Seid ihr auch so viel am schlafen?

  • Ich kann wieder nur das doofe schreiben: als meine erste psychose 3 monate her war, habe ich täglich ca 22 stunden geschlafen und war die 2 wachen stunden nur im bett und wurde schnell gefüttert. Das hat monatelang angehalten.


    Heute kann ich mich sehr viel schneller erholen.

  • Okay.


    Ich frage deswegen, weil ich Zeldox schon mal bekam und auch ziemlich müde war. Aber da waren es nur 2 Stunden in der Mittagszeit, in denen ich müde war.


    Jetzt ist es so, dass ich für 6-7 Stunden tagsüber müde bin. Vom Xeplion kann das wahrscheinlich nicht kommen, weil ich nicht müde war, als ich es als einziges Medikament bekommen habe.


    Oder kommt das von Lyrica, das ich auch noch nehme?


    Ich glaube, es ist eher die Krankheit.

  • Ja, ich schlafe auch sehr viel.

    Betreuer und Therapeuten wollen mich wieder hinkriegen, aber so einfach geht das leider nicht.

    Wo ich noch einen 'vernünftigen' Rhytmus hatte, habe ich auch sehr viel geschlafen.

    Damals mindestens 10-11 Std, heute noch mehr.


    VG

  • ich schlafe auch sehr viel und gerne. Hatte jetzt zwei Wochen Urlaub und auch immer so bis 14-15 Uhr geschlafen, also immer ca 12 Stunden.
    Bei zu viel Schlaf sagt man ja auch, es soll nicht gesund sein, dafür habe ich aber mal gehört, dass das Gehirn beim Schlafen sehr gut regenerieren kann, weshalb ich persönlich ein absoluter Befürworter für viel Schlaf bin! Vom Rhythmus ist es aber sicher förderlicher etwas früher ins Bett zu gehen und vor dem zu Bett gehen immer Wasser trinken, das ist immer gut.

  • Wenn ich zu viel schlafe, merke ich das in meinem Schädel direkt nach dem Aufwachen.

    In meinem Fall hat die Schizophrenie einen erhöhten Schlafbedarf ausgelöst, so das ich auch nach 15 Stunden schlafen nie das Gefühl habe, Mensch du hast zu viel gepennt, der Schädel tut weh.

    Aber ich würde mir auch weniger Schlaf wünschen, den wenn man ehrlich ist: so viel schlafen, da verpasst man doch das Leben. Man will doch noch was vom Leben haben, was unternehmen, Bekannte treffen usw. Wenn man das alles 'verschläft'.... :fearful_face:

    Also mit anderen Worten, ich persönlich würde auch gerne wieder weniger Schlaf brauchen, aber wenn ich nur 7-8 Stunden schlafe, bin ich noch mitten in der Tiefschlafphase, so fühlt es sich zumindest an. Und dann auch noch der gehemmte Antrieb.

    NEIN.... :unamused_face: :frowning_face:

  • Ich habe mal gehört, das man eigentlich dann schlafen gehen soll, wenn die Sonne untergeht, und dann am Morgen dann aufsteht, wenn sie wieder aufgeht....

    Aber ob das stimmt.... :thinking_face:

  • Ich habe mal gehört, das man eigentlich dann schlafen gehen soll, wenn die Sonne untergeht, und dann am Morgen dann aufsteht, wenn sie wieder aufgeht....

    Aber ob das stimmt.... :thinking_face:

    ich glaube auch, dass da was dran ist.. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    15 Stunden schlafen ist aber echt krass! Schläfst du auch mehrere Tage hintereinander so viel und bist dann nur 9-10 Stunden wach ? Kann ich mir voll schwer vorstellen. Und wie lange ist das jetzt schon bei dir so, dass du so viel Schlaf brauchst?

    Ich glaube gegen den Schädel hilft auch während dem Schlaf Wasser trinken. Damit immer genug Sauerstoff im Kreislauf und auch im Kopf ist. Das ist wirklich sehr wichtig...

    Ansonsten ja, schläfst du die 15 Stunden komplett durch oder ist es die letzten Stunden schon so, dass du dich oft im Bett drehst, weil du eigentlich aufstehen könntest? Bei mir ist das nämlich oft so. :face_with_rolling_eyes:

  • Hi,


    ich schlafe die meiste Zeit durch, träume schlecht, aber ich schlafe durch.

