Psychiaterin gibt mir keine neuen Termine trotz Rückfall. Was tun?

  • Hallo liebes Forum.


    In letzter Zeit hat sich die Beziehung zu mir und meine Psychiaterin verschlechtert. In der Tat bin ich zu manchen Terminen und zur Blutentnahme nicht gekommen und habe mich auch nicht abgemeldet. Ich bin in der letzten Zeit nicht mehr pünktlich und melde mich nicht ab und ich denke dass ich aufgrund von einer Depression eher lange schlafe und Termine einfach nicht mehr peile.


    Ich versuch sie jetzt aber seit einer Woche zu erreichen aber sie hat mich auf dem Kieker und gibt mir keine neuen Termine mehr.

    Was kann ich tun und mich verteidigen wenn eine Psychiaterin mir in einer akuten Psychose, wo ich einen Streit und eine Grippe von mehr als zwei Wochen habe, mich nicht therapieren will und mich in dieser Arzt-Patienten Beziehung auch noch mobbt und mir einfach keinen Termin geben will. Wende ich mich an die Arztleitung oder einem Anwalt?


    Was meint ihr dazu? Ich kann mir vorstellen dass sie verärgert ist, dass ich mich nicht abmelde oder zu spät komme. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass psychisch kranke generell stets pünktlich und ordentlich sind alles zu schaffen.


    Das ist bullshit. So darf Sie als Arzt nicht handeln. Ich hab sie nicht beleidigt und verletzt aber mir in einer akuten Situation nicht zu helfen, ist für mich schädlich. Für sie ist es nur ein zu später Patient oder einer der sich nicht abmeldet... Das ist gefährlich...


    LG

  • Termine sind dafür da, dass beide Parteien einen festgelegten Tag um eine festgelegte Uhrzeit etwas erledigen. Wenn Du diese vorgeschlagenen Termine bisher nicht wahrgenommen hast, ist es verständlich wenn sie Dir keine Termine mehr gibt. Du kannst aber zu den normalen Sprechzeiten vorbeikommen und eventuell auch eine längere Wartezeit in Kauf nehmen. Wenn die Ärztin Dich dann ablehnt, kannst Du von Deinem Recht Gebrauch machen. In Deinem Fall würde ich das mal versuchen, von der anderen Seite zu betrachten um dann ein Verständnis zu entwickeln.

  • Gibt es bei dir in der Nähe eine psychiatrische Klinik? Die haben vielleicht eine Ambulanz, wo du mit einer akuten Psychose als Notfall kurzfristig hingehen kannst. Solltest du Angst haben, dass sie dich dann gegen deinen Willen da behalten, das geht meines Wissens nach nur, solltest du eine Gefahr für dich selbst oder andere darstellen. So lange du glaubhaft versicherst, dass du keine Suizidpläne hast und generell ansprechbar bist, wirst du auch nicht eingewiesen. Trotzdem würde ich bei einer akuten Psychose über einen Klinikaufenthalt nachdenken, wenn du ansonsten keinen Psychiater sehen kannst und keine Beruhigungsmittel zu Hause hast. Ich hab meine letzte Psychose nur zu Hause überstehen können, weil mir Tavor verschrieben wurde und ich Unterstützung von meiner Freundin und meiner Familie hatte.

  • Ohne Unterstützung hätte ich auch keine Akutphase überstehen können. Eine Psychiatrie ist da eigentlich der richtige Ort.


    Meines Wissens ist eine akute Psychose auch ein ärztlicher Notfall und berechtigt dich bei der 112 anzurufen und einen Krankenwagen zu bestellen.


    Allgemein sollte man für diese Fälle einen Notfallplan erarbeiten und ein Notfallmedikament zuhause haben.


    Zu deinen Terminen: Es ist leider so, dass die Ärztin ja selbstständig ist. Wenn du nicht kommst, dann bekommt sie die Stunde von Niemandem bezahlt. Das bedeutet jedes Mal, wenn du nicht absagst, zahlt die Ärztin diese Stunde aus eigener Tasche. Und sie hat vermutlich Mitarbeiter zu versorgen für welche sie die Verantwortung trägt.


    Ich würde mir auch wünschen die Realität wäre nicht so hart. Daher solltest du deine Ärztin nach einer Alternative fragen. Wohin sollen sich Menschen wenden, die nicht fähig sind Termine einzuhalten, aufgrund ihrer Krankheit?