• Ich bin 30 und hab quasi keine berufliche Erfahrung. Ich glaube ich könnte einen Halbtagsjob machen. Hab in ein paar Wochen einen Termin zur beruflichen Wiedereingliederung. Die meinte vielleicht finanzieren die mir einen Teil der Stelle.


    Ich konnte in der Vergangenheit echt nicht alles arbeiten.. Lagerarbeiter war echt cool und Spaß gemacht. Erzieher war eine grausame Erfahrung. First Level Support IT war mein Traumjob.


    Ich denke auch über was kaufmännisches nach. Außerdem kann ich ein wenig programmieren und könnte das vertiefen..


    Hab teilweise Probleme die Situation leicht und hoffnungsvoll zu betrachten und nicht brutale Zukunftsängste zu bekommen.


    Ich hatte immer Respekt vor Kassierern im Supermarkt. Aber wenn ich denke, dass der Typ 10 mal so viel wert ist wie ich, weil er was aus sich gemacht hat, dann tut das schon weh. Ich verdammter Versager.


    Naja ich hab diesen Sommer schon einiges aus dem Garten gegessen. Und ich kann eigentlich gut von wenig Geld leben. Viel Geld war mega Luxus und Wohlstand. Aber wenig Geld sollte auch gehen.


    Vielleicht schaff ich es mit wenig Arbeit und wenig Geld zu leben. Bisschen Essen aus dem Garten. Halt sparsam sein. Keine Yacht für mich. Eher ein Twingo.


    Jemand Ideen oder Tipps? :smiling_face:

  • Hallo KotosWegbegleiter ,

    wenn du sagst First Level Support IT war/ist dein Traumberuf, dann gib doch viel daran deine berufliche Richtung dort einzuschlagen! Vor allem die Chance mit der beruflichen Wiedereingliederung könnte die Chance dafür sein. Habe mir auf Google eine Kurzbeschreibung angesehen und das ist auch wirklich ein Job mit Zukunft. Hingegen könnten kaufmännische Jobs (Ich hab kaufmännisch gelernt) irgendwann nicht mehr gefragt/nötig sein, weil Computer und intelligente Algorithmen diese Aufgaben erledigen werden. Und gerade bei so einer Entwicklung wird dein Traumjob immer mehr gefragt sein! Besser gesagt sind schon jetzt solche Berufe immer mehr gefragt.

    Vor allem kann man in solchen IT Berufen - jetzt und in Zukunft - sehr gut von zu Hause aus arbeiten. Zudem verdient man da denke ich genug um auch auf Teilzeit ein ziemlich erfülltes Leben führen zu können. Also ich weiss nicht, wie es mit deiner Belastbarkeit aussieht, aber wenn du etwas arbeitest was dir gefällt und du nicht zu viel arbeitest, dann kann das doch ziemlich interessant werden. Auf jeden Fall solltest du das machen, was dir gefällt. Das ist wirklich wichtig. Ich habe bei der Entscheidung leider etwas gepennt...


    Was hast du für einen Garten aus dem du ernten kannst? Sowas finde ich mega cool. Habe auch Lust irgendwann "autark" zu leben, mit eigenem Garten, wenig Konsum und viel Zeit . Ich denke so kann man auch glücklicher werden, als wenn man Vollzeit in die Karriere rein arbeitet und dann am Wochenende Jetski fahren geht und in Restaurants essen geht.

  • Vielen Dank. Ja ich habe damals die Ausbildung nicht abgeschlossen. Aber vielleicht habe ich Glück und finde in dem Bereich einen Job. :smiling_face:


    Ich habe mir 2 Hochbeete angelegt und 1 Hügelbeet. Allein mit 2 Zuccinipflanzen und ein wenig Pflücksalat kannst du schon Massen ernten. Daneben Radieschen im Kasten und Tomaten in Töpfen und Rank-salatgurken an der Hauswand. Es reicht natürlich noch nicht für Selbstversorgung. Aber ich konnte schon oft aus dem Garten kochen. Grade auch der Apfelbaum bringt leckere Marmelade für das ganze Jahr. Ich will jetzt noch einen Kartoffelturm kaufen (sobald ich wieder Geld habe). Und ein guter Tipp sind auch Wachteln: Diese lassen sich sogar auf einem Balkon halten, weil sie etwa den Platz eines Kaninchens brauchen, aber geben jeden Tag leckere Eier. Die sind etwas kleiner aber schmecken und sind gesund.


