Beiträge von maxi

    Eigen- oder Fremdgefährdung bedeutet, dass Grund zu der Annahme besteht, dass sie sich selbst oder anderen etwas antun würde, wenn sie nicht in der Psychiatrie ruhig gestellt wird. So lang das nicht der Fall ist, kann man niemanden zwangseinweisen lassen und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Ich verstehe, dass man sich in so einer Situation hilflos und verzweifelt fühlt und gerne etwas tun möchte, aber man sollte nicht aus den Augen verlieren was für ein drastischer und teilweise auch traumatisierender Schritt es ist, einem Menschen die Freiheit zu nehmen. Nach dem was du beschrieben hast, geht von deiner Tante keine Gefahr aus und man kann immer noch mit ihr reden. Finde auch Spekulationen, dass sie nun anfangen würde die Einrichtung zu verkaufen, als jemand, der sie nicht kennt, nicht in Ordnung. Was Wahnvorstellungen betrifft ist man meiner Meinung nach viel zu schnell dabei, Betroffene komplett entmündigen zu wollen, weil sich das Umfeld überfordert fühlt. Das kann ich auch verstehen, aber man kann niemandem Hilfe aufzwingen, besonders nicht professionelle Hilfe. Für mich klingt alles danach, als wäre deine Tante sehr einsam, wenn sie kaum noch die Wohnung verlässt und sich eine Beziehung ausdenkt, die es nicht gibt. Einsamkeit ist nach allem was ich bisher gelesen hab, oft Auslöser für Psychosen. Vielleicht wäre es ein guter erster Schritt ihr Gesellschaft zu leisten ohne darauf zu drängen, dass sie sich einen Therapeuten oder einen Psychiater sucht oder sich beim Arbeitsamt meldet, bis sie bereit ist sich zu öffnen und Rat eher anzunehmen.

    Wenn die Symptome erst auf Abilify angefangen haben, würde ich auf jeden Fall mit deinem Psychiater darüber reden, ob die Antipsychotika wirklich noch nötig sind oder ob du sie gerade eher zur Prophylaxe nimmst und ob da die Dosis sein muss, die du bekommst. Hast du überhaupt noch psychotische Symptome? Ich mag dir die Medikamente jetzt nicht schlecht reden, falls sie dir helfen, aber da ich weiß wie quälend dieser monotone Zustand ist und er bei mir durch Reduktion besser geworden ist, kann ich dir nur empfehlen, zu versuchen ein bisschen von den Antipsychotika runterzukommen, wenn du keine psychotischen Symptome mehr hast. Ein Teil davon sind sicher auch Negativsymptome, zum Beispiel die Antriebslosigkeit, aber eine Depression macht normalerweise keine so starke emotionale Abgeflachtheit und Leere im Kopf, im Gegenteil, viele Antidepressiva sollen ja gegen zu viel Grübeln helfen. Das schreibe ich in meinem Fall eher den Medikamenten zu und nach vielen Erfahrungsberichten, die ich gelesen habe, ging es vielen anderen gerade auf Risperidon auch so. Abilify soll etwas besser sein, wie es bei Reagila aussieht weiß ich nicht, aber im Allgemeinen haben all diese Medikamente einen sedierenden Effekt, der einen runterfährt, sowohl kognitiv als auch emotional, das ist sogar gewollt, weil dadurch Patienten in Klinikumfeldern mit wenig Personal leichter unter Kontrolle zu bekommen sind. Wenn du Zeit und Lust hast, schau dir vielleicht mal die Doku "Nicht alles Schlucken - Leben mit Psychopharmaka" an, mir persönlich hat es sehr geholfen dort Berichte von anderen Menschen zu hören, denen es auf Antipsychotika ähnlich ging und es gibt auch viel Hoffnung, sie jetzt im Gespräch zu erleben, nachdem sie keine Medikamente mehr nehmen und zu sehen wie lebendig sie wieder sind und dass sie auch kognitiv wieder in der Lage sind komplexe Gespräche zu führen, mitzufühlen und sich differenziert auszudrücken. Was ich dir auch empfehlen kann, solltest du über Reduktion nachdenken, ist "Bevor die Stimmen wiederkommen" vom Psychiatrie Verlag, darin sind Erfahrungsberichte von anderen Psychose-Erfahrenen, die teilweise auch ohne Medikamente Krisen überstanden haben und viele nützliche Tipps wie man Krisen vorbeugen kann, sodass man sich nicht mehr nur auf die Medikamente verlassen muss, die einen so sehr von der Welt abschirmen.

