• Ich probiere aktuell ein neues Medikament aus, Aripiprazol.


    Wenn ich so Medikamente nehme, frage ich mich wirklich jedesmal, bei dem, was das Medikament macht und Nebenwirkungen, ob es mir nicht lieber ist und doch besser geht, ohne das Medikament und ich ohne besser dran bin.


    Das Ding ist: Die Medikamente, die ich bis jetzt hatte, die meisten, machen mich ziemlich antriebslos und so schleppend und müde und träge, und das macht es schwerer, etwas zu tun. Wo ich doch sonst Motivation habe und mich auch fit und mich nicht antriebslos dafür fühle. Auch wenn ich Motivation habe, etwas zu tun, bin ich dann eher antriebslos und sowas.


    Neben anderen Nebenwirkungen, die das haben kann.



    Es hilft mir zwar schon ein bisschen, besser fokussieren zu können und einen Fokus zu finden z.B.

    Oder mit anderen Sachen hilft es etwas.

    Vorher:


    Wie ein riesiges wirres sich bewegendes 3dimensionales Gekritzel in meinem Kopf oder wie Stapel und Berge an Papier. Die ich alle gleichzeitig sehe.


    Eine Stunde nach Einnahme des Medis:


    Plötzlich mehr so wie eine Linie, wie ein breiter Streifen.

    So fühlt es sich an. Und so fühlt sich meine Wahrnehmung dann an. Und so ist dann meine Wahrnehmung.



    Ich kann plötzlich wieder besser fokussieren auf eine Sache. Und eine Sache finden. Und vielleicht dann besser an etwas dran bleiben.


    Nicht alles gleichzeitig nebeneinander.


    Und Abstand gewinnen.


    Und ruhiger in mir und vor allem in meinem Kopf.


    Dennoch, was das Medi sonst macht, frage ich mich eben jedes Mal, dass ich es auch ohne hinbekomme und das auch nicht viel besser ist. Wenn ich mich dann wegen dem Medi eher antriebslos und müde und so fühle oder andere Nebenwirkungen habe, keine Ahnung.
    Da habe ich ohne Medi wenigstens die Fitness und Motivation und den Antrieb, etwas leichter zu tun. Und mit Symptomen bin ich jetzt sonst auch klar gekommen.

    Wie macht ihr das dann? Mit dem Medi und diesen Wirkungen? Oder gewöhnt man sich da dran und dann wird das wieder?

    Ist das bei euch auch so?

    Ich möchte mich wirklich nicht so schlapp und antriebslos fühlen wegen dem Medi, wo ich doch sonst Motivation habe, etwas zu tun. Ist einfach schon mühsam, so.

    Rat?


    Lg Claudia

  • Jetzt nehme ich neu Aripiprazol, 5mg, am Abend.


    Kein weiteres. Risperidon hatte ich vorher.



    Mir ist leicht übel und ich weiss nicht, ob es vom Medi sein könnte. Fühle mich so komisch in der hinsicht gerade.


    Ich hoffe, kann das sein, dass das vorbei geht und man sich daran gewöhnt und das nur am Anfang ist?

    Es macht mich mal weniger träge als Risperidon.

    Dennoch leicht antriebslos hab ich das Gefühl, aber weniger als das andere.

  • Risperidon habe ich auch bekommen. Es hat gegen meine Wahnzustände aber nicht geholfen. Wenn du starke Symptome hast, wird dein Arzt die Dosis wahrscheinlich erhöhen.


    Noch verspüre ich nichts positives von Aripiprazol. Aber ich habe es bisher auch erst einmal genommen.


    MfG

  • Risperidon fand ich ganz schlimm. Abilify 5mg ist eine gute Dosis. Relativ wenig aber wirkt akut auch sehr gut. Nachteil ist leichte Restsymptome weil Abilify etwas anders wirkt als übliche Neuroleptika.

    colors of a night das mit dem Aripiprazol finde ich ist toll das du probierst. Anfangs kann so was wie Übelkeit oder leichter Schwindel da sein wenn es von der Wirkung her ansetzt, das lässt wieder nach also so das du da normal nix mehr von spüren solltest. Glaub das war bisschen wie wenn man auf irgend einer Droge ist zu beginn, aber schwer zu beschreiben.