    Dazu das Ganze auch mehrere Tage hintereinander.

    Ist echt anstrengend, wenn man überlegt, was man in der Zeit alles machen könnte.... :unamused_face:

  • Hi,

    ok das habe ich bisher noch nicht gehört, dass jemand so viel schläft. Der Körper holt sich aber so viel Schlaf wie er braucht, habe ich eben gelesen. Also wird das schon einen guten Zweck erfüllen. Und immerhin besser als zu wenig Schlaf. :sleeping_face:
    Reg dich aber trotzdem nicht darüber auf, wenn es schon so ist. Falls es aber mehrere Monate am Stück so geht, dann kann man nochmal darüber nachdenken...

  • Jaa, darüber würde ich mir keine Gedanken machen. Wo lebst du momentan ? Wegen den Betreuern und Therapeuten. Stelle mir deren Hilflosigkeit wegen deinem Schlaf irgendwie lustig vor.

  • Ich glaube das genügend Schlaf ähnlich wichtig wie die Medikamente bei einer Psychose sind.
    Im Schlaf werden glaube ich auch die Erlebnisse welche man über den Tag hatte eingeordnet.

    Jetzt ist es so, dass ich für 6-7 Stunden tagsüber müde bin. Vom Xeplion kann das wahrscheinlich nicht kommen, weil ich nicht müde war, als ich es als einziges Medikament bekommen habe.

    einpsychotiker
    Ich hatte das früher unter Risperdal und später Xeplion auch etwas mit der Schläfrigkeit. Ich finde diese Medikamente relativ heftig, von daher bin ich auch kein so großer Fan davon.
    Lyrika kenne ich zu wenig und könnte natürlich da auch reinspielen. Wofür nimmst du das Lyrika ein? Vielleicht hättest du die Möglichkeit es vorübergehend abzusetzen und dann zu schauen ob das mit der Müdigkeit besser wird.
    Aufs Neuroleptikum(wie das Xeplion) kann man meistens kaum verzichten, aber im Idealfall machen diese nur leicht müde.
    Welche Dosis Xeplion hast du? Früher als ich vor einigen Jahren in der Tagesklinik war und Xeplion bekommen habe, bin ich da zum Beispiel mal im Zug eingeschlafen. Das hängt schon damit zusammen. Wenn das bei dir erst 3 Wochen her ist, dann hast du vermutlich noch eine viel zu hohe Dosis, was da sicher mit reinspielt. Das Minimum liegt da etwa bei 50mg (Monatsspritze), 25mg gibt es zwar, aber wird anscheinend weniger häufig verordnet. Ich hatte zu Klinikzeiten auch so 100mg und wollte das auch immer schnell wieder reduziert haben.


    Vom Zeldox habe ich auch gehört, das solche Müdigkeitssymptome auftreten.

    Wenn du die Möglichkeit hast, dann würde ich dich zum Aripiprazol raten. Aripiprazol kann den Schlaf deutlich verbessern, morgens damit aufzustehen fällt wirklich sehr leicht. Ich hab da manchmal am späten Nachmittags noch ein paar Stunden geschlafen.
    Es macht zwar auch etwas müde, aber ich denke das muss man eben wirklich erst ausprobieren damit man diese Unterschiede merkt und wo eben die Vor- und Nachteile der Neuroleptika sind, welche ja im Grunde von der Funktion her alles Antipsychotika sind.
    Aripiprazol wird als Medikament der 3. Generation gesehen, also unterscheidet sich von den anderen Atypischen der 2. Generation schon erkennbar, von daher würde ich dir das empfehlen. Es gibt sonnst Seroquel, Olanzapion und Amisulprid von den bekannteren Atypischen, aber die sind von der Wirkung oder vom Nebenwirkungsspektrum näher am Risperdal oder Xeplion dran. Xeplion hat zwar einen "neuen" Wirkstoff (Paliperidon), das ist aber anscheinend nur ein Abbauprodukt des Risperidons, also im Grunde sehr ähnlich. Gibt ja auch Citalopram und Es-citalopram wobei die Neueren meist mit besserer Verträglichkeit beworben werden(wers glaubt).

