Beiträge von Niggo

    Hi. Ich überlege mir, einen Hund anzuschaffen.

    Ich denke, es würde meiner Seele gut tun und ich sehe das auch so als eine Art Therapie. Mir machen bloß die ganzen Verpflichtungen Sorge. Durch meinen fehlenden Antrieb mach ich mir da echt Sorgen, dass ich dem nicht gewachsen bin. Ein bekannter von mir, der in der Nähe wohnt, hat einen Hund mit dem ich manchmal Gassi gehen darf. Ich überlege jetzt, ob mir das reicht oder ich doch lieber einen eigenen hätte. Was meint ihr: einen eigenen Hund oder nicht?

    Chronisch heisst nicht nur, dass man andauernde Positivsymptome hat. Ein schizophrenes Residuum und Negativsymptome ohne Positivsymptome zählen ebenso dazu. Ich für mein Teil habe vorwiegend Negativsymptome und gelte somit auch als chronisch krank.

    Ich habe jetzt seit über 8 Jahren nicht mehr gelacht. Ich frage mich jetzt: könnt ihr da mitfühlen? Ich denke, mal ne zeit lang nicht zu lachen, kennt jeder. Wenn es aber wirklich jahrelang anhält, kann man es sich doch wirklich kaum noch vorstellen, oder?

    Man muss das echt unterscheiden, kommt es von der Krankheit oder liegt es an den Nebenwirkungen der Tabletten. Wenn es eine medikamenteninduzierte Negativsymptomatik ist, sollte man was an der Dosis ändern. Wenn es mehr von der Krankheit her kommt, kann man aber auch was mit den richtigen Tabletten verbessern.

    Ich persönlich halte nichts davon, so viele verschiedene Psychopharmaka zu nehmen.

    Wenn dir das Amisulprid nicht mehr hilft, dann frag doch deinen Arzt, ob du das Bupropion anstatt des Amisulprid nehmen kannst.

    Wie ja viele hier wissen, leide ich nun schon seit Jahren unter affektiver Verarmung. Ich habe mir deshalb überlegt, den Mundwinkel nach oben operieren zu lassen - was natürlich totaler Schwachsinn ist und auch nicht wirklich ernst gemeint ist.

    Klar sind Neuroleptika nicht gesund. Ich weise aber darauf hin, dass die Entdeckung der Neuroleptika eine vorher nicht gekannte Möglichkeit bot, Patienten von schwersten Halluzinationen und Wahngedanken zu befreien. Vor der Entdeckung der Neuroleptika gab es nur die Möglichkeit, Leute für lange Zeit wegzusperren oder sie zu fixieren oder in Zwangsjacken zu setzen.

    Ich glaube nicht, dass man unter Bupropion wie ein Roboter ohne Gefühle wird. Ich denke eher das Gegenteil: die Gefühle kommen zurück! Bupropion mag zwar ähnlich wirken wie Amphetamine. Es ist aber von den Inhaltsstoffen her kontrolliert und nicht zu vergleichen mit den Partydrogen, die irgendwo in Tschechien hergestellt werden.

    Haben mich die Ärzte aufgegeben? Ich leide jetzt seit mittlerweile ein Jahrzent an Freudlosigkeit, affektiver Verarmung, reduziertem Antrieb und gedrückter Stimmung. Ein bekannter von mir hatte das auch über einen längeren Zeitraum. Bei ihm half eine Umstellung der Medikation. Ich habe schon so gut wie alle Neuroleptika durch, ohne eine Verbesserung der Symptomatik.

    Negativsymptomatik soll ja daher rühren, das Gehirnsubstanz degeneriert. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum bei so vielen mit Negativsymptomatik nicht mal potente Antidepressiva wirken.

    Der Sinn eines Freiheitsentzug ist ja, dass man die Bevölkerung vor Verbrechern schützen soll. Wenn Er aber seit vielen Jahren völlig straffrei ist, gibt es überhaupt keinen Grund ihn wegzusperren. Er ist ein Kumpel von mir und hat im Wahn allerhand Schindluder getrieben. Seitdem er aber seine Tabletten regelmäßig nimmt, ist er seit Jahren straffrei.

    Die Linken haben zwar die Hälfte ihrer Stimmen verloren und sind nur dank Direktmandate weiterhin im Oberhaus mit 39 Sitzen vertreten. Ich denke, es wäre aber nicht gut gewesen, wenn es keine Partei mehr links von der Mitte gegeben hätte. Ich verfolge, so gut ich kann, die Bundestagssitzungen und hätte die Linken vermisst, weil es eine Partei braucht, die den Marktradikalen etwas entgegenzusetzen hat. Man könnte jetzt meinen, dass die SPD auch eine Partei links der Mitte ist, was sicherlich teilweise auch der Fall ist. Es bleibt jetzt nur abzuwarten, in wie weit sich die SPD sich der FDP nähert, um eine Ampelregierung einzugehen.

    Ich habe, laut Gutachten, eine sogenannte Schizophrenie mit vorwiegend Negativsymptomatik. Es zeigt sich bei mir in der Gestalt, dass ich vor allem eine Affektverflachung und Antriebsstörungen sowie auch Sprachverarmung und Anhedonie habe. Ich hatte auch Positivsymptome, die aber z.Z. nicht präsent sind. Ich habe jetzt seit fast ein Jahrzehnt nicht mehr lachen und auch nicht mal mehr schmunzeln können. Könnt ihr euch das vorstellen? Differenzialdiagnostisch wurde auch schon einmal an eine chronische Depression gedacht, welches aber nicht sehr wahrscheinlich ist, da eine normale Depression fast nie so lange anhält.

    Wieviel Geld, meint ihr, braucht ein Mensch maximal? Ich könnte mir eine Obergrenze von 20 Millionen vorstellen. Alles was darüber geht, wird auf die Bevölkerung verteilt, um damit die Armut zu bekämpfen. Ich frage: was ist der Sinn, Milliarden auf dem Konto zu haben? Es gibt sicherlich welche, die damit Gutes tun. In der Regel aber werden nur Projekte gefördert, die etwas mit der Erkrankung des eigenen Kindes z.b. zu tun haben, wie eine Krebserkrankung. Der Staat kann dieses Geld viel besser verteilen. Der Kapitalismus ist ja auch kein Naturgesetz und das ist keine plumpe Kapitalismuskritik. In meinen Augen sind die wahren Asozialen die, die mit ihren Firmen (ein großer Onlinehändler) in Europa keine Steuern zahlen und sich dafür aber als Hobby in den Weltraum schießen lassen.

    Ist Hebephrenie Hebephrenie die schlimmste psychiatrische Diagnose, die es überhaupt gibt? Ich mein das langfristig gesehen mit all den psychosozialen Folgen. Die Affektverflachung, wie ich sie auch habe, ist wirklich sozial gesehen ein Todesurteil.