    Nimmst du Antipsychotika? Mir ging es nämlich ganz genauso als ich noch auf 3mg Risperidon war, es ist allerdings mit jeder Reduktion ein bisschen besser geworden, gerade was die abgeflachten Gefühle betrifft. Meine Lebensfreude ist immer noch nicht richtig zurückgekehrt, aber ich fühle mich schon wieder "menschlicher", nicht mehr so sehr wie ein Zombie. Meine Psychose ist jetzt drei Monate her. Also ich würde sagen gib dir Zeit, such dir Tagesziele, es hilft sehr gegen die Depression aktiv zu sein und was zu haben, worauf man stolz sein kann und vielleicht sprichst du mal mit deinem Psychiater über die Symptome, weil die zum Teil auch von Neuroleptika kommen können. In Kliniken wird oft überdosiert, vielleicht ist es ja möglich, dass du ein bisschen runtergehen kannst und dann nicht mehr so abgeflacht bist.

    Admin


    Mit Antriebslosigkeit hatte ich schon vor der Psychose zu tun, da können Therapie und ein Tagesrhythmus auch gut helfen. Depressionen hatte ich auch schon vorher und bin auch gut ohne Medikamente klargekommen, zugegeben noch nicht so schwere wie jetzt, aber ich merke ja jetzt auch durch das Absetzen, dass die Medikamente darauf auch Einfluss hatten. Mache mir schon Hoffnungen, dass es auch ohne Medikamente geht, bin ja jetzt schon auf einer relativ geringen Dosis mit 1,5mg und bisher sind keine psychotischen Symptome zurückgekommen. Absetzpsychose versuche ich zu vermeiden indem ich eben langsam reduziere, denke nicht, dass es nach drei Monaten schon unmöglich geworden ist ganz von dem Zeug runterzukommen. Wir werden sehen ob's klappt, mag mir aber auf jeden Fall die Chance geben, es zu versuchen, weil ich mit den Nebenwirkungen der Antipsychotika sehr viel schlechter leben kann als mit Antriebslosigkeit allein. Viele der Negativsymptome kenne ich wie gesagt schon aus depressiven Phasen aber diese emotionale Abgeflachtheit, komplette Freudlosigkeit und das Gefühl, nicht richtig denken zu können ist neu und vieles davon schreibe ich den Medikamenten zu, da es mit jeder Reduktion besser wird.

    Lala Ich hab das Abilify nur zwei Wochen genommen und die 10mg Dosis nur einen Tag, deswegen bin ich quasi von 5mg wieder auf 0, war ja die Anfangsdosis. Meinen Psychiater hab ich nicht gefragt, kannte ja schon seine Meinung dazu, aber da ich keine psychotischen Symptome mehr habe mag ichs zumindest versuchen ohne die Antipsychotika auszukommen weil die Nebenwirkungen schon echt heftig sind und es keine Langzeitstudien dazu gibt, welchen Schaden sie anrichten wenn man sie über längere Zeit nimmt. Das Risperidon nehme ich auch "erst" seit drei Monaten, deswegen kann ich es relativ "schnell" absetzen, wenn man es schon länger nimmt gehen diese zwei Wochen Schritte soweit ich weiß auch nicht mehr, da muss man teilweise monatelang warten um es sicher zu machen, nach allem was ich gelesen und gehört hab.

    Lala Die Reduktion von Risperidon war mit meinem Psychiater abgesprochen, das Absetzen von Abilify nicht, sollte eigentlich von 5mg Abilify auf 10mg umgestellt werden, bin dann sehr unruhig geworden und habe mich sehr bedröhnt gefühlt und dann für mich entschieden, dass ich keine Umstellung möchte, sondern es ohne Antipsychotika versuchen mag. Das Absetzen vom Risperidon mache ich jetzt eigenständig weiter, nach allen Infos die ich jetzt habe, machen Psychiater das sowieso oft zu schnell, gehe jetzt alle zweieinhalb Wochen in 0,5er Schritten runter und fahre damit bisher sehr gut.

