• Hallo habe angeblich paranoide schizophrenie und habe negativsymptome also keine Gefühle mehr. Ich wollte fragen wie lange es dauert bis die wieder kommen? Kommt es eventuell von den Medikamenten? Oder von der Krankheit

  • Hallo,

    Ich vorher einen Beitrag geschrieben.

    Paranoid, bedeutet ungleich, man geht immer vom Skelett aus, wie eine Wage, wenn beide Seiten gleich sind ist alles Ok, bei einem ungleichgewicht, also para noidität, hängt eine Seite leicht, also ist schlaff, dadurch kommt es zu druck auf der einen hälfte und zu zug auf der anderen (depression).

    Die wenigsten Ärzte versuchen dass mit Einlagen oder physio zu therapieren, du musst die Nerven bzw. Die Lende an der Beckenrückseite trainieren, und so ein gleichgewicht schaffen, vielleicht hattest du mal einen Hexenschuss.

    Auf jedenfall stell an dir selber fest wo genau du an deinem körper eine depression also zug spürst masdier dich dort und versuch wieder grade, also im links rechts gleichgewicht zu stehen.

    Fühl dich mal und schau, wo du unterschiede siehst oder fühlst, dass kommt alles von diesen Nerven.

    Würde ich mal behaupten.

    Vielleicht stimmt dein Arzt dir zu und gibt dir Massagen und Lendenwirbel bzw. Rückentrainingskurse, dass kann schon mal leicht knaxen. (Seh dass bitte nur als tipp und nicht als anweisung)

  • Eti-eti wenn was gespalten wird, gibt es wieder ein vorne und hinten. Je öfter heißt also die Teile multiplizieren sich und werden immer kleiner. Eine komplette Spaltung ist also Unsinn. Funktioniert allein wegen der Unendlichkeit von Vorne und Hinten nicht.

  • Malicurry inwieweit sind deine Emotionen weg. Alles sind es nicht oder? Du meintest ja, dass du deinen Psychologen oder so recht gut findest. Welche Emotionen betrifft das konkret?


    Grüße

  • @Kuhnibert Nein also liebe kann ich keine empfinden ich weiß halt nur dass ich in ihn „verliebt“ bin da ich anfangs noch welche hatte als ich ihn kennengelernt hab, das hab ich jetzt einfach so übernommen. Bei mir sind alle Emotionen weg auch kein Libido mehr. Also: keine Trauer,Lust,Freude,Liebe,Wut,Ekel einfach alles

  • Bei mir ging diese emotionale Abflachung etwa ein halbes Jahr nach der Psychose wieder weg, als ich schrittweise das Antipsychotikum reduziert habe. So eine Gefühlsarmut kann aber auch in Zusammenhang mit einer Depression auftreten und du hast ja in einem anderen Post schon geschrieben, dass du dich depressiv fühlst. Dafür würde ich dir eine Verhaltenstherapie empfehlen und wenn du dich durch die Sedierung der Medikamente nicht zu einer Therapie in der Lage fühlst, würde ich das bei deinem Psychiater ansprechen und fragen, ob das Antipsychotikum entweder niedriger dosiert werden kann oder du zusätzlich ein Antidepressivum nehmen kannst, was anregend wirkt und den sedierenden Effekt ausgleicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn einem die Medikamente nicht mehr im Weg stehen, man sich relativ schnell aus der Depression befreien kann, mithilfe von verhaltenstherapeutischen Methoden. Ich habe allerdings vor der Psychose auch schon zwei Jahre Therapie gemacht wegen Depression und Sozialphobie und konnte was ich gelernt habe, dann erneut anwenden ohne noch mal einen Therapeuten zu sehen. Was mir auch geholfen hat und dir vielleicht auch helfen könnte, wenn es kein Problem für dich ist auf Englisch zu lesen und du nicht so schnell einen Therapieplatz bekommst, ist das Buch "Feeling Good" von David D. Burns. Die Übungen darin haben dazu geführt, dass es mir wirklich innerhalb weniger Wochen sehr viel besser ging. Bei der Suche nach Therapeuten würde ich dir empfehlen, erst einmal die Psychose nicht zu erwähnen, ich habe deshalb viele Absagen bekommen, weil sich viele Therapeuten damit nicht auskennen. Falls du dir einen Platz suchen willst, schreib einfach, dass du momentan sehr depressiv bist und unter Gefühlsarmut leidest, das erhöht deine Chancen zu einem Erstgespräch eingeladen zu werden.


