Beiträge von Pille Palle

    Im Grunde sind psychische Erkrankungen immer auf Ursachen in der Kindheit zurückzuführen. Die Seele sucht mit der Psychose quasi eine Notausgangstür. Die Diagnosen, die gestellt werden, sind Schubladen mit denen Ärzte versuchen, Krankheiten zu definieren. Tatsächlich sind Erlebnisse dieser Art aber immer im höchsten Maß individuell und die Grenzen zwischen den Diagnosen sind fließend.


    Grundsätzlich ist eine Medikation schon hilfreich um wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu finden, lösen aber nicht Dein individuelles Problem. Wenn man nicht den Grund als Auslöser findet, dann wechseln sich Gesundungs- und Krankheitszustände massiv ab.


    Das Kernproblem an dieser ganzen Sichtweise ist, dass man eingeredet bekommt, man sei krank und hätte diese oder jene Krankheit. In Wirklichkeit ist das wesentlich komplexer und hat viel mit den eigenen Themen zu tun.


    Ich selber fand die Aufenthalte in den Kliniken immer gruselig und an Gesprächsgruppen habe ich mich nie beteiligt. Meine persönlichen Themen gehen die Gruppe einen Scheißdreck an und nach Abklingen der Psychose war ich nach zwei Wochen wieder raus.


    Meine Geschichte läuft jetzt über 30 Jahre mit drei Klinikaufenthalten. Seit 6 Jahren bin ich stabil und das durch intensive selbstreflektion und Recherche der Ursachen.


    Also arbeite lieber an Deinem persönlichen Thema und suche Dir im Zweifel persönliche Hilfe durch einen Therapeuten. Die Klinik wird nichts bringen.

    Also, ich will dem ernsthaften Wunsch der Kliniken nicht widersprechen, aber da sind nur kranke Menschen, die mit sich selbst zu tun haben.


    Psychische Störungen haben etwas mit einer übersteigerten Sensibilität zu tun und wenn man sich dessen bewusst wird, es annimmt, dann kann man das zu seinem Vorteil nutzen.


    Allein die Tatsache, dass man eingeredet bekommt, man sei nicht normal und braucht deshalb Medikamente, ist grundfalsch. Die Medikamente sind eine Krücke, aber lösen nicht Dein spezielles Thema

    Der Weg der Selbstheilung ist ein langer Prozess. Bei mir hat er 30 Jahre gedauert und ich nehme vorbeugend immer noch 200 mg Amisulprid.


    Wenn ich unter Stress gerate, dann merke ich das an einer gewissen Fahrigkeit. Ich bin überaus strukturiert, das versuchen auch die Kliniken mit ihren Therapien zu bezwecken, Struktur und Achtsamkeit sind die Grundlage um Gesund zu sein. Wenn ich merke, ich verliere meine Struktur, dann fahre ich meine Medikamente auf 400 mg hoch und wenn ich merke, ich bin wieder stabil, dann gehe ich wieder auf 200 runter. Das passiert aber nur in außergewöhnlich Stresssituationen.


    Versuche Dir auf YouTube einmal Vorträge oder Beiträge zu dem Thema Achtsamkeit anzusehen.

    Wenn man arbeitslos wird, dann ist das nicht nur, dass man weniger Geld hat. Es ist sicherlich beklemmend, aber vor allem ist man aus der Gemeinschaft raus. Man hatte Kollegen, mit denen man sich gut verstanden hat und fühlte sich als Teil einer Gemeinschaft. Da psychisch kranke Menschen die sensibilitätsregler höher gedreht haben, als vermeintlich normale Menschen, ist es auf der einen Seite schön, dass man zu einer Gemeinschaft gehört und auf der anderen Seite aber auch stressig aufgrund der vielen Einflüsse, die man erfährt. Das kann auch in die Krankheit führen. In der Arbeitslosigkeit meldet sich plötzlich keiner mehr und man ist allein mit sich und seinen Gedanken. Totale Entschleunigung und das muss nicht zwingend schlecht sein

    Du kannst den Admin fragen, er hat meine Mail Adresse. Wir können uns gerne auf dem Weg der Mails schreiben.


