreislauf
    • Geistige Einschränkungen

    Quetiapin (Kurzbeschreibung)

    Atypisches Neuroleptikum der 2. Generation.

    Vorteile:

    • mäßig gute Verträglichkeit


    Nachteile:

    • Risiko Gewichtszunahme
    • Risiko Herz / Kreislauf

    Amisulprid (Kurzbeschreibung)

    Atypisches Neuroleptikum der 2. Generation.

    Vorteile:

    • Gewichtsneutral (leichtes Risiko)
    • senkt Libido
    • relativ wenig Nebenwirkungen

    Nachteile:

    • kaum Erregbarkeit (Libido)

    Citalopram (Ausführlich)

    Benjamin Clanner-Engelshofen, Apotheker, Student der Humanmedizin

    23. Januar 2017

    Der Wirkstoff Citalopram wird zur Behandlung von Depressionen und anderen psychischen Störungen eingesetzt und gehört der Gruppe der SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) an. Er wurde im Jahr 1989 entwickelt, 1996 in Deutschland zugelassen und ist inzwischen in zahlreichen Medikamenten enthalten. Im Jahr 2011 war Citalopram das am häufigsten verordnete Psychopharmakon in Deutschland. Trotz der allgemein guten Verträglichkeit, kann Citalopram Müdigkeit, Gewichtsveränderungen und andere Nebenwirkungen hervorrufen. Hier lesen Sie alles Wichtige über den Wirkstoff Citalopram.

    So wirkt Citalopram

    Der Wirkstoff Citalopram greift in den Hirnstoffwechsel ein, genauer gesagt in den Stoffwechsel der Neurotransmitter (wie Serotonin). Diese Botenstoffe übermitteln Nervensignale zwischen den Hirnzellen, indem sie von einer Zelle ausgeschüttet werden und an bestimmten Andockstellen (Rezeptoren) der nächsten Zelle binden. Anschließend werden die Botenstoffe wieder in die Nervenzelle aufgenommen und damit inaktiviert.

    Experten vermuten, dass für die Entstehung von depressiven Symptomen eine zu geringe Menge an freigesetztem Serotonin eine Rolle spielt. An dieser Stelle setzen Medikamente mit Citalopram oder anderen SSRI an: Sie hemmen selektiv die Wiederaufnahme von Serotonin in die Zellen, wodurch der Botenstoff länger seine stimmungsaufhellende und angstlindernde Wirkung entfalten kann. Neben der Steigerung der Konzentration des Botenstoffes kommt es durch eine dauerhaft höhere Reizung aber auch zu einer Verminderung der Anzahl der Rezeptoren. Dadurch wirkt während und nach der Therapie eine gleiche Menge Botenstoff an der Zielstruktur stärker.

    Auch wenn die Zusammenhänge noch nicht vollständig geklärt sind, lassen sich mit Citalopram Depressionen oft recht gut in den Griff bekommen. Zu beachten ist jedoch, dass die Citalopram-Wirkung erst einige Wochen nach Beginn der Behandlung einsetzt, da die beschriebenen Prozesse nicht sofort eintreten.

    Wann wird Citalopram angewendet?

    Citalopram wird zur Behandlung von Depressionen und Panikstörungen verwendet. Außerhalb dieser von den Arzneimittelbehörden zugelassenen Anwendungsgebiete wird Citalopram noch für weitere psychische Erkrankungen eingesetzt (off-label-use).

    Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Genesungserfolg und wird stets vom behandelnden Arzt festgelegt. Oft beträgt sie ein bis mehrere Jahre.

    So wird Citalopram angewendet

    In der Regel wird Citalopram als Filmtablette einmal täglich (morgens oder abends) eingenommen. Da der Wirkstoff nach Aufnahme in den Blutkreislauf erst nach 36 Stunden über die Leber zur Hälfte abgebaut ist, reicht eine einmalige tägliche Dosis. Selten wird der Wirkstoff als Infusionslösung eingesetzt (bei Patienten in stationärer Behandlung).

    Welche Nebenwirkungen hat Citalopram?

    Vor allem in den ersten zwei Wochen der Therapie werden folgende Citalopram-Nebenwirkungen beobachtet:

    Patienten, die zu Suizidgedanken neigen, sollten in den ersten zwei bis vier Wochen der Behandlung engmaschig überwacht werden, bis die antidepressive Wirkung von Citalopram eintritt.