    Wie lange es dauert, bis die Gefühle zurückkommen, kann ich dir nicht sagen, das ist vollkommen individuell. Aber ich hoffe, es macht dir ein bisschen Mut, dass es in meinem Fall recht schnell ging, sobald ich die Medikamente reduziert und aktiv gegen die Depression gearbeitet habe. Von nichts kommt allerdings nichts, ich habe auch gelesen, dass sich dieser Zustand sehr lange hinziehen kann, wenn man nichts dagegen tut, bis sich entweder dein Körper auf die Medikamente eingestellt hat und weitere Dopaminrezeptoren bildet um das Antipsychotikum auszugleichen oder man durch Reduktion und Therapie und / oder Antidepressiva einen Weg aus dieser inneren Leere gefunden hat.


    Viele dieser Negativsymptome gleichen sich mit Symptomen einer Depression und ich glaube nicht, dass sie so schlecht behandelbar sind, wie es von psychiatrischer Seite behauptet wird oder der einzige Weg dafür Medikamente sind. Ich glaube Psychose-Erfahrenen Menschen wird oft einfach der Zugang zu therapeutischen Mitteln verwehrt, weil sie schnell als unbehandelbar abgeschrieben werden oder stark überdosierte Neuroleptika eine Therapie erschweren. Mit Aktivität, einer Tagesstruktur und Selbstreflektion (vor negativen Stimmungen steht immer zuerst ein negativer Gedanke, auch wenn das in einer Depression manchmal so automatisch abläuft, dass man sehr genau hinschauen muss, um diese Denkfehler zu bemerken) kann man viel erreichen.

  • maxi bist du eigentlich männlich oder weiblich? Und in welchem Alter hattest du die Psychose?Weil man sagt ja dass bei Männern es länger dauern kann

  • Bei mir kam es fast ausschließlich vom Risperidon, ob das bei dir auch so ist, kann ich dir leider nicht sagen. Ich bin skeptisch was Negativsymptome betrifft, weil ich eben die Erfahrung gemacht habe, dass mir immer wieder gesagt wurde ich hätte Negativsymptome und es seien keine Nebenwirkungen vom Medikament, sich dann aber im Endeffekt rausgestellt hat, dass es doch zu 80% Nebenwirkungen waren und der Rest war eine depressive Episode und nicht chronisch, was Negativsymptome ja sein sollen. Das Problem mit Negativsymptomen sehe ich darin, dass sie sehr weit gefasst sind und sehr viele Dinge abdecken, die sowohl zu den Nebenwirkungen von Neuroleptika gehören als auch depressive Symptome sein können und das alles zudem dann auch noch als "schwer behandelbar" tituliert wird, sodass man als Psychiater nur eventuelle Patientenbeschwerden als Negativsymptome abtun muss, um sich die Arbeit leicht zu machen, um weder die Medikamente noch den Umgang mit Menschen, die Psychosen erfahren haben, kritisch zu hinterfragen. Bevor die Dosierung der Medikamente geändert oder ein anderes, eventuell besser verträgliches Medikament ausprobiert wurde, kann ein Psychiater unmöglich wissen, ob etwas ein Negativsymptom oder eine Nebenwirkung ist, trotzdem wird vieles schnell als Negativsymptom abgetan. Ich würde mich damit an deiner Stelle nicht zufrieden geben.

    Ich kann dir auch nicht sagen, dass alles an den Medikamenten liegt, ich musste mich als die Nebenwirkungen nachgelassen haben auch noch mit depressiven Restsymptomen herumschlagen. Was ich aber sagen kann, ist dass es ohne Medikamente meiner Erfahrung nach sehr viel leichter ist damit umzugehen, weil man wieder mehr Kräfte mobilisieren kann.

  • maxi danke für deine ausführliche Antwort! Wir sind gerade dabei mein Amisulprid abzusetzen und dann mal gucken ob das bei mir besser wird.. ich melde mich dann mal in ein paar Wochen wieder. Weiß allerdings nicht wie lange sowas dauert also wann die Gefühle eventuell wiederkommen nachdem man die medis abgesetzt hat.

    LG Marie

  • Bei mir ging das so nach und nach ab dem letzten Milligramm und hat so ein bis zwei Monate gedauert, bis sie komplett wieder zurück waren. Wenn sich da nicht sofort etwas tut, nicht direkt die Hoffnung verlieren, es dauert auch etwa zwei Wochen, bis das Neuroleptikum im Blut abgebaut wird, heißt nach jeder Reduktion dauert es etwa zwei Wochen, bis dein Körper auf die niedrigere Dosis eingestellt ist und du dementsprechend weniger Nebenwirkungen hast. Wenn du dich mehr zum Absetzen informieren möchtest, kann ich dir diese Broschüre empfehlen: https://www.dgsp-ev.de/fileadm…duzieren_und_absetzen.pdf