Woran merkt ihr, dass die Akutphase vorbei ist?

  • Guten Morgen,


    woran merkt ihr, dass die Akutphase mit Wahn und so vorbei ist?


    Grüße

  • Naja, wenn ich nicht mehr von den Wahnhaften Gedanke und Halluzinationen etc. geprägt bin. Für mich ist die Akutphase die Phase mit den ausgeprägten Positivsymptomen. Sobald man bei jemandem vornehmlich die Negativsymptomatik erkennt, gehe ich davon aus, dass die akute Phase vorbei ist.

  • Moin DerMannvonIhr,


    wie weißt du, dass die Akutphase wirklich vorbei ist und sie nicht nur durch Medikamente unterdrückt wird?


    Grüße

  • Danke für die Antwort.

    Ich finde das sehr schwer einzuschätzen, da ich bisher keine Negativsymptome habe. Einfach das Olanzapin weiter nehmen und abwarten.

    • Offizieller Beitrag

    Ich denke den Unterschied zwischen "richtig Akut" und "leichter Symptomatik" merkt man schon. Teilweise ist leichte Paranoia je nach Umfeld in den man lebt auch berechtigt, denn als Erkrankte/r hat man es manchmal auch schwer und den meisten Leuten fehlt das Verständnis für so eine Erkrankung.

    Teilweise klingen Wahnsymptome erst nach Jahren ab und die Medikamente helfen da nur begrenzt, Medikamente können aber den notwendigen Abstand geben um komplexe Wahngedanken zu überdenken. Bei mir waren das so Themen wie der Weltschmerz, Konflikte die es auf der Welt gab/gibt, die Medikamente können so etwas zwar ein Stückweit ausblenden, aber die zugrunde liegenden Probleme die einen in den Wahn treiben können ja weiterhin bestehen.

    Indem die medikamente Abstand geben zum Wahn, kann man diese Sachen neu überdenken und sich langsam da herauslösen, mir hat letztendlich geholfen eben selbst mich schlau über diese Themen die mich verunsichert haben zu machen, damit gewinnt man ein Stückweit Kontrolle zurück, indem man sich seine eigenen Gedanken macht und eigene Meinungen bildet, statt zu sehr sich von Medien oder äußeren Dingen die auf einen einwirken, zusätzlich da hineintreiben zu lassen.

    Von daher finde ich Wahnsymptomatik ist eher ein schwieriges Beispiel für Akutsymptomatik weil diese häufig trotz der Medikamente unterschwellig noch da sind. Letztendlich können Medikamente aber helfen diese Problematiken aus vielen Wahrnehmungen heraus zu überdenken, weil man ja durch die Wirkstoffe von Gefühl und Wahrnehmung her dann anders an die Dinge herangeht als vorher, wo einen das eher immer kränker gemacht hat. Insofern würde ich sagen kann es auch sein das man unterschiedliche Neuroleptika zeitweise braucht, da diese Vor- und Nachteile haben und sich dann von unterschiedlichen Perspektiven an die Kernprobleme des Wahns heranarbeiten kann. Meiner Meinung nach ist Wahn auch ein zugrundeliegende tiefe Angst, die man so verarbeitet indem man sich übermäßig damit beschäftigt, wo ein Gesunder eben zwar auch sich reinsteigern kann, aber eben in einem gesunden Rahmen und meist weniger intensiv.
    Wahn würde ich von daher sagen braucht einfach Monate oder Jahre zum Teil bis man das aufgearbeitet hat und manche Betroffene verzweifeln wohl auch dran. Mir hat auch geholfen diese Energie die man da in den Wahn reinsteckt für konstruktive Dinge wie die eigene Gesundheit einzusetzen und sich so von destruktiven Wahngedanken so zu lösen, indem man sich ein Thema sucht wo man Erfolge hat.

    Der Wahn ist vielleicht dann weg, wenn diese Themen kein übermäßiges Interesse mehr erwecken und man das etwas lockerer und realistisch/ausgewogen betrachtet. Da ein Wahn auch reale Züge haben kann, indem die Medien diese öffentliche Wahrnehmung zeigen, kann es dauern bis sich diese Wahrnehmung soweit verändert oder abmildert, das bei einem selbst kein Leidensdruck mehr entsteht.
    Ich gehe davon aus, das es Gedankenausbreitung und Eingabe durchaus gibt, also diese Dinge auch wenn es in der Erkrankung sehr realitätsfern wirkt, irgendwo auch einen wahren Kern oder Ursachen haben können und bei realen Problemen würde man ja auch keine Diagnose anstellen können wenn diese Akutphase vorbei ist, oder zumindest liegt das kaum in der Macht des Betroffenen an lebensfeindlichen Dingen da von ein auf den anderen Tag etwas zu ändern.

