Meine Geschichte

  • Hallo alle zusammen,
    schon seit ein-zwei Monaten habe ich hier gelegentlich mitgelesen und heute ist der Zeitpunkt, an dem ich sehr gerne diesem Forum beitrete!
    Eurer Forum ist echt super und ich freue mich, wenn auch ich Willkommen bin (auch ohne genaue Diagnose).
    Ich erhoffe mir Tipps zu bekommen und auch manchen Leute Ratschläge mitgeben zu können.


    Hier meine (Krankheits-)Geschichte:

    Nach 10 Jahren Drogenkonsum, letztes Jahr dann der Höhepunkt. Um meine Einsamkeit und traumatische Erlebnisse zu kompensieren habe ich gelegentlich Pilze gegessen, häufig Kokain gezogen und noch regelmäßig gekifft. Soziale Ängste haben sich aufgebaut und auch ich habe mich immer mehr verloren.

    Ich war Nachts aktiv und habe versucht mich bei wilden Ausflügen oder zu Hause im Rausch zu finden. Ohne, dass es mir bewusst war, habe ich begonnen allmählich den Bezug zur Realität zu verlieren...Ging los damit, dass ich mich mit Filmen wie Matrix oder The Truman Show befasst habe und meine eigene Realität hinterfragt habe.


    Nach ein paar privaten Zwischenfällen habe ich mich im November 2020 in der geschlossenen einweisen lassen.
    Ich habe echt überhaupt nicht verstanden was Sache ist und es hat auch 1-2 Tage gedauert, bis ich richtig verstanden habe, dass ich in der Psychiatrie bin. Dann der schlagartige Wechsel. Ich dachte ich komme da sehr lange/vielleicht nie wieder raus. Nach 4 Tagen ist mir eingefallen, dass ich mich selber entlassen kann und das habe ich dann auch gemacht.


    Wenige Zeit nach meinem Aufenthalt haben sich Angstzustände entwickelt. Vor allem habe ich immer die Augen mega aufgerissen, als ich anderen Menschen in die Augen gesehen habe (Kennt das jemand??) Anfangs konnte ich diese "Ängste" sogar perfekt mit Cannabis behandeln aber irgendwann ist es umgeschlagen. Ich wurde "psychotisch" Nach dem Kiffen habe ich mich gefühlt, wie als könnte mich jemand jederzeit entführen, auch Verfolgungswahn kam hinzu. So dachte ich oft, mich könnte das Gesundheitsamt beobachten, Unterbringungsverfahren einleiten etc. Ich habe mich viel mit der Schattenseite der Psychiatrie, PsychKG, Forensik etc. befasst, was mich echt fertig gemacht hat.

    Januar 2021 habe ich meinen Job verloren und ich war komplett am Boden. Kaum Freunde, extremen Streit mit der Familie, Zukunftsängste etc. + das mein Wahnhafter Karrieregedanke geplatzt ist. Ich war nämlich auf dem Film, ich könnte Topmanager werden. In Psychiatrie dachte ich auch wirklich, dass könnte irgendein Test oder sowas sein...lol.

    Kokain und sonstige "harte" Drogen habe ich nicht mehr angefasst, da ich davon extreme Unruhe, Angst und erste Realitätsverluste bekommen habe. So habe ich manchmal alles wie in einem Traum gesehen. Nur mit jedem weiterem Cannabiskonsum hat sich meine Psyche - die sich immer erholte - wieder verschlechtert, bis zu meinem letzten Konsum:

    Vor genau 3 Monaten hat mich ein Joint komplett aus dem Leben geschossen. Für 1-2 Wochen konnte ich keine Unterhaltungen führen. Wenn jemand etwas gesagt konnte ich es einfach nicht verstehen - die Konzentration im Keller, Gedanken und Sätze sind mitten beim formulieren abgerissen. Stimmen habe ich zum Bespiel gehört, als Leute ihren Mund aufgemacht haben, ohne etwas zu sagen. Außerdem war das ganze Erleben für weiterer 1-2 Monate oft gestört. Realitätsverlust, das Gefühl neben sich zu stehen, optische Halluzinationen, Beziehungswahn, heftige Denkstörungen u.s.w. Es war schrecklich! Mein Hausarzt hat mir sogar schon ein Klinikaufenthalt empfohlen. Es war wirklich kritisch.Die Menschen haben mir auch angesehen, dass etwas gewaltig nicht mit mir stimmt !

    Von Drogen muss ich nun nach 10 Jahren abschwören, aber ich habe noch ein lästiges Symptom: Denkstörungen. Oft ist es so, dass ich mit meinen Gedanken Gespräche konstruiere oder Sätze formuliere, die ich sagen könnte. Außerdem habe ich immer wieder kommentierende Gedanken wie "Der ist wirklich krank" wenn ich mit anderen Leuten spreche. Es ist wie ein Gedankenlesen, welches auch immer zum Kontext passt und irgendwo auch meinen Gedanken entspringt. Leider fehlt aber die Tiefe in meinem Denken, der Denkablauf ist selten einfach schön flüssig und oft ist mein Kopf auch einfach leer. Wobei letzteres auch interessant sein kann.
    Des weiter fällt der Augenkontakt mir weiterhin oft schwer und auch Panikattacken suchen mich immer wieder heim. Außerdem oft depressive Schübe nach stressigen Tagen.