    Von den Fragen nochmal Zusammengefasst:
    Wofür nimmst du das Lyrika ein, kennst du den genauen Grund oder liegen vielleicht Kopfschmerzen oder Epilepsie vor? Vielleicht kannst du das ja in Absprache mit deinem Arzt vorübergehend absetzen um zumindest zu sehen ob die Müdigkeit von daher oder vom Xeplion kommt.
    Welche Dosis Xeplion bekommst du gerade? Auch da eben schauen das du zumindest auf 50mg runterkommst, das kann sich auch positiv auswirken.
    Angenommen du würdest dein Neuroleptikum (Xeplion) ganz weglassen, dann wäre das vielleicht die ersten Wochen besser, aber später tritt wegen der Psychose eben auch vermehrt Schlaf auf, welcher dann in der späteren Akutphase eher in Schlaflosigkeit gipfelt. Also es hängt schon auch sehr arg mti der Erkrankung zusammen und gibt da auch keine klaren Antworten.
    Beispielsweise beim Aripiprazol kann es sein das man mit 5mg (kleine Dosis) normal schläft und sich bei höheren Dosierungen eher sogar noch verkürzt. Also Aripiprazol wäre wohl auch als Schlafmittel gut geignet, wenn es kein Neuroleptikum wäre, das würde ich dir zumindest empfehlen statt dem Xeplion(und Lyrica)

    Wenn du später auf das Aripiprazol umsteigen solltest, dann stehen dir auch weitere Möglichkeiten wie zusätzlich Bupropion offen, was ein SNDRI Antidepressivum ist und morgens eingenommen die Wachheit und konzentration deutlich verbessern kann, was dann aber auch mit der gesamteinnahme zusammenhängt, wie gut das Bupropion wirkt. Ist bisschen vergleichbar mit Kaffee oder Sport von der Wirkung (finde ich).
    Hier im Forum findest du dazu ja genügend Informationen, wie sich das zusammen einnehemen lässt und worauf man achten sollte:
    Medikamente-Empfehlung für Psychose

  • @ Admin:


    Lyrika nehme ich deswegen ein, weil ich Missempfindungen und Schmerzen hatte. Hilft aber dagegen eigentlich gar nicht, aber zumindest gegen meine Depression hilft es.


    Xeplion nehme ich in der Dosierung von 100 mg.


    Aripiprazol habe ich nicht vertragen. Da habe ich mich gefühlt wie ein Roboter. Ich habe dann tatsächlich weniger geschlafen, aber viel zu wenig. Außerdem hat es meine Nackenmuskulatur dermaßen verspannt, dass ich nicht in der Lage war, etwas am Tag zu machen.


    Bupropion will ich nicht nehmen, das ist ein Amphetamin! Also eine Psychodroge. Davon wird man irgendwann mal wie ein Roboter ohne Gefühle.

  • Ich glaube nicht, dass man unter Bupropion wie ein Roboter ohne Gefühle wird. Ich denke eher das Gegenteil: die Gefühle kommen zurück! Bupropion mag zwar ähnlich wirken wie Amphetamine. Es ist aber von den Inhaltsstoffen her kontrolliert und nicht zu vergleichen mit den Partydrogen, die irgendwo in Tschechien hergestellt werden.

  • @ Niggo:


    Also ich hab gelesen, dass wenn man Amphetamine über einen längeren Zeitraum einnimmt, dass dann die Gefühle verschwinden. Man bekommt einen ausdrucksloses Gesicht und man hat kaum Emotionen mehr, wenn diese Mittel aufhören zu wirken. Aber vielleicht ist das nur bei Partydrogen so, ich weiß es nicht.


    Auf jeden Fall meide ich jede Form von Aufputschmitteln. Laut "Optimale Ernährung für die Psyche" von Patrick Halford machen Aufputschmittel dumm.


    Außerdem brauche ich diese Mittel nicht, ich hab keine Depression.

  • Dass man die Wochen bezw. die Monaten nach der Psychose sehr erschöpft ist, ist doch auch ganz normal. Eine solche psychische Krankheit ist für das Gehirn ein richtiger Ausnahmezustand. Zusätzlich kann es auch von den Medikamenten kommen.


    Wenn es die nächsten Wochen und Monate auch weiterhin so bleibt, würde ich mir mal überlegen, die Medis zu wechseln bezw. die Sachlage mit deinem Arzt zu besprechen.