Beiträge von WiFi

    Vor 15 Jahren wurde ich zum ersten Mal psyhotisch. Ich lief ein und halb Jahre psychotisch durch die Gegend rum. Fast ohne Schlaf.

    Ich habe sogar noch einige Zeit gearbeitet und die Kollegen haben nicht viel von meinem psychotischen Zustand mitbekommen (Doppelte Buchführung). Nur mein Ehemann und meine Eltern wußten, dass ich psychische Probleme habe.

    Ich wurde schließlich mit Suizidandrohung in die geschlossene Abteilung gebracht, wo ich nur eine Nacht verbracht habe. Es gelang mir abzuhauen, weil die vergessen haben bei der Anlieferung der Getränke die Tür abzuschließen.

    4 Monate später kam die Einsicht, dass ich medikamentöse Hilfe brauche. Suizidgedanken wurden unerträglicher.

    Ich habe bloß von einem Psychiater ein Rezept für Zyprexa bekommen und nach der ersten Einnahme sofort die Erleichterung im Kopf gespürt.

    Was Reagila langfristig für den Körper bedeutet kann halt niemand sagen, aber ich denke es wird auf absehbare Zeit kein Antipsychotikum mit günstigerem Nebenwirkungsprofil geben

    Ich habe am 25.05.200 einen Termin zur MRT-Untersuchung, ich möchte wissen, was allgemein mit meinem Gehirn los ist. Ich habe den Verdacht ich baue ab.

    Da kann man auch vielleicht sehen, was die Neuroleptika, die ich 13 Jahre lang eingenommen habe, mit meinem Hirn angestellt haben.


    Man kann von Reagila schlecht schlafen, durchaus möglich. Aber mich persönlich betrifft es nicht.

    Dann werde ich positiv denken und vielleicht heute schnell einschlafen:)


    Ich empfehle dir, dass du mit deinem Arzt besprichst, dass du gerne mit Reagila anfangen würdest. Jedoch empfehle ich ein stärkeres Antipsychotikum wie Risperidon o.ä. auf Bedarf zur Verfügung zu haben.

    Reagila hat eine sehr lange Halbwertszeit, von dem her dauert es auch echt lange bis ein entsprechender Spiegel aufgebaut ist. Zudem ist es nicht geeignet um akute Psychosen zu behandeln, meiner Meinung nach muss man eine ganze Weile psychosefrei gewesen sein bevor man Monotherapie damit macht bzw. es als einziges Antipsychotikum einsetzen

    Guten Abend Johannes92

    vielen herzlichen Dank für deine schnelle Antwort.


    Ich bin zur Zeit nicht akut psychotisch. Deshalb glaube ich es würde Reagila reichen, Ich habe bloß vor zwei Wochen Impromen, Olanzapin und Haloperidol eigenhändig abgesetzt und fühlte mich nach Abklingen der Entzugserscheinungen ziemlich gut. Die Antriebsschwäche war verschwunden und ich wurde aktiver als zuvor. Ich bin auch nicht depressiv. Nur die Nackenmuskulatur ist sehr angespannt und es kribbelt am Stirn.

    Und heute nach dem Gespräch mit der Psychiaterin und Lesen hier im Forum habe ich Angst bekommen, dass die Psychose irgendwann zurück kommt. Deshalb habe ich doch mit Reagila angefangen (Die Ärztin hat mir eine Musterpackung mitgegeben, zum Glück).

    Übrigens, ich habe sofort nach der Einnahme eine große Erleichterung im Kopf gespürt. Aber ich glaube das war wie Placeboeffekt, so schnell kann doch die Wirkung von Reagila nicht eintreten:/.

    Ich arbeite zur Zeit nicht und ich hoffe, dass die verspätete Wirkung von Reagila wegen der langen Halbwertszeit vor dem Beginn der Arbeit eintritt.


    Ich habe jetzt etwas Angst, dass ich nicht schlafen werde, da hier viele schreiben, dass man mit Reagila nicht gut schläft.


    Ich hoffe ich bleibe nur bei diesem Medikament, dass ich keine anderen Neuroleptika zusätzlich einnehmen muss. Ich habe zu Hause Risperidon, Olanzapin, Quetiapin, Impromen, Haloperidol. Sollte was schlimmes kommen, bin ich versorgt:D. Vielen Dank für deinen Ratschlag.

    Ich werde aufpassen, dass ich nicht in die Psychose abgleite.


    Ich werde morgen früh meine Psychiaterin anrufen und ihr berichten, dass ich mich doch für das Medikament entschieden habe und ein Rezept für die nächste Packung bestellen.


    Noch eine Frage: wie schnell hast du hochdosiert?

    Hallo Johannes92 ,


    es ist schon fast ein Jahr vergangen seitdem du hier über Reagila geschrieben hast. Ich hoffe dir geht es mit Reagila gut. Und du mir einige Informationen darüber geben könntest.


    Ich bin neu hier und habe mich heute hier registriert.


    Ich habe vor 15 Jahren die Diagnose Paranoide Schizophrenie bekommen. Ich habe 13 Jahre lang Quetiapin 300 mg eingenommen, bis ich im Sommer 2018 meinen Rückfall hatte. Ich glaube das Medikament hat nicht mehr gewirkt. Daraufhin habe ich Impromen verschrieben bekommen und die Halluzinationen sind verschwunden. Ich habe noch zusätzlich Olanzapin 5 mg und Haloperidol 5 mg genommen, da ich vom Impromen die Schlaflosigkeit bekommen habe.


    Vor zwei Wochen habe ich alle diese Medikamente abrupt abgesetzt. Der Antrieb war einfach zu schwach. Ich konnte meinen Alltag einfach nicht mehr meistern. Der Entzug war nicht so schlimm, es ging. Heute war ich bei meiner Psychiaterin und habe ihr mitgeteilt, dass ich alle Medikamente abgesetzt habe, sie war nicht begeistert. Sie hat mir dann gesagt, dass es ein neues Medikament "Reagila" gibt, das die Minussymptomatik positiv beeinflusst.

    Und ich soll doch mich darüber im Internet informieren. Ich habe hier im Forum einige Beiträge über das Absetzen der Medikamente gelesen und habe echte Panik bekommen. Ich will auf keinen Fall einen Rückfall erleiden. Deswegen habe ich heute mit Reagila 1,5 angefangen.


    Jetzt meine Frage an alle, die eine Erfahrung mit Reagila haben: Nehmt ihr Akineton wegen Akathisie zu Reagila ein?


    Ich würde mich freuen, wenn jemand mehr über die Erfahrungen mit Reagila schreibt.


    Vielen Dank im Voraus