    Seit 2 Monaten bin ich in einer Psychotherapie wegen Sozialen Ängsten und ebenfalls vor 2 Monaten hat mir ein Psychiater eine Mischdiagnose aus schwerer depressiver Episode, Panikstörung, Soziale Phobie und Drogenmissbrauch gestellt. Habe den jeweiligen Experten aber auch immer VIELE Symptome verschwiegen.....Meine eigentliche Diagnose wäre sicher Drogeninduzierte Psychose. In der Psychiatrie hatte ich auch Verdacht auch Psychose. Die Psychotherapie momentan ist sehr erfolgreich, weil ich auch wirklich Soziale Ängste habe, aber was ist der beste Weg für die Zukunft ?

    Ich hoffe meine Geschichte hat euch auch etwas unterhalten und ich freue mich über jeden, der mich hier willkommen heisst. Entschuldigt, falls der Text etwas zu lang ist.

    Beste Grüße, Cornholio ! :smiling_face_with_halo:

    2 Mal editiert, zuletzt von Cornholio ()

  • Moin,

    ich hab auch ne drogeninduzierte Psychose gehabt. Aber bei mir wurde es durch einmaligen LSD Konsum in Kombi mit Cannabis ausgelöst. Hatte die selben Symptome wie du und dann noch ein paar mehr.

    Du kommst von deinem Schreiben her recht klar vor und Medikamente nimmst du auch nicht. Du solltest schon wieder klar werden wenn du konsequent auf alle Drogen verzichtest. Auch Cannabis und Alkohol.

    Cannabis ist ein starker Trigger für Schizophrenie. Du hast eindeutig die genetische Grundlage eine Schizophrenie zu entwickeln. Anders würdest du nicht diese Psychosesymptome bekommen. Wenn du nicht aufhörst Drogen zu nehmen, dann ist es nur ne Frage der Zeit bis du in den Abgrund fällst.


    Das mit den kommentierenden Gedanken und Denkstörungen wird immer weniger im Laufe der Zeit. Aber das braucht viel Geduld. ielleicht dauert es noch paar Monate.


    Was hattest du für Halluzinationen. Bei mir hat einfach alles geleuchtet und hab die ganzen Details gesehen. Im Nachhinein sah die Welt mega schön und mystisch aus. Währenddessen war es aber nur angsteinflössend.


    Hast du eigentlich Negativsymptome?

    • Offizieller Beitrag

    Cornholio

    herzlich Willkommen hier!

    Das kann auch eine normale Psychose sein, weil bei einer Drogeninduzierten das nach dem Rausch ja wieder abklingen sollt. Da musst du eben schauen wie es für dich passt, die Medikamente sind ja manchmal ähnlich welche man da bekommt.


    Musstest du in die Klinik und bekommst du Medikamente? Wenn ja welche sind das und welche Dosierungen?

    Bei einer Psychose ist Cannabis Gift, also da solltest du wirklich die Finger davon lassen, auch wenn es da CBD geben soll was eventuell bei Psychosen etwas hilft, aber auch teuer ist.

    Hier im Forum kann ich dir die Medikamentekombination anbieten welche auch bei Drogenproblemen und Nikotinsucht hilft:
    Medikamente-Empfehlung für Psychose

    Dabei wird Bupropion eingesetzt was ein Nikotinentwöhnung und Antidepressivum ist, welches auch den Drogenentzug erleichtert.


    Gruß

  • herzlich willkommen Cornholio


    es ist gut in der Psychotherapie und beim Psychiater ehrlich zu sein. Es muss ja nicht alles auf einmal sein. Von daher machst du das doch richtig.


    Ich persönlich bin erst nach der Medikation zu leider Partydrogen gekommen. Die letzte Party ist 2 Wochen her und damit meine letzte halbe E. Tablette. Und auch erste dieses Jahr. Mein Kollege hat das auf jeden Fall "gefördert" aber gezwungen hat mich diesmal keiner. ich lasse mir jetzt einen Vollbart wachsen, den ich ab rasieren muss wenn ich rückfällig werde. Und weiß noch nicht wie ich am besten clean bleiben soll und was sich ändern muss. Techno höre ich auch privat aber auf Partys fehlt mir manchmal etwas.

    Weiß da auch nicht weiter. In der Theorie ist mir schon klar das das großer Mist ist, den ich mir und in meinem Umfeld damit anrichten werde!! Vielleicht hast du auch einen Tipp?

  • Hallo zusammen,
    ich hoffe ihr hattet alle ein gutes Wochenende. Danke für eure Antworten!

    Admin
    Auch Danke für dein Kommentar. Meinst du mit Psychose, dass ich Schizophrenie habe ?? Ich hoffe nur schwer nicht während der Erholung in einen zweiten Schub zu verfallen....Medikamente nehme ich keine. Nur als ich mich bei der Klinik vorgestellt habe, bekam ich 2 Zyprexa als Probe...Ansonsten Tavor, nehme ich nur zum Bedarf und auch selten. Gemusst habe ich nicht in die Klinik, es war ja freiwillig. Bis jetzt behandele ich mich also ohne Hilfe.


    Das Bupropion hört sich aber nicht verkehrt an. Kann man davon irgendwelche Nebenwirkungen bekommen, oder auch Nachteile - im Gegensatz zu vor der Einnahme - wenn man es dann irgendewann absetzt? Freue mich über eine weitere Rückmeldung!


    Ich hoffe einfach nur, dass die Erholung von Woche zu Woche fortschreitet....und allen die das lesen wünsche ich natürlich auch eine gute Besserung !