    Weitere Citalopram-Nebenwirkungen, die häufig (bei ein bis zehn Prozent der Behandelten) beziehungsweise sehr häufig (bei mehr als zehn Prozent der Behandelten) auftreten, sind:

    Gelegentlich (bei 0,1 bis einem Prozent der Behandelten) löst Citalopram Gewichtszunahme und Appetitsteigerung aus.

    Da der Wirkstoff direkt im zentralen Nervensystem wirkt, sind zusätzlich noch viele weitere, in ihrer Bedeutung aber untergeordnete Nebenwirkungen bekannt. Diese Liste gibt nur die wichtigsten Nebenwirkungen von Citalopram wieder.


    Was ist bei der Einnahme von Citalopram zu beachten?

    Der Wirkstoff Citalopram sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Personen über 65 Jahre sollten nur die halbe Dosis der normalerweise angewendeten Menge erhalten.

    Da Citalopram über die Leber abgebaut wird, muss die Behandlung bei eingeschränkter Leberfunktion mit einer niedrigen Dosis begonnen werden. Anschließend folgt eine langsame Dosissteigerung unter Beobachtung der Leberwerte bis auf die individuell verträgliche Enddosis von Citalopram.

    Schwangerschaft

    In der Schwangerschaft sollte Citalopram nur, wenn unbedingt notwendig, und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingenommen werden. Denn der Wirkstoff überwindet die Plazenta und kann vor allem bei Anwendung im letzten Drittel der Schwangerschaft beim Neugeborenen Absetzerscheinungen auslösen.

    Citalopram absetzen

    Solche Absetzerscheinungen (wie Unwohlsein, Übelkeit, Kopfschmerzen) können auch beim erwachsenen Patienten nach schlagartigem Abbruch der Therapie auftreten. Will man Citalopram absetzen, sollte daher die Dosis schrittweise verringert werden („Ausschleichen“). Oft wird die zeitliche Dosisreduktion beim Absetzen vom Arzt geplant und begleitet, um etwaige Citalopram-Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.

    Wechselwirkungen mit anderen Substanzen

    Die gleichzeitige Einnahme von Citalopram und Alkohol sollte vermieden werden, denn während der Therapie ist die Empfindlichkeit für Alkohol erhöht. Patienten berichten nach dem Konsum gängiger Mengen Alkohol unter Citalopram-Therapie über schwerste Kater-Erfahrungen und heftiges Unwohlsein.

    Citalopram darf nicht zusammen mit sogenannten MAO-Hemmern (ebenfalls Antidepressiva) angewendet werden. Anderenfalls kann sich das lebensbedrohliche Serotonin-Syndrom entwickeln. Dieses äußert sich durch Symptome wie Überhitzung, Muskelstarre, Zittern, Verwirrtheit, Reizbarkeit bis hin zu Delirium und Koma.

    Ebenso sollte während der Therapie auf Medikamente verzichtet werden, die ebenfalls auf den Serotonin-Haushalt einwirken. Einige andere Medikamente gegen Migräne (Triptane), Opioid-Schmerzmittel (Tramadol, Fentanyl), Serotonin-Vorstufen als mildes Schlafmittel oder zur Hebung der Stimmungslage (Tryptophan, 5-HTP) sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker angewendet werden, da es hier ebenfalls zum Serotonin-Syndrom kommen kann.

    Citalopram führt bei einigen Menschen zu einer Veränderung des Herzschlages (sogenannte QT-Zeit-Verlängerung). Es darf nicht zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden, die ebenfalls die QT-Zeit verlängern. Sonst kann es zu folgenschweren Herzrhythmusstörungen und in weiterer Folge zum Herzstillstand kommen. Gängige Medikamente, welche zu einer QT-Zeit-Verlängerung führen, sind beispielsweise bestimmte Antibiotika (Azithromycin, Erythromycin, Ciprofloxacin, Clarithromycin, Cotrimoxazol), Asthma-Mittel (Salbutamol, Terbutalin), Mittel gegen Pilzinfektionen (Fluconazol, Ketoconazol) und Erkältung (Ephedrin, Pseudoephedrin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin). Sollten dem Patienten selbst unregelmäßige Herzschläge oder ähnliche Nebenwirkungen auffallen, sollte ein Arzt informiert werden.

    So erhalten Sie Medikamente mit dem Wirkstoff Citalopram

    Der Wirkstoff Citalopram wird meist erst nach einer Untersuchung durch einen Facharzt für Psychiatrie oder Neurologie verordnet, welcher meist auch eine therapiebegleitende Psychotherapie empfiehlt. Nachdem der Wirkstoff im Zentralnervensystem wirkt, ist dieser ausschließlich über die Apotheke zu beziehen. Weil Citalopram mit vielen anderen Wirkstoffen wechselwirken kann, sollten Patienten den Arzt und Apotheker über alle weiteren angewendeten Medikamente informieren.

