Beiträge von Recovery

    Ist es echt Standart bei den Minussymptomen ?

    & diese Energielosigkeit sowie Sprachverarmung.

    Ja, die von dir geschilderten Fähigkeitseinbußen sind dem Cluster "Minussymptome" zuzuordnen. Hört sich erstmal allzu statisch an. Statisch bist du aber nicht, was du daran erkennen kannst, dass du dich nun selbst reflektierst. Sich bewusst zu werden, was mit einem im Einzelnen passiert ist, kann den Selbstwert erschüttern, besonders wenn man sich ausmalt, was man hypothetisch gesehen ohne Schizophrenie bereits geschafft "hätte". Auch wenn es schwer ist, sich wieder an das alte Level heranzukämpfen: alles dauert seine Zeit. Wenn du theoretisch studieren kannst, ist das ein Marker dafür, dass du viele Ressourcen in dir schlummern hast. Und die kannst du nutzen, indem du nach der Tagesklinik eine Tätigkeit anfängst, die dir in deinen Interessen zusagt und dich fordert (bei mir ist es eine schulische Ausbildung mit Fachabi-Erwerb). Das zweite, was daran gut ist, ist der beständige soziale Kontakt zu neuen Kameraden. Bis so eine "Vernarbung" der Psyche ausheilt, vergeht Zeit. Das dauert einfach. Das sollte man nicht leugnen.


    Die Gedächtnis- und Sprachprobleme, von denen du erzählst, fallen in den Teilbereich "kognitive Einbußen". Die Minussymptome beschreiben eher die affektiven Veränderungen (Energielosigkeit, Affektverflachung usw).


    Antidepressiva können einen positiven Beitrag leisten, aber das müsstest du mit deinem Arzt zusammen austüfteln. Was genauso wichtig ist, ist der Umstand, dass die Minussymptome und kognitiven Einbußen das Ergebnis einer Dauerbelastung mit Positivsymptomen waren. Um die Dynamik hinter den +Symptomen zu verstehen, könntest du eine Psychotherapie anfangen. Erstmal zu Einsichten zu kommen, was psychotisches Erleben ist, kann zur Selbstregulation beitragen, was dir wiederum ein stressfreieres Leben ermöglicht. Und dann könntest du deine Ressourcen effizienter nutzen.

    Dh. Solche einfachen Aufgaben wie 13 x 8

    rechne ich falsch.

    Das klingt jetzt komisch, aber du kannst die Aufgabe so zerlegen wie in der Grundschule (3*8 + 10*8). Diese Form von vereinfachender Systematik hat mir geholfen. Kleine Brötchen backen.

    Ich habe eigentlich einen ganz großen Wortschatz aber ich hab keinen Zugriff zu mein Wissen.

    Das geht mir genauso. Es ist so, als wenn meine Psyche eine hohe Begrenzung für den abrufbaren Wortschatz hat. Diese Symptome, über die wir reden, sind Schutzmechanismen unserer Psyche. Zum einen war das einfach notwendig, zum anderen ist es hinderlich.

    Musik,die ich eigentlich auswendig kenne kann ich kaum mitsingen.

    Am besten nochmal in die Songtexte vertiefen, auch wenn sich das erst blöd anfühlt.

    Es ärgert mich schon sehr, wenn ich das nicht verbergen konnte.

    Es ist besser, einiges vehement zu verbergen. Ich stelle mir vor, dass das bei dir eine große Kraftanstrengung bedeuten kann. Das zeugt von innerer Stärke.

    Ich glaube da liegt schon noch einiges an Arbeit vor mir.

    Finde es bemerkenswert, wieviel Mühe du dir gibst. Meine Sorge war, dass dir eine depressive Stimmungslage nicht fremd ist.

    Nur bei mir selbst...ist halt schwer sich einzugestehen, dass man so defizitär ist.

    So geht's mir 50 % der Zeit auch. Manchmal kann ich frei mit meiner Betreuerin oder mit einem Psychiater über mein Befinden und meine Defizite reden, aber dann gibt es auch wieder Zeiten, da habe ich keinen Mut dazu, sodass ich mich sozial isoliere.


