Beiträge von Westcliff

    Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass ich die negativ Symptomatik auch ohne Medikamente hatte. Bin erst ein halbes Jahr nach Ausbruch meiner Psychose ins Krankenhaus gegangen.


    Was du schreibst ist sehr interessant. Die Dopamin Hypothese ist allgemein anerkannt. Ich Frage mich, ob diese Fehlschaltung genetisch bedingt ist. Anscheiend haben Forscher ein Gen Namens C4 gefunden, was maßgeblich eine Rolle bei der Entstehung einer Psychose/Schizophrenie spielen soll.


    Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, das Psychosen eine Art Versuch des Gehirns ist sich selbst zu heilen.

    Es gibt genügend Fälle die ihre Krankheit besiegt haben. Beispiel D.S. Buck-Zerchin.

    Diese Ängste habe ich auch. Aber für so ein gespräch bin ich nicht qualifiziert und da würde ich dir vorschlagen mit einem Therapeuten drüber zu reden.


    Eine kognitive Verhaltenstherapie kann vor allem am Anfang der Krankheit helfen aus dieser Grübelei frei zu kommen.

    Also mit der Negativsymptomatik kaum zu schaffen. Aber seitdem das größtenteils bei mir rum ist versuch ich 1mal die Woche zu laufen und es wirkt antidepressiv. Habe dann auch mehr Motivation und fühle mich besser.


    Andonsten gehe ich jeden Tag eine Stunde spazieren. Das hilft auch schon sehr.

    meine Psychose ist zwei Jahre her und ich habe mich größtenteils wieder gefangen.

    Ein Jahr nach der Psychose gibg bei mir noch gar nichts.


    Hab Geduld, bei dir wird wohl gerade Halbzeit sein.

    nehme seit 1,5 Jahren Risperidon.

    Erste Besserungen hatte ich erst nach einem halben Jahr. Mitlerweile bin ich fast wieder der alte.


    Diese Erkrankung erfordert von einem eine hohe Geduld und die Genesung geht nicht von heute auf morgen.


    Ich rate dir dich selbst und deine Erfahrungen während der positiv symptomatik zu reflektieren und unter professioneller Hilfe aufzuarbeiten.



    Ich wünsche dir viel Erfolg.

    Also die letzten eineinhalb Jahre waren der Horror und es gibg mir sehr schlecht. Doch seit der Reduzierung geht es mir schon besser. Aber wie du schon sagtest rede ich mir das auch etwas schöner als es in Wirklichkeit ist.


    Ich weiß einfach nicht was ich glauben soll. Ein paar meinen das war eine einmalige Sache, andere meinen ich schleppe das mein Leben lang mit mir rum.


    Letztenendes muss ich das wohl selbst herausfinden und abwarten.


    Kannst du den Honeymooneffekt etwas genauer erklären? Also hattest du damit Erfahrung und wie schnell hat sich das dann verändert?

    Mich würde interessieren bei welcher Dosis Risperidon ich schon wieder keinen vollständigen Schutz habe und eine Psychose riskiere.

    Hallo Leute,


    hoffe euch geht es (bald) wieder gut.


    2018 hatte ich im Ausland eine drogeninduzierte schizophrene Psychose bekommen und habe dann 4 Monate lang meinen Unfug getrieben.

    Als ich zurück in Deutschland war wurde ich zu einem stationären Aufenthalt gedrängt und habe das dann auch gemacht. Nach 1-2 Monaten Medikation ging es mir zwar besser, jedoch war keine Krankheitseinsicht vorhanden und ich setzte die Medikamente vollständig ab und entließ mich selbst aus dem Krankenhaus.


    Es dauerte nicht lang da kam die Psychose zurück. Ab dem Moment hatte ich dann die Krankheitseinsicht und ich nahm Risperidon 4mg. Nach ein paar Monaten bin ich auf Depotspritzen umgestiegen (37,5mg) die ich bis Mitte dieses Jahres so einnahm. Die Negativsymptomatik war der Horror, doch ich weigerte mich Antidepressivum zu nehmen. Vor gut 4 Monaten kam eine Reduzierung auf 25mg und vor 2 Monaten stieg ich wieder auf die Tablettenform (2mg) um.


    Die Negativsymptomatik ist nun vollständig ausgeheilt und es geht mir wieder gut. In den kommenden Wochen werde ich auf 1,5mg Risperidon umsteigen.


    Jetzt zu meiner Frage:

    Ende 2021 sollen laut meinem Arzt die Medikamente vollständig abgesetzt werden, da sie bei mir eine gute Prognose vermuten. Doch ich habe nach wie vor wenige Glücksgefühle und keine Motivation mich für mein Studium zu begeistern, dessen Studiengang ich so dringend machen wollte. Deswegen würde ich gern schon früher absetzen, bzw. mich auf die geringstmögliche Erhaltungsdosis einstellen lassen.


    Denkt ihr es ist eine gute Idee, einen Absetzversuch binnen den nächsten 6 Monaten zu starten oder sollte ich wirklich noch das komplette Jahr 2021 das Medikament nehmen?



    Danke schon mal im Vorraus.