Schizophrenie, und wie weiter beruflich?

  • Hallo Zusammen,

    Vielleicht gibt es hier Leute, die irgendeine Idee haben für mich, wie ich einen Weg finden kann hier?

    Es ist so, ich hab Schizophrenie diagnostiziert jetzt offiziell, seit diesem Jahr. Ich bin 23 und eigentlich in Ausbildung, ich hab sonst keinen Abschluss, ausser Fachmaturitätsabschluss. Und was an Arbeitserfahrung in ein paar Bereichen.


    Nun, so schlimm ausgeprägt sind die Symptome bei mir gar nicht. Hab keine Halluzinationen z.B. Keine Stimmen, die mich stören.


    Meine, wie mein Psychiater sagt, gestörte Kommunikation findet niemand als gestört oder störend oder weiter beeinträchtigend, und es funktioniert, ich hab Mitarbeiter und Leute gefragt.



    Nun, es ist auch so, dass ich in der Ausbildung, in dem Beruf, den ich jetzt mache auch nicht wirklich glücklich werde, es mich nicht erfüllt, ich daran verzweifel und das mir auch schwer macht und mich fertig macht. Und das hat auch Auswirkung auf meine Zufriedenheit und auf meine Gesundheit. Abgesehen davon, dass ein paar Sachen der Krankheit zusetzen und mitspielen.


    Ansonsten habe ich nichts, das für meine Mitmenschen am Arbeitsplatz störend ist.


    Nun, ich suche nach einem Weg, den ich gehen kann, beruflich, der mit mir zusammenpasst.


    Ich könnte problemlos 50% arbeiten. Wenn ich etwas finde, das mir entspricht.



    Es ist jetzt aber auch so, ich habe Talente und Potentiale, worin ich wirklich gut bin und wo ich aufblühe, die mich erfüllen, wo ich Spass dran habe. Und ich würde gerne damit etwas machen können in dem Bereich, auch beruflich.


    Das da wäre:


    Ich würde so gerne etwas kreatives machen und die Möglichkeit dazu haben, dies zu tun und solche Projekte zu machen und damit etwas zu arbeiten.


    Ich kann gut Drehbücher schreiben und Theaterstücke und Dichtung. Darin habe ich Talent. Und es macht mir Spass.


    Ich hab ein gutes Vorstellungsvermögen, kann Bilder wie Musik im Kopf komponieren. Ich kann ganze Welten und Charaktere erschaffen. Ich verstehe die Menschliche Psyche intuitiv. Und ich setze mich gerne mit verschiedensten Themen auseinander.


    Ich wollte etwas im Filmbereich finden, einen Platz für mich.


    Ich male auch.


    Nur, es ist auch Phasenabhängig, wie ich arbeite. Mal bin ich motivierter und deutlich leistungsfähiger, mal nicht. Stimmungswechsel eben.


    Wobei ich für diese Sachen auch von der "Krankheit" inspiration bekomme.



    Nur, wie und womit kann ich zu Geld kommen? Wie könnte ich mir das so einrichten, dass es mit der "Krankheit" funktioniert.


    Wie kann ich dem folgen und das umsetzen, etwas kreatives, etwas mit meinen Talenten zu machen und mich damit irgendwo einbringen?


    Und welche Jobs gibt es, oder was könnte ich tun, damit ich an Geld komme? Was ebenfalls zusammenpasst mit dem, wie ich funktioniere?


    Wo kann ich mich einbringen und wie kann ich etwas daraus machen?


    Und ich scheine nicht so funktionieren zu können, wie das System normal funktioniert oder will, wie ich funktioniere. Ansonsten, ich für mich selber komme eigentlich klar soweit mit den Sachen, mit meiner "Krankheit"... wenn ich nur einen Weg finden würde, damit auch etwas tun zu können in dem Sinn.... sodass es funktioniert.


    Irgendeine Idee, was oder wie ich das machen könnte?

  • Ne, muss auch nicht alles lernen, das kann ich nicht.


    Tatsächlich würde ich gerne das Schreiben und Drehbücher zu meinem Hauptbereich machen.


    Weiss nur nicht, wovon ich dann Geld bekomme um zu leben.


    Das wäre schön, würde ich jemanden finden, für den oder mit dem ich zusammen arbeiten kann in dem Bereich.


    Wäre vielleicht eine Idee.


    Würds ja gerne sogar studieren. Aber Geld.


    Ausser ich bekomme, da ich krank bin, unterstützung vom Sozialwesen.

    ...

    Und vielleicht wäre ja bereit einen kleinen Job zu machen zu kleinem Prozentsatz, falls das verlangt wird.


    Will mich aber nicht irgendwo reinzwingen lassen, was mir noch mehr zu schaffen macht.