    Sich liebevoll zurückziehen, bedingt, das man mit sich selbst im reinen ist. Wenn man von einem geliebten Menschen zurückgewiesen wird, dann kompensieren sich die Selbstzweifel und man gibt sich selbst die Schuld. Das frisst einen auf.


    Du hast absolut nichts falsch gemacht, Du bist ein Mensch der intensive Liebe geben kann. Das ist selten. Wie gesagt, mache etwas für Dich selbst, irgendwas was Dir gut tut


    Du schaffst das

    Tja, das hatte ich fast befürchtet. Wichtig ist jetzt, was ich schon einmal gesagt habe.


    Ziehe Dich liebevoll und ohne Vorwürfe zurück.


    Das bedeutet nicht, dass das Ende ist !


    Es tritt das ein, was ich vermutet habe. Er ist ohnmächtig und wütend. Wut ist eine Aggression, die sich gegen den Betreffenden selbst wendet.


    In Kombination mit Hilflosigkeit merkt er, dass er keinem die Schuld geben kann und der Selbsthass richtet sich gegen die, die er liebt. Schon Paradox.


    Wenn Du jetzt überhaupt nicht reagierst, dann wäre das gut. In seinem Zustand kommt es schnell zu Streit und bei einem Streit versuchen Parteien zu gewinnen und verlieren beide dabei.


    Konzentriere Dich jetzt auf Dich und warte ab

    Ich glaube, eine Psychose ist nur ein Oberbegriff, so wie Krankenhaus. Es ist eine Diagnose, hat aber nichts mit der Ursache zu tun. Die Ursache liegt in einem selbst und die Medikamente stabilisieren, aber heilen nicht.

    Hallo zusammen,


    seit rund 15 Jahren nehme ich Amisulprid und komme mit 200 mg sehr gut klar. Keinerlei Beeinträchtigungen alles Top.


    Wenn ich über einen längeren Zeitraum in Stress gerate, dann fahre ich hoch und bin enorm belastbar, wenn mir dann allerdings auffällt, dass ich fahrig werde und meine glasklare Struktur verliere, dann reagiere ich sofort und gehe auf 400 mg hoch.


    Nach zwei Tagen normalisiert sich dann wieder alles und ich bin wieder Leistungsfähig und strukturiert.


    Man kennt sich selbst am besten und ich empfehle sich selbst zu reflektieren.


    Wenn ich dann lese - Admin Du weißt wen ich meine - das jemand immer wieder seine Medikamente absetzt und ruck zuck wieder krank wird, dann ist das einfach schade.

    Ich danke Dir, tatsächlich lebe ich 30 Jahre mit der Diagnose Psychose. Die Krankheit hat mich mein ganzes Leben begleitet und meine persönlichen Eigenschaften haben mich beruflich recht erfolgreich werden lassen. Ich habe hunderte von Mitarbeitern geführt, war und bin Vertriebsspezialist, habe nebenberuflich noch ein Ausbildung zum Management Coach gemacht.


    Ich bin beruflich nicht erfolgreich weil ich der Vorturner bin oder jemals war, ich erkenne sehr schnell die Fähigkeiten von Menschen und was sie gerne machen. Das fördere ich, als Vorgesetzter mache ich den Weg frei.


    Dieses Forum dient dazu sich auszutauschen und zu verstehen, das diese Fähigkeiten nicht zwangsläufig an den sozialen Rand führen muss und ja, sollte diese Gemeinschaft hier sich einmal treffen zu wollen, mit Angehörigen, dann komme ich gerne

    Aus meiner Sicht stellt sich die Frage nach Schuld nicht.


    Das sind quasi Gesetze der Natur, die durch den Filter der gesellschaftlichen Prägung laufen und die jeder einzelne von uns hat.


    Bei Menschen die psychisch erkranken, sind die Empfindungen, die ein jeder hat, um ein vielfaches verstärkt. Menschen die sich lieben, oder die in einer Verbindung stehen, spüren über alle Grenzen hinweg, was der andere fühlt.


    Was Du jetzt empfindest, Angst um Eure Beziehung, empfindet er verstärkt. Da er das spürt, auch ohne Kontakt, bekommt er ein schlechtes Gewissen und dieses Gefühl tut ihm nicht gut, deshalb meidet er den direkten Kontakt.