    Kuehnibert

    Cool, dass auch du schreibt. Von LSD eine Psychose zu bekommen ist sicher ziemlich blöd! Hast du zur Zeit noch Symptome und kannst du das gut mit deinem Gewissen vereinbaren oder bereust du es manchmal stark den Trip genommen zu haben? Ich persönlich bereue oft immer wieder konsumiert zu haben, obwohl ich so starke psychische Probleme hatte. Aber so kann auch endlich der Schlussstrich gezogen werden. Dein Tipp mit dem Alkohol werde ich auch versuchen zu befolgen! Einfach mal ganz sauber bleiben und hoffen, dass die Zeit die Wunden heilt.
    Zu den Halluzinationen: Das mit dem Leuchten kommt mir bekannt vor! Also dass einfach alles wie "leicht geblendet" hat, ähnlich wie Licht, das auf dem Wasser reflektiert.
    Bei mir kam noch hinzu, dass ich oft dachte im Augenwinkel steht jemand. Also wenn ich zum Beispiel auf einer Parkbank saß, dachte ich oft, es kommt jemand von links oder rechts. Oder ich dachte oft das ein Flugzeug am Himmel ist und beim Blick nach oben (..) war dann doch nichts da. Danke auch für deinen Mut wegen der Besserung.

    Mit Negativsymptomen bin ich vertraut. Trägheit, keine Gefühle, Antriebslosigkeit, einfach nur Nichts tun. Wird aber besser. Es gibt Leute die haben starke Negativsymptome, weshalb ich meine nicht zu ernst nehme. Nur die Aufmerksamkeitsprobleme sind manchmal enorm. Also in Gesprächen muss ich mich immer konzentrieren um alles gesagte auch mitzubekommen. Außerdem ist mein Denken verarmt. Aber das ist irgendwie ok. Für die Bewältigung des Alltags und sogar Unterhaltungen reichen die Gedanken nämlich.


    Doppel_Standard

    Danke für dein Wilkommensgruß. Ich glaube übrigens, dass Tipi TP bedeutet und das steht für Toiletpaper hahaha. Das ist einfach die lustigste Sendung überhaupt! :grinning_face_with_smiling_eyes:


    Twentyniner
    Dein Name steht wahrscheinlich für große Räder. Cool, ich fahre nämlich mein ganzes Leben mega gerne Fahrrad.
    Um das Bupropion - welches Admin empfiehlt - verschrieben zu bekommen, werde ich wahrscheinlich alles bei den Experten auspacken müssen.


    Wie sieht es bei Diagnose Schizophrenie/Psychose aber mit Psychotherapie aus. Gibt es da gute Angebote für zum Beispiel Denkstörungen ?


    Zu deinem Konsum: Also irgendwo ist es ja cool, dass du (trotz Psychose nehme ich mal an?) Extasy konsumieren kannst. Aber es ist natürlich auch mutig! Hoffentlich informierst du dich im Internet, welche Dinger zu dir gibst. Stell dir vor du erwischt ein falsches Teil, wo vielleicht sogar LSD oder andere Halluzinogene mit drinnen sind...dann Mahlzeit.
    Aber ja, was nimmst du eigentlich für Medikamente und was ist deine genaue Diagnose? Um so länger man einen klaren Kopf hat, desto geringer ist sicher das Risiko bei Drogen.
    Was Extasy/MDMA aber bei Psychosen anrichten kann, darüber müssen wir vielleicht mal paar Berichte lesen. Würde mich auch interessieren.


    Das gefährlichste bleibt aber bestimmt noch Cannabis, LSD etc. Habe auch Videos gesehen, wie Leute Neuroleptiker nehmen und dankbar sind, dass sie wieder deswegen kiffen können. Das ist aber sehr blöd, denn es ist erwiesen, dass der Konsum (trotz Einnahme von Medikamenten) das Rückfallfallrisiko in die aktute Phase um das 2-3 fache erhöht und dann dauert die akut Phase sicher nochmal länger an.



    Beste Grüße, Cornholio!

    • Offizieller Beitrag

    Das Bupropion hört sich aber nicht verkehrt an. Kann man davon irgendwelche Nebenwirkungen bekommen, oder auch Nachteile - im Gegensatz zu vor der Einnahme - wenn man es dann irgendewann absetzt? Freue mich über eine weitere Rückmeldung!

    Ja, grade bei höheren Dosierungen kann es zu Miktionsstörungen(schwache Blase) und Verstopfung kommen, was beides recht unangenehme Nebenwirkungen sind. Deshalb sollte das zusammen mit einem weiteren Antidepressivum (Citalopram) eingenommen werden, das Citalopram ergänzt dabei die Serotoninwirkung und wirkt damit den beschriebenen Nebenwirkungen des Bupropions entgegen. Auch gegen die Wachheitszustände die Bupropion macht kann Citalopram auf längere Sicht nützlich sein.

    An sich sind diese beiden Antidepressiva kombiniert zwar sehr nützlich, aber nur wenn keine akute Psychose durchkommt, also es wäre eine Intervalleinnahme eines Neuroleptikums wie Aripiprazol ratsam wenn du diese Antidepressiva zur Stabilisierung einnehmen möchtest.
    Dabei könntest du dich damit vermutlich vom Tavor entwöhnen, von Tavor würde ich auch eher abraten aber es ist vermutlich deutlich besser als wenn man dauerhaft Neuroleptika wie Zyprexa einnehmen muss.

