Beiträge von Jiskah

    Du scheinst doch schon einen guten Plan zu haben. Wenn du Kontakte hast, würde ich diese auf jeden Fall nutzen!


    Weisst du, ich glaube nicht, dass es das gibt, dass man von jetzt auf sofort seine Träume erreichen kann. Ich würde dir an dieser Stelle gerne mehr Mut zusprechen, doch gelingt es mir gerade nicht so gut (auch, da ich mich in einer ganz ähnlichen Situation befinde wie du.)

    Wie Voicestream schreibt, bis er was hatte was zu ihm passt hat es sieben Jahre gedauert.

    Es ist ein Weg, der sich entwicklen darf.


    Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass du mit deiner Krankheit authentisch sein kannst. Und dass sie dir sogar Kraft gibt, Ideen schenkt, das ist ein ganz ganz wertvolles Geschenk. Ich glaube nicht, dass sie dir im Weg steht, so wie du schreibst. Aber ob du besser Medikamente nehmen solltest, dass kann ich nicht einschätzen.

    Das du siehst und anerkennst, was du kannst und gerne machst, das ist ganz ganz wertvoll, behalte es bei!!

    Ich habe auch erst im letzen Jahr so richtig gespürt und gelernt, was es heißt der Intuition, also dem Ruf des Herzens oder dem inneren Kompass oder wie man es nennen mag zu folgen. Und ich sag dir, das zieht manchmal so heftig an einem!! Als ob ein Baby schreit und du musst ja dann aufstehen, du kannst es ja nicht schreien lassen. Und dann ist man müde und man hat keinen richtigen Bock, aber man macht es aus einem ganz puren Gefühl heraus. Aber auch nicht so richtig Bock habe und sich nicht stark genug fühlen, auch das gehört dazu, wenn man sich auf den Weg machen will. Und vor allem musst du dich bereit machen für das Unbekannte. Denn das Neue ist immer auch das Unbekannte.


    Deine Gedanken framen deine ganze Sicht auf die Welt weißt du.

    Wenn du denkst, dass Geld fehlt, dann fehlt Geld. Self fulfilling prophecy.

    Natürlich ist es dann – ganz realistisch – erstmal wichtig dafür zu sorgen, dass genügend Geld rein kommt. Bewerbe mich gerade auch nur auf Zeugs, um dieses in dieser Welt sehr wichtige Sicherheitsbedürfnis zu befrieden, denn darum geht es in erster Linie: Dir zu zeigen, dass du in der Lage bist deine Bedürfnisse zu erfüllen.

    Und wenn du sagst du kannst 50% arbeiten reicht das ja vielleicht vom Geld und mit der restlichen Zeit kannst du dann an deinen Träumen werkeln und eine Vision entwickeln, wie dein Leben aussehen könnte in drei, in fünf, in zehn Jahren.


    Ich wünsch dir so viel Glück bei deiner Reise wie du buckeln kannst!


    Was für eine Ausbildung machst du denn?

    Lieber Kain,


    ich kann verstehen, dass es einem manchmal viel zu viel wird alles. Es liegt dann wie zusammengeschichtete schwarze Äste dicht übereinander und man meint, man kommt aus diesem Zustand nie nie wieder raus. Aber ich spüre, du bist wach! Sonst hättest du ja hier nicht schreiben können und es ist auf jeden Fall ein großer Schritt!!


    Und darum geht es !!


    Diese Äste lassen sich nur ganz langsam nach und nach lösen und in eine neue Ordnung bringen. Ich glaube das Wichtigste für deine Situation ist, dass du dir die Ruhe gibst erstmal Kraft zu schöpfen und dich nicht zu überfordern. Es ist ja auch total viel auf einmal, sich darum zu kümmern! Ich bin mir ganz sicher, es gibt Menschen, die dir helfen können!


    Ich musste mich jetzt auch mit einer zuvor noch nie dagewesenen Leere befassen, die einem die Lust am Leben raubt. Dabei ist es wichtig im Prozess zu bleiben (z.B. einen Spaziergang machen, etwas gesundes Essen, genügend (aber auch nicht zuviel) Schlaf…), aber sich wie gesagt dabei nicht zu überfordern! Es ist wichtig sich selbst in diesem Stadium auch mal die Person sein zu lassen, die man ist, diesen Zustand annehmen, so wie er ist.


    Hast du jemanden, mit dem du reden kannst? Der dich dabei unterstützen könnte einen kleinen Plan zu schmieden und vielleicht mit dir zum Arzt geht? Das muss ja auch nicht alles sofort passieren.

    Nimm dir einfach eine ganz kleine Sache vor und wenn es erstmal eine Atemübung ist z.B.


    Ich weiß, wenn man im "Scheissetunnel" ist, will man alles verfluchen und sieht einfach keinen Sinn in irgendwelchen kleinen Maßnahmen. Aber wie sagt man, das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.


    Ich wünsche dir erstmal alles Gute für den Tag.

    Es kann ein guter Tag werden, weißt du? Gerade dann, wenn sich viele schlechte Tage aneinanderreihten ist es mal wieder Zeit dem Tag die Möglichkeit einzuräumen zumindest okeh zu werden, so wie er ist.