    Empfehlen würde ich Dir persönlich etwas für Dich zu tun und gute Schwingungen zu erzeugen, denn auch Kinder spüren den Kummer der Eltern. Spiel Mensch ärgere Dich nicht, geh schwimmen oder tue irgendeinem grundlos etwas Gutes. Achtung ich spreche nicht von Geld verschenken.


    Wenn Du Deinem Kindern eine Freude bereitest oder einem Fremden, wenn Du viel lachst, dann lädt das Deine Batterien auf und auch diese positive Energie, wird Dein Mann spüren.


    Du hast in erster Linie eine Selbstverantwortung und ein Recht darauf glücklich zu sein. Starke, sich selbst liebende Menschen ziehen andere Menschen an wie die Motten das Licht ?

    Hab Geduld, dieser Abstand ist auch gut für Dich um zu reflektieren. Krankheit hin oder her, wie ich gestern schon sagte - Männer neigen dazu, sich bei Problemen zurückzuziehen.


    Erst einmal mit sich selbst klar kommen. Schreib ihm doch kurz, dass Du an ihn denkst und gut ist.


    Liebevoller Rückzug auch zum Selbstschutz

    Kurz gesagt, ja. Die Psychose tritt nie plötzlich auf. Das ist ein schleichender Prozess.


    Der Auslöser der Psychose ist Angst und das Bedürfnis, das unvermeidliche zu bekämpfen. Je stärker er sich dagegen auflehnt umso mehr strömt auf ihn ein. Das Ergebnis ist wie eine Glühbirne die kurz vor dem Ende ist. Sie wird heller und heller, bis der wortwörtliche Faden durchbrennt.


    So, gehe jetzt ins Bett, denn Schlaf ist für unsereins sehr wichtig ?


    Also, Du machst schon das Richtige und gerne beantworte ich Deine Fragen mit meinen Erfahrungen


    Liebe Grüße auch an Deinen Mann

    Ich versuche mal etwas zu beschreiben, was man eigentlich nicht beschreiben kann.


    Nehmen wir mal das Beispiel mit der alten Frau.


    In der Psychose manifestieren sich Deine Gefühle in Bildern. Er fühlt quasi körperlich Deinen Schmerz und Dein Leid, das macht ihm - weil er Dich liebt und Du Macht über ihn hast - ein schlechtes Gewissen, auch wenn er ver-rückt ist, bleibt er der Mensch der er ist. Dieses schlechte Gewissen in Kombination mit dem Leid was er fühlt, projizieren Bilder, die er sieht und für real hält. In Deinem Falle manefestieren sich diese Bilder und in seiner Realität sieht er Dich als alte Frau, so wie Du Dich im Spiegel siehst.


    Jeder normale Mensch guckt in den Spiegel und sagt, man, sehe ich Scheiße aus. Wäscht sich, schminkt sich und weiter geht’s.


    Der Kranke sieht in den Spiegel und das was er fühlt, sieht er leibhaftig so als wenn Du in den Spiegel siehst. Das macht Angst oder beflügelt, je nach Gefühlslage

    Danke für Deine Offenheit. Psychische Erfahrungen insbesondere in der akuten Phase vergisst man nicht.


    Wenn er Dir das nicht gesagt hat, dann um Dich nicht zu beunruhigen. Er hat geflunkert.


    Diese Verrückte Erfahrung ist derart einzigartig, das kann man nicht beschreiben, denn sie ist beglückend und beängstigend zugleich.


    Als Ver-rückter hast Du eine andere Wahrnehmung. No Limits. Alles fällt von Dir ab, Du hast keine Angst, Du bist glücklich und unbesiegbar. Dein Verhalten in dieser Zeit ist für vermeintlich normale Menschen beängstigend.


    Wenn Dich die Medikamente auf den Boden der Tatsachen zurückholen, dann verfällst Du in tiefste Depression. Du verstehst nicht was Du da erfahren hast und erinnerst Dich noch an jedes Gefühl, dass Du in der Psychose hattest.


    Eigentlich ein Weg zu sich selbst