    Allgemein bin ich jetzt aber 3 Jahre an dem Garten und brauche noch ein paar Jahre Erfahrung bis ich richtig verstanden habe was ich tue. Grade bei Schädlingen hört der Spaß oft auf.

  • Ich hatte immer Respekt vor Kassierern im Supermarkt. Aber wenn ich denke, dass der Typ 10 mal so viel wert ist wie ich, weil er was aus sich gemacht hat, dann tut das schon weh. Ich verdammter Versager.

    Niemand ist mehr oder weniger Wert, weil er einen Job hat oder eben nicht. Ich werde auch bald 30 und hab so gut wie keine Berufserfahrung, du bist damit nicht allein. Mit psychischen Problemen ist es nun mal schwer ins Berufsleben zu finden, das heißt aber nicht, dass wir dadurch automatisch schlechtere Menschen sind. Klar, wir werden im Leben wahrscheinlich kein schickes Auto mehr fahren und nicht in teure Restaurants gehen, aber braucht man das unbedingt um glücklich zu sein? Man kann auch anders Erfüllung finden, ich finds zum Beispiel total toll, was du dir mit deinem Garten aufgebaut hast.

    Mein Ziel ist auch ein Teilzeitjob, weil ich nicht viel Geld brauche und mir meine psychische Gesundheit wichtiger ist, als beruflicher Erfolg. Ich hab ein abgebrochenes Studium, aber ne abgeschlossene Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin, aber in den Bereich ist es schwierig etwas zu finden, weil ich auch nicht mehr umziehen möchte. Momentan mache ich einen Fernlehrgang zur medizinischen Schreibkraft, um bessere Chancen zu haben, wenn ich mich als Schreibkraft bewerbe. Was ich dann letztendlich finde, weiß ich nicht und ich werds über Tausend Umwege erreicht haben, aber wir gehen alle unseren Weg und mit Krankheit muss man da eben manchmal in Kauf nehmen, dass der nicht so geradlinig ist, wie bei anderen.


    Ich wünsche dir viel Erfolg für die Wiedereingliederung und dass du einen Beruf findest, der dich interessiert und mit dem du glücklich bist!

  • KotosWegbegleiter ,
    ich weis nicht ob du schon einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt hast?
    Es reichen dazu wenige Jahre berufliche Tätigkeit aus um einen Anspruch auf Rente zu haben, welche im Falle einer Erwerbsminderungsrente relativ hoch ausfällt.
    Dann kannst du immer noch einen 450€ Job oder genau 525€ im Monat dazuverdienen, so das du plus EM-Rente auf einen halbwegs vernünftigen Monatslohn kommst.
    Auch die private Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlt in so einen Fall.

    Mit der Rente hast du also eine deutlich größere berufliche Sicherheit und zumindest ein festes Einkommen ohne das du ständig einen Rechtfertigungsdruck wie beim Arbeitsamt hast. Es steht dir auch zu.

    Du kannst dann mit einem 450€ Job anfangen und später sogar auch mehr dazu verdienen, wobei es dann aber zu Abzügen bei der Rente kommt und diese eben auch auf eine Teilerwerbsminderungsrente umgestellt werden kann, wenn du beruflich wieder leistungsfähiger bist.

    Beruflich stehen dir dann immer noch alle Wege offen.

  • Vielen Dank. Das überlege ich tatsächlich auch. Ein Psychiater hat das auch empfohlen.


    Weiß Jemand wie die genauen Bedingungen sind? Ich habe meines Wissens nie Vollzeit solzialversicherungspflichtig gearbeitet. Müsste also die einzelnen Zeiten arg zusammen würfeln. Habe auch keine Ahnung ob Studienzeiten dazu zählen?


    Damals hatte mir eine Fallmanagerin im Jobcenter gesagt, dass das bei mir schwierig wird und ich dann eher nur Sozialhilfe erwarten könnte.


    Und das ist mir halt zu wenig Geld. Ich bin einen anderen Lebensstandard gewöhnt.

  • Warst du nicht verheiratet und Hausmann? Wie ist das da mit der Aufteilung der Rentenpunkte nach der Scheidung? Zählt das dann nicht auch als Beitragszeit?

