Negativsymtome

  • Hallo zusammen,


    wie schafft ihr es, die Negativsymptome (Antriebslosigkeite, Gefühlsverflachung, innere Leere, Energielosigkeit usw.) auszuhalten?


    Ich bin da gerade mitten drin (die Positivsymtome sind seit September weg, dafür kamen die Negativsymtome dann seit Oktober) und muss mich jeden Tag aus dem Bett zur Arbeit zwingen. Wie ist eure Erfahrung? Wie lange dauert das in etwa bis es besser wird?


    Danke für Eure Antworten.


    Viele Grüße

    Friedo

    • Offizieller Beitrag

    Gegen die Negativsymptome braucht es spezielle Antidepressiva und am Besten nur so viel Neuroleptika wie nötig (Bedarfseinnahme)

    Hier im Forum wird ja eine Option empfohlen die man hat:
    Medikamenteempfehlung Psychose

    Einerseits machen Neuroleptika platt was vergleichbar mit Negativsymptomen ist, andererseits hat aber auch die Erkrankung selbst Negativsyptome die dann verstärkt auftreten wenn man gar keine Neuroleptika einnimmt, also oft auch mit Depressionen verbunden.

    Von daher ist es gut da gerade so die Mitte zu finden wofür sich die Bedarfseinnahme eines Neuroleptikums über 1-2 Wochen im Monat gut eignet.

    Hier im Forum klappt es mit dem Aripiprazol Neuroleptikum ganz gut zusammen mit Bupropion+Citalopram als Antidepressiva gegen die Negativsymptome.

    Ich hab das selbst so und habe kaum oder keine starken Nebenwirkungen. Negativsymptome sind damit sehr gering, also so gut wie gar keine vorhanden. Eben alles immer auch ein zeitlicher Faktor, manchmal während der Bedarfseinnahme des Neuroleptikums treten schon Nebenwirkungen oder Negativsymptome auf, nur hält sich das alles so in Grenzen.

  • Danke für Deine Antwort Admin

    Deine Medikamentenempfehlung habe ich schon mal gesehen. Ich nehme ein Neuroleptika in geringer Dosis und dazu noch ein AD. Bin aber erst ganz am Anfang und hoffe, dass es bald besser wird mit den Minussymptomen. Gut, dass bei Dir die Medikamente so gut wirken.

  • Hallo blueberry,


    danke der Nachfrage, es geht mir schon viel besser. Vielleicht ist es einfach die Zeit, die vergangen ist, die es besser macht. Ich habe auch meine Dosierung verdoppelt. Auch wenn ich mich schwer fühle, gehe ich doch zur Arbeit und raus spazieren. Ich versuche mich einfach selbst zu motivieren. Und das jeden Tag aufs Neue. Auf jeden Fall meistere ich den Alltag und die Arbeit ganz gut. Und es wird jede Woche besser.


    Viele Grüße

    Friedo

  • DerMannvonIhr : Ich arbeite jetzt, viel besser gehts mir nicht, aber ich kämpfe mich irgendwie jeden Tag dadurch. Immerhin kann ich froh sein, dass ich keinen Wahn und keine Positivsymptome mehr habe :-)…Vielen Dank für die Nachfrage

  • hallo zusammen

    Ich schreibe, weil ich vor 8 Monaten eine Psychose hatte, seitdem Amisulprid nehme und seit 6 Monaten circa keine Emotionen mehr verspüre.

    Wie ist das bei euch, falls ihr Affektverflachung durch die Negativsymptomatik habt, lacht/ weint ihr noch?

    Ich tue das nämlich noch, nur das Gefühl von Freude/Traurigkeit ist nicht mehr dabei..

    Oder meint ihr, dann ist das eher eine Nebenwirkung von Amisulprid?

    Werde gerade auf Aripiprazol umgestellt.

    Grüßle Alba

  • Alba33 wir haben genau den selben Krankheitsverlauf bei mir ist es auch 8 Monate her die Psychose und hatte die ersten 4 Wochen Euphorie und dann waren die Gefühle einfach weg! Auch keine Libido mehr.

    Weinen kann ich auch noch auch wenn es schwer geht aber ich fühle auch keine Traurigkeit dabei nur die Tränen kommen und man hat dieses Gefühl im Auge.lachen tue ich auch hab nur auch keine Freude dabei. Alles komisch irgendwie …

  • Malicurry Ja, du hast recht.

    Bei mir wird jetzt auch das Amisulprid abgesetzt, und ich fühle mich langsam wieder 'durchlässiger' und nicht mehr so eingemauert, aber Emotionen hab ich immer noch nicht. Gehts dir so ähnlich?

  • Über freudige Dinge zu weinen und über schlechte Sachen zu lachen ist typisch Schizophren. Hab ich so auch, und ist bisher auch nicht weggegangen....