Bekämpfung von Negativsymptomen

  • Hallo,


    Nachdem ich bei einer diagnostizierten schizoaffektiven Störung das erste halbe Jahr manisch war und viele psychotische Gedanken hatte, bin ich mittlerweile bei den Negativsymptomen der affektiven Störung angelangt und die psychotischen Gedanken sind verschwunden. Hauptsächlich leide ich an Interesselosigkeit und habe deshalb immer wieder sehr quälende Langeweile. Grundsätzlich habe ich zwar einen guten inneren Antrieb, der mir aber leider nichts nützt, weil jeder Versuch sich zu beschäftigen an der Interesselosigkeit scheitert. Mir ist quasi als würde ich gerne etwas tun aber mir fehlen wegen der Interesselosigkeit jegliche Optionen etwas zu tun an dem ich auch Interesse hätte. Ich habe, um mich aus meiner Langeweile zu befreien, mal auf Wikipedia den Begriff Langeweile nachgeschaut und dort folgendes gefunden:


    Zitat von Wikipedia

    Elisabeth Prammer definiert in ihrer soziologischen Analyse mehrerer Biographien, zur Untersuchung des Boreout-Syndroms, Langweile als ein Ergebnis von Zeitverknappung: unter den verschiedenen Möglichkeiten, die Zeit zu nutzen, kann die gewünschte nicht gewählt werden, weil der betreffende Mensch aus einem bestimmten Grund daran gehindert ist, frei zu wählen. Wenn dies begleitet wird von der Abwesenheit von Neugier, Interesse und Kreativität, gleiche der Zustand einer Erschöpfungsdepression, die von schneller Erschöpfung und Gefühlen der Ohnmacht begleitet wird. Existenzielle Langeweile gehe in den Lebenssinn über, während gewöhnliche Langeweile bedeute, im Augenblick nicht ausgelastet zu sein. Der Gegensatz zur Langeweile sei der Flow-Zustand, bei dem ein Mensch sein Tun nicht in Bezug zur Zeit setzt, sondern ganz darin aufgeht.


    Zum Problem wird Langweile nach Prammer, weil sie abgewertet wird und der moderne Mensch unter dem Druck steht, seine Zeit sinnvoll nutzen zu müssen. Aktivität an sich verhindert Langweile nicht auf jeden Fall. Denn wer kein Interesse an seiner Tätigkeit habe, langweile sich bei ihr, so Prammer. Routine führt dann nicht zu Langweile, wenn sie Sicherheit vermittelt und zur Ausführung der Tätigkeit notwendig ist – solange sie nicht davon abhält, Neues zu entdecken und zu erleben. Im Arbeitsleben ist Langeweile besonders problematisch, wenn sie mit dem Verlust des Gefühls für den Sinn der eigenen Tätigkeit einhergeht, weil diese vielleicht nur aufgrund einer extrinsischen Motivation (bzw. eines ökonomischen Zwangs) ausgeübt wird.


    Wie man also sieht, bringt der Versuch nichts, die Langeweile einfach durch eine Tätigkeit zu vertreiben, an der man kein Interesse hat. Deshalb habe ich mir Gedanken gemacht wie es allgemein zu Interesse kommt und bin der Meinung, dass Interesse hauptsächlich durch Motivation zustande kommt und, dass Motivation hauptsächlich durch, positive und negative innere oder äußere Reize ihre Begründung findet.

    Aus diesem Grund habe ich mir einmal die Vorteile des Themas aufgeschrieben, für das ich noch am ehesten Interesse habe. Das Ganze habe ich mir dann von meinem Computer vorlesen lassen und am ersten Tag hat diese Vergegenwärtigung der Vorteile mir auch wirklich geholfen, in dieser Richtung wieder aktiv zu werden. Jetzt am zweiten Tag lasse ich es noch im Hintergrund mit Entspannungsmusik laufen und habe das Gefühl, dass sich dadurch meine Negativsymptome etwas bessern. Ich bin aber noch weit davon entfernt wirklich motiviert zu sein, echtes Interesse oder sogar Begeisterung zu empfinden, was für mich in meiner manischen Phase eine normale Alltäglichkeit war.