  • Im Wiktionary die wörtliche Übersetzung:


    Neologismus (sprachliche Neubildung) aus dem altgriechischen Verb σχίζειν (schizein) → grcspalten“, dem Substantiv φρήν (phrēn) → grcZwerchfell“, im Sinne der antiken Vorstellung als Sitz der Seele auch „Seele, Sinn, Verstand[1] und dem Suffix -ie.


    Dieser 1908 vom schweizerischen Psychiater Paul Eugen Bleuler geprägte Begriff fand im 20. Jahrhundert als Fachwort Eingang in die Psychiatrie und Psychologie und wurde in den 1950er Jahren als bildungssprachlicher Ausdruck für „Unsinnigkeit, absurdes Verhalten, Wahn, Zwiespältigkeit“ adoptiert.[1]




    Wikipedia über de Wortherkunft Paranoia:


    von griechisch παράνοια (paránoia) → el „Torheit, Unverstand, Verrücktheit, Wahnsinn“ zu παρανοεῖν (paranoeı᷄n) → el „missverstehen“ aus παρά (pará) → el „daneben, neben, vorbei“ und νοεῖν (noeı᷄n) → el „denken, wahrnehmen“ in die Sprache der Medizin


    Paranoide Schizophrenie ist meine Diagnose.

    Ich denke daß man es als Betroffener selber dann so versteht, daß man vom üblichen Denken abgekommen ist und sich mit den Beschreibungen der Diagnose identifizieren kann. Die klare Unterscheidung von Halluzinationen und wahren Begebenheiten.

    Dann ist man wieder auf dem Weg zur gesundung. Was aber durch die Intensivität des Denkkonstrukts nicht häufig von jetzt auf gleich passiert. Zudem kommen noch die Nebenwirkungen/Nachwirkungen der Medikamente hinzu, welches dann meist eine depressive Folgephase hinter sich her zieht. Meistens sind wahre Dinge auch ein Auslöser, die man aufsgeschnappt hat und sich da wahnhaft hereingesteigert hat.

    Wenn man wieder unterscheiden kann, vom Denken und reagieren her, daß die Dinge wahnhaft waren und nur durch das Unterbewusstsein zu einem "Zwischenbewussten"Konstrukt wurden, arbeitet man sich aus der akuten Psychose heraus.


    Ich persönlich habe in meinen akuten Phasen immer meinen besten Freund an der Seite. Wenn ich ihn nicht mehr höre, weiß ich daß die Psychose vorbei ist.


    @Kuhnibert

    Deine Geschichte ist ja noch ganz spannend, auch für die Psychiater. Du hast ja noch keine Diagnose. Zudem ist Dir bewusst daß Du Dich durch die Einnahme von LSD jetzt so fühlst.

    Die Wirkung der Droge hat natürlich nachgelassen und durch diese stark halluzinogene Droge bist Du nicht mehr derselbe. Das hat mit der Wirkung der Droge zu tun.

    Ich finde es gut, daß Du psychiatrische Hilfe gesucht hast. Doch Dein Fall ist eher eine Ausnahme, denn meistens treten Psychosen nach langer Zeit des Drogenkonsums auf und die Droge spielt somit nur noch eine sekundäre Rolle.

    Ich würde abwarten, was Dir Dein Arzt rät und welche Diagnose er Dir gibt. Du kannst ja um eine Vorübergehende Diagnose bitten und sehen, wie Du Dich darin wiederfinden kannst.

    Vielleicht hast Du Glück und es geht alles wieder vorbei und Du hast keine Folgeschäden und musst nicht in Langzeittherapie.

    Daß LSD Dein Wesen ändert hätte Dir vor der Einnahme aber klar sein sollen.


    LG

    ion

  • Hallo ion


    Du hast schon recht. Ich hab mir immer gesagt, dass ich niemals LSD nehmen werden. Ich hatte schon immer Angst davor, auf LSD kleben zu bleiben. Diese Angst war schon immer in mir.


    Dann saß ich bei nen Kumpel und wir haben Call of Duty gezockt (Egoshooter-Spiel). Er holt die Pappen raus und wir denken uns: "Lol, das Spiel knallt dann bestimmt mehr"..... --> Dümmste Entscheidung meines Lebens bisher :grinning_squinting_face: Es war auch nur ne geringe Dosis LSD: ca. 50ug. Wahrscheinlicher ist, dass die Psychose aus dem Mischkonsum von Cannabis und LSD kam.