    Ich sende dir einen Herzensgruß,

    Jiskah

    jasper/icecold der Track ist supernice

    hallo ihr freunde Ich liiiiiiiiiieeeeeeeeebe die Antwoord, vor allem die alten Sachen von Constructus Corporation und Max normal! Einfach genial, das neue von denen ist auch großartig


    Gerade höre ich Estas Tonne

    Zuvor FKA Twigs

    häufig auch irgendwelche Sets (z.B. vom Garbicz über Soundcloud, da war ich letztes Jahr :))

    Aphex Twin

    Tangerine Dream

    machmal auch Tool oder the Misfits

    in letzter Zeit sehr viel Billie Eilish

    was fällt mir gerade noch ein…

    Jun Miyake


    Ihr seht, es ist sehr bunt gemischt bei mir. Manchmal auch einfach etwas sphärisches wie das hier


    Das sollte wohl erstmal reichen…


    Viele Grüße,


    Jiskah

    Liebe Emma, ihr lieben Alle,


    ich kann ziemlich genau deuten, welche Gedanken und Inhalte in meinem Leben zu meinem Wahn geführt haben.


    Als ich im Wahn war, war ich mir völlig sicher, dass ich gerade einen "Breakthrough" habe. Ich war total auf einem spirituellen Trip und wollte unbedingt erfahren, was Enlightenment bedeutet. Hinzu kamen aber noch viele andere Dinge, die ich in dem Moment eben alle in einen universellen Zusammenhang gebracht habe und wie es so ist im Wahn spiegelt sich das alles 1 zu 1 in der "Realität" in der man gerade ist.

    Ich habe keine Stimmen gehabt während dem Wahn, aber ich habe quasi mit einer mir entfremdeten (wie hypnotisierten) Hand geschrieben und teilweise sehr laute und sehr lange Selbstgespräche geführt mit meinen "inneren Anteilen". Ich wollte alle Gefühle verstehen, weil ich mich als eine Art Retterin der Menschheit dafür auserkoren hatte, dass ich alle Menschen verstehen muss und deshalb eben auch alle Gefühle kennen muss, damit Menschen bei mir Rat suchen können.

    Das mit dem inneren Team rührte auch daher, dass ich mich intensiv mit Aufstellungsarbeit befasst habe. An der Stelle ist es mir aber auch sehr wichtig zu betonen, dass ich der Technik selbst niemals "die Schuld" dafür geben würde, dass ich im Wahn gelandet bin. Auch wenn es gewissermaßen dazu beigetragen hat, konnte ich es gut nutzen, um mich wieder zu stärken und Klarheit über meinen Zustand zu gewinnen (Ich stelle gern selbst etwas für mich auf).

    Ähnlich auch mit der Spiritualität. Es gibt da eben sehr viele Konzepte und so auch einiges, was ich überinterpretiert habe. Dass ich einen "Glauben" habe, stärkt mich gerade auch ungemein (Achtsamkeitsübungen, Meditation… )

    Dazu kommen noch mehr Dinge, mit denen ich mich schon seit mehreren Jahren auseinander setze, wie jährliches Fasten (im Wahn glaubte ich, ich muss nichts oder nur ganz wenig essen) oder die intensive Auseinandersetzung mit Träumen. Ich hatte mir mal fest vorgenommen, klarträumen zu lernen. Im Wahn war ich wirklich wie auf Wolken unterwegs und war mir zwischenzeitlich auch ganz unsicher, ob ich wach bin oder ob ich träume.

    Ich habe mich sehr für andere Bewusstseinszustände als den des "normalen" Wachzustands interessiert. Ich habe mich mit Atemtechniken und Kältetraining befasst (falls euch Wim Hof etwas sagt?) und all das kam im Wahn zusammen, sodass ich im Januar schwimmen gegangen bin. Da haben dann aber auch meine Glocken geläutet, dass etwas mit mir nicht stimmen könnte. So weit ungefähr die Themen, die ich alle "in meinen Kessel geworfen" habe.

    Zu meinem Lebensumständen gehörte zu dem Moment, dass ich auf einer noch nie dagewesenen Erfolgswelle ritt. Und dann folgten zwei Begegnungen, die dann alles gesprengt haben. Zunächst traf ich auf einen älteren Mann, mit dem ich eine ganz starke seelische Verbindung hatte. Plötzlich wandte sich dann aber das Blatt und er war extrem aufdringlich und wirklich anzüglich und eklig. Er schrieb mir ewig viele SMS mit wirklich gestörtem Inhalt. Das hat mir richtig Angst eingejagt, sodass ich wegen ihm Verfolgungswahn hatte.

    Die andere Begegnung war verrückt-schön, zu schön fast. Ich hab mich von jetzt auf gleich so arg verliebt, dass mir alle Synapsen durchgegangen sind.


    Ja, so war das bei mir. Ich bin jetzt seit fast einem Monat runter von Medies, damit fühle ich mich ganz gut. Es hat jetzt schon ne Weile gedauert, bis ich das alles verarbeiten konnte. So ziemlich als Corona begann bin ich in eine depressive Phase gerutscht, die teils immer noch anhält. All das hat aber auch gerade viel mit mir und meiner Lebenssituation zu tun.


    Das hört sich vielleicht etwas komisch an, aber in gewisser Weise bin ich ganz dankbar, dass mir das alles passiert ist. Es gehört jetzt irgendwie zu mir. Ich hoffe natürlich, dass es nicht nochmal passiert, aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es mir auffallen würde, wenn ich wieder übermäßig anfange mir Gedanken zu machen, z.B. nicht mehr schlafen gehen und solche Sachen. Auch meinen Freunden und Bekannten gegenüber war ich offen mit der Geschichte, sodass ich auch dort nochmal Rückhalt habe, falls denen auffällt, dass was mit mir nicht stimmt.


    Soweit von mir und in diesem Sinne: Passt gut auf euch auf.


    Ich wünsche euch alles Gute,


    Jiskah