  • Man muss glaube ich so ca. 3-4 Jahre gearbeitet haben. Müsstest du wirklich mal im Internet suchen KotosWegbegleiter .
    Normal reicht ein Rentenanspruch aus, also wenn man diese Mindestzeit von ? Jahren gearbeitet hat. Ob das am Stück sein muss weis ich nicht, ich glaube das muss in einem gewissen Zeitraum gewesen sein, also wenn du zu lange wartes kann die Rente auch verfallen(glaube ich).
    Gut bei der Erkrankung kann man das womöglich rückwirkend auch noch hinbekommen, aber sollte man wissen.

  • Hallöchen,


    normalerweise klärt doch die Arbeitsagentur bzw. das Jobcenter deine Erwerbsfähigkeit ab durch eine amtsärztliche Untersuchung. Warst du da schon?

    Wenn du mindestens 15 Stunden/Woche arbeiten kannst, dann giltst du als erwerbsfähig.

    Hast du denn Anspruch auf Arbeitslosengeld?


    Also, falls du als erwerbsfähig eingestuft wirst, dann könntest du zum Beispiel einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren. Dieser findet auf dem 1. Arbeitsmarkt statt und da schon 30 Jahre alt bist, kannst du den Bundesfreiwilligendienst auch in Teilzeit absolvieren. Übrigens ist er auch sozialversicherungspflichtig. So ein Bundesfreiwilligendienst dauert zwischen 6 Monaten bis zu 1,5 Jahren.


    Ich habe eine Bekannte, die derzeit in Teilzeit so einen Bundesfreiwilligendienst absolviert und parallel dazu noch Leistungen vom Jobcenter erhält.


    Viele Grüße

    RheinLady

  • Hallo RheinLady. Ich bekomme Trennungsunterhalt. Daher kein Anspruch auf Leistungen. Psychiater empfehlen Rente. Welchen Sinn sollte Bufdi haben? Dann kann ich genauso richtig arbeiten und richtiges Geld verdienen. Man hat auch bei jeder normalen Arbeit einen Anspruch auf Teilzeit.


    Ich habe eine Bekannte, die derzeit in Teilzeit so einen Bundesfreiwilligendienst absolviert und parallel dazu noch Leistungen vom Jobcenter erhält.

    Aufstockende Leistungen. Aber das ist ja schrecklich. Viele Menschen würde fragen warum sie dann überhaupt arbeiten geht. Das ist ja sinnlos.

  • Hallo KotosWegbegleiter,


    mit Trennungsunterhalt kenne ich mich nicht aus.


    Ich hatte beim Lesen der vorigen Beiträge den Eindruck, dass man dir Grundsicherung empfiehlt (und dass dir dies zu wenig Geld ist).

    Anspruch auf EU-Rente scheinst du derzeit (noch) keinen zu haben.


    Also, ich würde eine Arbeit als Bufdi dem Bezug von Grundsicherung vorziehen. (Falls man es schafft, in Teilzeit zu arbeiten)


    Hast du denn schon Bewerbungen geschrieben, einen Teilzeitjob betreffend?

    Ich stelle es mir nicht leicht vor, eine Teilzeitstelle zu finden, wenn man schon älter ist und nur wenig Berufserfahrung hat.


    Viele Grüße

    RheinLady

  • Alles klar ich habe den Sinn deines Vorschlags verstanden. Du wolltest sagen "dich nimmt doch eh niemand mehr. Vielleicht wollen die dich wenigstens bei einem frewilligendienst haben"


    Es macht meiner Meinung aber trotzdem keinen Unterschied. Bufdi + aufstockende Leistungen wäre das gleiche Geld, was ich auch beim Sozialamt bekomme. Oder übersehe ich etwas? Dann mache ich lieber ein vernünftiges Ehrenamt.


    Ich schätze meine Chancen aber besser ein, als du es tust.


    Trotzdem halte ich mir natürlich die Möglichkeit der Rente offen, falls sich herausstellen sollte, dass ich doch nicht arbeitsfähig bin.

  • Hallöchen,


    ich habe nicht geschrieben, dass dich eh keiner mehr nimmt.

    Nur denke ich, dass ein Freiwilligendienst eine Möglichkeit sein könnte, um wieder auf dem 1. Arbeitsmarkt zu beginnen. Wann hast du denn das letzte Mal gearbeitet?