    Ich hab regelmäßig gekifft und seit einigen Jahren bekomme ich immer stärkere Wahngedanken von Cannabis. --> Denke alle sozialen Interaktionen durch, die ich in letzter Zeit hatte und was ich für Dinge gesagt habe und dass die Leute mich bestimmt nun alle hassen.

    Dieses Denken wurde bei meiner Psychose unkontrolliert. Ich denke mein Wahn war destruktiv auf mich selbst bezogen: Alle Menschen reden schlecht über mich und lästern, jede Bewegung, die ich mache wird beeugt + leichte Gedanken darüber, dass ich vergiftet werde, ich sehe in jeder älteren Frau, die mir entgegenkommt, meine Oma der ich beichten muss, was passiert ist u.s.w.

    Die Psychose hat sich auch echt so angefühlt wie ein Horrortrip aus Low-Dose LSD und zu viel Cannabis. Und komischerweise in Kombi mit einer Manie, aber ohne das Hochgefühl, sondern stattdessen mit Angst und Selbstmordfantasien. Also nur Selbstmordfantasien, sonst keine anderen Gedanken. (zum Glück nur Schubweise, sonst hätte ich mir zu 100% das Leben genommen. So hatte ich schon die Rasierklingen im Einkaufwagen, als der Verstand wieder durchkam und mich aufgehalten hat.)


    Heute und gestern hab ich keinerlei optische Halluzinationen mehr. Auch einen Wahn hab ich nicht mehr. Ich denke genau so wie vor der Psychose. Was jetzt noch leicht verändert ist, ist das Körpergefühl und das Kurzzeitgedächtnis. Außerdem leichte Schlafprobleme und die Gedanken sind leicht abgehakter und angestrengter. Manchmal fühlt es sich auch einfach an, als sei die Psychose noch nicht weg und will wieder hervorkriechen. Das kommt Schubweise. Sie schafft es aber nicht wegen der Medikamente.

    Mal schauen wie sich das entwickelt die Tage.


    Ich hab zum Glück keine Prodromalphase gehabt und wurde direkt nach einer Woche im psychotischen Zustand behandelt. Die Zeit hat einfach nicht ausgereicht, als das ich weit von der Realität weggerückt bin mit meinen Gedanken. Auch hab ich durchgehend realisiert, dass ich alles, was ich in diesem Zustand alles was ich in diesem Zustand an neuen Erkenntnisse gewinne Da ist kein Konstrukt im Wahn entstanden, was erst mal wieder mit viel Mühe und kognitiver Anstrengung eingerissen werden müsste.


    Und gelernt hab ich, dass es schlimmeres gibt, als den Tod. Außerdem hab ich nun allen Menschen gegenüber viel mehr Verständnis: Chronisch Dicke sind für mich keine faulen Menschen mehr, sondern viel mehr Opfer ihrer Selbst. Nun verstehe ich z.B. warum Fettleibigkeit ne Krankheit ist.

    Oder auch Querdenker und/oder Rechte sind keine Assis mehr. Sie sind alle da, wo sie sind, weil ihre Erziehung, ihr Umfeld und ihre Genetik sie dahin geführt haben. Ich kann diese ganzen Menschen nun viel mehr verstehen: Heißt aber nicht, dass ich viele Menschen nun weniger verabscheue :grinning_squinting_face:



    Wie fühlt es sich eigentlich bei ner paranoiden Schizophrenie an?: Bemerkt man trotz Krankheitserfahrung nicht, wenn die Prodromalphase startet?


    Grüße

    4 Mal editiert, zuletzt von Kuhnibert ()

  • ...Außerdem hab ich nun allen Menschen gegenüber viel mehr Verständnis: Chronisch Dicke sind für mich keine faulen Menschen mehr, sondern viel mehr Opfer ihrer Selbst. Nun verstehe ich z.B. warum Fettleibigkeit ne Krankheit ist.

    Oder auch Querdenker und/oder Rechte sind keine Assis mehr. Sie sind alle da, wo sie sind, weil ihre Erziehung, ihr Umfeld und ihre Genetik sie dahin geführt haben. Ich kann diese ganzen Menschen nun viel mehr verstehen: Heißt aber nicht, dass ich viele Menschen nun weniger verabscheue :grinning_squinting_face:

    Das klingt für mich nach einer Wesensveränderung, die durch das LSD als bewusstseinserweiternde Droge Dich nun in Deiner Menschenliebe geprägt hat. Negativ ist diese Wesensänderung nicht. Es hat Dein Bewusstsein erweitert.