    Ich würde dir für später dann empfehlen das du dir Bupropion(SNDRI Antidepressivum) + Citalopram (SSRI Antidepressivum) mal zusätzlich zum Aripiprazol aufschreiben lässt. Grade das Bupropion verbessert die Wirkung des Aripiprazols und lindert die Negativsymptome deutlich. Ich empfehle das ja hier eh öfters, vielleicht ist das ja auch was für dich, aber schau erstmal wie du so zurecht kommst, so Umstellungen brauchen etwas Zeit.

    Bupropion wirkt wie Kaffee also macht Wach und verbessert die Konzentration. Unter Aripiprazol kann man etwas innere Unruhe haben was man etwa bemerkt wenn man wenig Geduld hat oder schnell / rassant Auto fährt also etwas wie getrieben ist. Das Bupropion hilft gegen diese Innere Unruhe sehr und hilft sehr gegen die Negativsymptome, also man kann sich deutlich besser konzentrieren da sollte vom Gedächtnis her vieles leichter fallen.
    Ist aber kein Standard da muss man explizit seinen Arzt danach fragen und wenn Bupropion dann würde ich im nächsten Schritt Citalopram auch empfehlen, bezüglich bestimmter Nebenwirkungen die man so reduzieren kann.

    Wenn man die Medikamente richtig kombiniert kann man durch die Wechselwirkungen auch die Nebenwirkungen reduzieren auch wenn das gefühlt vom Aripiprazol kaum welche sind wirst du den Unterschied dann sicherlich erkennen. Gut bisschen Glück gehört immer dazu das man die Medikamente auch gut verträgt, gibt etwa auch Allergien und anderes was man auf Tabletten bekommen kann von daher bisschen mit Vorsicht rangehen.
    An sich sind Antidepressiva deutlich verträglicher als Neuroleptika(welche bei Psychosen eingesetzt werden), Antidepressiva haben meiner Meinung nach ähnlich viel Nutzen wie Neuroleptika bei Schizophrenie werden aber eben häufig da falsch eingesetzt und als wirkungslos abgetan.

    Man muss da oft selbst seine Erfahrungen sammeln weil die Pharmakonzerne einen meist nur das neueste und teuerste verkaufen wollen aber das oft nicht das Beste ist. Ich hatte damals auch Risperdal-Consta und Xeplion was die teueren Spritzenvarianten von Risperdal sind und das war für mich wie die Hölle. Von Aripiprazol gibt es (relativ) günstige Tabletten und auch so ein teueres Spritzen-Depot, die Spritze ist eher unpraktisch und recht hoch dosiert, also davon würde ich gänzlich abraten. 5mg ist relativ wenig, das wird häufig in höheren Dosierungen eingesetzt, was ich als Betroffener kaum nachvollziehen kann warum übliche Dosierungen da eher bei 10-15mg liegen.
    Also bei den Neuroleptika gilt im Allgemeinen eher das Minimaleinnahme besser ist als zuviel hab da schon viel darüber gelesen.
    Wegen der Antidepressiva kann das auch ermöglichen das man später noch weniger vom Neuroleptikum(Aripiprazol) braucht also die 5mg nur noch eine Woche im Monat einnehmen kann ohne Probleme, aber das würde dann nur mit den Antidepressiva gut funktionieren.
    Muss man immer auch schauen was man beruflich macht und inwiefern man sich eventuelle Schlafstörungen und so leisten kann falls du mal so eine Umstellung planst.
    LG


  • Ich fühle mich irgendwie gerade elend mit dem Medi.


    Mir ist scheisse übel.


    Und ich fühle mich zittrig innerlich, irgendwie.


    Mit Risperidon habe ich mich mehr träge, schwer, antriebslos gefühlt, also so dass körperliche Bewegungen mir schwer fielen und es schwer wurde, dagegen anzugehen und mich zu etwas aufzuraffen. Aber sonst keine Übelkeit oder so, sonst war es gut.


    Ansonsten war Risper okay. Aber das fand ich dann eben auch einfach wirklich sehr mühsam, so wenig Energie zu haben und diese Schwere und Trägheit. Hatte es einen Monat genommen...


    Diese Antriebslosigkeit und Trägheit habe ich dafür weniger beim Arip, von dem her wäre es besser als beim anderen.


    ... Aber keine Ahnung... geht mir jetzt echt auch nicht so gut damit... was kann ich machen oder wie wäre es besser oder was?