Affektverflachung spricht für Schizophrenie

    • Offizieller Beitrag

    Niggo ,
    welche andere Diagnosen meinst du denn?
    Ich denke das mit der Affektverflachung hängt sehr stark mit den Neuroleptika zusammen. Neuroleptika dämpfen eben extrem und häufig werden auch recht hohe Dosierungen davon eingesetzt, das im Grunde kaum Affekte mehr vorhanden sein können.
    Gut letztendlich wird ja das meiste dieser Nebenwirkungen der Erkrankung zugeschoben, aber ich denke es ist zum Teil auch so gewollt das man psychisch Kranke lahmlegt. Das mit der Kriminalisierung der Erkrankten gibt es ja auch.

    Im Grunde müssen wir unsere Gesundheit hergeben damit sich andere wohlfühlen können. Wäre ja auch schlimm wenn Erkrankte dann doch noch Erfolg oder so etwas im Leben haben und das bestimmte Neuroleptika die Libido extrem runterfahren ist bekannt. Amisulprid etwa ist sogar in den USA verboten und wird hierzulande noch verordnet. Risperdal, Quetiapin oder Olanzapin dämpfen die Libido auch maßgebend wegen der Wirkung auf dem Prolaktinspiegel und ich denke das führt auch zu dieser Affektverflachung.


    Warum also um den heißen Brei rumreden wenn diese Affektverflachung teil der gewünschten Wirkung dieser Medikamente ist?
    Es gibt einige wenige Ausnahmen wie Aripiprazol zum Beispiel, aber das setzt man dann meist in so hohen Dosierungen ein das die Affekte auch reduziert sind.

    Warum müssen wir also immer alles auf die Krankheit/Diagnose schieben was im Grunde ja teil der Behandlungsstrategie ist?

  • Admin

    Ich glaube nicht, dass die Affektverflachung das gewünschte Ergebnis auf Lange Sicht ist. Schließlich merken die Patienten das und versuchen dem Ganzen Abhilfe zu verschaffen, z.B. durch Alkohol oder Absetzen. Ich meine, natürlich will man in der Klinik verhindern, dass Patienten auf einander oder die Einrichtung losgehen und stellt dementsprechend ruhig. Ich schätze, das große Problem ist eher, dass zu wenig an anderen Medikamenten geforscht wird, weil zu wenig Leute das haben, Psychosen also im Gegensatz zu Alzheimer keine Goldgrube sind.

  • Ich wiederhole mich, aber ich hatte die Affektverflachung schon vor der Einnahme irgendwelcher Tabletten. Bei einigen mögen die Tabletten die Ursache sein, aber eben nicht bei allen.

  • Also meiner Erfahrung nach kann man da durch z.b. Selbstwert steigernde Maßnahmen was gegen unternehmen. An der Stimme arbeiten, gerade Haltung, Blickkontakt üben, Lächeln lernen etc. man muss es halt nur machen, auch wenn einem gerade nicht danach ist 😺