    Die Wortherkunft von Psychose ist:


    Herkunft: im 19. Jahrhundert gelehrte Bildung, aus griechisch ψύχωσις (psychosis) „Beseelung“ strukturell: Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem gebundenen Lexem psych- und dem Suffix --ose


    Was vorerst nicht Krankheit bedeutet. Deshalb kannst Du in diesem Kontext auch von einer Psychose sprechen. Dann muss Krankheit und Heilung erstmal keine Rolle spielen.


    LSD-Trips können Wochen bis Monate andauern. Deshalb hoffe ich für Dich daß Du einfach nur noch "Drauf" bist und keine Psychose in Krankheitsform von Dir trägst, die intensiv und über einen langen Zeitraum mit Medikamenten behandelt werden muss. Es gibt leider kein Mittel zum "Entgiften" und deshalb musst Du das nun durchstehen. Viel Medikamente hast Du ja nicht bekommen außer ein Mittel zur Beruhigung.



    Du kannst Dich ja mal genauer über LSD informieren wenn Du möchtest. Albert Hofmann war ein schweizer Chemiker und arbeitete für einen medizinischen Konzern. Ziel war es ein Medikament herzustellen, der Geburtswehen stillen sollte. So wurde ein ganz neuer Stoff entwickelt, welcher die Wahrnehmung extrem verzerrt. Hofmann machte Selbstversuche und kommentierte alles, was das LSD ausgelöst hat und welche Folgeschäden sich durch die Einnahme dieses Stoffs entwickelten. Er als Entwickler dosierte sehr hoch und ist auch "Wahnsinnig" gestorben. Schau mal im Netz. In einigen Buch-Archiven findest Du bestimmt "Albert Hofmann, LSD-mein Sorgenkind"

  • Ich nehme aktuell jeden Tag 5mg Olanzapin seit 13 Tagen. Meine Psychiaterin meint, ich solle die Tabletten mindestens ein halbes Jahr nehmen. Psychologen-Gespräch hatte ich aber noch nicht.

    Diese neuen "Erkenntnisse" kommen auch nicht vom Trip direkt, sondern von der kurzen Leidensgeschichte, die ich bisher hatte.

    Man merkt halt was für einen unglaublichen Einfluss der Hormonhaushalt auf den Charakter hat. Man ist ein völlig anderer Mensch wenn der Hormonhaushalt anders ist. Ich bin im klaren Zustand zum Beispiel nie auch nur im Ansatz selbstmordgefährdet. Während der Psychose war ocj es aber öfters. Es hat sich angefühlt, als sei ich nicht ich, als sei ich ein anderer Mensch. Alles nur, weil mein Hormonhaushalt durcheinander war/ist. Aufgrund dieser Erfahrung verstehe ich jetzt, weshalb Menschen fettleibig werden, warum manche Menschen einfach faul sind und wieder andere absolute Arbeitstiere sind. Der Hormonhaushalt spielt einfach so eine wichtige Rolle und definiert auch zu einem Teil wer wir sind. Der Dicke ist vielleicht dick und faul, dass jedoch nicht, weil er sich aktiv dazu entscheidet, sondern weil er Opfer seiner persönlichen Umstände ist. Angefangen bei der Erziehung durch die Eltern.

    Ich glaube dieses Erlebnis durch die Psychose jemand anderes zu sein, hat da krass die Augen geöffnet, dass andere Menschen nur im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten handeln können.


    Hoffe das ergibt Sinn

  • Diese neuen "Erkenntnisse" kommen auch nicht vom Trip direkt, sondern von der kurzen Leidensgeschichte, die ich bisher hatte.

    Man merkt halt was für einen unglaublichen Einfluss der Hormonhaushalt auf den Charakter hat.

