(17 jahre schizo-erfahrung)

  • guten morgen @all,

    ich war schon öfters in diesem forum, leider hatten der admin(mag keine kritik) und ich uns zerstritten, dann war ich aus diesem weg, wir haben uns aber wieder vertragen, aber ich bin immernoch nicht ganz der meinung vom admin(medivorschlag). natürlich helfen seine medis, aber ich denke nicht jeden, da jeder körper und psyche unterschiedlich sind.
    ende der erklärung.


    ich bin schon 17 jahre schizophren, habe mich nie 100% gefühlt, erst jetzt seit ca 3 monaten. im krankenhaus dachten ärzte mich nicht hinzukriegen, trotzdem gaben sie nicht auf und haben mit ekt(elektrobehandlung mit narkose) und mein jetziges clozapin mir sehr gut geholfen. ich bin jetzt top drauf.
    ich bin der meinung sagen zu müssen, habt bitte nicht so viel angst vor der ekt-behandlung, es ist nicht gefährlich, zumindest nicht wenn man in der zeit alk trinkt. ich hab nach dem besuch im krankenhaus wieder alk getrunken und dann sagten die ärzte das sie mich so nicht behandeln können/dürfen. aber ehrlich gesagt fabd ich es langsam genug mit der ekt-behandlung und wie es aussieht hab ich recht behalten.

    also denkt dran, bei einer ekt-behandlung, kein alk oder drogen die tage zuvor zu nehmen.

    Gruß Ingo

    ps.: ich beantworte gerne eure fragen, ihr könnt mich wirklich alles fragen, denn ich bin jetzt 47 jahre und habe viel gesehen und gelernt.

  • Hallo Ingo,

    freut mich dass du hier bist.

    Ist ja wichtig auch mal kontroverse Meinungen zu hören.


    Ich frage mich zwei dinge:


    Meine Halbschwester (18) ist schizophren, hat ihre Wut nicht unter Kontrolle, will ihr Medikament (olanzapin) loswerden und ist aber null krankheitseinsichtig. Ich bin seit dem Film take this broken wings und einer Begegnung mit einer anderen schidzophrenen in der Klinik überzeugt dass das (zumindest streckenweise) geht.

    Hast du Ideen/Tipps zu?


    Für mich selber frage ich mich, womit ich die von den medis hinterlassen Lücke sinnvoll füllen soll und wo man Leute auftreibt, die nach einer (oder mehr) psychose(n), ihre medis erfolgreich ausgeschlichen haben. In diversen Leitfäden wird empfohlen, Kontakt mit diesen aufzubauen, aber außer bei Ex-In scheinen die sich bedeckt zuhalten. Versteh ich ja auch nur zu gut. Von Ex-In habe ich wegen Wochenende noch keine Antwort bekommen. Hast du da noch was?


    Gruß

    KitKat

  • hallo KitKat , ich kann deine halbschwester verstehen, denn olanzapin ist nicht gerade angenehm. am besten wäre sie geht mal ins krankenhaus. ich bin gegen risperidon und olanzapin. aripripazol geht(nehme derzeit(clozapin), müßt ihr mal sehen was euer oder ihr psychiater sagt. am besten wäre auch eine betreuung, wenigstens gesetzlich.


    ich bin nicht gegen das absetzen, sage aber das es oft nicht möglich ist, darum halten sich viele psychiater zurück. ich hab das absetzen wohl häufiger erfolglos gemacht und dann kam bei mir auch die psychose öfters zurück.

    Gruß Ingo

    • Offizieller Beitrag

    Meine Halbschwester (18) ist schizophren, hat ihre Wut nicht unter Kontrolle, will ihr Medikament (olanzapin) loswerden und ist aber null krankheitseinsichtig.

    Gegen Wut helfen Antidepressiva die auf das Noradrenalin(Bupropion oder Duloxetin Beispielsweise) wirken. Also auch da wäre so eine Medikamenteumstellung gut.