    Deshalb wollte ich einmal hier im Forum nachfragen, was Ihr macht, wenn ihr Negativsymptome habt bzw. wenn Ihr an Interesselosigkeit leidet. Wie kommt ihr aus dem Tief wieder heraus, sodass ihr wieder neuen Lebensmut und neue Lebensfreude empfindet?

  • Ich muss dazu sagen, dass ich bereits einige unterschiedliche Antidepressiva eingenommen habe und bis auf einmal keines davon eine Auswirkung auf meine Negativsymptomatik hatte. Ich bin also mehr auf der Suche nach Ideen, was man Abseits von Tabletten und Medikamenten machen kann um wieder etwas Lebensfreude und Interesse in das eigene Leben zu bringen.

  • Wichtig ist erst einmal, nicht mit der manischen Phase zu vergleichen. Ich hatte auch eine manische Phase, in der ich vor Begeisterung und Lebensfreude geradezu übergesprudelt bin, vor meiner ersten Psychose und ich weiß, dass es sehr schwer ist, das nicht zurückzuwollen. Ich helfe mir damit, indem ich mir vor Augen führe, dass das kein Normalzustand war und er auch Nachteile für mich hatte (ich habe zum Beispiel in meiner Manie sehr viel Geld ausgegeben für Dinge, wo ich jetzt sagen würde, ich hätte sie nicht unbedingt gebraucht).


    Ich musste danach erst mal wieder lernen, dass ein "normaler" Affekt nicht bedeutet, sofort von etwas begeistert zu sein, wenn man mit einer Sache beginnt. Begeisterung baut sich auf, deswegen ist es wichtig, bei einer Sache dabei zu bleiben und sich Zeit zu geben und die Gedanken immer wieder auf die Sache zu lenken und weg von grüblerischen Gedanken wie "habe ich gerade Negativsymptome" oder "wäre ich früher begeisterter dafür gewesen". Ich weiß, dass das sehr schwer ist.


    Mir hat Meditation geholfen, wo es darum ging, das Glück in kleinen Dingen zu finden und so auch Momente, in denen ich glücklich bin oder Spaß habe intensiver wahrzunehmen. Ich knabbere immer noch daran, nicht immer mit früher zu vergleichen und Dingen eine Chance zu geben bevor sie mich begeistern sollen, allgemein würde ich aber sagen ich habe das Gröbste an Depression / Negativsymptomen überstanden und mein Problem ist einzig dieses Grübeln, was mir oft Dinge ein bisschen kaputt macht, weil ich eben in mich gekehrt bin und mich nicht auf das konzentriere was ich mache und so auch kein Interesse / Begeisterung entstehen kann.


    Was ich in der Meditation auch gelernt habe, ist diesen grüblerischen Gedanken ein Etikett zu geben und sie dann gehen zu lassen. Dadurch merkt man, dass die Gedanken meist in der Vergangenheit oder in der Zukunft sind und selten im Moment. Es hilft also, sich darauf zu konzentrieren wieder im Moment anzukommen.


    Dabei haben mir auch Malbücher für Erwachsene geholfen, ich weiß nicht, ob das was für dich wäre. Ansonsten sind kreative Hobbies immer gut, um Gefühle wachzurütteln, mir macht kreatives Schreiben sehr viel Spaß.


    Was ich sonst noch aus der Therapie zu diesem Thema mitgenommen habe, ist dass man verständnisvoll sein sollte mit dem Teil von einem, der erst mal eine Weile braucht, um sich von der Psychose zu erholen. Da ist es ganz normal, dass Gefühle wie Begeisterung noch nicht wieder so intensiv sein können, weil die Lebensumstände anders sind. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich denke noch oft an meine Psychosen und das zieht meine Grundstimmung automatisch ein wenig runter. Auch fand ich es hilfreich, diese leichte Abflachung der Begeisterungsfähigkeit und der Gefühle als Schutzmechanismus zu betrachten und weniger als Verlust. Dein Hirn sorgt sozusagen dafür, dass du nicht wieder mit Reizen überflutet wirst, die dazu führen könnten, dass du in eine erneute Psychose abrutschst.


