Beiträge von Nagarjuna

    Ich habe immer noch bzw. schon wieder massive depressive Phasen,es fühlt sich schrecklich an.

    Das Johanniskraut,heute ist der 18.Tag,wirkt leider noch nicht so,wie es sollte.

    Ich habe sogar daran gedacht,in die Klinik zu gehen,doch habe ich das verworfen.

    Die drehen mir dort auch nur chemische AD's an,und das will ich nicht.

    Hoffe,dass es bald etwas leichter wird.

    Zur Zeit bin ich voll gestresst vom Citalopram, das scheint den Körper ganz schön zu stressen, konzentration ist auch im Keller und in den letzten Tagen hatte ich psychotische Symptome.


    Heute geht es wieder..

    Hallo Maggi,


    nimmst du tatsächlich 2 antriebssteigernde Psychopharmaka?

    Elontril und Citalopram?

    Ist das nicht zuviel des Guten?

    Ich habe damals alleine vom Elontril massive Schlafstörungen bekommen,da waren psychotische Symptome nicht weit weg von mir...


    Alles Gute dir.

    Hallo Nagarjuna.

    Ja, habe ich. Die Situation in unserer Familie ist so zerfahren und von psychischen Zerrüttungen gekennzeichnet, dass ich keinen anderen Weg gesehen habe als mich von meinen Eltern konsequent zu isolieren, um nicht ständig getriggert zu werden. Im psychiatrischen Sinne wäre meine Familie abnormal. Eskalationen und Psychoterror standen bei uns an der Tagesordnung. Friede war immer nur oberflächlich.

    Solche Dilemma sind so chaotisch und haben so eine hohe Reizdichte, dass sie bei Kindern und Jugendlichen mögliche Instabilitäten quasi automatisch heraufprovozieren. Das brennt sich förmlich in die Psyche ein, sodass man als junger Erwachsener viel Unverarbeitetes in sich trägt (Trauma Typ 2). Für Menschen, die das so nicht erleben, ist es kaum nachzuempfinden, was ein solches Aufwachsen für Auswirkungen auf einen hat.


    Der Zwang in der Mittelschicht, eine gutbürgerliche Fassade (Erfolg, Geld, Leistung) aufrechtzuerhalten, ist einer der Gründe, warum solche komplexe Probleme nicht nach außen dringen und dementsprechend niemand eingreift. Es muss noch viel in der Familienpolitik und Gesellschaftsgestaltung getan werden, um die Menschen vor schweren psychischen Leiden zu bewahren.

    Hallo,


    danke für deinen Beitrag.

    Ich sehe das so: Es sind krankmachende Strukturen,die kranke Menschen hervorbringen und zum Teil auch die Krankheiten aufrechterhalten.

    Eigentlich hast du das einzig richtige gemacht,indem du dich von deiner Familie abgrenzt.

    Ich hatte leider oft nicht die notwendige Konsequenz,um diesen folgerichtigen Schritt zu gehen.


    Gruß,Nagarjuna

    Hallo Maggi,


    das tut mir leid mit deinem Vater.

    Es ist wohl klar,dass man bei solch einer Geschichte auch depressiv reagieren kann.


    Du hast geschrieben "Man kann daran wachsen oder auch daran verzweifeln.."

    Ich habe wohl beide Prozesse in mir...einerseits habe ich mich durch meine (Familien)geschichte auch zum Positiven verändert,andererseits verzweifele ich aber auch regelmäßig immer wieder daran.


    Gruß

    Hallo,


    ich stelle mal die These auf,dass die eigene Psychoseanfälligkeit viel mit der eigenen Geschichte mit der Herkunftsfamilie zu tun hat.

    Ich wurde als Kind und Jugendlicher mit den Konflikten,die meine Eltern hatten,massiv überfordert,da diese Konflikte regelmäßig eskaliert sind.

    Ich war mit extremen Gefühlen der Angst,Trauer und Hilflosigkeit konfrontiert.

    In meiner Jugend wusste ich mir nicht anders zu helfen,als Alkohol und Drogen zu konsumieren,um das Ganze irgendwie überstehen zu können.


    Mein Vater ist seit 14 Monaten tot,doch der Kampf mit meiner Herkunftsfamilie geht weiter.

    Auch die Traumatas konnte ich bisher nicht überwinden.

    Wenn man nie das Gefühl bekommen hat,dass man okay ist,wie man ist...

    Und widersprüchliche Botschaften,die einen verrückt machen...


    Ich habe seit meinem 18.Lebensjahr immer wieder versucht,mich von meiner Familie und meiner Geschichte mit ihr loszureißen,doch ich bin immer wieder darin gelandet.

    Hat jemand schon mal ähnliche Gedanken oder Erfahrungen bezüglich der Familie gehabt/gemacht?

    Wie seht ihr das?


    Grüße,Nagarjuna