Beiträge von Nagarjuna

    Hallo,


    wozu brauchst du eine Diagnose?

    Diagnosen in der Psychiatrie sind in meinen Augen willkürliche und stigmatisierende Zuschreibungen,die mich persönlich nicht wirklich weiter gebracht haben.

    Wenn zu mir jemand sagt,du hast doch die und die Krankheit,dann sage ich,ich bin nicht krank,sondern habe die Neigung,in andere Bereiche der Wirklichkeit abzudriften...

    "Hilf dir selbst,dann hilft dir Gott..."


    Vergiss die Psychiatrie.

    Hallo,


    ich finde deine Idee mit dem Musik machen sehr gut,auch ich habe eine Zeit lang mit Software elektronische Mukke gemacht,und das war ein Heidenspass!

    Ich habe mit Magix Music Maker gearbeitet,aber später auch FL Studio probiert,doch damit kam ich nicht so klar...

    Ganz zu schweigen von QBase oder Ableton...


    Ich habe sogar 2 CD's mit eigenen Songs voll gekriegt,doch ich durfte die Sachen von Magix nicht veröffentlichen,da das Urhebberrecht der Samples bei Magix liegt...

    C'est la vie.Es war ein Heidenspass und ich weiß heute,dass ich sehr kreativ sein kann.

    Viel Erfolg!



    Siehe auch:




    Nagarjuna

    Hallo und herzlich willkommen hier,


    Stimmenhören an sich ist keine typische Erscheinung einer Psychose,auch wenn viele Psychiater das so darstellen.

    Für mich ist reines Stimmenhören getrennt von einer akuten wahnhaften Psychose zu sehen.

    Ich wäre also vorsichtig damit,über deine Stimmen mit einem konservativen Psychiater zu sprechen.

    Es kann sein,dass dir dann hochpotente Neuroleptika verordnet werden,die zum Teil sehr unangenehm sein können.

    Außerdem ist die Gabe von hochpotenten Neuroleptika keine Garantie,dass dann die Stimmen verschwinden.


    Es ist gut,wenn du die Stimmen nicht als bedrohlich oder gefährlich empfindest.

    Vielleicht kannst du lernen,die Stimmen als Teil von dir anzunehmen und Frieden mit ihnen zu finden.

    Das Phänomen des Stimmenhörens ist verbreiteter,als man gemeinhin denkt.


    Es gibt eine Organisation von Betroffenen,die sich damit konstruktiv auseinandersetzen.

    Siehe auch:


    "Eine epidemiologische Studie bei 15000 Menschen in Baltimore ergab, dass zehn bis fünfzehn Prozent der Befragten über längere Zeit Stimmen gehört hatten, und nur ein Drittel klagte über negative Auswirkungen (Y. Tien).

    1991 ergab eine andere Untersuchung, dass das Stimmenhören in vielen Fällen nicht die Kriterien für eine psychiatrische Diagnose erfüllte (Eaton). Rommes jüngste Studie brachte das bedeutsame Ergebnis, dass bei Patienten der Psychiatrie und Nichtpatienten beide Gruppen etwa gleich viele negative und positive Stimmen hören. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie die beiden Gruppen auf die Stimmen reagieren: Die Nichtpatienten fürchten sich nicht und regen sich lange nicht so über sie auf wie die Patienten."


    http://www.stimmenhoeren.de/


    Also,informieren,auch aus psychiatriekritischen Quellen und nicht bange machen klassen.

    Alles Gute,

    Nagarjuna

    Wenn du eine akute oder chronische Psychose hast und straffällig wirst,kommst du nicht in den Knast,aber dafür in die geschlossene Forensik.

    Die Knaststrafe endet irgendwann,aber die Forensik ist meist auf unbestimmte Dauer und kann von den Psychiatern/Gutachtern immer wieder verlängert werden...

    Ich würde mir das gut überlegen,ob ich wirklich in die Forensik will...

    Hallo Recovery,


    30mg Abilify ist nur theoretisch die Höchstdosis und spielt in der klinischen Praxis kaum eine Rolle.

    Mir hat das ein Arzt mal so erklärt: Mit 15mg Abilify sind die Dopaminrezeptoren schon fast maximal belegt,eine Erhöhung der Dosis ab 15mg bringt praktisch kaum eine höhere Belegung der Rezeptoren,so dass die antipsychotische Wirkung nicht wirklich besser,aber die Nebenwirkungen drastischer werden.