    Teilweise machen das ja auch die Medikamente, diese leichte Dämpfung von allem ist ja gewollt durch die Neuroleptika. Ich habe Gott sei Dank ein Medikament gefunden, bei dem ich mich nicht mehr stark sediert sondern nur noch leicht abgeflacht fühle (Reagila), solltest du dich durch dein Medikament sehr stark abgeflacht fühlen, lohnt es sich auf jeden Fall, noch mal mit deinem Psychiater zu sprechen.


    Man kann aber auf jeden Fall mit Therapie und Mindfulness, also Meditation und das Konzentrieren auf den Moment viel erreichen.

  • Was maxi schreibt empfinde ich auch so. Grade nach einer Psychose war ich auf lange Zeiten völlig antriebslos und interessenlos. Diese Zeit hat einfach auch so viel Kraft gekostet. Und es braucht so viel Kraft alles zu verarbeiten und zu integrieren. Grade diese Enttäuschung war bei mir immer groß. In meinen Wahnvorstellung gab es immer etwas besonderes. Entweder ich war besonders oder die Welt hatte einen besonderen Sinn. Zu akzeptieren, dass dem nicht so ist und ich einfach nur ein normaler Typ bin, der sogar verhältnismäßig wenig in seinem Leben erreicht hat, tut richtig weh und kann eine Zeit brauchen, um diese Enttäuschung zu verarbeiten.


    Auch hatte ich auch Tabletten, die mich arg fertig gemacht und gelähmt haben. Auf einigen saß ich nur noch hohl da und habe Löcher in die Luft gestarrt.


    Allgemein fällt es mir auch immernoch schwer großartiges Interesse oder Freude an Dingen zu empfinden. Ich bin grade erst durch dich darauf gekommen, dass dies auch Negativsymptomatik sein könnte. Ich hatte eher an Depressionen gedacht.


    Aber was ich bei dir sehe. Du scheinst ja Lust zu haben an deiner Krankheit zu arbeiten. Und hast ja offensichtlich Interesse an deiner Interessenlosigkeit. Das ist doch eine gute Sache und eine die du nutzen kannst. Es schadet wirklich nicht den ganzen Tag an sich zu arbeiten. Und besonders lohnen sich erste gute Schritte in die richtige Richtung. Wenn man es mal geschafft hat die Zähne zu putzen oder sogar einen Spaziergang zu machen, dann darf man auch richtig stolz auf sich selbst sein und sich belohnen. Bspw indem man dann mal ein Essen bestellt oder einen guten Wein trinkt. Was auch immer du gerne magst. Vielleicht lernt das Hirn dann auch wieder, dass kleine Dinge belohnt werden.

  • Hallo Ihr zwei :smiling_face:


    Erst einmal danke für das nette Feedback. Es tut gut zu wissen, dass man mit diesen Dingen nicht alleine ist. Ich habe mir übers Wochenende einen kleinen Urlaub bei meiner Mutter genehmigt, wo ich auch in einem besseren Umfeld bin und einmal von meinen Alltagsproblemen abschalten kann.


    Ich wünsch euch alles Gute und melde mich wieder, wenn ich zu Hause bin :smiling_face:

  • Ich weiss nicht, ob du schon soweit bist... aber nimm dir doch mal vor, eine gewisse Strecke in deinem Dorf (zB. 7 Kilometer) in einer vorgegebenen Zeit zu joggen. Wenn du es schaffst, dann kannst du dich mit einem Eis, Sandwich oder sonst was belohnen.


    So gibst du dir selber ein Ziel und eine Aufgabe mit entsprechender Belohnung. Ist nur eine Idee von vielen.


    Generell sagt man, dass Ausdauersport bei Negativsympthomen sehr nützlich ist. Studien haben sogar herausgefunden, dass bei Ausdauersport das Gehirnvolumen wieder stark zunimmt.

  • Hallo nochmal :smiling_face:


    Danke für den Tipp mit dem Ausdauersport. Ich denke, damit muss ich allerdings noch ein wenig warten. Ich habe durch die Neuroleptika ziemlich an Gewicht zugelegt. Insgesamt 60 Kilo. Anfang des Jahres habe ich damit angefangen abzunehmen und habe jetzt schon 17 Kilo runter. Damit wiege ich im Moment 108 Kilo. Für mich ist das für Ausdauersport noch zu viel Gewicht. Ich habe mir aber vorgenommen, dass wenn ich genügend abgenommen habe, dass ich dann wieder joggen gehen will.


