Beiträge von Nagarjuna

    Hallo,


    meine letzte Psychose 2003 war durchaus spannend und auch beeindruckend...

    Ich war zu der Zeit in Berlin,ich war wohnungslos und psychotisch,doch in mir meldete sich eine innere Stimme,die mir immer wieder sagte,dass alles gut werden wird..

    Diese innere Stimme beruhigte mich immer wieder,und wenn ich verzweifelt war und mich verloren fühlte,tröstete sie mich.

    Das hat mir unheimlich gut getan und hat mir geholfen,das halbe Jahr in Berlin zu durchstehen.

    Lange Zeit danach dachte ich,dass Gott sich mir in und nach meiner Psychose offenbart hätte,doch heute weiß ich,dass es mein Schutzengel war.

    Mein Schutzengel hat sich mir allerdings erst 2015,kurz nach dem Tod meines Vaters,zu erkennen gegeben.

    Er hat mich in schwierigen Zeiten getröstet und mir Vertrauen geschenkt.

    Er war nie kritisch oder bewertend,sondern immer hilfreich und konstruktiv.

    Ich habe allerdings auch festgestellt,dass mein Schutzengel sich zurückzieht,wenn ich trinke oder kiffe.

    Zur Zeit lebe ich aber abstinent und das tut mir auch sehr gut.

    Wenn ich meditiere und ihn rufe,ist er fast immer da und spricht mit mir.


    Ihr könnt mich jetzt für verrückt erklären,doch ich bin mittlerweile sicher,dass es eine Existenz nach dem Tode gibt und dass Gott und seine Helfer immer für uns Menschen da sind.

    Haldol gehört definitiv verboten.

    Ein halbwegs verantwortungsbewußter Arzt würde heute auch Haldol nicht mehr ohne die gleichzeitige Gabe von Antiparkinsonmittel verabreichen:


    Nebenwirkungen

    Während die vegetativen Nebenwirkungen eher in den Hintergrund treten, liegen die Hauptnebenwirkungen von Haloperidol in einer Beeinflussung der extrapyramidalen Motorik. Diese Symptomatik, die an Morbus Parkinson erinnert, wird Parkinsonoid genannt und ist nach derzeitigem Beobachtungsstand nach Beendigung der Substanzgabe größtenteils reversibel und zudem dosisabhängig. Sichtbare Symptome sind abnorme Bewegungen im Kopf- und Halsbereich sowie Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken. Während der Verabreichung werden derartige Nebenwirkungen häufig durch Komedikation mit dem Antiparkinsonmittel Biperiden behandelt. Eine vollständige Rückbildung der Nebenwirkungen ist nicht in jedem Fall zu erwarten.

    Haloperidol kann die Erlebnisfähigkeit und Emotionalität stark einschränken und dadurch zu einer „seelischen Verflachung“ führen. Hierin ist vermutlich die häufig vorzufindende mangelnde Compliance begründet. Es wird diskutiert, dass Haloperidol deshalb nicht z. B. bei Schizophrenie dauerprophylaktisch, sondern nur akut bis zum Abklingen der Symptome gegeben werden sollte; daran anschließend ist eine Dauerbehandlung mit atypischen, moderneren Neuroleptika anzustreben.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Haloperidol

    Hallo zusammen,


    ich wollte hier mal einen kleinen Zwischenbericht abgeben.

    Nun nehme ich das Johanniskraut seit über 4 Wochen,und seit einer Woche etwa geht es mir richtig gut.

    Ich schlafe wieder ausreichend und regelmäßig,und auch meine Stimmung und mein Antrieb sind wesentlich besser.

    Ich bin so froh darüber,dass es mir endlich wieder besser geht und ich nicht in die Klinik gegangen bin.

    Dort hätten die mir eh nur Chemie angedreht,doch meine Geduld hat sich nun ausgezahlt.

    Ich habe immer noch bzw. schon wieder massive depressive Phasen,es fühlt sich schrecklich an.

    Das Johanniskraut,heute ist der 18.Tag,wirkt leider noch nicht so,wie es sollte.

    Ich habe sogar daran gedacht,in die Klinik zu gehen,doch habe ich das verworfen.

    Die drehen mir dort auch nur chemische AD's an,und das will ich nicht.

    Hoffe,dass es bald etwas leichter wird.