    Das Hauptproblem ist von den Neuroleptika (wie Zyprexa oder Aripiprazol) und von Benzodiazepinen wie dem Tavor dauerhaft und komplett wegzukommen.
    Dabei würde das Bupropion normalerweise eine Minimaleinnahme oder Bedarfseinnahme des Aripiprazols ermöglichen(statt dem Tavor).
    Vom Aripiprazol würdest du so dann mit der Zeit(Jahre) wegkommen, was an sich kein schlechtes Neuroleptikum ist aber das ähnlich wie Tavor keine Dauerlösung sein sollte.
    Die Antidepressiva Bupropion+Citalpram kombiniert täglich einzunehmen wäre auf längere Sicht so kein Problem. Die beste Wirkung hat man aber nur mit dem zusätzlichen Neuroleptikum(Bedarf), weil im Akutfall Bupropion+Citalpram so eine Psychose auch ankurbeln können würde ich dir davon abraten diese Wirkstoffe ganz ohne Aripiprazol einzunehmen. Ob dass also mit Tavor funktionieret sei dahingestellt, das wäre dann ein Selbstexperiment wo man mit Wechsel- und Nebenwirkungen rechnen muss.

    Du kannst ja sehen ob es dir jetzt mit der Zeit besser geht oder ob du das mit dem Tavor weniger im Griff hast und wieder Neuroleptika einnehmen musst, weil sich deine Situation verschlechtert. Dann könntest du dir das mit der 3er Kombi Bupropion(täglich)+Citalopram(täglich)+Aripiprazol(Bedarf) überlegen. Da findest du beim Empfehlungslink oben auch weitere Optionen bei Schlafstörungen oder wenn man Gewichsprobleme hat.

    Bupropion hilft auch bei Nikotinsucht und Suchtproblemen, von daher lässt sich das mit den Drogenkonsum damit vielleicht besser in den Griff bekommen. Tavor ist ja im Grunde auch eine Art von Droge die dem Heroin sehr nahe kommt.


    Schau einfach wie es sich die Wochen und Monate entwickelt. Je nachdem wie es läuft kannst du dann ja diese Methode von mir ausprobieren und wir können das auch später noch durchdiskutieren was da von deiner Seite her dann zu tun ist.

  • Cornholio , ich bereue überhaupt nicht LSD genommen zu haben. Ich bin zu neugierig. Hätte ich es an dem Abend nicht genommen hätte ich es halt wann anders genommen und dann wäre bestimmt auch ne Psychose ausgebrochen. Ich glaube ziemlich stark an den Determinismus. Sprich, dass das ganze Leben einer geraden Linie entlangläuft und dass denken über was wäre wenn folglich keinen Sinn macht, weil es sich eh nicht so zutragen könnte. Auch glaube ich, dass es eher durchs Cannabis als durchs LSD kam. Hab Gras noch nie so gut vertragen gehabt.


    Ich habe noch Symptome: Ich bin dümmer als vor der Psychose, dann bin ich sozial etwas inkompetenter, dann hab ich noch leichte Konzentrationsschwierigkeiten. Außerdem höre ich vor dem Einschlafen fremde Gedanken in meinem Kopf und manchmal kann ich nachts kaum pennen (wie z.B. heute Nacht). Die Gedanken sind meistens von Leuten, mit denen ich am Tag so Kontakt habe. Im Moment gucke ich viel One Piece und dann hab ich immer die Stimmen von Ruffy und so im Kopf....


    Das mit den im Augenwinkel Menschen oder so zu halluzinieren hatte ich auch. Ist aber mittlerweile weg.


    Ich hatte genau die selben Negativsymptome wie du. Auch eher schwach ausgeprägt. Als die Psychose bei mir in vollem Gange war, konnte ich z.B. gar keinen normalen Gespräch mehr folgen, weil meine Konzentration so schlecht war. Das ist aber alles im Laufe der Zeit verschwunden zum Glück.


    Ich frage mich halt wie viel Heilung durch die Zeit kam und wie viel durch die Tabletten...


    Ich finds aber schön, dass ich meine Geschichte endlich mal bei jemanden halbwegs wiedererkenne. Halt uns auf jeden Fall am Laufen wie es sich weiter entwickelt bei dir.

  • Admin

    vielen Dank für deine Empfehlung. Also wenn ich irgendwann Medikamente nehme, dann wahrscheinlich genau die Kombination. Wobei ich erstmal nur mit einem AD anfangen würde. Wenn ich mich für die medizinische Behandlung entscheide, dann gebe ich dir zuerst Bescheid und dann die Details.


    Dass man von AD’s psychotisch werden kann ist aber krass, hätte ich nicht gedacht! Das Tavor nehme ich nur sehr selten, zum Beispiel letztens auf einer Hochzeit. Mir ist bewusst was Tavor bewirkt und ich muss auch sagen, dass es Nebenwirkungen hat, deswegen nehme ich die auch nicht soo gerne.


    Danke auch für die neutrale Meinung. So kann ich meinem Leiden irgendwie viel direkter in die Augen schauen. Du bist ja schon sehr Psychose-erfahren wie es scheint. Was hast du eigentlich so für Symptome momentan? Ein bisschen hat man schon den Eindruck, dass du gesund bist. Und hast du eigentlich dieses Forum gegründet oder wie bist du Admin geworden?