    Alles Liebe :smiling_face:

  • Dann meld dich doch im Fittnessstudio an. Durch die Muskeln die man da aufbaut verbrennt man das Fett auch noch besser.

    Aber sehr stark, dass du schon so viel abgenommen hast, weiter so. Viel Erfolg.

  • Hallo nochmal :smiling_face:


    Danke für den Tipp mit dem Ausdauersport. Ich denke, damit muss ich allerdings noch ein wenig warten. Ich habe durch die Neuroleptika ziemlich an Gewicht zugelegt. Insgesamt 60 Kilo. Anfang des Jahres habe ich damit angefangen abzunehmen und habe jetzt schon 17 Kilo runter. Damit wiege ich im Moment 108 Kilo. Für mich ist das für Ausdauersport noch zu viel Gewicht. Ich habe mir aber vorgenommen, dass wenn ich genügend abgenommen habe, dass ich dann wieder joggen gehen will.


    Alles Liebe :smiling_face:


    Man kann auch mit schnelleren, längeren Spatziregängen anfangen :smiling_face: Oder wie kuehnibert gesagt hat, mit Fitness und Kraftsport. Wichtig ist einfach, dass man sich nie hängen lässt. Es kann alles wieder besser werden.

  • Das sind alles gute Ideen mit dem Sport und dem Fitnessstudio. Im Moment schlaucht mich das abnehmen aber schon genug, da ich ein strenges Intervallfasten mache. Deshalb bleibt Sport für mich erst einmal außen vor.

  • Ich habe jetzt mittlerweile einen Weg gefunden mit den Negativsymptomen umzugehen. Im Grund genommen hat es jetzt eine Weile gedauert, aber zumindest im Moment bin ich wieder motiviert. Was ich mache, ist eigentlich einfach:


    1. Ich habe mir ein höheres Ziel ausgewählt, dass zu meinen Grundinteressen passt.

    2. Ich achte bei den Tätigkeiten, die zu diesem höheren Ziel führen, darauf, dass ich mich weder unter- noch überfordere.

  • Ich habe mal noch mal zum Thema Interesse gesucht und fand meine Annahme bestätigt, dass Interesse sich aus positiven Umweltreizen ergibt. Hier mal das Zitat der Webseite:


    Zitat von www.krank.de

    Es ist abhängig von Emotionen und Erfahrungen. Wird eine Wahrnehmung mit Emotionen (meist mit positiven) im Hirn verknüpft, wird sich das Interesse – also die Anteilnahme – an dieser Wahrnehmung und an den Reizen, die die Wahrnehmung ausmachen, steigern.


    Den Artikel findet man zum Nachlesen hier: https://krank.de/koerperprozesse/interesse/

  • Ich habe jetzt heute angefangen Spaziergänge zu machen und muss sagen, die Zeit an der frischen Luft und die körperliche Bewegung tun mir in jeder Hinsicht gut. Ich bin danach viel aufgeweckter und geistig aktiver. Allein schon, dass mein Kreislauf mal wieder gefordert wird, aber auch dass ich einmal wieder die Natur und ihre Wunder sehe, macht mich enorm glücklich.


    Ich muss zugeben, dass ich vorschnell über die Vorschläge mit dem Sport und der Bewegung hinweggegangen bin. Mittlerweile hat sich einiges geändert. Ich war seit dem 4. September nur in meiner Wohnung oder andernorts drinnen gesessen und merke jetzt, wie gut es mir tut, mich körperlich zu fordern und an die frische Luft zu kommen.


    Ich kann nur jedem der an Negativsymptomen leidet oder mit Depressionen zu kämpfen hat einen Spaziergang an der frischen Luft empfehlen. Ich weiß, dass es in solchen Phasen besonders schwer ist, sich aufzuraffen und man eigentlich nur im Bett bleiben will. Dennoch kann ich es euch wie gesagt nur ans Herz legen einen Spaziergang in der Natur zu machen. Glaubt mir, ihr werdet danach ein ganz anderer Mensch sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Bloodbray ()

  • Ich habe jetzt heute angefangen Spaziergänge zu machen und muss sagen, die Zeit an der frischen Luft und die körperliche Bewegung tun mir in jeder Hinsicht gut. Ich bin danach viel aufgeweckter und geistig aktiver. Allein schon, dass mein Kreislauf mal wieder gefordert wird, aber auch dass ich einmal wieder die Natur und ihre Wunder sehe, macht mich enorm glücklich.


