Einsamkeit!

  • ich leide unter schrecklicher Einsamkeit & das macht mich fertig & auch krank!!


    Ich fühle mich seit einiger zeit sehr einsam -.- ich habe niemanden der mir zuhören...oder einfach nur zusammen abhängen will. Im Grunde hab ich niemanden -.-...

    Hatte bis vor kurzem noch eine Beziehung... die mehr schlecht als Recht verlief :( ich: mit psychischen Erkrankung...

    Er: mit Bindungsangst ( in Behandlung ) ...ich habe es beendet weil ich dieses ständige hin und her (2 Wochen klammern dann plötzlich Wochen Abstand kaum melden usw...) nicht ausgehalten habe ... ich brauche Klarheiten ganz wichtig...! Er brauchte Abstand in den Momenten wo ich aber wiederum jemanden an meiner Seite brauchte der bei mir ist & ständig alleine zuhause zu sitzem und zu warten und hoffen macht einen bekloppt... ein verdammter Teufelskreis ...also habe ich es beendet... jetzt geht es mir seitdem aber auch noch nicht wirklich besser weiß einfach nicht mehr weiter was ich tun kann... da mir auch jegliche Motivation, Antrieb & Laune fehlt um irgendwas zutun... und diese bösen sich auftuenden gedanken & Wahrnehmungen nehmen immer mehr zu .... :( ... das ganze stresst & belastet mich einfach sooo extrem ... finde keine Ruhe & genauso wenig Lösungen und Antworten -.- vllt habt ihr ja einen guten Ratschlag.


    Was meint ihr dazu...war es richtig oder falsch von mir?

    & kennt ihr das auch mit der Einsamkeit?


    Würde mich über ein paar nette Antworten und Austausch freuen :)

  • Ich glaube, dass das Problem auch ist, dass man gerade wenn man psychische Probleme hat stark von Stigmatisierung betroffen ist.

    Ich hatte vor 5 Jahren schon mal Depressionen. Das hat keiner verstanden und ich hätte es auch keinem erzählen können.

    Auf Arbeit eh niemals und im Freundeskreis ist die Gefahr abgestempelt zu werden groß.

    Meine eigene Mutter hatte kein Verständnis.

  • Ich glaube, dass das Problem auch ist, dass man gerade wenn man psychische Probleme hat stark von Stigmatisierung betroffen ist.

    Ich hatte vor 5 Jahren schon mal Depressionen. Das hat keiner verstanden und ich hätte es auch keinem erzählen können.

    Auf Arbeit eh niemals und im Freundeskreis ist die Gefahr abgestempelt zu werden groß.

    Meine eigene Mutter hatte kein Verständnis.

    Ja hab ich auch schizophrenie, Depressionen, Borderline.

    Ja sie meint auch meine Tabletten wären Schuld soll sie absetzen und mich mit ebenfalls betroffenen austauschen tut mir nicht gut... und sofort zack: Gedanke. ... Gedanke denkt komisch sie will nir das schlechte was das ist ja eben genau das falsche was sie sagt so werden die Gedanken laut die sich zu stimmen entwickeln bzw wahrgenommen werden die dann dies alles kommentieren mich auch kommentieren sagen was zutun ist und wenn ich es dann mache und einsam bin kann ich nicht schlafen sitze nachts wach ohne tv oder Radio Gedanken Kino wird net besser und man nimmt Geräusche war wie klopfen hören einer Waschmaschine Leute reden oder flüstern Haustür usw... Dann kommt angst und Pink verursacht stress und es ist ein.Teufelskreis es wird Schlimmer .... Für mich in solchen Momenten allein zu sein ist die Hölle .....

  • Hi Minimi

    ..ein weiterer Kämpfer hm?

    Du bist da nicht allein


    Mir geht es ähnlich. Ich habe gelernt damit umzugehen, auch wenn ich mir mittlerweile kaum noch vorstellen kann, ein normales Leben führen zu können, in welchem ich unbesorgt am täglichen Leben da draußen teilnehmen kann. (geregeltes Einkommen, Familiengründung, Feiern, Lebensgenuss)


    Ich habe gelernt allein zu sein und Einsamkeit auszuhalten. Das Gefühl der Einsamkeit ist mittlerweile nur noch selten, taucht aber hier und da an besonderen Momenten wieder auf. Manchmal Morgens, wenn ein neuer Tag anbricht und mir schlagartig bewusst wird, wie gefangen ich bin. Manchmal, wenn ich aus dem Fenster rausschaue, an einem sonnigen wundervollen Tag..... wenn eine lachende, singende Clique im Auto vorbeifährt.... wenn ich rausgehe und mir die Freiheit vieler Mitmenschen direkt ins Auge sticht, deren Beziehungen usw...


    Ich bin jetzt 32 und nehme diese Gedanken schon ca. 10 Jahre wahr. Derzeit scheinen bestimmte Themen wieder sehr wichtig zu sein, die stimme sagt: "ich bemühe mich nicht genug, du bist schwul, du bist frech, ich ärgere dich, ich lese deine Gedanken, sie wissen alles über dich, usw.. bla bla bla...)

    Das ist unglaublich anstrengend und macht mich wütend und traurig zugleich. Es sorgt für Verzweiflung, Isolierung, Einsamkeit, Misstrauen usw..


    Weiterhin, erneut, bin ich auf der Suche nach einer Psychotherapeutin. Mittlerweile habe ich mir vorgenommen einfach mal irgendein Medikament zu nehmen, egal wie unpersönlich, unsympathisch die/der therapeut/in ist.. (ja ich weiß... es muss eine Distanz aufrechterhalten bleiben zwischen Patient und Therapeut, das meine ich aber nicht. Es geht mir darum, etwas über mich zu erfahren, meine Erlebnisse kennenlernen zu wollen, anstatt kurzerhand zu entscheiden: nehmen sie Medikamente und fertig. Das reicht mir nicht und sorgt für absolutes Misstrauen!)