    Ein anderer Psychiater,der auch das Soteria Projekt in Zwiefalten betreut,hat mir letztes Jahr mitgeteilt,dass er Klienten hat,die mit 5mg bis 10 mg ausreichend geschützt sind.

    Weniger ist oft mehr.


    Wer sich intensiv mit der Wirkung von Neuroleptika auf Körper und Geist befasst,und das nicht nur aus schulpsychiatrischen Quellen,wird schnell feststellen,wie dramatisch und negativ die Folgeerscheinungen vom Neuroleptikakonsum sein können.


    Siehe auch:


    http://www.antipsychiatrieverl…/gesundheit/atypische.htm


    Grüße,Nagarjuna

    15 mg Abilify ist in der Tat recht viel.Vielleicht hilft es,vorsichtig zu reduzieren und dann abzuwarten,ob die kognitiven Fähigkeiten wieder besser werden.

    "Minussymptomatik" beschreibt eigentlich nur das,was die Neuroleptika an Nebenwirkungen auf den Geist haben,nämlich das,was oben von dir beschrieben worden ist.


    Als ich 1999 das erste Mal Neuroleptika bekommen habe (ich war in der Zeit auf dem Gymnasium),habe ich einen absolut leeren Kopf gehabt und das nächste halbe Jahr kaum mitbekommen,was in der Schule passiert ist.

    Zum Glück konnte ich die NL schnell reduzieren und mein Körper hat sich auch an das NL gewöhnt,so dass ich etwa nach einem dreiviertel Jahr wieder mitkam in der Schule.

    Neuroleptika,vor allem hochdosiert,sind leider Gift für hochkomplexe geistige Funktionen,deshalb ist in diesem Fall weniger oft mehr.


    Grüße,Nagarjuna

    Hallo,


    meine letzte Psychose 2003 war durchaus spannend und auch beeindruckend...

    Ich war zu der Zeit in Berlin,ich war wohnungslos und psychotisch,doch in mir meldete sich eine innere Stimme,die mir immer wieder sagte,dass alles gut werden wird..

    Diese innere Stimme beruhigte mich immer wieder,und wenn ich verzweifelt war und mich verloren fühlte,tröstete sie mich.

    Das hat mir unheimlich gut getan und hat mir geholfen,das halbe Jahr in Berlin zu durchstehen.

    Lange Zeit danach dachte ich,dass Gott sich mir in und nach meiner Psychose offenbart hätte,doch heute weiß ich,dass es mein Schutzengel war.

    Mein Schutzengel hat sich mir allerdings erst 2015,kurz nach dem Tod meines Vaters,zu erkennen gegeben.

    Er hat mich in schwierigen Zeiten getröstet und mir Vertrauen geschenkt.

    Er war nie kritisch oder bewertend,sondern immer hilfreich und konstruktiv.

    Ich habe allerdings auch festgestellt,dass mein Schutzengel sich zurückzieht,wenn ich trinke oder kiffe.

    Zur Zeit lebe ich aber abstinent und das tut mir auch sehr gut.

    Wenn ich meditiere und ihn rufe,ist er fast immer da und spricht mit mir.


    Ihr könnt mich jetzt für verrückt erklären,doch ich bin mittlerweile sicher,dass es eine Existenz nach dem Tode gibt und dass Gott und seine Helfer immer für uns Menschen da sind.

    Haldol gehört definitiv verboten.

    Ein halbwegs verantwortungsbewußter Arzt würde heute auch Haldol nicht mehr ohne die gleichzeitige Gabe von Antiparkinsonmittel verabreichen:


    Nebenwirkungen

    Während die vegetativen Nebenwirkungen eher in den Hintergrund treten, liegen die Hauptnebenwirkungen von Haloperidol in einer Beeinflussung der extrapyramidalen Motorik. Diese Symptomatik, die an Morbus Parkinson erinnert, wird Parkinsonoid genannt und ist nach derzeitigem Beobachtungsstand nach Beendigung der Substanzgabe größtenteils reversibel und zudem dosisabhängig. Sichtbare Symptome sind abnorme Bewegungen im Kopf- und Halsbereich sowie Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken. Während der Verabreichung werden derartige Nebenwirkungen häufig durch Komedikation mit dem Antiparkinsonmittel Biperiden behandelt. Eine vollständige Rückbildung der Nebenwirkungen ist nicht in jedem Fall zu erwarten.

