Beiträge von Rose

    Er hat die volle Negativsymptomatik und das war bisher auch die offensichtliche, deswegen ja zuerst die Diagnose schwere Depression.

    Die Ärzte sind sich auch jetzt noch nicht ganz sicher, aber nur eine Depression wird es wohl nicht sein. Eine Schizophrenie würde auch passen denke ich, meistens gibt es da ja eine lange Prodromalphase mit vorrangig affektiven Symptomen. Aber egal wie das Störungsbild heißen mag, es müssen endlich Medis her, die wirken!! Das Risperdal wird jetzt runtergefahren und dann kommt das Reagila. Reagila wird ja auch als Schizophreniemedikament bezeichnet, dass dann zum Einsatz kommt wenn es bei Abilify und Risperidal keinen Response gibt. Außerdem soll es einen guten Effekt auf die Negativsymptomatik haben.

    Er hat keine Stimmungswechsel, also bipolar passt gar nicht. Er ist durchweg depressiv und psychotisch, hat wirklich null Antrieb, Freude, kann sich nicht konzentrieren, Suizidgedanken sind stark vorhanden, Schlafstörungen, Albträume, und halt diese psychotischen Symptome.

    Vielleicht ist es eine Schizophrenie, mit bisher therapieresistenten psychotischen Symptomen.


    Grüße, Rose

    Hallo Maggi,

    Danke für deine Antwort.

    Wie gesagt, er hat bereits Abilify bis 15 mg täglich bekommen und dazu Citalopram 20 mg.

    Leider hat es gar nichts gebracht! Zu Beginn meinte er, dass die optische Halluzinationen etwas besser seien, aber die Stimme hat sich null gebessert! Auch das Citalopram hat keine Antriebssteigerung oder Stimmungsaufhellung gebracht.

    Deswegen bin ich ja so verzweifelt. Dass jetzt auch das Risperdal nicht hilft, ist richtig schlimm.

    Deswegen wäre es super von jemand zu erfahren, der auch ähnlich Erfahrungen gemacht hat und Reagila eingenommen hat.

    Wegen deiner Medikationsempfehlung, da kann ich den Ärzten ja schlecht sagen, was sie verordnen sollen. Da habe die ja ihre eigenen Erfahrungen, ist ja eine Uniklinik...

    Liebe Grüße,

    Rose

    Hallo Zusammen,

    ich bin eine ratsuchenden, verzweifelte Mutter eines sehr kranken 17-jährigen Jungen.

    Seit über einem Jahr wir alles immer schlimmer. Im Mai 2019 wurde bei meinem Sohn eine schwere Depression diagnostiziert.

    Wir wurden sofort wöchentlich psychotherapeutisch versorgt und im weiteren Verlauf kam das AD Mirtazapin dazu. Meinem Sohn ging es aber nie besser, er ging nicht mehr zur Schule, zockte nur Playsi und hing ständig am Handy. In der Therapie zeigte er sich aber immer motiviert.

    Nach einigen Monaten bekam er einen Platz in einer Psychiatrischen Klinik, dort blieb er 4 einhalb Monate. Leider wurde es auch in der Klinik immer schlimmer, nun war er dazu noch psychotisch.

    Er hört eine schlimme Stimme und hat optische Halluzinationen. Die Ärzte habe es nicht erkannt und meinten es seien Zwangsgedanken!

    Dann hat er sich selbst entlassen und war einige Zeit bei uns zu Hause. Aber natürlich ging es ihn hier auch nicht gut. Zwischenzeitlich hatte er in der Klinik Venlafaxin bekommen, dann Citalopram. Aber es wurde immer schlimmer.


    Wegen zunehmender Suizidalität wurde er erneut im Februar 2020 stationär in der Uniklinik aufgenommen. Nun mit der Diagnose schwere Depression mit psychotischen Symptomen, es wurde mit Abilify begonnen.

    Aber auch das half nicht. Wieder entließ er sich selber und kam nach Hause. In der Klinik ging es ihm immer schlechter.

    Dann wurde die Ärzte und seine Therapeutin unsicher wegen der Diagnose und er wurde in einer klinikinternen Fallvorstellung vorgestellt.

    Nun hat er die Diagnose schizoaffektive Störung aktuell depressiv.

    Der Wahn und die Depression lässt ihn nicht los. Seit zwei Wochen ist er wieder in der Klinik mit der neuen Diagnose und nun wurde Risperdal probiert, aber auch das wirkt nicht! Aktuell sind wir bei 10 mg, was echt viel ist und er hat trotzdem weiterhin die Stimme und optische Halluzinationen!! Er ist so hoffnungslos.

    Er spricht immer davon, dass er eine Maske hat, damit niemand mitbekommt was mit ihm los ist und er kann niemand an sich herannlasssen. Er redet keine wirren Sachen, aber er hat das Gefühl, das er verfolgt wird. Das die Stimme, die Person dahinter ihn bestraft. Er kann nicht mehr klar denken, schaut niemand in die Augen, hat null Antrieb und Energie. Nichts macht ihm noch Spass. Schule geht gar nicht mehr, er war seit über einem Jahr nicht mehr da. Auch für die Klinikschule ging es ihm zu schlecht. Das frustriert und demotiviert ihn natürlich umso mehr!

    Es fühlt sich so an, als ob er gar nicht mehr richtig da ist!! Ich verliere mein Kind an diese Krankheit!

    Die Krankheit hat wahrscheinlich schon schleichend mit seinem 12. Lebensjahr begonnen.

    Nun soll er ab nächste Woche Reagila bekommen! Und da es ihm wohl so schnell nicht oder vielleicht überhaupt nie mehr besser gehen wird, sucht das Jugendamt nun nach einer Wohngruppe oder einer anderen langfristigen Einrichtung!

    Ich kann mein Kind nicht aufgeben.

    Wer hat einen Rat für mich? Gibt es noch Hoffnung für ihn?

    Glaub ihr, dass Reagila helfen kann?

    Vielen Dank für eure Kommentare!

    Viele Grüße.

    Rose:)