gegen ärztlichen Rat

  • Bei meiner dritten Psychose habe ich mich nach ca. einer Woche gegen ärztlichen Rat entlassen lassen. Ich hatte dort auch Ängste, einmal habe ich gesehen, dass ein Fixierbett vorbereitet wurde, und dachte, das wäre für mich (war es nicht).

    Folglich blieb ich nach meinet Entlassung krank und kam nach zwei Wochen wieder ins Krankenhaus, diesmal mit einer Zwangseinweisung. Ich hatte mich heftig mit mein Eltern gestritten, und in dem Einweisungsbescheid stand u.a., meine kleine Tochter sei dadurch "hochgradig verängstigt gewesen", was auch stimmte (sie war bei dem Streit dabei).

    Ich habe mich gleich bei einem Pfleger entschuldigt, den ich eigentlich sehr nett finde, und den ich vorher bei diesem einwöchigen Aufenthalt unfreundlich angegangen war. Die Ärzte, Pfleger und Schwestern haben mich normal nett behandelt. Schließlich ist Krankheitsuneinsichtigkeit ja ein typisches Merkmal bei Psychosen.

  • Danke, ich habe demnächst einen Termin. Zudem habe ich auch schon damit gerechnent, dass mir diese Sache niemand abkauft, weil sie einfach unglaublich ist. Deshalb werde ich sie auch tunlichst nicht mündlich wiedergeben. Sonst stempelt man mich für alle Zeit als irre ab :smiling_face:


    #Alles nur Einbildung

  • Zudem habe ich auch schon damit gerechnent, dass mir diese Sache niemand abkauft, weil sie einfach unglaublich ist.

    Wenn du was konkretes schreiben würdest was dir passiert ist, würde ich dir eventuell schon glauben schenken auch wenn deine Geschichte erstmal nicht so glaubwürdig klingt, aber so wie du hier allgemein die große Paranoia von dir gibst, sieht es halt nach Paranoia aus.

  • Ich habe da gute Erfahrungen mit, mich sofort, nach dem ersten arztgespräch entlassen zu lassen. Früher hat mein Mann immer meine Sachen abgeholt, wenn ich einfach so, um Zigaretten zu holen, gegangen bin, bevor ich zwangsweise da war.

  • Ich war bei meinen dritten Klapsenaufenthalt in der Erwachsenenklapse offiziell zwangseingewiesen, davor inoffiziell zwangsweise. Es gibt niemand die, das oder der freiwillig dort ist.

    Und bei der Erwachsenenklapse war ich 8wochen eingewiesen, erst wegen angeblicher Fremd- und dann angeblich wegen Selbstgefährdung. Eigentlich war ich obdachlos und hätte ich aus Verzweiflung nicht meinen Erzeuger geschrieben, mit dem ich sonst zum Glück nie Kontakt hatte, dass der mich rausholen soll und hätte der mich nicht rausgeholt, dann hätte ich weiter diesen Terror dort ertragen müssen. Wahrscheinlich wäre ich dort wirklich verrückt gemacht worden, aber mein Erzeuger hat mir wenigstens ein mal in meinem Elend geholfen, das er ja verursacht hat. Ohne den müsste ich nicht leiden (=leben) und nicht sterben. Ich wäre keiner Unterdrückung ausgesetzt, hätte der einfach verhütet. Den trifft große Schuld.


    Mir wurde als die Haftzeit auslief dann auch dieses Blatt vorgelegt "gegen ärztlichen Rat", damit wollen die sich absichern, wie mit der "Freiwilligkeitserklärung". Die Diagnose die ich zum Schluss bekam - davor gab es immer wieder andere, die wechselten das aus wie die Tabletten die ich nehmen sollte und zum Glück nicht nahm. Ich bekam auch kein Aufklärungsgespräch - haben sie extra so ausgewählt, dass wenn ich Klagen will dies nicht kann. Ich bin jetzt nicht nur unglaubwürdig weil ich als weiblich gelte, sondern auch wegen der Diagnosen. Die dürfen weiter Frauenleben ruinieren und ich kann nichts tun. Ich bin selber terrorisiert, genau wie ein Schlachtschwein. Wer sich nicht mit Unterdrückungsstrukturen beschäftigt hat oder die lieber leugnet, wird das nicht verstehen, was mir und anderen Frauen in Klapsen, vor Therapeuten usw. angetan wurde und wird.


    Ich überlebe jetzt von Hartz4, weil der Arbeitsmarkt ist - oh Wunder - patriarchal. Durch meinen Erzeuger bekam ich auch wenigstens eine Wohnung ganz allein für mich, aber mein Nachbar macht mir seit kurzem Probleme, er hat was gegen "lose Frauen", "Mannsweiber". Leider ist der kein Einzelfall. Wenn die ganzen Strukturen andere wären, würden Personen wie ich solche Menschen die uns jetzt unterdrücken, definitiv zeigen wie schmerzhaft das ist was die uns antun. Ich will das die dafür bestraft werden. Wenn es so was wie Geisteskrankheiten und Persönlichkeitsstörungen geben sollte, dann sind Normale behandlungswürdig. In so einer Welt in der Personen wie ich ("Untermenschinnen") die Norm bilden würden, hätte ich auch endlich mal eine Familie und wäre glücklich. Da würde vieles gerechter zugehen. Der Terror wäre vorbei und es ist wirklich schade, dass es nicht so ist. Viele die ganz ähnliche Diskriminierungsmerkmale haben wie ich, werden verspottet medial und real umgebracht, indem sie in den Suizid gemobbt werden mit den heimtückischsten Mitteln, die Klapse bzw. das Diagnostiziert werden und sediert werden, ist ein Mittel unter vielen. Der Anfang ist es nicht, der wird in der Sippe in die eine reingeboren wird, im Kindergarten und Schule praktiziert.

  • Sira03
    Es gibt schon Leute, die freiwillig in der Klinik sind.......Ich kann aber verstehen, dass du so einen Groll in dir trägst! Ich habe auch lange gebraucht um die Psychiatrie nicht mehr als böse verurteilen zu müssen. Finde ich aber cool, dass dir da jemand rausgeholfen hat und du jetzt auch eine Wohnung hast !


    Leider ist die Welt kein fairer Ort...Ich hoffe du hast nicht zu sehr Ärger mit deinen Nachbarn. Nicht, dass die dir auch noch das Leben in deiner Bude vermiesen werden...Ich habe mal eine Freundin kennengelernt, die kommt deiner geladenen Art sehr nahe haha. Bleib einfach cool und scheiß auf die ganzen Ottos. Ansonsten kann man sich hier auch bestimmt immer gut austauschen :)))

    Tomy
    Ich habe mich freiwillig für ein paar Tage einweisen lassen und bin dann auch wieder gegen ärztlichen Rat raus. Einen Strick wird dir da niemand draus drehen. Vielleicht bekommst du ja auch ein Platz in der offenen Klinik. Schonmal darüber nachgedacht ?

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