    Zur Zeit bin ich voll gestresst vom Citalopram, das scheint den Körper ganz schön zu stressen, konzentration ist auch im Keller und in den letzten Tagen hatte ich psychotische Symptome.


    Heute geht es wieder..

    Hallo Maggi,


    nimmst du tatsächlich 2 antriebssteigernde Psychopharmaka?

    Elontril und Citalopram?

    Ist das nicht zuviel des Guten?

    Ich habe damals alleine vom Elontril massive Schlafstörungen bekommen,da waren psychotische Symptome nicht weit weg von mir...


    Alles Gute dir.

    Hallo Nagarjuna.

    Ja, habe ich. Die Situation in unserer Familie ist so zerfahren und von psychischen Zerrüttungen gekennzeichnet, dass ich keinen anderen Weg gesehen habe als mich von meinen Eltern konsequent zu isolieren, um nicht ständig getriggert zu werden. Im psychiatrischen Sinne wäre meine Familie abnormal. Eskalationen und Psychoterror standen bei uns an der Tagesordnung. Friede war immer nur oberflächlich.

    Solche Dilemma sind so chaotisch und haben so eine hohe Reizdichte, dass sie bei Kindern und Jugendlichen mögliche Instabilitäten quasi automatisch heraufprovozieren. Das brennt sich förmlich in die Psyche ein, sodass man als junger Erwachsener viel Unverarbeitetes in sich trägt (Trauma Typ 2). Für Menschen, die das so nicht erleben, ist es kaum nachzuempfinden, was ein solches Aufwachsen für Auswirkungen auf einen hat.


    Der Zwang in der Mittelschicht, eine gutbürgerliche Fassade (Erfolg, Geld, Leistung) aufrechtzuerhalten, ist einer der Gründe, warum solche komplexe Probleme nicht nach außen dringen und dementsprechend niemand eingreift. Es muss noch viel in der Familienpolitik und Gesellschaftsgestaltung getan werden, um die Menschen vor schweren psychischen Leiden zu bewahren.

    Hallo,


    danke für deinen Beitrag.

    Ich sehe das so: Es sind krankmachende Strukturen,die kranke Menschen hervorbringen und zum Teil auch die Krankheiten aufrechterhalten.

    Eigentlich hast du das einzig richtige gemacht,indem du dich von deiner Familie abgrenzt.

    Ich hatte leider oft nicht die notwendige Konsequenz,um diesen folgerichtigen Schritt zu gehen.


    Gruß,Nagarjuna

    Hallo Maggi,


    das tut mir leid mit deinem Vater.

    Es ist wohl klar,dass man bei solch einer Geschichte auch depressiv reagieren kann.


    Du hast geschrieben "Man kann daran wachsen oder auch daran verzweifeln.."

    Ich habe wohl beide Prozesse in mir...einerseits habe ich mich durch meine (Familien)geschichte auch zum Positiven verändert,andererseits verzweifele ich aber auch regelmäßig immer wieder daran.


    Gruß

    Hallo,


    ich stelle mal die These auf,dass die eigene Psychoseanfälligkeit viel mit der eigenen Geschichte mit der Herkunftsfamilie zu tun hat.

    Ich wurde als Kind und Jugendlicher mit den Konflikten,die meine Eltern hatten,massiv überfordert,da diese Konflikte regelmäßig eskaliert sind.

    Ich war mit extremen Gefühlen der Angst,Trauer und Hilflosigkeit konfrontiert.

    In meiner Jugend wusste ich mir nicht anders zu helfen,als Alkohol und Drogen zu konsumieren,um das Ganze irgendwie überstehen zu können.


    Mein Vater ist seit 14 Monaten tot,doch der Kampf mit meiner Herkunftsfamilie geht weiter.

    Auch die Traumatas konnte ich bisher nicht überwinden.

    Wenn man nie das Gefühl bekommen hat,dass man okay ist,wie man ist...

    Und widersprüchliche Botschaften,die einen verrückt machen...


    Ich habe seit meinem 18.Lebensjahr immer wieder versucht,mich von meiner Familie und meiner Geschichte mit ihr loszureißen,doch ich bin immer wieder darin gelandet.

    Hat jemand schon mal ähnliche Gedanken oder Erfahrungen bezüglich der Familie gehabt/gemacht?

    Wie seht ihr das?


    Grüße,Nagarjuna