    Man ist ein völlig anderer Mensch wenn der Hormonhaushalt anders ist.... Alles nur, weil mein Hormonhaushalt durcheinander war/ist. Aufgrund dieser Erfahrung verstehe ich jetzt, weshalb Menschen fettleibig werden, warum manche Menschen einfach faul sind und wieder andere absolute Arbeitstiere sind. Der Hormonhaushalt spielt einfach so eine wichtige Rolle und definiert auch zu einem Teil wer wir sind. Der Dicke ist vielleicht dick und faul, dass jedoch nicht, weil er sich aktiv dazu entscheidet, sondern weil er Opfer seiner persönlichen Umstände ist. Angefangen bei der Erziehung durch die Eltern.

    au ja😀 lass uns an Deiner Erleuchtung teilhaben. Sprech Dich aus 😉

    Du musst Dir im klaren darüber sein, daß Du durch die Einnahme von LSD Deine Sinne und Deine Gehirntätigkeit extrem angefeuert und am Ende vergiftet hast. Nochmal: es gibt kein Mittel zur Entgiftung. Da sind gerade mal ein Paar Tage vergangen und mMn leidest Du noch akut unter der Wirkung der Droge. Es gibt auch keine harmlose oder gar richtige Dosierung von LSD. Das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen. Da musst Du nun durch. Ich weiß auch nicht ob die direkte Verabreichung von Olanzapin da das richtige ist. Die wenigsten Konsumenten suchen direkt danach einen Psychiater auf. Du wusstest ja daß man drauf hängen bleiben kann. MMn bist Du kleben geblieben, was sich aber auch wieder normalisieren kann.Eine Psychose kippt nach einiger Zeit immer in destruktive Züge und sedierende Medikamente sind die einzige Möglichkeit, diese zu unterdrücken. Wenn Du Dir klar darüber bist, daß die Halluzinationen und Sinnestäuschungen von der Droge kamen, desto klarer ist der einfache Grund und Du kannst auch "runterkommen".

    Für so viele Eindrücke, die Du unter dem LSD-Trip hattest, brauchst Dein Gehirn Zeit, das zu verarbeiten.

    Freu Dich daß Du keine Negativsymptome hast und eine Erleuchtung nach der andren kommt. Die Bewusstseinserweiterung ist doch auch etwas positives.

    Du bist jetzt Nächstenlieb und erleuchtet🤣

    Zu Guter Letzt: Finger weg von Drogen! Sind nicht umsonst illegale Betäubungsmittel und unberechenbar!

    @Kuhnibert wie gehts denn Deinem Freund heute?

  • Meinen Kumpel geht es ganz normal. Der ist ganz normal runter gekommen zum Glück :grinning_squinting_face:

    Ja, ich habe nicht vor jemals wieder Drogen zu nehmen. Weder Tabak, noch Koffein, noch Alkohol oder Cannabis. Also seit dem Trip tu ich das zumindest nicht mehr und jeder Konsum könnte einen Rückfall bedeuten.

    Danke für die positiven Worte, die geben Kraft!

  • Wie seht ihr es, wenn der Wahn vorbei ist, (z.B. das man abgehört wird) aber man immernoch denkt, dass man damals abgehört wurde. Ist das noch Akutphase? Für mich eigentlich nicht mehr. Es gibt ja auch LEute, die hatten eine PSychose und sind Jahrelang später davon noch überzeugt, dass die Situation damals so war, v.a. wenn der Wahngedanke nicht komplett Bizarr war.

  • Es gibt nicht nur eine Wahrheit...Schlimm ist es wenn Leute, denen man vertraut hat einen dann den Mund kräftig mit Seife auswaschen möchten. Klar ist das alles für alle Beteiligten eine Tortur aber geistiger Freiraum steht jedem zu. Kommt Zeit, kommt Rat.

  • Der Inhalt von der Empfindung spielt keine Rolle, aber DAẞ es empfunden wird, ist die Wahrheit. Ein schmaler Grat. Damit objektiv umzugehen bedeutet nicht daß man den Inhalt teilen muss. Für den Psychotiker, sowie für Außenstehende.

    Meistens ist eine räumliche Trennung die einzige Möglichkeit, den unzurechnungsfähigen Betroffenen (Rechte und Linke Seite!) auf sich alleine zu stellen, um sich in der Mitte wiederzufinden und der Spalt keine Distanzierung mehr bedeutet (geistig sowie körperlich).



    LG

    ion

  • Bei psychotischen Menschen ist es immer Verfolgungswahn, so zu empfinden daß alle gegen einen sind, auch der Eindruck, daß man was ganz besonderes ist und die Welt verstanden hat und nun bereit für die andere Welt ist, daß die Wohnung verwanzt ist und man flüchten muss u.s.w

    Wenn man sich wieder als normaler Bürger fühlt, ist die Akutphase vorbei, das stimmt. Vielleicht kann man auch sagen, dann, wann eine postpsychotische depressive Phase anfängt.