Beiträge von Oxolotl

    Tavor ist ein Benzodiazepin, also eher süchtig machen. Setze es auf gar keinen Fall rapide ab, da Lebensgefahr.


    Adfd.org oder

    Survivingantidepressants.org


    Können beim Absetzen helfen

    Ich hatte Mal 50mg genommen um anzutesten und die durch Risperidon verursachte Schlaflosigkeit zu durchbrechen.


    Am nächsten Tag dann:

    Ich habe mich gefühlt wie im Zeitraffer, alles war verlangsamt, zumindest schien es mir so. Danach hab ich es nicht wieder genommen.

    auf jeden Fall wird es reichlichst eingesetzt und viele brauchen die Medikamente.

    Ich bin auch der Meinung man sollte so gut es geht mit der Krankheit kämpfen. Doch wird dieser Weg nicht unterstützt in Psychiatrien. Sie werden ihre Gründe haben.

    - der Grund ist, dass es leichter und billiger ist einen Menschen medikamentös stillzustellen als Krisen aufzuarbeiten oder zB eine Drogeninduzierte Psychose kontrolliert abklingen zu lassen. Wirtschaftliches Denken im Gesundheitssystem. Weil vielleicht Pfleger keine Zeit (oder Lust) hatten und es schneller ging einfach jemanden paar Haldolpillen zu geben anstelle genau zu analysieren was schief lief, leiden manche Menschen jahrelang an den Spätfolgen der Neuroleptikaverabreichung. Das ist nicht ok.



    "Aber es wird einem halt auch gesagt dass man eventuell pflegebedürftig werden kann wenn man die Medikamente nicht nimmt."

    - klar, jeder kann pflegebedürftig werden. Wieso dann aber noch einen zusätzlichen Faktor wie Pillen mit aufnehmen, die zum einen abhängigmachend sind - davon zeugen zahlreiche Internetforen (adfd.org) obwohl Psychiater immer das Gegenteil behaupten - und zum anderen deine Lebensenergie und Freude nehmen.


    Man kann nur hoffen dass dieser Skandal auch irgendwann gesellschaftlich aufgearbeitet wird.

    die Frage ist halt immer auch, was ist vom Medikament "demoliert" und was von der Krankheit.

    Wie schon erwähnt, Neuroleptika blockieren Dopamin D2 Rezeptoren. Diese steuern "Lebensaktivitäten" wie Pflege, Essverhalten, Motivation und Aktivwerden, zielgerichtetes Verhalten, und viel viel mehr was das Leben erst lebenswert macht - letztendlich führt deren Blockade scheinbar dazu dass ein Mensch "passiv" wird und nichts mehr richtig tun oder genießen kann.


    Mit Negativsymptomen haben Menschen oft jahrelang, teils bis zum Lebensende, zu kämpfen - was ist das für eine Kosten-Nutzen Abwägung?


    Darüber hinaus haben mehrere Studien bewiesen, dass Neuroleptika zu Hirnatrophie (Hirnabbau) führen, also gewissermaßen eine Demenz bewirken. Damit einhergehend: Schäden des Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis.


    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Mittel die emotionalen (Dopaminrezeptorblockade) und kognitiven Fähigkeiten (Hirnatrophie, ...) eines Menschen regelrecht abrasieren und verboten gehören.


    https://www.google.com/amp/s/m…-lassen-13379742.amp.html

    Es ist legal, weil viele Patienten diese Abstumpfung in Kauf nehmen, damit die Symptome weg sind. Es scheint bei genug zu wirken.

    Wie soll man etwas in Kauf nehmen, das man nicht abschätzen kann und worüber auch die Ärzte nicht ausreichend aufklären können?


    Um mein (flaches) Beispiel von weiter oben nochmal zu nutzen: wäre es legal, wenn ein Arzt deine Niere operiert ohne dich darüber aufzuklären, dass Herz, Lunge und Beine geschädigt werden? Und das wären vermutlich noch geringe Nebenwirkungen im Vergleich damit was Neuroleptika anrichten.