    Haloperidol kann die Erlebnisfähigkeit und Emotionalität stark einschränken und dadurch zu einer „seelischen Verflachung“ führen. Hierin ist vermutlich die häufig vorzufindende mangelnde Compliance begründet. Es wird diskutiert, dass Haloperidol deshalb nicht z. B. bei Schizophrenie dauerprophylaktisch, sondern nur akut bis zum Abklingen der Symptome gegeben werden sollte; daran anschließend ist eine Dauerbehandlung mit atypischen, moderneren Neuroleptika anzustreben.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Haloperidol

    Hallo zusammen,


    ich wollte hier mal einen kleinen Zwischenbericht abgeben.

    Nun nehme ich das Johanniskraut seit über 4 Wochen,und seit einer Woche etwa geht es mir richtig gut.

    Ich schlafe wieder ausreichend und regelmäßig,und auch meine Stimmung und mein Antrieb sind wesentlich besser.

    Ich bin so froh darüber,dass es mir endlich wieder besser geht und ich nicht in die Klinik gegangen bin.

    Dort hätten die mir eh nur Chemie angedreht,doch meine Geduld hat sich nun ausgezahlt.

    Ich habe immer noch bzw. schon wieder massive depressive Phasen,es fühlt sich schrecklich an.

    Das Johanniskraut,heute ist der 18.Tag,wirkt leider noch nicht so,wie es sollte.

    Ich habe sogar daran gedacht,in die Klinik zu gehen,doch habe ich das verworfen.

    Die drehen mir dort auch nur chemische AD's an,und das will ich nicht.

    Hoffe,dass es bald etwas leichter wird.

    Zur Zeit bin ich voll gestresst vom Citalopram, das scheint den Körper ganz schön zu stressen, konzentration ist auch im Keller und in den letzten Tagen hatte ich psychotische Symptome.


    Heute geht es wieder..

    Hallo Maggi,


    nimmst du tatsächlich 2 antriebssteigernde Psychopharmaka?

    Elontril und Citalopram?

    Ist das nicht zuviel des Guten?

    Ich habe damals alleine vom Elontril massive Schlafstörungen bekommen,da waren psychotische Symptome nicht weit weg von mir...


    Alles Gute dir.

    Hallo Nagarjuna.

    Ja, habe ich. Die Situation in unserer Familie ist so zerfahren und von psychischen Zerrüttungen gekennzeichnet, dass ich keinen anderen Weg gesehen habe als mich von meinen Eltern konsequent zu isolieren, um nicht ständig getriggert zu werden. Im psychiatrischen Sinne wäre meine Familie abnormal. Eskalationen und Psychoterror standen bei uns an der Tagesordnung. Friede war immer nur oberflächlich.

    Solche Dilemma sind so chaotisch und haben so eine hohe Reizdichte, dass sie bei Kindern und Jugendlichen mögliche Instabilitäten quasi automatisch heraufprovozieren. Das brennt sich förmlich in die Psyche ein, sodass man als junger Erwachsener viel Unverarbeitetes in sich trägt (Trauma Typ 2). Für Menschen, die das so nicht erleben, ist es kaum nachzuempfinden, was ein solches Aufwachsen für Auswirkungen auf einen hat.


    Der Zwang in der Mittelschicht, eine gutbürgerliche Fassade (Erfolg, Geld, Leistung) aufrechtzuerhalten, ist einer der Gründe, warum solche komplexe Probleme nicht nach außen dringen und dementsprechend niemand eingreift. Es muss noch viel in der Familienpolitik und Gesellschaftsgestaltung getan werden, um die Menschen vor schweren psychischen Leiden zu bewahren.

    Hallo,


    danke für deinen Beitrag.

    Ich sehe das so: Es sind krankmachende Strukturen,die kranke Menschen hervorbringen und zum Teil auch die Krankheiten aufrechterhalten.

    Eigentlich hast du das einzig richtige gemacht,indem du dich von deiner Familie abgrenzt.

    Ich hatte leider oft nicht die notwendige Konsequenz,um diesen folgerichtigen Schritt zu gehen.


    Gruß,Nagarjuna

    Hallo Maggi,


    das tut mir leid mit deinem Vater.

    Es ist wohl klar,dass man bei solch einer Geschichte auch depressiv reagieren kann.


    Du hast geschrieben "Man kann daran wachsen oder auch daran verzweifeln.."

    Ich habe wohl beide Prozesse in mir...einerseits habe ich mich durch meine (Familien)geschichte auch zum Positiven verändert,andererseits verzweifele ich aber auch regelmäßig immer wieder daran.


    Gruß