Beiträge von Leo1

    Ja manchmal vermisse ich sie auch. Ich hatte Energie ohne Ende, habe Nachtschicht gearbeitet und war danach immer noch fit. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Gehirn so viel Dopamin in einer Psychose produziert. Das was deine Ärztin sagt, ist richtig, weil man in diesem Beruf so vielen Reizen ausgesetzt ist. Ich wünsche dir alles gute mit deinem neuen Job und für dein ganzes Leben :)

    blueberry : REWE? Von wo hast du das gelesen? Ich glaube du verwechselst jemanden. Es gab Schwierigkeiten ein richtiges Medikament zu finden. Hat entweder nicht gewirkt oder habe zu wenig weiße Blutkörperchen gehabt. Und dann habe ich mir noch dort einen Virus eingefangen.

    Ich möchte unbedingt vermeiden, dass die Lücke in meinem Lebenslauf noch grösser wird

    blueberry : Ich habe auch eine fette Lücke im Lebenslauf, weil ich 8 Monate in der Klinik war. Aber ich habe in meinen Lebenslauf rein geschrieben: Berufsorientierung. Ich habe einige Vorstellungstermine und Jobangebote bekommen.

    Hallo blueberry,

    Ich muss sagen das ich wirklich froh bin das ich in die Klinik musste, sonst wüsste ich nicht ob ich heute noch leben würde oder im Knast wäre. Ich lebe viel lieber so wie ich jetzt bin als vorher mit der Psychose, auch wenn ich dazu sagen muss, dass ich auch schöne Momente in der Psychose hatte. Mit der Zeit gewöhnt man sich auch an die Medis und deren Nebenwirkungen.. Was mir sehr hilft ein Sinn im Leben zu haben und zufrieden zu sein, ist eine Tagesstruktur. Wie schon gesagt ich arbeite in einer Werkstatt und das hilft mir sehr, dass man ein Gefühl hat das Leben in der Hand zu haben. Ich habe mir auch Ziele gesetzt die mich motivieren, weiter an mich zu arbeiten und mich nicht gehen zu lassen, wie zum Beispiel das Ziel wieder im ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Seit wann bist du aus dem Krankenhaus draußen? Bei mir sind es jetzt 4 Monate.

    Leo1: Alles klar. Was gäbe es denn für staatliche Unterstützung, wenn der Arbeitslosengeld-Anspruch ausläuft? Weisst du das vielleicht?

    Hi, sorry das ich mich so spät melde. Man kann Hartz 4 bekommen und trotzdem dort arbeiten. Die empfehlung kam von einer Ärztin aus der Tagesklinik. Übrigins zur anderen Frage ich bin gelernter Kaufmann im Einzelhandel. Liebe Grüße Leo

    blueberry : Ich denke das es bei mir chronisch ist, weil als meine Medikamente reduziert wurden,habe ich wieder einen Anflug von Paranoia gehabt. Das mit den Beinen ist echt blöd, aber mit einen Bürojob stört es zumindest nicht so sehr. Ich arbeite momentan in einer Werkstatt. Werde auch bald von drei auf sechs Stunden erhöhen. Das mit acht Stunden wäre für mich jetzt zu viel. Ich hatte neulich ein Probetag beim Müller gehabt, da musste ich fünf Stunden fast am Stück arbeiten. Das war echt herausfordernd. So entschied ich mich erstmal für die Werkstatt um dort mich noch besser auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Ich habe dort auch viele Gleichgesinnte wie mich gefunden.

    Ich habe eine paranoide Schizophrenie und ich glaube bei mir ist sie chronisch.

    Wie ich früher war und wie ich jetzt bin, kann man nicht vergleichen. ich habe jetzt weniger Gefühle und Empfindungen.

    Mir wurde gesagt das man nach seiner ersten Psychose eins bis drei Jahre seine Medikamente nehmen muss. Aber bei mir wurde es reduziert wegen den anderen krassen Nebenwirkungen ( Steifigkeit in den Beinen, zu schlechte Blutwerte, zu hoher CK Wert, zu lange schlafen, ganze Zeit Appetit ).

    Wie gehst du mit dieser Negativsymptome um? Und hast du es schon mal ohne Neuroleptika versucht?

    Hallo zusammen,


    Ich bin Neu hier. Ich habe vor zwei Jahren meine erste Psychose gehabt. Ich habe gedacht dass es ein Weltweites System gibt, in das ich mich beweißen muss um mit mitwirken zu können. Ich habe gedacht das alle Menschen von diesem System bescheid wissen und mit involviert sind, bloß ich war noch außen vor. Ich dachte die Menschen testen mich, damit ich mich immer besser entwickeln kann und eines Tages mit in das System einsteigen kann. Natürlich war es pur Stress für mich weil ich mich immer beobachtet und getestet gefühlt habe, anderseits war ich auch sehr motiviert und euphorisch, weil ich dachte eines Tages werden die mich eintreten lassen.

    Seit einem Jahr bekomme ich nun Medikamente und ich bin genesen. Ich sehne mich sehr an die Zeit zurück wie ich früher war, voller Hoffnung, Euphorie, Interessen.

    Jetzt bin ich genau das Gegenteil davon.

    Mit der Ärztin habe ich auch schon mein Neuroleptika reduziert, dann kamen aber die paranoiden Gedanken zurück. Ich habe dann eigenmächtig wieder erhöht.

    Gibt es eine Möglichkeit die Medikamente abzusetzen und dann mit diesen Wahnvorstellungen zurecht zukommen?

    Ich war eine lange Zeit in der Klinik und mir fällt es schwer lange am Stück zu arbeiten. Deswegen empfahl mir meine Ärztin erstmal in eine Therapeutische Werkstatt zu arbeiten. Man kann da drei Stunden arbeiten mit zwei Pausen dazwischen. Wenns einen zu wenig wird kann man dann auch die Stunden aufstocken. Man lernt gleichgesinnte und lernt seinen Antrieb langsam zu steigern. Kann ich nur empfehlen.


    Grüße

    Leo