    Ich denke, dass die verschiedenen psychischen Probleme des Menschen mit einer zentralen Basisproblematik zu tun haben. Würde man diese flächendeckend thematisieren, wäre unser Zusammenleben bereits etwas weniger fördernd für Neurosen u. letztendlich auch Psychosen.

    Ich hatte neulich ne DR gehabt und dabei Panikatakke mit 197 puls gehabt.

    Hatte mal das Gleiche, auch den hohen Puls (Blutdruck bis 230). Da war ich in etwa 19 1/2. War kurz vor dem endgültigen Ausbruch der Erkrankung und dauerte mehrere Tage lang an. Wusste gar nicht, wie mir geschieht und habe dann arg (cyber-)hypochondriert.

    Aber gehört Derealisatin mit zur Psychose?

    Hast du deinen Psychiater mal gefragt? Meine gelesen zu haben, dass es ein Symptom beim schizophrenen Spektrum sein kann, bin mir aber nicht sicher. Habe es aber manchmal selbst.

    Kopf wie in Watte gepackt und dieses Kribbeln im Kopf?

    Meinst du mit "Kopf wie in Watte gepackt", dass du innerlich eine Art Widerwillen wahrnimmst, an der Realität teilzunehmen? Also dass sich dein Kopf quasi ausklinken will und den Bezug zur Welt kappt?


    Das Kribbeln im Kopf dachte ich, könnte man unter taktile Halluzinationen einordnen. Aber keine Ahnung.

    Ich brach die Reha ab und bin seit dem im Krankenhaus, nun geht es mir wieder besser.

    Erstmal super, dass DU dir Hilfe holst. Gönn dir gedankliche Ruhe. Irgendwas muss dich jedoch sehr stark bedrücken, denn sonst wäre das Zustandekommen der Symptome nicht möglich.


    Grüße, Recovery

    Ich hoffe einfach, das das Schrecken irgendwann ein Ende hat.

    Ich leide schon seit 9 Monaten darunter...

    Ist kräftezehrend und enttäuschend. Ich habe mich am Anfang in so einer krassen geistigen Umnachtung befunden - es ist unfassbar mit welcher Geschwindigkeit das damals auf einmal passierte. Desaströse Auswirkungen...


    Ist es tatsächlich möglich nur einmal im Leben daran zu erkranken & dann nie wieder ?

    Vergeht diese Phase irgendwann ?

    Ist es normal, dass ich kein Glück / Trauer empfinden kann ?

    Ist es normal, dass ich totale Sprachstörungen habe ?

    Du kannst einiges dafür tun, dass du nur einmal erkrankst und dich nun auch mehr und mehr erholst. Es ist bei jedem ein ungeschriebenes Blatt, wie der Verlauf aussieht. Auch wenn es um eine schwere Erkrankung geht: man ist in vielen Einzelheiten noch der/die Alte. Das Glücks- und Trauerempfinden kann sich wieder reaktivieren. Man kann da auch selbst nachhelfen. Sprachstörungen habe ich auch manchmal unter Stress gehabt. Hatte mich teilweise verhaspelt/Wörter stottrig ausgesprochen. Das hat sich gebessert als ich mich in wichtigen Situationen freier, weniger gestresst oder auch aufgehobener gefühlt habe. Wenn man z.B. übermäßigen Redefluss hat, ist es klar, dass die Energien für die Sprachgestaltung irgendwann fehlen.


    Gute Besserung! Könn hier auch Tipps reinschreiben, die dir helfen könnten.

    Übrigens kann man sich dort immer darüber kaputtlachen, wie "psychotisch" doch quasi alle Kirchenlieder aus dem Mittelalter sind ;)