    Meine Gefangenschaft kann ich so zusammenfassen: Mir begegnen draußen Menschen, wie eine Art Spiegel zu dem was in mir vorgeht. Als wüssten sie über mich, die auftauchenden Gedanken, auch meine bewussten Gedanken bescheid. Denn seid 10 Jahren "äußern sie sich immer wieder dazu, wenn ich raus gehe". Als stehen die auftauchenden, mich ärgernden Gedanken mit den Äußerungen der Menschen in Verbindung.


    Dementsprechend fühle ich mich bewacht, gefangen, beobachtet, geärgert.


    Wie oft war ich als rational denkender, hinterfragender und intektueller Mensch (also nicht einfach unbewusst oder unreflektiert) an dem Punkt, an welchem ich dachte: "Wie kann das sein?". Wie kann es sein, dass die Äusserungen da draußen von Menschen in meiner Gegenwart, so perfekt auf mich abgeschnitten sind? Und das auch so angreifend? So als wüssten sie exakt, welche knöpfe zu drücken seien. Und das von wildfremdesten Menschen.. Als verfolge mich ein Wesen, welches die Menschen als Sprachrohr nutzt, um mich negativ zu beeinflussen. Von Leuten, die einfach am vorbeilaufen und sind und sich unterhalten und ich nur kurz gewisse Worte aufschnappe.


    Ich erinnere mich an eine für mich besondere und entscheidende Situation: Ich war wieder in der Stadt gewesen, habe versucht mich unter die Menschen zu mischen. Wieder habe ich Beschriebenes erlebt. Am Boden zerstört, ohne Energie.. Auf dem Heimweg.. ging ich in mich... Fragte mich.. "was ist an mir so falsch", "was habe ich euch angetan", "hasst ihr mich?,"seid ihr alle rassistisch?"


    Und direkt in diesem Moment lief ein Ehepaar an mir vorbei. Aus dem Gespräch heraus, welches die beiden zu halten schienen, sah mich die Frau an und sagte: "Ja!"


    Seitdem habe ich für mich, mit dem beschriebenen Phänomen entschieden, mich soweit zu isolieren, dass ich möglichst wenig rausgehe und möglichst wenig Kontakt zu Menschen habe. Sie tun mir absolut nicht gut!


    Ich glaube im Grunde schon, dass es gute, liebe Menschen gibt, doch in meiner Welt begegne ich ihnen evtl. nicht oder nur sehr wenig.


    Schon jetzt mache ich mir wieder Gedanken darüber, ob sich hierauf jemand meldet, der sich an meinem Geschriebenen auslässt, mich als Zielscheibe nutzt. Aber wie oft hab ich das schon durch? Wie oft habe ich mich angreifbar gemacht und von außen kam es anstrengend zurück.


    Ich halte es aus. Ich bin durch Verzweiflung, Angst, Sorge, Trauer, seelischem Schmerz, Einsamkeit, Ausgrenzung durch. Was immer hier geschieht, was das Universum hier verzapft, ich gehe es durch, muss es wohl und glücklicherweise nicht für immer.



    Ich glaube dass es besser war dich zu trennen. Du hast auf dich gehört und deine Ressourcen betrachtet/geachtet. Wenn möglich, lass das aber keinen Anlass sein, dich noch mehr zu isolieren. Versuche einer Selbsthilfegruppe, einem Verein.. irgendetwas beizutreten.

    So könnte Neues in dein Leben treten.


    Ich habe tief gegraben und bin wagemutig weit gesegelt in unbekannte Gewässer, soweit ich konnte...

    ...aber ich musste enttäuschend feststellen, dass ich da Draußen keinen Schatz finden konnte...

    ...einen Schatz, welcher mich von meinen Dämonen befreien hätte können. Danach zu suchen kann ich dir trotzdem raten,

    solange du noch Kraft dafür findest.


    Niedergeschlagen fand ich dann dennoch in mir selbst eine gewisse Lösung. Wenn ich da draußen nichts finden konnte, mir vergeblich Veränderung wünsche, bleibt mir nur... Akzeptanz! Es hinzunehmen, wie es gerade ist... dann stellt sich eine gewisse Ruhe ein, weil ich erstmal nicht unter dem Druck stehe, unbedingt suchen zu müssen und im Moment ankomme. Dann darf ich einfach dasein, ohne einer wünschenswerteren Vorstellung eines "besseren Ichs" zu entsprechen.


    Du bist nicht allein und ich wünsche Dir alles Gute und Heilung/Glück

  • Hallo Minimi,


    mir geht es ähnlich.

    Ich fühle mich von Zeit zu Zeit

    auch sehr einsam und habe durch meine psychische Erkrankung.

    viele Freunde verloren.


    An eine Beziehung kann ich nicht mal nachdenken, das wäre absoluter Luxus

    und ich bin erst 24.


    Menschen in meiner Alter können sich vielleicht nach einer Partnerschaft sehnen,

    aber das ist absolut nicht drin bei mir.


    Lg.

  • Auster

    Verständlich.

    Geht mir ähnlich.


    Du bist nicht allein. Sofern das irgendwie helfen mag.


    Als grundlegend eher optimistischer Mensch, muss ich aber sagen, dass ich daran glaube, dass auch bei dir Auster eine Beziehung möglich wäre. Es fehlt nur der passende Gegenpart, egal wie chaotisch, schwierig es sein mag.