  • Hey, ich habe damals sehr große Probleme während meiner Ausbildung gehabt. Da waren einige akute Schübe dabei, da war ich so krass in meiner Traumwelt, keine Ahnung wie ich es überhaupt zu Ende bringen konnte...


    Jdfls. wollte ich dir einerseits den Rat geben zu versuchen deinen aktuellen Job evtl. durchzuziehen falls irgendwie ein Ende in Sicht ist. Wenn du erst einmal die Ausbildung hast, findest du ja evtl. eine Firma und eine Version deines Jobs die dir besser liegen. War bei mir so, während der Ausbildung dachte ich nur, falls du die sch..e bis fünfzig durchhälst, dann hast du deine Schuldigkeit getan... nach sieben Jahren habe ich dann was gefunden, das ich mir nicht besser hätte ausmalen können.


    Zweitens erinnern mich deine Sorgen von wegen, was soll ich nur tun das mir Geld bringt auch stark an mich. Ich hätte damals immer irgend etwas allgemein taugliches studiert, auch wegen diesem Gedanken... nach ca. 20 Jahren in der Berufswelt wünschte ich, ich hätte einfach versucht zu erreichen was mir Spaß macht. Ich meine, wer braucht den tausendsten BWL Studenten? Wenn jemand den Wald mag oder so, dann soll er einfach Forstwesen studieren und sehen was dabei rum kommt. Ich meine Spezialisten werden immer gebraucht, zur Not muss man halt weit weg ziehen, aber wenn du gut bist in was du tust, dann wirst du sicher gebraucht werden...


    und wenn du deshalb nur als Harzer und mit Gelegenheitsjobs um die Runden kommst, dann ist das halt so. Lass dich beraten wie du es finanzieren kannst, fast nirgends auf der Welt ist es leichter an die Uni zu kommen.

  • Gut, ich war vorher schonmal so bisschen in dem Bereich unterwegs und hab mal bisschen Filme gemacht und Erfahrung dort gesammelt.


    Hab da ein wenig Kontakte, die ich fragen kann.

    Eine andere Idee, wo ich jetzt gerade unterwegs bin und Unterstützung bekommen kann:


    Ich bin ja wirklich kreativ und ich würd gerne etwas kreatives machen und darin wäre ich wirklich gut und könnte Punkten.

    Ich glaube, es dürfte mir auch mit der Krankheit möglich sein, das zu tun, zumal es mich auch mehr erfüllt.

    Überlegung steht im Raum, die Ausbildung vielleicht zu wechseln und etwas in die Richtung zu machen, was Grafik oder Fotografie angeht.

    Meint ihr, das passt mit Schizophrenie und dass das gut geht?

    Ich hätte für so etwas schon alle Vorraussetzungen, die ich brauche und könnte da etwas vorweisen. Ein Jahr Kunstschule, Fachabitur abgeschlossen in Gestaltung und Pädagogik. Und was an Erfahrung dafür.

    Ich kann auch gut Zeichnen und Malen und sowas und wie gesagt, jede Menge Ideen haben.

    Und etwas mit Texten.

    Aber ich mache jetzt erstmal weiter und gebe mein Bestes hier.

    Aber vielleicht passt es wirklich nicht so gut mit der Krankheit und bin deswegen nicht mehr dafür gemacht oder in der Lage dafür und zu wenig Erfüllung.

    Es ist hald, zwei Jahre noch durchstehen die Ausbildung?

    Oder durchquälen, wenn ich an meinen Grenzen laufe?

    Ich würde es ja gerne durchziehen, wenn es mir möglich ist. Und wegen den echt guten Arbeitskollegen, mit denen ich offen über meine Sachen reden konnte.

    Aber die Frage ist auch, wie gut stehe ich es dann durch und wie geht es mir denn dabei? Und schaffe ich es, um es auch gut abzuschliessen?

    Es tut echt weh, hier aufzuhören, denn ich will so gerne das weiter machen und es auch können.

    Andererseits wäre etwas kreatives und anderes zu machen, wirklich besser geeignet für mich bzw. ich wäre dafür vielleicht wirklich besser geeignet. Und merkwürdigerweise fühle ich mich dort auch hingezogen, so vom Herzen.

    Ich mache jetzt erstmal hier weiter, bekomme dann aber bald Berufsberatung.

    Aber dann hätte ich auch Geld und kann nebenbei dennoch Drehbücher schreiben und damit versuchen, irgendwo hin zu kommen.

  • Von Künstlern allgemein sagt man dass sie eher arm sind.