    Ja, wobei es für mich jetzt auf ein resignierendes , "haareraufendes", tragisches Lachen hinausläuft. Es ist ein Dilemma, dass das Wort Jesu für einen geistig beschneidenden, psychisch verzerrenden, psychotisierenden Herrschaftsstrategismus herhalten musste/gebraucht wurde. Noch bizarrer und kognitiv dissonanter ist der Umstand, dass die Aufklärung an einem bestimmten Punkt stagnierte, wobei wir meist an das Gegenteil glauben (zu wissen meinen). Das mit der Säkularisierung ist ein wenig fadenscheinig, wenn z.B. der Großteil der amerikanischen Bevölkerung kreationistisch ist. Die Philosophie und Psychologie haben derweil gute Fortschritte gemacht, mit denen das eigentliche Wort Jesu herausgestellt werden kann (so gut es denn ebe geht), aber anstatt dieses Wissen uns Plebs näher zu bringen, zerspaltet wir uns entweder in das Lager (militanter) Atheismus oder (rückschrittiger) Monotheismus/Polytheismus. Man kann natürlich debattieren, inwiefern diese Entwicklung absichtlich unterstützt wurden und inwiefern das zu legitimieren wäre (das Legitimieren stellt aus staatsphilosophischer Sicht bereits einen großen Ethikkonflikt dar => David Hume). Wenn man aber mal nachfühlt/sich begreiflich macht/sicheinen kurzen Einblick schafft, inwiefern die realitätsverzerrende Binnenlogik der Religionen uns Menschen in unseren psychischen Essenzen zersetzen kann... (Eigenanteil ist wie immer dabei) - naja, da frage ich mich jetzt, ob unsere geistigen "Führer" (Eliten, Berater, Politiker) nicht seit geraumer Zeit mit einer Ratlosigkeit und Gezwungenheit zu tun haben. Das sind Abgründe, die nur gemeinsam überwunden werden könnten. Wie kompliziert das alles ist. Jedenfalls sind religiöse Schriften - und insbesondere das (historische) Handeln der Kirche - das "Reich" der Zwiespältigkeit. Es gibt so schöne bildgewaltige Allegorien und transzendente Statements in der Bibel, aber genauso viel pathologischer Mumpitz (der sich auch unter mit Deckmantel des augenscheinlich Positiven verkleiden kann). Also keine Ahnung, wo wir als Menschheit hinwollen. Forschung ist gut, Güterverteilung auch, nur was ist mit der psychisch-spirituellen Perspektive?? Ich sehe immer nur, wie um mich rum jeder ein wenig verkümmert scheint, gedemütigt oder sogar rachetrunken und neidisch. Letztendlich erkenne ich mich da auch selbst. Mir macht das nur so eine kognitive Dissonanz, die ich nicht ertragen kann. Wir sind in Lager aufgespalten und wir haben an Fähigkeit eingebüßt, uns im Anderen zu erkennen und Bindung zu kreieren mitsamt Diskursethik.

    Nina2809

    Nagarjuna


    Chronische Stimmenhörer (imperativ-drangsalierende Stimmen) mit FLUANXOL zuzuspamen, ist mindestens genauso verantwortungs- und innovativlos. Fluanxol ist in etwa wie Haldol. Habe das bei einem aus der Klinik mitbekommen. Er hat ganz gutgläubig die Pillen genommen. Kann ich verstehen. Wenn der eigene Kopf einen mit aggressivsten Vorwürfen überschüttet, klammert man sich an jeden Ast, der Linderung verspricht. Nur bekam er dauerhafte Schluckstörungen, Zuckungen, war kraftlos, litt unter seinen seelischen Schmerzen und konnte nicht mehr richtig gehen. Noch dazu wirkt man somit ganz verschroben auf seine Mitmenschen. Dabei war er noch gesprächsbereit. Seine Empathie und Kognition litten zwar durch Medikament und Erkrankung, aber er war auch klar (gespalten in Stimmenhören und normale Psyche). Deswegen bestünde da eigentlich noch die Chance, psychotherapeutisch zu intervenieren.

    Hallo g1proo1,


    was hast du für Positivsymptome?


    Ich wünsche dir viel Kraft und Glück beim Überstehen deiner derzeitigen Lebensphase.

    Trump ist von der Persönlichkeit her unerträglich und abstoßend. Wie er Reporter behandelt, wie er sich selbst Bewunderung zuraunt, mit welcher Unbekümmertheit er plump und unsensibel über andere herzieht, das spricht im psychologischen Sinne eine ganz deutliche Sprache. Ich rede manchmal mit meiner Betreuerin über die geopolitischen Situationen und den derzeitigen Stand der Welt. Viele teilen Hoffnungslosigkeit und Resignation. Ich hoffe, dass wir Menschen uns an die Komplexität des Daseins und unseres Zusammenlebens tiefgreifend und angemessen anpassen.

