Keine Seele mehr

  • Hallo,

    Leide seit einigen Monaten an post-psychotischer Negativsymptomatik. Die sieht so aus das ich keinen wirklichen Gedanken mehr habe oder auch kein richtigen Emotionen, Antrieb etc.

    Als ob ich keine Seele hätte....

    Gibt's Erfahrungen diesbezüglich oder auch Erfolgsgeschichten?


    LG Aaron

  • Nimmst du Antipsychotika? Mir ging es nämlich ganz genauso als ich noch auf 3mg Risperidon war, es ist allerdings mit jeder Reduktion ein bisschen besser geworden, gerade was die abgeflachten Gefühle betrifft. Meine Lebensfreude ist immer noch nicht richtig zurückgekehrt, aber ich fühle mich schon wieder "menschlicher", nicht mehr so sehr wie ein Zombie. Meine Psychose ist jetzt drei Monate her. Also ich würde sagen gib dir Zeit, such dir Tagesziele, es hilft sehr gegen die Depression aktiv zu sein und was zu haben, worauf man stolz sein kann und vielleicht sprichst du mal mit deinem Psychiater über die Symptome, weil die zum Teil auch von Neuroleptika kommen können. In Kliniken wird oft überdosiert, vielleicht ist es ja möglich, dass du ein bisschen runtergehen kannst und dann nicht mehr so abgeflacht bist.

  • Ich hab diese Symptome seitdem ich 5mg Ability eingenommen hab. Vorher war mein Kopf voll mit Zwangsgedanken und komischen einzelnen Wörtern, wahrscheinlich auch Gedankenlaut werden. Das ist jedoch jz schon ein paar Monate her und ich hab in der Zwischenzeit auch andere Neuroleptika wie Amilsulprid bekommen aber das hat rein gar nix gebracht. Bin Immo auf Reaglia eingestellt (seit paar Tagen). Das schlimmste ist diese Gedankenleere...ich kann einfach nix denken, mein Opa liegt im Krankenhaus und es trifft mich überhaupt nicht bin nur in diesem monotonen Zustand:(

  • Wenn die Symptome erst auf Abilify angefangen haben, würde ich auf jeden Fall mit deinem Psychiater darüber reden, ob die Antipsychotika wirklich noch nötig sind oder ob du sie gerade eher zur Prophylaxe nimmst und ob da die Dosis sein muss, die du bekommst. Hast du überhaupt noch psychotische Symptome? Ich mag dir die Medikamente jetzt nicht schlecht reden, falls sie dir helfen, aber da ich weiß wie quälend dieser monotone Zustand ist und er bei mir durch Reduktion besser geworden ist, kann ich dir nur empfehlen, zu versuchen ein bisschen von den Antipsychotika runterzukommen, wenn du keine psychotischen Symptome mehr hast. Ein Teil davon sind sicher auch Negativsymptome, zum Beispiel die Antriebslosigkeit, aber eine Depression macht normalerweise keine so starke emotionale Abgeflachtheit und Leere im Kopf, im Gegenteil, viele Antidepressiva sollen ja gegen zu viel Grübeln helfen. Das schreibe ich in meinem Fall eher den Medikamenten zu und nach vielen Erfahrungsberichten, die ich gelesen habe, ging es vielen anderen gerade auf Risperidon auch so. Abilify soll etwas besser sein, wie es bei Reagila aussieht weiß ich nicht, aber im Allgemeinen haben all diese Medikamente einen sedierenden Effekt, der einen runterfährt, sowohl kognitiv als auch emotional, das ist sogar gewollt, weil dadurch Patienten in Klinikumfeldern mit wenig Personal leichter unter Kontrolle zu bekommen sind. Wenn du Zeit und Lust hast, schau dir vielleicht mal die Doku "Nicht alles Schlucken - Leben mit Psychopharmaka" an, mir persönlich hat es sehr geholfen dort Berichte von anderen Menschen zu hören, denen es auf Antipsychotika ähnlich ging und es gibt auch viel Hoffnung, sie jetzt im Gespräch zu erleben, nachdem sie keine Medikamente mehr nehmen und zu sehen wie lebendig sie wieder sind und dass sie auch kognitiv wieder in der Lage sind komplexe Gespräche zu führen, mitzufühlen und sich differenziert auszudrücken. Was ich dir auch empfehlen kann, solltest du über Reduktion nachdenken, ist "Bevor die Stimmen wiederkommen" vom Psychiatrie Verlag, darin sind Erfahrungsberichte von anderen Psychose-Erfahrenen, die teilweise auch ohne Medikamente Krisen überstanden haben und viele nützliche Tipps wie man Krisen vorbeugen kann, sodass man sich nicht mehr nur auf die Medikamente verlassen muss, die einen so sehr von der Welt abschirmen.