    Mag nochmal jedem Mut machen, der an der sogenannten "postschizophrenen Depression" leidet, von Psychiatern nicht alles auf die Krankheit schieben zu lassen. Mir geht es seit gestern schlagartig ein gutes Stück besser und meine letzte Reduktion vom Risperidon ist jetzt genau zwei Wochen her. Hatte als ich noch auf 3mg war Bewegungsstörungen, die auch nach Reduktion auf 2mg nach ungefähr zwei Wochen schlagartig weg waren, von einem Tag auf den anderen. Anscheinend dauert es so ca. zwei Wochen bis sich Nebenwirkungen nach Reduktion bessern, hat mir aber gezeigt, dass ich mit dem Absetzen der Antipsychotika auf dem richtigen Weg bin. Habe auch keine psychotischen Symptome mehr, obwohl ich auch das Abilify abgesetzt habe, das zeitweise Stimmenhören ist auch wieder komplett weggegangen, verbuche ich dadurch als Absetzerscheinung. Also nicht unterkriegen lassen, mir hat mein Psychiater auch gesagt ich müsste die Medikamente ein Leben lang nehmen, aber manchmal zahlt sich "non-compliance" wirklich aus!

    Fitfly nein noch lange nicht, das wird denke ich noch dauern, bis ich komplett vom Risperidon runter bin. Kann aber schon wieder Traurigkeit spüren und Liebe für meine Partnerin und meine Haustiere, also es ist schon besser geworden mit der Reduzierung, fühle mich nicht mehr ganz so sehr wie ein Zombie. Mache die Reduktion diesmal sehr langsam, damit ich keine Absetzpsychose bekomme, deswegen bin ich noch bei 1,5mg Risperidon und es wird noch mindestens 6 Wochen dauern, bis ich ganz runter bin. Wenn ichs geschafft hab melde ich mich nochmal hier und berichte wie langs gedauert hat bis die Gefühle ganz wiederkamen.

    Ich bin mir nicht sicher ob was ich momentan erlebe Nebenwirkung des Risperidons ist oder noch irgendwie mit der Psychose zusammenhängt, aber ich habe seit einigen Tagen und hatte vor einigen Wochen auch schon mal so ein sehr merkwürdiges körperliches Traurigkeitsgefühl, das sehr schwer zu beschreiben ist. Am ehesten würde ich es wahrscheinlich als Druck hinter den Augen bezeichnen, der Stunden, teilweise ganze Tage andauern kann und vollkommen unabhängig davon ist, wie ich mich emotional gerade fühle. Kennt das jemand und wenn ja, hat jemand eine Ahnung, ob das mit den Medikamenten zusammenhängt und vielleicht durch Reduktion weggeht? Bin gerade schon dabei das Risperidon auszuschleichen, bin jetzt bei 1,5mg und nehme noch Sertralin 125mg.

    Bin mir mittlerweile fast sicher, dass diese Emotionslosigkeit vom Risperidon kommt, bin jetzt in Absprache mit meinem Psychiater runter auf 1.5mg und konnte heute morgen weinen, die letzten Tage auch schon. Mit Abilify bin ich jetzt rauf auf 10mg, hoffe dass ich da nicht dieselben Nebenwirkungen haben werde, falls das der Fall ist werde ich noch mal mit meinem Psychiater reden, ob man zurückgehen kann auf die Minimaldosis. Will aber erst mal ausprobieren ob mir Abilify mit der Depressivität hilft, soll ja auch einen antidepressiven Effekt haben.

    Bitte Versuche zu verstehen, dass die Stimmen dir nur sehr sehr selten helfen möchten und auch du Ihnen garantiert nicht helfen kannst (das möchte ja jeder immer gerne glauben, eine übernatürliche Stimme, die einen auf ein Problem aufmerksam machen möchte, welches man dann aus der Welt schafft)

    Sie versuchen nur dich vom wirklichen Leben abzuhalten und möchten dass es dir schlecht geht!

    Versuche Ihnen keine Beachtung zu schenken, dann lassen Sie nach, aufhören tun Sie glaube ich nie.