    Bin immer mal wieder depri und hab keine Lust mehr. Manchmal schwanke ich zwischen Hoffnung und Nihilismus (purer Enttäuschung). Zurückzuführen auf eine Menge eigener Dysfunktionalitäten und der großen Herausforderungen, die wir im Leben haben. Bin ein komischer Mensch. Denke an große Fragen und bürde mir damit zu viel auf. Verstehe mich selbst oftmals nicht. Sowohl innere als auch umgebende Kompliziertheit überfordern mich. Situationen zu simplifizieren ist für mich schwer, weil es so viel zu sehen gibt in der Welt.

    jede Diskussion kommt AUFs gleiche raus

    Tragikomisch. Die psychostrukturellen Hintergründe dessen übersteigen schnell die Auffassungskräfte des Menschen.

    Ich bin oft mit gottlosen Schafen unterwegs, die keine Nächstenliebe kennen, für mich furchtbar! Selbst Leuts mit gebildeten Titel sind ohne Religion und die 10 Gebote hoffnungslose Mitmenschen.

    Du kannst versuchen, die Angst vor der Gespaltenheit und fehlenden Bindung in der Welt zu ertragen, indem du deine Urteile über sie weniger extrem und dafür relativer fasst. Alles kann und darf gewichtet/bewertet werden. Alles bewegt sich auf "Skalen". Extrem wirds an den Endpunkten der "Skalen".

    Wird das dann als Schizophren bezeichnet oder was ist mit einem selbst dann überhaupt?

    Ganz so schizophren wie am Anfang bist du dann nicht mehr. Die Schwere der Erkrankung ist relativ und kann sich dadurch mit der Zeit verändern. Mit der Genesung gewinnst du wieder mehr Regulation und gesunde Anteile hinzu.

    Ich bin ja nicht in einer Psychose, aber wie nennt man es dann die Lebenszeit danach? Es ist ja auch so gesehen ein Symptom es ist ja anders... Dissoziationen treten sehr häufig in Stresssituationen auf oder Reizüberflutungen...

    Frag am Besten mal einen Arzt.


    Wenn noch hin und wieder Symptome entstehen oder bestimmte Zustände häufig noch in milderer Form vorliegen, bezeichnet man das als Residuum (Restzustand). Wie das im Einzelnen diagnostisch bezeichnet wird und wie das speziell bei dir aussieht, kann dir dein Arzt oder Psychotherapeut erklären.

    Wenn ich sage ich "hatte" mit 15 einmal eine Psychose geht jeder normale Mensch davon aus, ok heute ist sie wieder gesund. Aber dem ist ja überhaupt nicht so.

    Es ist wirklich eine relative Geschichte. Man kann gesunde und noch leicht kranke Anteile zugleich haben. Letzteres ist doch kein Abbruch :-)


    Jeder sollte sich entwickeln dürfen.

    Hättet ihr vielleicht ein paar Vorschläge, was man gegen diese Wahnvorstellungen nehmen kann, wo man später wieder leichter absetzen kann ?

    Vielleicht hilft ein angstlösendes Antidepressivum. Mirtazapin wäre eins. Ansonsten könntest du zusammen mit deinem Arzt ein anderes Neuroleptikum ausprobieren. Seroquel führt nur zu einer Teilbesserung deiner Symptomatik.


    Wenn die Wahnvorstellungen "nur" gelegentlich auftreten, könnte ein Beruhigungsmedikament gegen Panik und Angst helfen (z.B. Atosil).

    Wegen der schlechten Erfahrung mit den Absetzerscheinungen der Quetiapin, "obwohl ich sie ausschleichend abgesetzt habe (mehrere Monate)" wollte ich möglichst keine heftigen Psychopharmaka mehr nehmen.

    Mh, keine Ahnung, ob du ein anderes Medikament leichter absetzen könntest. Frag am Besten mal deinen Arzt. Ergänzend zur medikamentösen Therapie steht einem noch Psychotherapie zur Verfügung. Ich kenne den paranoiden Wahn, den du beschreibst. Vielleicht empfiehlt es sich innerhalb einer solchen Therapie, diesen Wahn wiederlegen zu lernen und psychische Ursprünge aufzudecken. Kenne die paranoide Angst vor Einbrechern nicht, aber welche vor "bösartigen Aliens" und "Geistern". Hört sich bizarr an.