    Kuehnibert

    Coole Einstellung die du hast mit dem Determinismus. Ein bisschen denke ich auch in die Richtung, weil auch mich hätte es früher oder später bestimmt sowieso erwischt. Ich denke aber schon, dass das LSD bei dir eine große Rolle gespielt hat + die Kombination mit Cannabis dann sowieso. Die Wirkung (Einfluss auf das Gehirn) ist da doch viel stärker! Habe auch deine Beiträge gelesen und zB dass du die morphen Muster gesehen hast, hat ja nochmal einen stärkeren Touch was das Symptom angeht. Und auch die Schwierigkeiten mit dem Schlaf am Abend. Das muss schon richtig reingehauen haben bei dir….ich werde die ersten Tage nach meinem letzten Konsum aber auch nie vergessen! Das war ja wirklich eine Wahrnehmung von einer anderen Welt und auch wo ich nach 2-3 Tagen beim Hausarzt war. Ich dachte wirklich das war’s einfach komplett, unbeschreiblich.


    Ich habe wirklich die gleichen Symptome wie du! Vor allem das mit dem dümmer sein als vorher…Auch das mit den Stimmen ist mir bekannt. Bei mir waren es immer Beavis & Butthead, deren Kommentare ich nach zu viel Medienkonsum nachschallen hörte. Ich empfehle dir deswegen diese Reize (vorallem Videos, Filme…!) zu minimieren und stattdessen an der frischen Luft zu sein.


    Unsere Geschichten haben wirklich viele Ähnlichkeiten, vor allem was die Genesung angeht. Trotzdem sollte man immer ruhig bleiben. Bei mir ist es nämlich oft so, dass Symptome Wellenartig auftreten, am meisten in Verbindung mit Stress.


    Wie viel mg Zyprexa nimmst du momentan täglich? Mit der Wirkung von denen bin ich ja auch vertraut. Habe mich an schlimmen Tagen oft nach diesen gesehnt um einfach klar sein zu können.


    Dir wünsche ich auch noch eine gute Besserung. Mal sehen was die nächsten Monate bewirken werden :thumbs_up:

    • Offizieller Beitrag

    Was hast du eigentlich so für Symptome momentan? Ein bisschen hat man schon den Eindruck, dass du gesund bist. Und hast du eigentlich dieses Forum gegründet oder wie bist du Admin geworden?

    Ich hab damals die Domain(psychose-forum.com) mir gekauft und bin zu Beginn was die Installation auf Webspace und Einstellungen des Forums angeht von anderen Betroffenen geholfen worden. Da waren auch Betroffene mit Borderline dabei die ich kaum so hilfsbereit eingeschätzt hätte, also das war eine große Hilfe. Damals hatte ich nur so Grundkenntnisse was Homepageprogrammierung und Datenbanken angeht, habe da mal so einen IT-Zusatzkurs in der Realschule gemacht(was das Verständnis erleichtert hat von den Grundlagen).

    Ich muss sagen das ich damals auch geistig stark eingeschränkt gewesen bin und es ohne diese Hilfe nur sehr schwer geschafft hätte das einzurichten, weil ich denke das die Erkrankung und Medikamente einen Geistig zum Teil ganz schön an die Wand fahren. Komischerweise ist das bei anderen Erkrankungen oder bei den Betroffenen sehr unterschiedlich.
    Vielleicht auch gut wenn man unter einen gewissen Leistungsdruck durch die Erkrankung/Wahn etc. steht und man sich die Dinge hart erarbeiten muss. Also ich hab dazugelernt, wenn auch langsam. Ähnlich war das mit der Rechtschreibung bei mir, vorher war meine Grammatik und Rechtschreibung schon fast unerträglich für Andere, wo ich eher der handwerkliche Naturwissenschaftliche Typ bin, dadurch das die Erkrankung aber andere Prioritäten in meinen Leben gesetzt hat, wurde ich quasi gezwungen an mir und diesen Problemen zu arbeiten.

    Ähnlich war es mit der Medikamentekombi von mir, was am Anfang eher Wunschdenken und Wahn oder oft Placeboeffekt gewesen ist, das wurde irgendwann von dem Erfolg gekrönt das ich dann doch ein antidepressives Medikament oder eine Wirkrichtung da gefunden habe die zu einer Besserung, damals der Stimmungsschwankungen führte. Ich hatte vorher unterschiedliche SSRI Antidepressiva probiert und hab die aus Glück und Zufall von einen Vertretungsarzt bekommen und habe dann später ein SNDRI Duloxetin gefunden was neben der üblichen Serotoinwirkung noch auf das Noradrenalin wirkt, dabei wurden diese Stimmungsschwankungen, die ich vom Abilify in den Absetzphasen immer sehr krass hatte besser.
    Das war so mein erster für mich klar Erkennbarer Erfolg wobei ich damals auch so sehr unter Druck stand weil ich in anderen Foren da wegen meinen bizarren Meinungen angeeckt bin und ich da quasi immer wieder aufgeschlagen bin, weil das ein richtiges Suchtproblem war, Streitsucht oder was auch immer, weil keine Seite wirklich nachgeben wollte.

    Diese ganze Kritik die ich damals über viele Jahre auch im Bezug auf meinen Medikamenteempfehlungen und Experimenten eingesteckt habe, die hat mir auch geholfen diese eigenen Probleme besser zu reflektieren und daran zu arbeiten, also ich stand quasi ständig unter Druck und als ich damals dann Duloxetin hatte wurde dieser Druck wie durch Geisterhand zumindest besser. Bei mir haben sich diese Probleme und Konfliktsituationen ja auch häufig im realen Leben gespiegelt wo ähnlich krass unterschiedliche Standpunkte aufeinander getroffen sind und man sich da ständig im Kreis gedreht hat.

