Könnt ihr euch das vorstellen?

  • Ich habe jetzt seit über 8 Jahren nicht mehr gelacht. Ich frage mich jetzt: könnt ihr da mitfühlen? Ich denke, mal ne zeit lang nicht zu lachen, kennt jeder. Wenn es aber wirklich jahrelang anhält, kann man es sich doch wirklich kaum noch vorstellen, oder?

  • Niggo

    ist das jetzt dein völliger ernst oder verarschst du uns?

    Wenn dem so wäre, dann solltest du etwas an deinen Medikamenten ändern, dann kannst du bestimmt auch wieder lachen.

    Vieles hängt eben von der individuellen Medikamenteeinstellung und Lebenssituation ab, manchmal braucht man da auch einen kleinen Arschtritt um da etwas an seinem Leben zu verändern, dann ergibt sich das mit dem lächeln und dem größeren Glück langsam von alleine.

    Ganz ehrlich ist das für mich unvorstellbar, das du behauptest das du nix lachst. Ich glaube eher das du dich hier über Kranke lustig machst und das ist eben kein Humor sondern eher unterirdisch und assozial, wenn du so etwas nötig hast. Vermutlich aber täusche ich mich.

    Erzähl lieber mal welche Tabletten du so einnimmst und warum du glaubst nimmer lachen zu können oder was in deinen Leben genau schief läuft.
    Wenn man sich mit Menschen umgibt, dann kommt etwas Humor und Lachen finde ich von allein, auch wenn einen da vielleicht anfangs Andere zum lachen bringen, wenn man selbst weniger in Stimmung ist. Oder einfach mal eine Komödie wie Scarry Movie 1-3 anschauen, der 4er geht auch noch. So kann man sich auch aufmuntern wenn man sonnst eben traurig wäre.

    An deiner individuellen Lebenssituation lässt sich vieles ändern, indem du wie hier vorgegeben etwa die Medikamente umstellst und die Empfehlung folgst. Das Aripiprazol beispielsweise hilft auch so etwas offener und lustiger zu sein. Damals als ich noch Risperdal hatte war ich auch wesentlich verschlossener und habe glaube ich auch weniger gelacht. Selbst Aripiprazol ist kein Wundermittel, aber man kann eben da einiges Anpassen so das die Hirnchemie wieder im Gleichgewicht ist und man auch mehr Freude empfindet ohne das man deswegen aufgepusht ist oder ein falsches Lächeln aufsetzt.
    An sich finde ich richtige Depressionen diesbezüglich auch wesentlich schlimmer als eine Psychose. Bei einer Psychose stabilisieren die Neuroleptika meistens auch die Stimmung so das zumindest keine schweren depressiven Verstimmungen auftreten. Aripiprazol wird übrigens in den USA auch offlabel oder so als Antidepressivum eingesetzt. Gerade in den kleineren Dosierungen um die 5mg kann man wenig falsch machen. Damit könntest du also auch auf andere Neuroleptika, die häufig mehr einengen verzichten und dir ständen auch die anderen Möglichkeiten dieser Empfehlung von mir offen, was dann auch auf längerer Sicht deine Stimmung verbessert und ein recht normales Leben möglich macht.
    Den Willen etwas zu Ändern musst du aber von dir aus entwickeln, das nimmt dir keiner ab, das du dich bemühst und Eigenverantwortung übernimmst.

  • Also ich glaube schon, dass das möglich ist 8 Jahre nicht zu lachen, weil ich auch eine Phase hatte in der das irgendwie überhaupt nicht möglich war. Aber da stellt sich mir auch die Frage, ob man da die Neuroleptika nicht reduzieren kann oder so, oder zumindest was an den Medikamenten verändern. Ich glaube manche Psychiater verwechseln die Nebenwirkungen der Medikamente auch mit den Symptomen Grunderkrankung. Ich kann mir kaum vorstellen, dass 8 Jahre keinerlei Besserung oder Veränderung des Zustandes passiert, das muss doch irgendwie mit den Medikamenten zusammenhängen. Wie hältst du das aus?

  • Hallo Niggo!


    Meinst du, daß du emotional schon so lange nicht mehr schwingen kannst und spürst, daß etwas lustig ist oder dir Freude macht?

    Ich selbst hatte ja nie mit Depressionen zu kämpfen. Ich weiß daher nicht, ob das daher kommen könnte.

    Daß Medikamente abstumpfen können, das weiß ich und daß Freude und Lachen sich wie aufgesetzt anfühlen würde,

    wo die Emotionen dafür aber wie weggesperrt sind, was einen wiederum niederdrückt.


    Vielleicht kannst du mal schreiben, wie du das genau meinst?


    Alles Liebe dir und Gottes Segen,

    Seren

  • Hallo Niggo !


    Im Moment habe ich nicht so viele Ideen dazu:

    Meinst du, es hat mit deiner Grunderkrankung zu tun?

    Oder deiner Lebenssituation: Unzufriedenheit mit dem Leben, Ziellosigkeit, Enttäuschungen usw.?

    Oder auch Überladung von Erfahrungen, die erst mal verarbeitet werden müssen? Trauma?

    Vielleicht sind deine Emotionen derzeit runtergefahren, weil sonst viel zu viel hochkommen würde?

    Es gibt ja so einen Selbstschutzmechanismus in der Psyche.

    Es kann ja so vieles sein. Und ich kenne deine Lebensumstände nicht.


    Ich war ja ca. 10 Jahre in mehr oder weniger intensiven psychotischen Zuständen

    mit Stimmenhören, kräfteraubenden inneren Erfahrungen

    und hab da Sachen erlebt, die mir auch keiner glauben würde.

    Insofern weiß ich: Es gibt nichts, was es nicht gibt.

    Auch wenn ich diese Art von Traurigkeit/Freudlosigkeit noch nicht erlebt habe, wie du sie schilderst.


    Der einzige, der mir da helfen konnte, war Jesus Christus.

    Aber das weißt du wahrscheinlich schon.

  • Servus Niggo !

    8 Jahre überhaupt kein einiziges Mal gelacht, das ist schon echt unglaublich.....Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es möglich ist sein Lachen zu verlieren. Vor allem auch mit der falschen Medikation. Darin ist aber nicht nur die Medikation Schuld, sondern auch deine Umstände. Also wie manche hier sagen, dass es am psychischen Leiden liegt. Wie sieht denn so deine Freizeit aus ? Was ich empfehlen kann ist ab und zu mal einen Spaziergang im Wald oder auf den Feldern zu machen. Vor allem jetzt wo der Herbst anfängt kann das sehr angenehm sein.

  • Hey Niggo ich hatte ja schonmal empfohlen, dass du eine Uniklinik versuchst. Deine Symptomatik ist meiner Meinung nach ein sehr krasser Fall und dir sollten Professoren und Forscher helfen..


    Aber du hattest auch schonmal erklärt, dass du bereits sehr gut medizinisch betreut bist.


    Es tut mir echt nur leid, was du alles durchmachen musst.