    Danke, damit triffst du genau mein Problem gerade. Ich glaube nicht an eine übernatürliche Stimme, meine Wahnvorstellungen, wenn ich sie denn habe, sind etwas komplizierter. Meine Freundin hat multiple Persönlichkeiten und hört auch Stimmen, allerdings mehr in ihrem Kopf. Diese Persönlichkeiten nennt man alters und sie haben alle unterschiedliche Aufgaben um den host - die Persönlichkeit, die am meisten da ist - zu unterstützen und wann immer ich mich überfordert fühle rutsche ich schnell darin ab zu denken, dass das bei mir auch der Fall ist und dass die Stimmen alters sind, die versuchen mit mir zu kommunizieren und die meine Hilfe brauchen, weil der Tonfall eben oft sehr leidend ist. Ich versuche dann auch sehr stark zu verstehen was gesagt wird und verzweifle ein bisschen daran, weil es ein bisschen so ist, als würden die Nachbarn sehr laut Fernsehen, man kann zwar Stimmen hören, aber nicht verstehen, was sie sagen. Das ist schon sehr ablenkend, vor allem wenn ich dann auch noch auf den Trichter komme, dass es wichtig ist, dass ich die Stimmen verstehe, weil sie versuchen mir irgendwas Wichtiges zu sagen. Selbst wenn ich keine Wahnvorstellungen habe, ist es schwer es nicht verstehen zu wollen, weil ich normalerweise sehr selbstreflektiert bin und gerne ergründen würde warum ich überhaupt erst in diese Krise geraten bin, die die Psychose ausgelöst hat. Aber wie du schon sagst fährt man mit ignorieren wahrscheinlich am besten, das will nur geübt sein. Hast du irgendwelche Strategien dafür, wenn es dir schwer fällt die Stimmen auszublenden?

    Hätte da eine Frage an diejenigen von euch, die Erfahrung haben mit Stimmenhören. Für mich ist es momentan schwer einzuordnen was ich erlebe seit ich weniger Risperidon nehme, erinnert mich an mein Erleben in der Psychose, nur dass es da noch stärker war - und zwar höre ich eine sehr weit entfernte, sehr dumpfe Stimme, ich kann nicht verstehen was sie sagt, es ist so als würde jemand im Nebenraum sprechen und man würde versuchen es durch die Wand zu verstehen, manchmal klingen auch einfache Hintergrundgeräusche z.B. von der Kaffeemaschine kurz wie eine Stimme für mich. Nach allem was ich bisher gelesen habe, ist es eher üblich, dass man beim Stimmenhören die Stimmen versteht und sie nicht so weit weg sind, deswegen würde es mich interessieren, ob noch jemand ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hat und wie ihr damit umgeht. Mir fällt es schon schwer es zu ignorieren, weil der Tonfall auch oft sehr verzweifelt klingt und es die meiste Zeit über auch nicht so einfach zu sagen ist, ob ich da nun gerade weit entfernt was höre oder eben nicht. Ich konnte aber auch noch nichts Beleidigendes und keine Kommandos raushören, ich weiß aber auch nicht, ob das eher ein Klischee ist oder wirklich die Mehrheit der Leute Stimmenhören so erlebt.

    Emma H. Danke für die Antwort! Ich werde auf jeden Fall erst mal das Abilify weiternehmen bis die Umstellung vom Risperidon durch ist, auch weil ich gelesen hab, dass die Gefahr einer Rebound Psychose wenn man Risperidon absetzt recht hoch ist und da ist es wahrscheinlich besser noch ein anderes Antipsychotikum einzunehmen, bis ich davon weg bin und vielleicht danach auch noch weiterhin, werde das auf jeden Fall auch noch in ein paar Tagen mit meinem Psychiater absprechen und mal die Medikamentenempfehlung hier aus dem Forum mitnehmen.


    Wie lange hat es bei dir gedauert bis diese Symptome besser geworden sind?