    Seit wann ist Citalopram bekannt?

    Auf der Suche nach einem neuen krampflösenden Mittel (Antiepileptikum) wurde Citalopram von der dänischen Firma Lundbeck entwickelt. Als entdeckt wurde, dass der Wirkstoff aber keine antiepileptische, sondern eine antidepressive Wirkung ausübt, wurde er 1989 patentiert. Im Jahr 2003 lief das Patent aus, woraufhin zahlreiche weitere Pharmafirmen Medikamente mit Citalopram entwickelten. Lundbeck konterte jedoch mit einem in der Welt der Pharmaindustrie nicht untypischen Manöver: Da Citalopram in zwei Formen vorliegt, die vom Aufbau her zueinander spiegelbildlich sind, wovon meist nur eine die (stärker) wirksame ist, hat Lundbeck nochmals die stärker wirkende Form (Escitalopram) patentiert und somit seinen Patentschutz effektiv um ettliche Jahre erweitert.


    _________

    Quelle:
    https://www.netdoktor.de/medikamente/citalopram/

    Dopamin

    Von Benjamin Clanner-Engelshofen, Apotheker, Student der Humanmedizin

    19. Januar 2017

    Der Wirkstoff Dopamin gehört zur Gruppe der Katecholamine und wird therapeutisch bei Schockzuständen eingesetzt. Außerdem kommt der Stoff natürlicherweise im Körper vor – als wichtiger Botenstoff im Gehirn (Neurotransmitter). Dort vermittelt er motivations- und antriebssteigernde Effekte. Bei zu niedrigen oder zu hohen Spiegeln des Botenstoffs kann es zu parkinsonartigen oder manieförmigen Symptomen kommen. Hier lesen Sie alles Wichtige zur Frage „Was ist Dopamin eigentlich?“ sowie zu Anwendung, Wirkung und Nebenwirkungen des Botenstoffs.

    So wirkt Dopamin

    Dopamin-Wirkung im zentralen Nervensystem (ZNS)

    Dopamin dient im Gehirn der Kommunikation der Nervenzellen untereinander, ist also ein Nervenbotenstoff (Neurotransmitter). In bestimmten „Schaltkreisen“ vermittelt er dabei positive Gefühlserlebnisse („Belohnungseffekt“), weswegen er – so wie auch Serotonin – als Glückshormon gilt. Im Vergleich zu Serotonin bewirkt Dopamin aber eher eine längerfristige Motivationssteigerung und Antriebsförderung.

    Eine der Krankheiten, bei denen ein Mangel an Dopamin im ZNS auftritt, ist Parkinson. Zu den typischen Parkinsonsymptomen zählen Muskelstarre (Rigor), Zittern (Tremor) und eine Verlangsamung der Bewegungen bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese). Da Dopamin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann, kann es nicht direkt zugeführt werden, um dadurch den Mangel im Gehirn auszugleichen. Stattdessen werden Vorstufen (L-DOPA) und Analoga (Dopamin-Agonisten) des Botenstoffs verabreicht, die bis an den Wirkort im Gehirn gelangen können.

    Bei schizophrenen oder sonstigen psychotischen Patienten ist die Dopamin-Konzentration in bestimmten Hirnarealen meist erhöht. Hier werden Hemmer des Botenstoffs (Dopamin-Antagonisten) eingesetzt. Sie zählen zu den Antipsychotika oder Neuroleptika.

    Da bestimmte Drogen wie Kokain die Wiederaufnahme des ausgeschütteten Botenstoffs in die Nervenzelle unterbinden (Dopamin-Wiederaufnahmehemmer), kommt es nach deren Konsum zu einer verstärkten Dopamin-Wirkung. Das Gehirn verbindet den Drogenkonsum somit mit einem Belohnungseffekt, wodurch sich primär die Suchtwirkung von Kokain und anderen Drogen erklären lässt. Nach übermäßigem Drogenkonsum ergeben sich oft auch klinische Bilder einer Psychose.


     

    Dopamin-Wirkung in anderen Körperregionen

    Dopamin kann die Durchblutung in bestimmten Körperregionen (wie zum Beispiel den Nieren) steigern. Es wird daher bei Schockzuständen, niedrigem Blutdruck und Nierenversagen angewendet. Die Verwendung ist jedoch rückläufig, da beispielsweise mit Adrenalin oder Noradrenalin Wirkstoffe mit kleinerem Nebenwirkungspotential zur Verfügung stehen.

