Zwangsmaßnahmen (Noch ein Mittel der Wahl?)

  • Ich wurde bei meiner ersten Psychose in Handschellen von der Polizei in die Psychatrie gebracht und ans Bett geschnallt . Dann kam eine Ärztin und gab mir eine Spritze. Ich hatte Todesangst , weil ich dachte ich werde totgespritzt . Ich habe mich mit aller Kraft gewehrt und hatte es fast geschafft , die Gurte aufzureißen . Dann wirkte das Mittel und ich konnte mich erst wieder 2 Tage später erinnern , dass ich mit einem Pfleger geredet habe. Das war eine traumatische Erfahrung , die ich niemandem wünsche. Ob es gerechtfertigt war , kann ich nicht mehr beurteilen. Man sagte mir , ich stellte eine Gefahr für mich und andere dar , weil ich im Wahn sehr aggressiv war .

  • Hallo,

    mir ging es bei meiner ersten Psychose ganz ähnlich wie Björn. Als ich in die Psychiatrie kam, wusste ich nicht, was das war. ich dachte mir, es sieht irgendwie ein bisschen wie ein Krankenhaus aus, aber irgendwie doch nicht. Eine Schwester sagte mir: "Nehmen Sie nun jetzt Medikamente, oder nicht?" Ich sagte, ich brauche keine, bin nicht krank.

    Etwas später stürzten sich mehrere Schwestern auf mich, haben mich auf eine Liege geschnallt, und eine Ärztin verpasste mir eine Spritze. Ich dachte auch, ich werde umgebracht, und hab mich wie verrückt gewehrt. Wirklich traumatisch!

    Ich hätte mir gewünscht, dass man wenigstens am Anfang gesagt hätte: "Sie sind hier in einem psychiatrischen Krankenhaus. Wenn Sie die Medikamente nicht nehmen, müssen wir Sie ans Bett schnallen und Ihnen eine Spritze geben."

  • Hallo,

    mir ging es bei meiner ersten Psychose ganz ähnlich wie Björn. Als ich in die Psychiatrie kam, wusste ich nicht, was das war. ich dachte mir, es sieht irgendwie ein bisschen wie ein Krankenhaus aus, aber irgendwie doch nicht. Eine Schwester sagte mir: "Nehmen Sie nun jetzt Medikamente, oder nicht?" Ich sagte, ich brauche keine, bin nicht krank.

    Etwas später stürzten sich mehrere Schwestern auf mich, haben mich auf eine Liege geschnallt, und eine Ärztin verpasste mir eine Spritze. Ich dachte auch, ich werde umgebracht, und hab mich wie verrückt gewehrt. Wirklich traumatisch!

    Ich hätte mir gewünscht, dass man wenigstens am Anfang gesagt hätte: "Sie sind hier in einem psychiatrischen Krankenhaus. Wenn Sie die Medikamente nicht nehmen, müssen wir Sie ans Bett schnallen und Ihnen eine Spritze geben."


    Hallo,

    mir ging es bei meiner ersten Psychose ganz ähnlich wie Björn. Als ich in die Psychiatrie kam, wusste ich nicht, was das war. ich dachte mir, es sieht irgendwie ein bisschen wie ein Krankenhaus aus, aber irgendwie doch nicht. Eine Schwester sagte mir: "Nehmen Sie nun jetzt Medikamente, oder nicht?" Ich sagte, ich brauche keine, bin nicht krank.

    Etwas später stürzten sich mehrere Schwestern auf mich, haben mich auf eine Liege geschnallt, und eine Ärztin verpasste mir eine Spritze. Ich dachte auch, ich werde umgebracht, und hab mich wie verrückt gewehrt. Wirklich traumatisch!

    Ich hätte mir gewünscht, dass man wenigstens am Anfang gesagt hätte: "Sie sind hier in einem psychiatrischen Krankenhaus. Wenn Sie die Medikamente nicht nehmen, müssen wir Sie ans Bett schnallen und Ihnen eine Spritze geben."

    Oh Gott, was ist das denn?! Ich hätte mich auch gewehrt.

  • Wie denkt ihr über Zwangsmaßnahmen? Einigen denke ich hat das auch geholfen, andere werden davon eher traumatisiert.In d

    Zwangsmaßnahmen sind per Gesetz nur bei Eigen- oder Fremdgefährdung erlaubt. Da diese oft nicht belastbar festgestellt werden kann (in diesen Fällen wohl oft weil schlicht nicht vorhanden), ist diese Rechtsnorm ein absoluter Gummiparagraph der durch Beamte oder Psychiater nach belieben gefüllt werden kann. Hab da mein persönliches Trauma erlebt und bin deshalb für die Abschaffung oder zumindest sollte tatsächlich etwas vorgefallen sein bevor das gemacht werden darf und nicht einfach "Der Psychiater sagt, da könnte was passieren."

  • Naja, ich bin bei meinen Psychosen meistens per Zwangseinweisung in die Psychiatrie gekommen, ich war ja nicht krankheitseinsichtig. Bei "Fremdgefährdung" genügte bei mir: "Ist nicht in der Lage, sich adäquat um ihre Kinder zu kümmern". Was ja auch stimmte.

    Hinterher war ich froh, in Behandlung gekommen zu sein (bis auf dieses erste Mal mit der Fixierung), und gesund wieder entlassen zu werden.

  • Der Psychiater der damals bei mir war und ausführlich mit mir gesprochen hat, hat selbst keine Eigen- oder Fremdgefährdung feststellen können. Kurze Zeit darauf hat sich jemand beschwert weil ich auf eine Beleidigung hin die zukünftige Unterlassung dessen mit etwas verbalen Nachdruck forderte (normalerweise nichts besonderes) und dann hat der selbe Psychiater mal eben aus dem Nichts eine angebliche Fremdgefährdung festgestellt. Was meinste wie ich mir da komplett verarscht vorkam!