    Die meisten Filme werden in USA gedreht glaub ich, Hollywood. (Hab mal gehört die Amis nehmen unsere Autos und wir ihre Filme^^^^)


    Auf jeden Fall aufn Teppich bleiben. (aber mein Teppich, der kann fliegen.Lol)


    ich würde bei sowas aufs Gefühl hören. Nimmst du momentan Medikamente?


    Und gibt es da keine Jobs wo man Drehbücher schreiben kann? Gibt ja genug deutsche Bücher die verfilmt werden.

    Inwiefern du das kannst oder noch reinwachsen musst und ob du es packst kann dir nur der liebe Gott sagen oder du weisst es selber.


    Wenn du mit wem redest kannst dir ja manche anschauen. Wenn du Overprogamer-Ideen hast dann wirst du überall gerne gesehen. Also Ideen die viele ansprechen, also für die Masse.


    Ich habe wirklich keine Ahnung von der Filmerei und vielleicht ist ja wer im Forum der da Ahnung hat, aber das ist das was ich aus der Ferne so denke.

  • Ja, es gibt auch die Möglichkeit, über einen Verlag zu gehen, wenn man einen findet, wo man reinpasst und die die Idee gut finden.
    Oder eben Leute finden, die etwas daraus machen und einen reinholen können.


    Also zumindest, ich traf viele Schauspieler, die meine Sachen geil finden.

    Und ich traf einige Leute, die meine Sachen geil finden.

    Nun, ich könnte schon eine Ausbildung machen und wechseln in einen kreativen Bereich und das für Werbung einsetzen, was hald Geld bringt und so auf der anderen Seite Kreatives und das Schreiben auch anderer Sachen weiterentwickeln.
    Gut möglich, dass das mit der Krankheit womöglich besser funktioniert, als das, was ich jetzt mache.

    Hmm, hab mal gehört, hier in der Schweiz gibt es einen Mangel an Drehbuchautoren. Weiss nicht, ob es immer noch so ist.

    Ich nehme momentan keine Medikamente. Vielleicht würden Medikamente mir in jedem Fall helfen. Aber ehrlich, ich will keine Medikamente nehmen und vor allem nicht in der Dosis, ich nahm es schon mal und hab schon mal meine Erfahrung mit dem Medikament gemacht und hab mich letztendlich schlechter gefühlt oder zumindest auch nicht besser gefühlt, es half im ersten Moment vielleicht und es half sogar einmal, besser Schreiben zu können, oder in niedriger Dosis, aber dann half es auch nicht viel besser und nicht auf Dauer. Aber ich würde nur eine niedrige Dosis nehmen und vertragen, sonst fühle ich mich wirklich schlechter. Das war bis jetzt so.

    Oder gibt es ein Medikament, das meinen Körper und mich wenigstens nicht so verdammt schlapp und träge macht? Weil ich fand das dann anstrengender mit der Zeit und fühlte mich damit mieser mit der Zeit, als mit manchen Krankheitssachen selber.... und fühlte mich ohne Medi motivierter und energievoller, etwas zu tun (wobei, das kommt auch auf die Phase, in der ich bin, an, aber trotzdem und so allgemein.) Ausser, keine Ahnung, vielleicht könnte es ja doch etwas helfen...

  • Du scheinst doch schon einen guten Plan zu haben. Wenn du Kontakte hast, würde ich diese auf jeden Fall nutzen!


    Weisst du, ich glaube nicht, dass es das gibt, dass man von jetzt auf sofort seine Träume erreichen kann. Ich würde dir an dieser Stelle gerne mehr Mut zusprechen, doch gelingt es mir gerade nicht so gut (auch, da ich mich in einer ganz ähnlichen Situation befinde wie du.)

    Wie Voicestream schreibt, bis er was hatte was zu ihm passt hat es sieben Jahre gedauert.

    Es ist ein Weg, der sich entwicklen darf.


    Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass du mit deiner Krankheit authentisch sein kannst. Und dass sie dir sogar Kraft gibt, Ideen schenkt, das ist ein ganz ganz wertvolles Geschenk. Ich glaube nicht, dass sie dir im Weg steht, so wie du schreibst. Aber ob du besser Medikamente nehmen solltest, dass kann ich nicht einschätzen.

    Das du siehst und anerkennst, was du kannst und gerne machst, das ist ganz ganz wertvoll, behalte es bei!!

    Ich habe auch erst im letzen Jahr so richtig gespürt und gelernt, was es heißt der Intuition, also dem Ruf des Herzens oder dem inneren Kompass oder wie man es nennen mag zu folgen. Und ich sag dir, das zieht manchmal so heftig an einem!! Als ob ein Baby schreit und du musst ja dann aufstehen, du kannst es ja nicht schreien lassen. Und dann ist man müde und man hat keinen richtigen Bock, aber man macht es aus einem ganz puren Gefühl heraus. Aber auch nicht so richtig Bock habe und sich nicht stark genug fühlen, auch das gehört dazu, wenn man sich auf den Weg machen will. Und vor allem musst du dich bereit machen für das Unbekannte. Denn das Neue ist immer auch das Unbekannte.