    Ein Bufdi ist schon etwas sehr vernünftiges. Man hat eine Tagesstruktur, (hoffentlich) tolle Arbeitskollegen, man lernt etwas und gewinnt mehr Berufserfahrung. Es gibt sicherlich auch den ein oder anderen Bufdi, der im Anschluss an den Freiwilligendienst vom Arbeitgeber übernommen wurde.

    Ein BFD ist viel besser als ein Ehrenamt. Und es ist sozialversicherungspflichtig.


    Ich habe nicht geschrieben, dass ich deine Chancen so schlecht einschätze. Hast du denn schon Bewerbungen geschrieben?

    Dann würde man ja schnell sehen, wie deine Chancen - aktuell - auf dem Arbeitsmarkt aussehen. Wo Grenzen sind und welche Möglichkeiten derzeit für dich offen stehen.


    In einem anderen Beitrag schreibst du, dass du von einem Auto träumst. Für mich passt das irgendwie überhaupt nicht zusammen mit "Eventuell muss ich Rente beantragen".


    Jobbst du denn derzeit jedenfalls in einem Minijob?


    Ich frage mich einfach, wie dein Alltag derzeit aussieht. Tagesstruktur ist doch super wichtig.


    Viele Grüße

  • Ich stehe mit der Rente + Privatversicherung finanziell deutlich besser dar, als wenn ich arbeiten müsste.
    Letzteres würde bei mir zum ausbrechen der Psychose führen oder das ich die Jobs ständig verlieren würde und kein kontinuierliches Einkommen habe.

    So kann ich dieses Ehrenamt von mir als eine Art Berufung ausüben und mein Leben regeln, fast mit den gleichen Chancen wie jemand Gesundes.
    Ich brauche etwa die Zeit für die Themen welche mir wegen der Erkrankung aufgetragen sind.

    RheinLady manchmal steht man mit der Rente besser da, weil das wird aus gutem Grund auf die 67 hochgerechnet. Das ist dann trotzdem eine verhältnismäßig hohe Rente auch wenn das allein immer noch zu wenig ist, so stellt das meiner Meinung nach einen gerechten Ausgleich dar, weil man als Betroffener maximum Teilzeit arbeiten kann und beruflich kein sicheres Standbein hat.
    Bevor man sich da ständig mit dem Arbeitsamt herumschlägt die eh ihre eigenen Gutachter und Ärzte haben, da kann man gleich Erwerbsminderungsrente beantragen und spart sich den Ärger.
    Viele Betroffene begehen ja auch suizid und so etwas wenn man Kranke zusätzlich belastet führt dazu, was meiner Meinung von Rechten auch so gewollt ist.
    Normal bekommt man also sage ich mal 800€ Erwerbsminderungsrente +-200€ , dazu darf man 525 € ohne Abzüge bei der Rente dazuverdienen und kommt etwas unter dem Einkommen von jemand Gesunden (Normalverdiener) heraus.
    Das ist gerechtferigt, weil diese Erkrankung kein Pappestiel ist und Teils die Probleme wirklich real und schwerwiegend sind, die betroffene mit sich austragen.
    Zudem zahlt auch die private Arbeitsunfähigkeitsversicherung im Falle das man die volle Erwerbsminderungsrente bekommt. Für jene die als sie noch arbeiten konnten so eine Versicherung gemacht haben, kann das also nochmal ein kleines Extra oder Ausgleich darstellen.

    Das schlimmste finde ich ist der Neid grade auch von Rechter Seite , wo Erkrankte wirklich kein einfaches Pflaster haben, wenn man selbst noch diese staatliche Unterstützung und Leistungsversicherung absprechen möchte.
    Ich hab mir meine Rente auch so wenn ich mit 30 eingetreten bin redlich verdient und leiste mit meinen Ehrenamt hier beispielsweise deutlich mehr als die allermeisten die zur Arbeit gehen. Also nur weil Leistung kaum gesehen oder anerkannt wird, bedeutet das nicht, das man zuhause nur faul rumsitzt und gar nix macht. Mit der Erkrankung muss man die Prioritäten anders setzen und das ist eine Belastung wie ein Beruf.