    Krankheitseinsicht ist nur gegeben wenn es einen mit den Medikamenten auch besser geht. Kann jeden verstehen der das ablehnt. Olanzapin macht sehr dick und eine Art innere Leere was ich sehr unangenehm fand. Aripiprazol wäre da deutlich verträglicher man bleibt offener von der Art, 5mg reichen da oft aus von der Dosis. Gegen Wut und Stimmungsschwankungen helfen die Neuroleptika nur leicht indem diese die Symptome während der Einnahme unterdrücken, die Antidepressiva stabilisieren das dauerhaft und nachhaltig also das wäre zusätzlich zu einen (möglichst niedrig Dosierten) Neuroleptikum wohl auch bei deiner Schwester eine gute Option.
    Also eine gut behandelte Schizophrenie muss kein Nachteil sein. Mir ging es bezüglich Stimmungsschwankungen vorher auch sehr schlecht und ich hab früher oft gehaust und herumgeschrien deswegen. Da können eben bestimmte Antidepressiva Abhilfe schaffen aber es fehlt von Wissenschaftlicher und ärztlicher Seite eben jegliche Grundlage der den Einsatz von diesen Antidepressiva bei Schizophrenie überhaupt einfach ermöglicht.
    Die Medizin trennt da zu stark. Medikamente werden da meist nach ihren Namen (Antipsychotika/Neuroleptik, Antidepressiva, Antiepileptika) gegeben und so Kombinationen sind schlecht erforscht, vermutlich auch weil die Pharmaindustrie mit so etwas wenig oder kaum Geld verdienen kann.

  • Hallo Ingo,

    arbeitest du noch bei der Lebenshilfe und hat sich das für dich gelohnt? Bin am überlegen das auch zu machen.

    Musstest du oft zu so Außenarbeitsplätzen?

  • hallo angelika,

    ja ich bin noch bei der lebenshilfe, großes geld bekommt man dort nicht, aber besser als sinnlos zu hause zu sitzen. das mit dem außeneinsatz war bei der gärtnergruppe. ein paar mal war ich auf 1. arbeitsmarkt, demnächst wird ein jobcoach mit mir nach einen neuen arbeitsplatz aufm ersten arbeitsmarkt suchen.
    im moment bin ich bei der schredderei, die ganz neu gebaut wurde/wird und es gefällt mir dort super.

    falls du interesse hast, kannst mich bei skype ansprechen: https://join.skype.com/nreiCaE45HJ7

    gruß Ingo

    • Offizieller Beitrag

    Von Abilify hat sie Ausschlag bekommen und ist dick geworden. Wir suchen noch eine Lösung..

    Ich hatte auch mal von Bupropion einen Hautauschlag bekommen = Allergische Reaktion.
    Mein Ratschlag wäre da mal zu einen Hautarzt zu gehen und eine Tablette davon mitzunehmen, diese/r kann dann Blut abnehmen und das mit der Tablette ins Labor schicken um zu sehen wie stark die Allergie überhaupt ist.
    Bei mir war der Hautausschlag unter Bupropion relativ heftig am ganzen Körper, ich hab es dann 2-3 Wochen abgesetzt und weil die Allergie nur ganz leicht eigentlich unter der Schwelle war dann nochmal probiert und es hat dann ohne Allergie trotzdem funktioniert.
    Also es kann durchaus eine gewisse Sensibilisierung stattfinden.

    Cariprazin (Reagila) wäre ein neues Neuroleptikum was glaube ich von der Wirkweise dem Aripiprazol zumindest ähnlich sein soll, vielleicht wäre das einen Versuch wert und würde sich eventuell mit den Antidepressiva auch gut kombinieren lassen wobei man da schauen muss ob Bupropion(SNDRI) ausreicht oder eben ein SSRI Antidepressivum noch sinnvoll ist.

    Normal kann man Neuroleptika gut mit den neueren selektiven Antidepressiva kombinieren aber muss man sich eben genau anschauen grade wenn man da etwas neues probiert.