  • Bin Immo auf Reaglia eingestellt (seit paar Tagen). Das schlimmste ist diese Gedankenleere...ich kann einfach nix denken, mein Opa liegt im Krankenhaus und es trifft mich überhaupt nicht bin nur in diesem monotonen Zustand:(

    Ich glaube das ist unter Abilify(Aripiprazol) besser! Damit hatte ich unter 5mg nie wirklich Probleme. Ich kenne das aber sehr vom Olanzapin das man innerlich sich wie ausgebrannt fühlt, ganz unangenehmes Gefühl.

  • Ave1337
    Hier im Forum findest du eine Medikamentekombination mit niedrig dosierten Aripiprazol (5mg oder Bedarf) bei dem die Negativsymptome durch spezielle Antidepressiva deutlich reduziert werden, vor allem durch das Bupropion. Ob sich diese ADs auch mit den Reagila vertragen welches du gerade hast, weis ich nicht.
    Mein Tipp wäre wenn du weiterhin diese Leere hast, dann vielleicht trotzdem auf das Abilify zurückwechseln. Abilify macht eher etwas Unruhig und dagegen und gegen andere Probleme helfen die Antidepressiva:
    Medikamente für Psychose (Empfehlung!)


    Zum Reagila kann ich dir nix sagen, das hatte ich noch nie. Das Abilify fand ich von denen die ich hatte am Verträglichsten und mithilfe dieser ADs bekommt man die Restsymptome und Negativsymptome gut in Griff.

  • Also ich bin überhaupt kein Fan von Abilify, ich hatte wirklich die aller extremsten Nebenwirkungen von dem Zeug. Extreme Unruhe das ich gar nich mehr still sitzen oder liegen konnte oder auch die heftigsten Kopfschmerzen überhaupt.

    Hab mich damit üüüberhaupt nicht wohl gefühlt.....deswegen ein No-Go für die Zukunft. Das Reagila soll ja speziell für die Negativsymptome sein und darauf hoff ich jz erstmal. Dazu versuch ich soviel Sport wie möglich zu machen um meine Serotonin-Speicher wieder zu füllen. Das ist der Plan immoment

  • Das Reagila soll ja speziell für die Negativsymptome sein und darauf hoff ich jz erstmal.

    Das hat es wohl bei jedem Neuroleptika schon geheißen, die Fortschritte sind oft nur minimal. Im Grunde wird das Dopamin gedämpft und das hat meist ähnlich schlechten Effekt auf die Negativsymptome. Von daher wäre das mit Bupropion(SNDRI Antidepressivum/Nikotinentwöhnungsmittel/ähnlich ADHS Mitteln) gut, aber ob sich das mit Reagila verträgt weis ich nicht. Das wären dann die Feinheiten.



    Hab mich damit üüüberhaupt nicht wohl gefühlt.....deswegen ein No-Go für die Zukunft.

    Hattest du wirklich nur 5mg Abilify und sonnst nix weiter dazu eingenommen und wie lange das ungefähr?
    Das mit der Unruhe würde man mit den Antidepressiva normal auch wegbekommen, das wären eher die Feineinstellungen, aber kann auch wirklich so sein das es gar nix für dich ist.

  • Hi, hab den Beitrag über Google gefunden.


    Also bei mir ist es genauso, ich habe keinen inneren Monolog mehr, hatte ich aber mein lebenlang davor, das bedeutet ich höre meine Gedanken nicht mehr, ich kann nicht denken. Die letzte Zeit ist auch meine Motorik komplett eingeschränkt, meine Konzentration komplett im Eimer, ich kann kein TV mehr schauen, planen nicht möglich, ich habe diesen leeren Blick ins nix, wenn ich TV oder sonst was sehe, 0 affekt, emotion, schwingungsgefühl, sex keine freude, ich fühle mich nicht in meinem körper, was mir noch aufgefallen ist das ich wie plötzlich erstarre, ich leide sehr lange schon, geholfen hatte eine Freundin zwischenzeitlich, medikamente nehme ich keine, neoroleptika verstärken die Symptome nur.


    Heute hatte ich wieder einen Zustand wo ich geweint hab und mich umbringen wollte, dann hilft wieder spazieren gehen mit musik, werde mir eine katze holen wieder.


    Ich weiss nicht ob es bei mir vllt hebephrene schizophrenie ist, am schlimmsten finde ich es das ich mir wie geistig behindert vorkomme und keine entscheidungen treffen kann, schizophrenie ist in meinen augen eine geistige und seelische kranheit zusammen.


    Das Frontalhirn hat wohl 5% aktivität von dem was ein normaler Mensch hat, dort ist die Seele eines Menschen.

  • itzmeseroga
    schau dir das mit den Medikamenten hier mal an:
    Medikamente für Psychose (Empfehlung!)

    Damit lässt sich gut leben.