    Nach Injektion oder Infusion ist innerhalb von fünf bis zehn Minuten die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden.

    Wann wird Dopamin eingesetzt?

    Für neurologische Indikationen (wie Parkinson) wird Dopamin nicht direkt eingesetzt, sondern entweder Vorläufer oder Analoga davon, da diese die Blut-Hirn-Schranke überwinden können.

    Zur Kreislaufstabilisierung wird der Wirkstoff bei Schockzuständen oder drohenden Schockzuständen eingesetzt. Diese können beispielsweise in folgenden Fällen auftreten:

    • Bei Herzversagen und Herzinfarkt
    • bei schweren Infektionen
    • bei plötzlichem, starkem Blutdruckabfall

    So wird Dopamin angewendet

    Zur Anwendung durch den Arzt stehen Infusions- und Injektionslösungen zur Verfügung.

    Welche Nebenwirkungen hat Dopamin?

    Der rückläufige Einsatz von Dopamin erklärt sich durch das vergleichsweise hohe Nebenwirkungspotential. Injiziert bei Schockzuständen kommt es häufig (das heißt bei jedem zehnten bis hundertstem Patienten) zu Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Atemnot, Übelkeit bis hin zu Erbrechen sowie entweder zu starkem Blutdruckabfall oder zu übermäßigem Blutdruckanstieg.

    Was ist bei der Anwendung von Dopamin zu beachten?

    Dopamin wird hauptsächlich in der Notfallmedizin eingesetzt. Der behandelnde Arzt wird individuell abklären, ob ein Patient das Medikament aus bestimmten Gründen nicht erhalten darf.

    So erhalten Sie Medikamente mit Dopamin

    Nur Kliniken und Ärzte können Dopamin kaufen. Es kann nicht auf Rezept verschrieben werden und ist auch sonst in keiner Form durch den Patienten beziehbar.

    Die Wirkung von durch die Mahlzeiten aufgenommenem Dopamin (Ernährung, die reich an Obst und Gemüse wie Bananen, Kartoffeln, Avocados und Brokkoli ist) ist zu vernachlässigen, weil der Wirkstoff dabei schon kurz nach der Aufnahme im Darmunwirksam gemacht (deaktiviert).

    Seit wann ist Dopamin bekannt?

    Der erste Neurotransmitter im Gehirn von Säugetieren, der entdeckt wurde, war Adrenalin (auch Epinephrin genannt). Da die körpereigene Produktion des Adrenalins über verschiedene Zwischenprodukte – unter anderem eben Dopamin – verläuft, gingen Wissenschaftler nach Entdeckung der Stoffwechselwege zuerst davon aus, dass die Zwischenprodukte keine weitere Relevanz im Köper hätten.

    Erst die Entdeckung, dass im Gehirn ein völlig anderes Verteilungsmuster für Dopamin als für Adrenalin vorliegt, führte die Wissenschaftler Arvid Carlsson, Åke Bertler und Evald Rosengren am pharmakologischen Institut der Universität Lund (Schweden) 1958/59 zu der Annahme, dass Dopamin eigene ganz eigene Bedeutung beizumessen ist. Durch diesen und weitere Versuche entdeckten die Forscher im Corpus striatum, einer zentralen Hirnregion, die größte Dopamin-Konzentration. Durch Versuche mit dem pflanzlichen Stoff Reserpin konnten sie nachweisen, dass die Entleerung der Dopamin-Speicher in diesem Hirnareal zu parkinson-ähnlichen Symptomen führt. Auch Oleh Hornykiewicz an der Universität Wien konnte kurze Zeit später durch Farbreaktionen mit Extrakten des Corpus striatum zeigen, dass diese Hirnareale bei Parkinson-Patienten auffallend wenig Dopamin enthielten.

    Weitere interessante Fakten zu Dopamin

    Im Jahr 1970 erhielten die Wissenschaftler Ulf Svante von Euler-Chelpin und Julius Axelrod (beteiligt an der Entdeckung von Adrenalin und Noradrenalin) den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie „für ihre Entdeckungen zu den chemischen Transmittern in Nervenendigungen und zum Mechanismus ihrer Speicherung, Freisetzung und Inaktivierung“. Im Jahr 2000 gewannen Arvid Carlsson und weitere Forscher den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie „für ihre Entdeckungen zur Signalübersetzung im Nervensystem“.


    ________

    Quelle:

    https://www.netdoktor.de/medikamente/dopamin/