    Also wäre eine längere Geschichte dir alles zu erklären, wobei es hier ja um Dich gehen sollte. Admin war ich also schon seid Begin. Das Forum ist in mehreren Anläufen entstanden, ich hab das glaube ich dann auch komplett neu aufgesetzt, als ich mich besser ausgekannt habe und bin dann nur noch etwas unterstützt worden. Die Kosten für den Webspace trage ich selbst, also ich bekomme ja Erwerbsminderungsrente und kann mir das zum Glück noch leisten, also bin da an sich auf keine fremde Hilfe angewiesen und frei von finanziellen Abhängigkeiten.
    Da ich Erwerbsminderungsrente bekomme kann ich anderen Betroffenen helfen, das gibt mir etwas Positives zurück und ich sehe mich als Teil der Gesellschaft der auf diese weise auch etwas für sein Geld tut und eben an der Stelle besser helfen kann, als ich es im Berufsleben könnte, welches nix mit der Medizin zu tun hätte.
    Insofern ist das für mich eine Leidenschaft was mir aufgrund der Psychose eher als Bestimmung vorkommt, also das ich mit der Erkrankung wach gerüttelt wurde und so in diese Missstände und misslichen Lage gekommen bin um das und diese schwierige Situation verstehen zu können und vielleicht sollte ich ja eine medikamentöse Lösung oder Ansatz finden weil eben die Psychiatrie mit ihren finanziellen Abhängigkeiten und alles irre gegangen ist. So sehe ich das zumindest und die Ärzte sollten ja im Sinne von uns Betroffenen handeln was uns gut tut wo Andere und gerade die Profitinteressen die man aus dem Leid schlägt die letzte Sorge sein sollte.

    Cornholio vielleicht ist das ja irgendwie nachvollziehbar und in dem Sinne habe ich das als Teil der Erkrankung akzeptiert, was mir aber hilft eben besser stabil zu bleiben und diesen Druck abzubauen der sonnst entstehen würde, wenn ich all diese Dinge ignorieren würde. Also ich musste mich mit vielen unterschiedlichen Wahnhaften Problemen meiner Erkrankung beschäftigen, das ging quasi bis zu Weltuntergangsängsten und so und war auch etwas religiös angehaucht. Bisschen war von allem etwas dabei wo ich noch Seitenweise drüber schreiben könnte. Für mich war die Erkrankung vielleicht eine Suche nach dem Sinn meines Lebens oder des Lebens ist, wobei Psychosen ja schon sehr breitgefächert und bunt sind, also das lässt sich schwer verallgemeinern, ich denke da hat jeder seine eigene Geschichten und Erfahrungen und vielleicht gibt ja die Erkrankung die Chance über sich hinauszuwachsen.

  • Admin

    das finde ich auch die Krankheit kann eine chance sein. in der unbewusstes und menschliches verarbeitet wird. leider fängt die Psychologische Begleitung erst wieder an wenn es wieder ruhig und geordnet ist und nicht wenn erste Symptome auftreten und vieles ohne Medikamente behandelbar ist.

    der dialog und viel sprechen hilft. für mich auch im forum :smiling_face:


    Cornholio

    wie läuft es mit der Gesundheit?

    was hilft dir clean zu sein?

    meine Diagnose ist F.20.0 Paranoide Schizophrenie. Meine Medikamente sind Abilify Maintena Depot und Aripripazol Tabletten. Zur Nacht nehmen ich Quetiapin.

    Aber ja, was nimmst du eigentlich für Medikamente und was ist deine genaue Diagnose? Um so länger man einen klaren Kopf hat, desto geringer ist sicher das Risiko bei Drogen.

    der letzte satz finde ich richtig gut. ich habe spät angefangen und war über ein jahr clean. Ich denke der rückfall war einmal durch unwissen, also schlechte bildung über das eigene suchtgefächnis. Und zum anderen hat der Konsum auf die Medikamente bewirkt das ich schlechter schlafe und dann hätte ich eigentlich was zur nacht gebraucht. Aber habe es in illegalen substanzen gesucht.*


    *(EDIT: so genau stimmt das nicht, weil ich wieder gut geschlafen habe und etwas zur Nacht bekommen habe und dann Rückfällig wurde... also nicht richtig aber auch nicht komplett falsch)


    fühlst du dich clean wieder normal? hast du etwas was dich erfüllt?

    Und ist es nicht das was du und ich suchen und nicht der Konsum? z.B: Leichtigkeit, Entspannung, Sorglosigkeit, Selbstbewusst fühlen...

    Vielleicht auch Akzeptanz.

    🤔


    zu meinem namen, ich bin früher viel rad gefahren und es hat mir geholfen normal zu bleiben. Jetzt träume ich von einem neuen bike, und denke das ein 27,5 Zoll Laufradsatz oder ein 29er bike viel Spaß macht. 130 mm fully sollte fürs Mittelgebirge genügen ♡

  • Moin Cornholio,

    hast du auch das Symptom mit der Schlaflosigkeit?

    Du solltest dir trotzdem mal nen Termin beim Psychiater machen. Vllt. sind Medikamente in geringer Dosis sinnvoll um ne Chronifizierung zu verhindern. Das plänkeln mir die Psychiater die ganze Zeit vor, dass das passieren kann.