    Deine Gedanken framen deine ganze Sicht auf die Welt weißt du.

    Wenn du denkst, dass Geld fehlt, dann fehlt Geld. Self fulfilling prophecy.

    Natürlich ist es dann – ganz realistisch – erstmal wichtig dafür zu sorgen, dass genügend Geld rein kommt. Bewerbe mich gerade auch nur auf Zeugs, um dieses in dieser Welt sehr wichtige Sicherheitsbedürfnis zu befrieden, denn darum geht es in erster Linie: Dir zu zeigen, dass du in der Lage bist deine Bedürfnisse zu erfüllen.

    Und wenn du sagst du kannst 50% arbeiten reicht das ja vielleicht vom Geld und mit der restlichen Zeit kannst du dann an deinen Träumen werkeln und eine Vision entwickeln, wie dein Leben aussehen könnte in drei, in fünf, in zehn Jahren.


    Ich wünsch dir so viel Glück bei deiner Reise wie du buckeln kannst!


    Was für eine Ausbildung machst du denn?

  • Liebe/er Color of a night,

    Bin Filmemacherin und " kenne" deine Diagnose. Bin seit Jahren dabei über Schizophrenie zu recherchieren, um einen Film zu machen, denn ich glaube da gibt es grossen Informationsbedarf, es gibt viele Erkenntnisse, neue Studien, die aber noch nicht so bekannt sind., oder einfach nicht angewandt werden. War auch 17 Jahre mit einem mit Schizophrenie diagnostizierten Mann zusammen. Mal mit mal ohne Medikamente. Mal krass mal toll. Ich schreibe dir das nur , um zu sagen, dass ich zumindest eine Ahnung habe, was mit so einer Diagnose einhergeht, was du so ertragen musst, denn ich würde dir gene beratend helfen. Viele meiner " schizophrenen" Freunde ( ich mag diese Bezeichnung inzwischen nicht mehr, denn sie gaukelt eine Krankheit vor, wo es doch nur ähnliche Symptome sind, die z.t. unterschiedliche Ursachen haben und somit auch unterschiedliche Behandlungen erfordern) äh also diese Freunde sind im kreativen Bereich tätig- und das funktioniert sehr gut! Mal mit mal ohne Geld. Es ist fantastisch, dass du den Drang spürst.... das eint uns Kreative alle und ist die Basis. Ebenso, dass es mal gut klappt- oder eben mal gar nicht. Ganz allgemein glaube ich , dass wenn man einen starken Drang fühlt- egal in welche Richtung- dass es sinnvoll ist diesem Ziel zu folgen ( es zumindest zu probieren) und die Unterdrückung des Traums nicht gut tut. Dein Traum ist absolut realistisch- daher denke ruhig positiv- auch wenn es nicht sofort ist, oder du erst deine Ausbildung abschliesst oder oder.... du hast noch schön viel Zeit. Deine Besonderheit hat in dir auch Fähigkeiten geweckt, hervorgerufen- was auch immer-, die andere vielleicht nicht haben und die dich in dem Bereich sehr weit bringen können. Ja, Geld und Sicherheit ist ein Problem, oft, aber auch da gibt es Mittel und Wege! Wenn Du möchtest, kannst du mich gerne kontaktieren und wir telefonieren mal, dann könnte ich dir mal einen Überblick geben über die zahlreichen Wege, die es gibt, diesen Weg zu gehen. Übrigens- deine Fähigkeit im Kopf Bilder aneinander zu reihen wäre auch für das Schneiden von Filmen absolut super. nur ma so. Falls du einen beratenden Plausch mit mir möchtest meine e-mail: ninawerth@gmx.de- ich schick dir dann meine tel nr. Wenn ich nicht antworte bist du unerkannt im spam gelandet. Vielleicht Betreff FILMBERATUNG schreiben, damit ich dich aus dem Wust erkennen kann. liebe Grüsse.

  • Damit bekommt man die Negativsymptome fast komplett weg, also das hilft enorm. Sind eben mehrere Medikamente und spezielle Antidepressiva ermöglichen das.

    für die Kreativität werden Medikamente schlecht sein, da sie die Energie weg vom Geist bringen. Und genau diese Einfälle die er hat sind ja vermutlich so besonders. Medikamente lassen alles verschwinden. Es ist der Kampf der besondere Einfälle hervorbringt.