    Kann klar auch unterschiedlich bei den Erkrankten sein, aber ich denke man sollt davon ausgehen das die Rente vielen oder den Meisten zusteht und andersherum viele künstlich im Beruf gehalten werden und vielleicht sogar ausgenutzt. Beim 2. Arbeitsmarkt bekommt man ja keinen Mindestlohn zumindest wäre mir das Neu, was man für Kranke ja gerne als "Perspektive" zeichnet.

  • Hallo Admin,


    ich denke, es ist schon noch ein großer Unterschied, ob man Grundsicherung oder EU-Rente bezieht.


    Es kann gut sein, dass es mich irritiert, weil KotosWegbegleiter geschrieben hat, dass er Teilzeit arbeiten möchte. Daher habe ich so darauf geantwortet.


    Ich selbst habe nun knapp drei Jahre lang mit Sozialarbeitern zusammengearbeitet. Meine Kollegin meinte, dass in Deutschland hauptsächlich geschaut wird, dass jemand wieder ins Arbeitsleben kommt. Das Thema Gesundheit ist zweitrangig. In der Schweiz ist das wohl anders. Ich finde die Regelung in Deutschland nicht so gut.


    Ich bin ja auch psychisch erkrankt. Mir persönlich tut es sehr gut zu arbeiten. Obwohl ich auch schon unterschiedliches erlebt habe. Ich hatte einen Chef, der wenig Verständnis für meine Situation aufbrachte. Dann wechselte ich in den sozialen Bereich und dort habe ich extrem viel Unterstützung durch meine Kollegen erfahren. Also, das ist nur meine eigene, persönliche Erfahrung.


    Was für ein Ehrenamt übst du denn aus, Admin?


    Ich betrachte die Haltung von Rechten behinderten Menschen gegenüber als extrem kritisch. Meiner Meinung nach gehören solche Parteien verboten.


    Natürlich steht die EU-Rente bzw. Grundsicherung den Menschen dann zu.


    Viele Grüße

    RheinLady


    P.S.: Nur so nebenbei: Einen Bundesfreiwilligendienst absolviert man auf dem 1., nicht auf dem 2. Arbeitsmarkt. Aber Mindestlohn erhält man dabei nicht.

  • Was für ein Ehrenamt übst du denn aus, Admin?

    Derzeit stelle ich dieses Forum und wichtige Informationen den Erkrankten zur Verfügung, so das sich grundlegende Dinge ändern, welche für die Heilung der Erkrankung unabdinglich sind.
    Ich finanziere das auch aus eigener Tasche und da steckt auch bei der Einrichtung und alles viel Arbeit drin, bis man das hat und auch entsprechend genutzt wird.
    Da biete ich quasi eine Erfolgsstudie bezüglich der Medikamente an, wie man wie ich mehr Lebensquallität mit einen vernünftigen Medikamenteeinsatz bekommen kann ohne ständige Absetzversuche machen zu müssen und kläglich daran zu scheitern.

    Im Grunde sehe ich das wie etwa ein Ehrenamt bei der Feuerwehr oder bei der Berufsfeuerwehr. Man hilft die Menschen die darauf angewiesen sind und wo sonnst das Haus runterbrennen würde.

    Zudem bin ich politisch auch sehr breit informiert und bringe mich angachiert und Parteiunabhängig mit ein.
    Vieles davon ist eben auch teil meiner Erkrankung weil ich das brauche um halbwegs gesund zu bleiben und im Beruf sich die Erkrankung zurückmelden würde, also die Situation insgesammt sich verschlimmern würde oder könnte.

    Mir geht es trotzdem für einen Betroffenen verhältnismäßig gut und mit dem Vorsprung möchte ich anderen Erkrankten das erleichtern, das kaum jeder durch diese Hölle gehen muss, welche früher zwangsläufig mit der Erkrankung verbunden war, wo die üblichen Verläufe meist Negativ sind.