    Ich muss zugeben, dass ich vorschnell über die Vorschläge mit dem Sport und der Bewegung hinweggegangen bin. Mittlerweile hat sich einiges geändert. Ich war seit dem 4. September nur in meiner Wohnung oder andernorts drinnen gesessen und merke jetzt, wie gut es mir tut, mich körperlich zu fordern und an die frische Luft zu kommen.


    Ich kann nur jedem der an Negativsymptomen leidet oder mit Depressionen zu kämpfen hat einen Spaziergang an der frischen Luft empfehlen. Ich weiß, dass es in solchen Phasen besonders schwer ist, sich aufzuraffen und man eigentlich nur im Bett bleiben will. Dennoch kann ich es euch wie gesagt nur ans Herz legen einen Spaziergang in der Natur zu machen. Glaubt mir, ihr werdet danach ein ganz anderer Mensch sein.

    Freut mich, dass es bei dir etwas vorwärts geht!


    Ich mache es zwar zurzeit nicht...aber wenn du die Motivation findest...Probiere es mal ab und zu mit Joggen. Das hellt deine Stimmung auch enorm auf, ist sehr gesund (Gerade bei Medikamenten, unter welchen man eher zunimmt) und verbessert nachweislich auch kognitive- sowie Negativsymptome.

  • Hallo, ich leide auch schon seit 18.07.2020 an der negativsymptomatik. Ich nehme momentan täglich 5mg abilfy ein. Diese innere leere ist schrecklich vorallen wenn sie einen schon so lange begleitet. Wenn einen von außen nichts mehr berührt. Selbst beim zwicken spüre ich mich nur sehr wenig abgeschwächt.. Die Gedanken sind auch leer und nur sehr schwach. Ich meditiere täglich 1 2 Stunden aber immer wieder enttäuscht zu werden das nichts passiert ist frustrierend. Ich lerne mich einfach anzunehmen und zu aktzeptieren. Ich glaube bei mir ist ein innerer Mechanismus der mich nie richtig ankommen lässt. Ich weiß auch kognitiv das ich aufhören darf zu kämpfen und sich einfach da reinfallen zu lassen und zu sagen: es ist ok. Aber man fühlt sich so einsam damit. Als wäre ich der einzige der dieses Leiden hätten obwohl ich weiß das es nicht so ist. Ich suche nach Liebe nach mir selbst nach Wärme aber ich finde sie nicht im außen sondern nur im innen doch mein inneres ist leer und kalt. Hat jemand Erfahrung wie lange sowas dauern kann? Habe alles immer auf das Medikament geschoben aber es ist nicht das Medikament weil es nur 5 mg sind...

  • Wann hattest du denn deine Psychose und wie lange ging sie?

    Hab alle möglichen Szenarien über die Länge von Negativsymptomen gelesen. Meistens bessert es sich nach ca. nen Jahr. Man darf nur niemals die Hoffnung verlieren.

    Was glaube ich auch sehr hilft ist es morgens beim Duschen die Temperatur am Ende auf die kälteste Stufe zu stellen. Das schockt einen richtig durch.

  • Ich habe auch das Gefühl, das ist bei jedem individuell. Von ein paar Wochen bis Monaten zu mehreren Jahren. Aber wie Kuehnibert sagt: Man darf niemals aufgeben. Man soll zwar akzeptieren, dass es jetzt nunmal so ist...dass die Psyche jetzt eine Pause braucht. Eine Psychose ist ein absoluter Ausnahmezustand für Gehirn und Körper. Da wird so einiges durcheinander gebracht.


    Wichtig ist trotzdem, dass man immer wieder probiert etwas Gefallen an iwas zu finden....wieder etwas Freude und Glück ins Leben zu bringen. Es ist logisch, dass das am Anfang noch sehr schwer ist...da ist vielleicht höchstens ein Spatziergang von 20min/Tag möglich. Und es kann auch einige Rückschläge geben. Aber ist ist eindeutig möglich, etwas an seiner Situation zu verbessern.