    Enlightened also meinst du alles was ich jetzt noch erleb, sind keine Restsymptome sondern kommt von den Medikamenten? Würde auch zu dem passen was ich bisher so gelesen habe, eben dass Neuroleptika einen "abstumpfen" bis zu nem gewissen Grad. Hast du vielleicht einen Link zu der Studie? Meine Familie macht sich sehr viele Sorgen, wann immer ich vom Absetzen der Medikamente rede und glaubt da eher den Psychiatern, die mich oft darauf vertrösten, dass alles was ich erlebe Negativsymptome der Krankheit sind und nicht von den Medikamenten kommt. Macht ja auch Sinn, dass sie sehr überzeugt sind von Medikamenten als einziger Weg, aber ich war auch schon bevor das alles passiert ist Psychopharmaka schon eher skeptisch gegenüber und würde sie gerne so früh wie möglich absetzen, möchte aber auch keine Rebound-Psychose riskieren. Denke aber schon, dass meine Hausärztin mich darin unterstützen würde, nach allem was sie bisher so gesagt hat.

    Danke für die Antworten! Dass die Emotionslosigkeit mit Risperidon zusammenhängt macht mir sehr viel Hoffnung, bin ja schon dabei davon wegzukommen. Meine Gefühle sind mit niedrigerer Dosis auch schon ein bisschen zurückgekommen (habe vorher 3mg genommen). Wie lange hat es denn bei dir gedauert bis deine Emotionen nach dem Risperidon wieder zurück waren? Und sind sie vollständig zurückgekommen oder war was davon auch noch Negativsymptom der Krankheit?


    Was die Antidepressiva betrifft bekomme ich derzeit Sertralin 125mg und das hilft mir gut mit dem Antrieb, nur mit der Stimmung nicht so sehr, habe aber auch gelesen, dass Abilify da gut sein soll und die Wirkung von Antidepressiva verstärken. Würdest du sagen eine Umstellung auf Bupropion ist trotzdem sinnvoll auch wenn ich mit dem Sertralin eigentlich ganz gut klarkomme und keine Nebenwirkungen davon hab? Werde die Medikamentenempfehlung aber auf jeden Fall ausdrucken und nächste Woche zu meinem Psychiater mitnehmen, danke für den Link!

    Hallo zusammen,


    ich hatte vor zwei Monaten meine erste Psychose, seitdem keine Positivsymptome mehr allerdings habe ich momentan mit sehr starker Emotionslosigkeit zu kämpfen, fühle mich sehr abgestumpft, kann zwar noch Verzweiflung spüren aber nicht mehr weinen und die meiste Zeit des Tages über fühle ich mich sehr teilnahmslos. Ist das ein Negativsymptom der Krankheit, hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht oder könnte es sein, dass es auch von der Medikation kommt? Ich nehme zur Zeit 2mg Risperidon und 5mg Abilify, werde gerade auf Abilify umgestellt. Mein Psychiater meinte, dass diese affektive Verflachung zur Krankheit gehören kann - bei mir wurde eine schizoaffektive Störung diagnostiziert - aber nach allem was ich gelesen habe, haben auch Neuroleptika so eine dämpfende, abflachende Wirkung. Fühle mich auch sehr verlangsamt im Denken und hatte bis vor Kurzem starke Probleme zu reden, war sehr einsilbig, hatte einfach keine Gedanken mehr, nicht mal zu Themen, die mich sonst sehr interessiert haben oder sehr emotional gemacht haben. Mittlerweile ist es etwas besser geworden aber immer noch nicht auf dem Stand wie vor der Psychose. Ist das alles eher unter Negativsymptomatik oder unter Nebenwirkungen des Risperidons einzuordnen? Habe auch gelesen, dass gerade Risperidon echt Teufelszeug sein soll und meine Hausärztin meinte das gäbe man normalerweise nur für ungefähr sechs Wochen, bei mir sind es jetzt 10. Sie hat auch gesagt, dass Neuroleptika alles runterfahren und dass diese Verflachung höchstwahrscheinlich von den Medikamenten kommt. Weiß nun nicht wem ich glauben soll. Wäre schön zu wissen, ob das noch jemand anders nach der Psychose erlebt hat und ob die Gefühle und die Denkfähigkeit nach einer Zeit wiederkamen oder ob da wirklich durch die Psychose so viel unwiederbringlich verloren gehen kann, habe dazu leider im Forum bisher nichts gefunden.