    Diese Praxis ist eher legal weil die Patienten nach der Behandlung so geschwächt sind, dass sie kaum protestieren und sich gehen lassen. So fühlt es sich bei mir gerade an, als wäre mein Wille geraubt worden - und mit ihm meine höchsten Hirnfunktionen die mich zum Menschen machten (Empathie, Ausbildung und Verfolgung von Leidenschaften, emotionale Höhen und Tiefen, Sexualität ...). Einige mögen das als Symptome der Schizophrenie deuten - wenn man sich aber nochmal vor Augen führt was eine Dopamin D2 Blockade bewirkt, dann scheint es eher auf der Hand zu liegen, dass die Medikamente dies bewirken. Was übrig bleibt ist eine emotionslose Hülle, die vergeblich zu greifen versucht was aus ihr rausgerissen wurde.


    Deshalb nochmal: es ist ein psychiatrisches Verbrechen, so ein feines Organ wie das Gehirn und damit auch den Menschen, so zu demolieren. Man baut sich über Jahre sein Leben auf, studiert, pflegt Freundschaften, träumt von der Zukunft - und dann wird einem alles mit einem Schlag genommen.


    Gibt es für uns Geschädigte nicht irgendwelche Supportgruppen?

    Admin Schizophrenie ist eine Sache - der Einsatz und Effekt von Neuroleptika (Risperidon, Haldol) noch ne andere - die Stoffe blockieren Dopamin D2 Rezeptoren. Diese Wirkung verschlimmert (oder leitet sogar zu) negativen Schizophrenie Symptomen.


    Diese Rezeptoren sind u.a. für folgendes verantwortlich:

    - Nahrungsaufnahme

    - Selbstpflege

    - Bildung von "neuer neuronaler Prozesse" (also Lernprozesse)

    - Runterregulierung von übermäßiger Zellteilung (was zu Krebs führen würde)

    - Regulierung von Aktivität wenn man inaktiv ist

    Und viele weitere lebenswichtige Prozesse.


    Meine Vermutung ist daher dass der Einsatz dieser Neuroleptika erst zu Negativsymptomen führt. Vor der Klinikeinweisung ging ich normal zur Arbeit, war gepflegt, habe ab und an leckere Sachen gekocht, mich gefreut meine Familie zu sehen, wollte was im Job erreichen - jetzt ist alles weg, ich liege wie ein Zombie im Bett und will nichts mehr vom Leben. (Klingt nach einer Depression, aber ist es nicht - ich wünschte ich könnte depressive Gefühle verspüren, aber da ist einfach nichts. Ich fühle mich einfach nur leer.)


    Der Einsatz dieser Stoffe ist ein Verbrechen. Ich kann es nicht anders sagen. Gerade so ein sensibles Organ wie das Gehirn wird mit einem chemischen Stoff beschossen der, anstelle hochpräzise zu wirken, multiple Nebenwirkungen auslöst weil er extremst unpräzise wirkt.


    Das ist so als würde ein Chirurg bei einer zB.

    Nieren OP, Herz, Lunge, Darm (...) verletzen. Wer würde sich so einer OP unterziehen?


    Die Psychiatrie ist grausam und ich Frage mich wie so etwas nur legal sein kann...

    Hallo, wegen einer akuten Psychose wurde mir in der Psychiatrie Risperidon verabreicht. Seitdem fühle ich mich innerlich wie tot. Keine Leidenschaft mehr, alles ist mir egal. Will am liebsten nur im Bett liegen. Man will sich fast die Kugel geben, weil man sich fühlt als wäre die Seele tot.


    Ich nehme stark an, dass das an den Neuroleptika liegt und frage mich wie so etwas legal sein kann. Es zerstört Menschenleben.


    Wer hat auch diese Erfahrung gemacht und wie seid ihr da rausgekommen? Ohne Medikamente.


    Ist jemand daran interessiert eine Selbsthilfegruppe zu gründen?