    Es ist ein unangenehmer Zustand, weil ich dann auch kopfmäßig entsprechend visualisiere. Alle innerpsychische Unterdrückung des Wahnimpulses hilft meist nicht viel, um es abzuschütteln. Da ich das hin und wieder von Kindesbeinen an habe, vermute ich, dass die psychischen Gründe mit in der Kindheit liegen. Es ist sozusagen eine verspätete Entwicklung, um mit dem Unbekannten, dem Irrationalen und den Urängsten umzugehen.


    Psychotische Symptome erzählen auf eigentümliche Art und Weise von nicht gelösten Konflikten. Die jeweiligen Inhalte sind individuell.


    Ich wünsche dir, dass du das besiegen kannst.

    Wollte früher mal Modellraketen bauen. Hatte zwar das Know-How, um welche zu konstruieren, aber nicht das nötige Geld fürs Material. Habe mir dann so eine fertige Rakete gekauft. Aus Plastik mit allem drum und dran. Musste nur noch ein elektronisches Kontrollpanel zum Starten bauen. Hatte ich aus Holz, einem Schalter und einer Kontrollleute gebaut. Die "Startrampe" war mit dabei. War ganz cool, der Start hinterher. Die Rakete flog nach Packungsangabe etwa achtzig Meter in die Luft. Aber irgendwas funktionierte bei der Absprengung des Fallschirms nicht. Die Rakete stürzte mitsamt einem verbrannten Fallschirm zu Boden. Es war wohl zu wenig Glaswolle zwischen dem Sprengsatz und dem Fallschirm. War wie gesagt ganz cool, die Aktion. Mein Bruder war mit dabei und hat sich erschreckt, als ich den Startschalter knipste, weil die Modellrakete schon ordentlich laut nach oben zischte.

    Kennt ihr Situationen in denen ihr euch besonders stark getriggert fühlt oder anfällig für Wahnhafte oder andere Symptome seid?

    Oh ja. Ich bin manchmal verschwörungstheoretisch-paranoid ("alle Institutionen lassen uns links liegen und verfolgen ausschließlich dunkle Absichten") bis nihilistisch ("gibt keinen Sinn und kein ordnendes Prinzip in dieser Welt = sollte mich endlich umbringen"). Und aggressiv bin ich manchmal. Dann ist da dieser Impuls, jemanden Bestimmtes scharf herabzuwürdigen, durch Beleidigungen, Sarkasmus oder Satire. Komme da immer mehr hinter. Dann wiederum bin ich öfters ängstlich ("traue mich nicht, mit dem und dem über das und das zu sprechen, weils ja sowieso keinen Diskurs gibt, da der Gesprächsinhalt zu komplex IST und mensch ja eher ein vereinfachtes Modell der Wirklichkeit im Kopf haben will"). Diese Angst generalisiert sich dann, bis ich kaum noch mit wem spreche. Aber das ist alles so wechselhaft und schwankend. Gibt danach immer positivere und energetischere Phasen. Schlechte Phasen bedeutet immer so einen hässlichen Rückgang der kommunikativen und gestalterischen Fähigkeiten.

    Selbst glaube ich das zum Teil andere gerne mit den Gefühlen spielen und auch im Internet zum Teil bewusst getriggert wird.

    Menschen wollen dich provozieren, dich unterdrücken und "BESSER" sein. Das läuft dann auf Gaslighting hinaus. Solche Triebmuster ziehen die Energie aus den ethischen und realitätszugewandten Bewusstseinszentren des Hirn ab. Das sind die dunklen Verhaltensimpulse der Psyche. Sehr sehr komplex.

    Wie steht ihr das?

    Ja, wie damit umgehen? Also eine Lebensphilosophie ist ja immer vereinfachend. Ich meine, man muss und sollte sich nicht alles antun. Man muss auch nicht da kämpfen, wo ein Umfeld fundamental korrumpiert und zerspalten ist, ohne Bindung an den eigentlichen inneren Reichtum der umgebenden menschlichen Wesen.


    Den und den fundamental ändern zu wollen, ist ja selbst manipulatorisch und egozentrisch. Das ist letztendlich das, wo einen der Status Quo in abgegrenzten Gebieten hintreibt. Man hält seinen Mund und besinnt sich auf gute Ideale im GEISTE. Hat mit Askese zu tun. Sucht minimieren.