Reizüberflutung

  • Hallo zusammen, im Mai 2015 hatte ich meine erste psychose. Erst wurde mir eine drogeninduzierte und polymorphe psychose diagnostiziert, aber nach meinem nächsten Schub hieß es paranoide schizophrenie. Nach meinem dritten Schub hatte ich zwei Jahre lang, so eine art von "Reizüberflutungen", der Zustand kam alle vier Tage und fing immer gegen 18 Uhr an und ging 6 Stunden lang. In diesem Zustand hörte ich stimmen ( innerhalb meines kopfes) und hatte psychische schmerzen. Ich konnte mit niemanden sprechen, und musste mich immer hinlegen. Diesen Zustand kann ich nicht näher beschreiben, da ich diese Empfindungen nicht beschreiben kann. Nach cirka zwei Jahren kamen diese "reizüberflutungen" immer seltener und heute ist es so das sie nur noch unregelmäßig kommen und schwach sind.

    Stimmen höre ich keine mehr und auch alle anderen Symptome sind mittlerweile fast weg, obwohl ich die Medikamente reduziert habe statt sie zu erhöhen. Kennt jemand diesen Zustand? Mittlerweile bin ich schon fast drei Jahre lang ohne psychose.

    • Offizieller Beitrag

    Ich glaube so etwas nennt sich "schizophrenes Residuum".

    Normal geht man ja davon aus das drogeninduzierte Psychosen eventuell wieder ganz abklingen, da bei deinen nächsten Schub "paranoide schizophrenie" festgestellt wurde, sieht man wohl die Droge die du vorher hattest eher als Brandbeschleuniger einer Erkrankung(Schizophrenie) die auch ohne Drogen irgendwann mal aufgetreten wäre.

    Wie alt bist du jetzt?

    Falls du mit ganz wenig Neuroleptika (etwa Bedarfseinnahme) leben möchtest könnte dich diese Kombi interessieren, die unter anderem auch bei der Negativsymptomatik sehr hilft aufgrund unterschiedlicher Antidepressiva, welche anders als üblich eingesetzt werden.
    Medikamenteempfehlung Psychose

    An sich helfen auch die reduzierten Medikamente die du hast grade so ausreichend was ich persönlich auch lange Zeit gemacht habe eben nur das was nötig ist einzunehmen. Die oben beschriebenen Medikamente(Antidepressiva) ermöglichen es einfacher das Neuroleptikum Minimal einzunehmen und gleichzeitig entgeht man einen Teil der Symptomatik die bei so einen Residuum auftreten.
    Ich hab damit zumindest deutlich weniger Negativsymptome und arbeiten fällt mir deutlich leichter so das ich die grundlegenden Dinge wie Haushalt und diese Dinge gut/leichter hinbekomme.
    Gut ich bin auch kein Arzt, aber mich haben diese üblichen Therapien enttäuscht und das man beim reduzieren eh meist auf sich allein gestellt war. Letztendlich muss man sehen wo man bleibt, wozu eben auch ein gutes Verhältnis zu seinem Psychiater/in von Bedeutung ist.

    Gut ich bin jetzt 33 und hab die schwierigste Zeit denke ich schon hinter mir. Bei mir war es keine drogeninduzierte Psychose, eventuell durch Antidepressiva damals wurde der Ausbruch beschleunigt. Diese Kombi von Antidepressiva zusammen mit einem Neuroleptikum(Bedarf) ist was Anderes, also ich kann nur empfehlen das mal zu probieren und zu schauen wie man das Beste aus der Situation rausholt.
    In der Hinsicht kann ich etwas Hoffnung machen, weil der Unterschied schon gravierend sein kann, bei mir war das so.

  • Stimmen höre ich keine mehr und auch alle anderen Symptome sind mittlerweile fast weg, obwohl ich die Medikamente reduziert habe statt sie zu erhöhen.

    Richtige Taten bringen richtige Ergebnisse^^


    Aber Vorsicht: Nach der langen guten Zeit mit wenig Medikamenten kommst du nur allzu leicht in Versuchung auch diese noch abzusetzen. Die letzten Milligramm sind die mit Abstand kritischsten und sollten nicht mal eben so leichtfertig abgesetzt werden.