    Insofern sehe ich mich von den Betroffenen als einen Experten, der mit dem Wissen auch im Stande ist etwas wissenschaftlich zu verbesseren und entwickeln, wo die richtige Wissenschaft aus Geldgier heraus vernünftige Forschung für Schizophrenie ja schon Teilweise oder komplett eingestellt hat.
    Ich habe dafür kein Verständnis das eine Depotspritze Xeplion im Monat 1000€ kostet und finde das auch ein schreckliches Medikament was auf Dauer keine Heilung bringt. Es geht da manchen wirklich nur noch ums Geld und die Psychiatrie arrangiert sich womögilch derzeit noch damit, was sich in Zukuft im Sinne der Erkrankten ändern sollte.
    Die Empfehlung mit den Medikamenten hier im Forum ist von daher ein wichtiger Schritt auf längere Sicht auf Neuroleptika verzichten zu können und aufgrund der verbesserten Negativsymptome auch eventuell mit der Zeit wieder arbeiten zu können, also seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, wobei mir diese Arbeit bisher keiner abnimmt welche ich in meinen Augen hier durchaus leiste. Was schön ist das ich meine Zeit selbst eintreilen kann, aber ich brauche wegen der Erkrankung viel mehr schlaf und auch mal Ruhe, ansonnsten beschäftigt mich das auch wie jemanden der mehr als 40 Stunden Arbeitet. Ich denke 60 Stunden aufwärts im Monat leiste ich auf diese weise, (was mir gefällt und auch gut tut) und da sehe ich die Volle EM Rente und Versicherung als einen gerechten Ausgleich ohne das ich jetzt ein übermäßig hohes Einkommen habe. Das Einkommen ist mit der Rente aber gesichert und ich falle in keine Arbeitslosigkeit was bei der Erkrankung eben ein Hin und Her sein kann, grade weil es Jahre dauert bis man da einigermaßen stabil ist und viele Erkrankte sich da eher noch überschätzen was ihre Arbeitsfähigkeit angeht.
    So sehe ich das zumindest.

    Natürlich gibt es viele Lebenswege und für Jeden mag da der Eigene seinen Sinn haben und den Richtigen darstellen und auch so kurze Berufserfahrung kann sehr wichtig sein, wenn man es trotz der Erkrankung probiert. Aber man sollte seine Grenzen kennen und darauf achten.

  • Sorry RheinLady. Ich habe einfach mein persönliches Problem mit Frewilligendiensten. Ich habe selbst schon ein FSJ gemacht und das ist wirklich komplette Ausbeutung.


    Du wirst in irgend einem Betrieb eingesetzt. In genau diesem Job könnte auch ein Helfer oder eine Assistenz stelle arbeiten. Diese würde ein volles Gehalt bekommen.


    Ein Frewilligendienst ist nur sinnvoll wenn man sich freiwillig engagieren will und sich frewillig aufopfern will für andere. Ich sehe nicht, dass das momentan meine höchste Priorität ist.


    Du hast eben den Satz einfach nicht verstanden: Ehe ich einen Bufdi mache, warum sollte ich da nicht direkt eine normale Stelle machen? (Welche teilweise genau die gleiche Arbeit und Stelle ist, aber eben gut bezahlt)


    Was ist in deinen Augen der Vorteil eines Bufdi? Warum empfiehlst du den hier?

  • Also grade mit der Rentenversicherung telefoniert. Ich habe die Bedingungen für EU Rente nicht erfüllt. Und ein Versorgungsausgleich führt zwar zu einer Erfüllung der allgemeinen Wartezeit, aber verbessert nicht die Zeiten der Pflichtbeiträge. Also wäre ich auf das Sozialamt angewiesen bei einer EU.


    Ich kann zwar von Sozialleistungen leben. Ich denke sogar mein Eigenheim würde übernommen werden, da es angemessen ist. Aber es ist schon ein sehr sparsames Leben. Das wäre es auch von nachehelichem Unterhalt.


    Ich mache es mir natürlich selbst ziemlich schwierig, da ich gerne wieder meinen alten Lebensstandard zurück haben will. Aus diesem Grund denke ich meine beste Möglichkeit ist die Flucht in Arbeit.


    Ich interessiere mich besonders für diese Leistungen um mir dabei zu helfen


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    Berufliche Reha wird Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) genannt und unterstützt bei Krankheit oder Behinderung im Berufsleben. Alle Infos!
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    Im besonderen Eingliederungszuschüsse klingt interessant. Hier wird bis zu 70% eines Tariflohns bezuschusst über die ersten 2 Jahre im Betrieb.


    Ich habe dazu ein Beratungsgespräch. Das ist aber erst in 3 Wochen. Ich hasse diese ewige Warterei. Man hat ja auch permanente Zukunftsängste.


    Edit: ah so könnte ich auch an mein Auto kommen:


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