    Letztendlich liegt vieles an der Therapie/Medikamenten die wir einnehmen und die es zum Teil auch braucht. Die Medizin hat ihr Maß verloren und verdient sich dabei dumm, von daher sollten wir Erkrankte auch selbst sehen wo wir bleiben. Mit der verlinkten Medikamente-Kombi Kombi kann man leben. Zudem bekommt man Erwerbsminderungsrente bei einer Schizophrenie, also auch wenn man nur ein paar Jahre gearbeitet hat.
    Man sollte die Möglichkeiten nutzen die man hat, denn letztendlich kann man sich da nur selbst rausziehen. Hilfen und Möglichkeiten gibt es immer, nur müssen wir bereit sein diese auch anzunehmen und an uns selbst denken, statt Anderen oder den Ärzten diese Kontrolle / Verantwortung abzugeben.
    Suizid und so ist wirklich nur das Allerletzte Mittel und es gibt wie gesagt sehr gute medikamentöse Möglichkeiten die man in Betracht ziehen sollte und auch oft finanzielle Möglichkeiten sich da etwas abzusichern.

  • Letztendlich wird uns nur geholfen wenn wir das auch wollen und selbst das in die richtige Richtung lenken. Es passiert auch nur Gutes wenn Einer damit anfängt.

    Meiner Meinung nach werden 95% der schizophren Erkrankten schlecht medikamentös behandelt. Ein Hoch auf die Leute die dieses kranke System wo Kranke seelisch gar ausgesaugt werden konstruiert haben.

    Es gibt also diese Hilfen oder Möglichkeiten, das schwierige ist nur diese zu finden und anzunehmen. Hier etwa kann ich das auch nur nahelegen und die Informationen dazu geben, beim Handeln ist jeder selbst gefragt, damit das dann gemeinsam mit Hilfe des Psychiaters möglich wird.

  • Danke ich werde es versuchen, ich habe eine sehr stressige Zeit hinter mir mit Psychoseschüben, dannach ist es alles gekommen mit schwersten Depressionen. Als ich innerlich Tot im Bett lag täglich musste ich mir noch kindergeschreie anhören, 7 Kinder hat meine Schwester, jetzt ist sie weggezogen, es war zu schwer für meine Eltern den Kindern mal zu sagen das sie zuhause bleiben sollen und nicht hochkommen, meine Eltern haben mich traumatisiert zusätzlich, mir alles mögliche unterstellt, erniedrigt und mein Zustand wurde 5x schlimmer. In die klinik zu gehen wollte ich nicht, geholfen wurde mir nie nur auch alles schlimmer gemacht, freunde habe ich keine mehr, ich habe zu grosses herz um mit diesen menschen mich abzugeben, die haben mich ausgenutzt, obwohl sie wussten wie es mir geht, mich beklaut zuhause usw...das zu schreiben war jetzt wirklich eine Herausforderung, ich habe da wie gesagt kein schwingungsgefühl, es läuft nicht flüssig ab, sondern alles wie geschtottert.


    Zusätzlich habe ich noch BWS syndrom und gastritis welches wohl vom stress kam, das bedeutet ich wache jeden tag mit rückenschmerzen auf zwischen den schulterblätter und das essen kommt ständig hoch ich muss mich alle 3 minuten dann räuspern so geht das jeden tag mit diesen 2 sachen zusätzlich ein jahr lang.


    Meine hobbys kann ich nicht mehr nachgehen wegen den kognitiven ausfällen, das war programmieren unf musik machen manchmal, ich habe da auch keine begeisterung mehr, wahrscheinlich eben auch wegen dem kognitiven


    Es ist wirklich so als wäre ich nur ein körper alles andere ist nicht da, dann noch dieser leere blick ständig... ich fühle mich nich hungrig ich fühle keine trauer wenn ich weine, keine liebe und keinen orgasmus, ich habe bald einen Termin für MRT vom Kopf welchen ich selber bezahle da der psychiater keinen grund sah, dannach evtl noch MRI scan vom kopf, ich habe versucht omega 3, vitamin d, l tyrosin, 5 htp


    Vitamin D verringert die ansteckungsgefahr auch vor corona, sowas sagt kein arzt kommischer weise und ihr müsst blutverdünner einnehmen wenn ihr corona schon habt, hat mir auch keiner gesagt


    Ich hatte die britische corona mutation, war 15 tage krank

  • Ich hätte niemals gedacht das es so einen Zustand überhaupt geben kann, meine diagnose ist paranoide schizophrenie mit minus symptomatik im vordergrund, diese diagnose bekam ich vor ca 5 jahren, rente bekomme ich auch seitdem... ich kenne leute die lassen sich freiwillig neuroleptika spritzen, also vorgetäuschte krankheit damit sie die rente bekommen... morgen gehe ich zum arzt in der früh, was mir noch aufgefallen ist, ich bin sehr lichtempfindlich geworden und bekomme kopfschmerzen starke

  • Den zustand habe ich noch länger, geholfen hatte katze, drogen und freundin, das letzte jahr ist es extrem geworden weil ich mich komplett verloren habe so kommt es mir vor..ich kann mir selbst nicht helfen langsam macht es mir wirklich angst.. wie soll ich mir helfen wenn ich keinen inneren monolog habe das ist sowas wie der innere kompas eines menschen + keine gefühle


    Ich bin mir ziemlich sicher mrt wird geschädigtes frontalhirn zeigen oder etwas anderes



    Bei mir ist das nicht nur negativ symptomatik sondern traumatisierung und schwere depression zusammen