    Ich nehme 5mg Olanzapin immer Abends.


    Das mit dem Dümmer sein wird safe immer besser im Laufe der Zeit, da brauchst du dir nicht sone Gedanke machen. Obs jemals wieder wie vor dem Verhängnisvollen Joint wird, bleibt zu hoffen.

  • Servus alle zusammen,

    melde mich hier von daheim, allein in meiner Bude. Hoffe ihr hattet eine gute Woche soweit.


    Admin

    Ja, also ich denke mal im Namen von so einige hier, vielen Dank für dieses Forum! Für mich persönlich ist es das erste Forum in dem ich aktiv bin. Kenne mich mit IT überhaupt nicht aus, aber das ist bestimmt einiges an Arbeit und auch wenn es nicht so viel ist, muss hier bestimmt immer konstant eine gewisse Pflege reingesteckt werden. Habe am Anfang das Forum nur am Smartphone durchstöbert, was ganz gut ging und am Laptop ist die Handhabung einfach klasse. Das Design von der Page ist auch sehr cool! Ich persönlich hätte so ein Projekt früher oder später bestimmt fallen gelassen, weil ich so faul bin und halt oft Sachen nicht konsequent durchgezogen haben.

    Was die Krankheit angeht, ja vielleicht bietet sie Chancen. Meine größte Chance ist es überhaupt von den Drogen wegzukommen und irgendwie habe ich auch das Gefühl etwas wachgerüttelt geworden zu sein. Auch wie ich mittlerweile auf die Gesellschaft und auf Probleme blicke. Vieles habe ich gelernt nicht so ernst zu nehmen, weil ich gemerkt habe, dass man sich einfach auch einfach um sich selber kümmern muss, bzw. schauen muss wie man glücklich wird.

    Du hast ja schon wirklich jahrelange Erfahrung mit Psychosen. Da kann ich überhaupt nicht mitreden, aber irgendwo ist das ja auch interessant. Habe mal in einer Vorlesung zum Thema Schizophrenie auf YouTube gehört, dass viele Betroffene (rein subjektiv) trotz der Krankheit relativ glücklich sind. Objektiv gesehen (gemessen an sozialen Kontakten, "Teilhabe am Leben" usw.) gibt es viele Defizite, aber wen interessiert das, wenn man ja "rein subjektiv" zu Frieden ist. Ich glaube man lernt durch die Krankheit auch sehr die kleinen Dinge zu schätzen. Ich persönlich kämpfe auch mit Zukunftsängsten, aber wenn ich auf die Vergangenheit blicke, habe ich am Tag oft ein dankbares Gefühl. Es war wirklich der Horror. Und auch mit meinem Psychiatrieaufenthalt musste ich lange kämpfen. Ich war auf einer Station wo viele Patienten jahrelang (hat offiziell niemand gesagt, aber es war einfach so, da bin ich mir sicher..) drinnen waren. Ich weiss auch nicht ob die je wieder rauskommen. Die waren auch so um die 50 Jahre alt. Das wird mich für immer prägen und ich werde die guten Menschen da niemals vergessen.

    Ja und auch nochmal Danke für deine Medikamentenempfehlung und dass du hier deine Erfahrungen teilst. Das hat sicher schon vielen geholfen.


    Twentyniner

    Wie kann man sich denn eine Psychotherapie bei Schizophrenie vorstellen? Wie lange geht die, was sind die Inhalte usw. Also falls du Erfahrung damit hast..
    Habe auch schonmal versucht eine Selbsthilfegruppe zu finden, aber es dann wieder vernachlässigt. Mir tut es aber auch gut hier ein bisschen von der Seele schreiben zu können. Habe leider niemanden mit dem ich über mein Leiden sprechen kann/konnte...

    Was mir hilft clean zu sein? Die Angst vor der Psychose und dann komplett abzustützen! Bin richtig froh, meine Arbeit zu haben und soweit sicher auf den Beinen stehen zu können. Zwar arbeite ich nur Teilzeit und lebe von wenig Geld, aber momentan klappt alles und das habe ich sehr zu schätzen! Hatte mich schon auf betreutes Wohnen und die ganze Palette eingestellt...Ich habe auch echt etwas Glück gehabt mit meinem Job usw. Mein Vertrag ist auch unbefristet, was mir zeitweise bestimmt den Hintern gerettet hat..

    Meine Gesundheit ist momentan ganz ok. Nur habe ich halt oft diese Denkstörungen. Es ist oft so, dass ich ich in meinem Kopf Sätze konstruiere. Zum Beispiel Sätze, die ich hier schreiben könnte. "Genau so könnte ein Satz aussehen. Das ist echt nervig." "Ich weiss auch oft garnicht was ich denke" <-- So sind dann die Gedanken. Und länger. Zum Beispiel. Wenigstens kann ich mich von diesen Gedanken befreien, dann ist mein Kopf aber schlagartig leer und somit der Gedankenfluss gestört.

    Wurde deine Schizophrenie durch Drogen ausgelöst? Falls ja, kannst du erzählen was dein Auslöser war? Oder hast du erst nach Ausbruch der Krankheit angefangen zu konsumieren?

    der letzte satz finde ich richtig gut. ich habe spät angefangen und war über ein jahr clean. Ich denke der rückfall war einmal durch unwissen, also schlechte bildung über das eigene suchtgefächnis. Und zum anderen hat der Konsum auf die Medikamente bewirkt das ich schlechter schlafe und dann hätte ich eigentlich was zur nacht gebraucht. Aber habe es in illegalen substanzen gesucht.*

    Ich will dir ja keinen Mut zum Konsum machen haha. Du scheinst mit Drogen aber auch schon deine Erfahrungen zu haben, so wie es sich anhört.


    Normal fühle ich mich nicht. Habe oft irgendwelche Gefühle die ich garnicht einordnen kann, außerdem oft Angst und Unsicherheit, also rein vom Gefühl. Die Psychose gibt auch noch ihren Teil hinzu, aber meine Gefühlswelt wird sicher noch lange brauchen sich zu stabilisieren. Bin wirklich 10 Jahre dauerbreit gewesen und auch viel gefeiert.

    Zu meinen Beschäftigungen: Ich fahre halt viel Fahrrad, habe ein Crossrennrad, welches ich selber umgebaut habe. Ich kenne es auch während dem Fahren einfach (Negativbestimmt) nicht mehr weiter zu können. Dann setzte ich mich einfach irgendwo in die Natur, so lange bis ich wieder heim will. Ja, Meditation/Buddhismus hilft mir auch um nicht die Fassung zu verlieren und das kann ich auch jedem empfehlen, der etwas Zeit am Tag hat. Viel falsch machen kann man da ja nicht. Damit befasse ich mich sehr gerne. Außerdem auch etwas Yoga.

    So ein Fully MTB hätte ich auch richtig gerne. Die mit 27,5 Zoll sind echt der Hammer. Nur natürlich kosten die auch etwas....Leisten kann ich mir sowas leider nicht. Wenn du das Geld hast, dann hol dir doch so ein Bike. Das muss schon richtig gut tun, damit im Gebirge unterwegs zu sein. Für Fälle der Antriebslosigkeit vielleicht auch als E-Bike, dann sollte man aber auch etwas mehr Federung nehmen um das Gewicht von Bike mit abfedern zu können.


    Kuehnibert
    Das mit der Schlaflosigkeit hatte ich nur sehr selten und auch ehr im ersten Monat. Bin aber auch eine extreme Schlafmütze!
    Jaa, bei mir ist nur die Sache, dass ich keine offizielle Diagnose habe....Habe da so bisschen meine Gründe. Und ohne die Diagnose kann ich mir ja auch nicht einfach Neuroleptiker oder Antidepressiva verschreiben lassen.

    Ja die Chronifizierung, beziehungsweise nicht vollständige Genesung ist wirklich mein Risiko. Es gibt Studien die zeigen, dass Patienten, die sich erst nach 1-2 Jahren nach Ausbruch der Psychose in medizinische Behandlung begeben auch nicht mehr so gut auf die Behandlung ansprechen. Wer sich also direkt von Anfang an medikamentös behandeln lässt, dem seine Symptome sind also auch besser behandelbar. Es gibt aber halt auch Betroffene, die heilen einfach komplett ohne Medikamente aus. Es ist halt wirklich ein Spiel mit Kopf oder Zahl.

    Hattest du nicht vor schon von den 5mg zu reduzieren? Und warum nimmst du genau das Olanzapin, also welche Symptome sollen zum jetzigen Zeitpunkt genau damit behandelt werden? Interessiere mich wirklich für die Wirkung einzelner Medikamente. Vielleicht löst das Zyprexa ja auch einige deiner Negativsymptome (zum Beispiel Konzentrationsschwierigkeiten) aus. Oder soll es auch dieses Symptom behandeln?

    Ja ich hoffe auch wieder gesund zu werden. Vor dem Joint war ich nur psychisch auch nicht gerade fit. Vor ca. einem Jahr ging es bei mir schon mit den ersten Wahnvorstellungen los und dann habe ich mich immer mehr in da rein geritten. Zeitweise wieder fit gewesen und dann wieder konsumiert. Vielleicht wird das noch ewig dauern wieder klarzukommen, ich hoffe es zumindest auch.

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  • viele themen :smiling_face: ich gehe jetzt mal auf die psychotherapie ein. es wird verhaltenstherapie empfohlen. wobei ich mich nach 2 Therapeuten für einen tiefenpsychologen entschieden habe.

    diesen bezahle ich selber. Diesen besuche ich mit Unterbrechung seid 5 Jahren.


    Zusätzlich habe ich seid kurzem eine soziotherapie, eine ehemalige Sozialarbeiterin, mit der ich zu guten Verhältnissen in der Familie hin arbeiten möchte. Sie beschäftigt sich oder hat ahnung von zwischen menschlichen Strukturen. Das ist von der Krankenkasse mit 40 stunden genehmigt worden. Und kann verlängert werden.


    Selbsthilfe Gruppen die nicht moderiert werden, von Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen oder Ärztinnen gerne auch männlich, kann ich definitiv abraten. Ich war in der einzigen Selbsthilfe Gruppe, in einer großstadt, zu Schizophrenie und es ist retraumatisierend. Deswegen unbedingt darauf achten das es vielleicht ein offener Trialog ist zwischen Angehörigen, Patienten und Ärzten (m/w).


    Ich teile deine Erfahrungen. Leute die Geld von mir sehen, sind die einzigen im Leben da draußen, die mit mir reden und ich mit Ihnen. Das heißt Ärztinnen und Psychologinnen, Therapeutinnen (w/m/d).