Sozialekontakte-Wie ist eure Ehrfahrung

  • Hallo,grüss euch.Wie sehen eure Sozialenkontakte aus,habt ihr welche,wie habt ihr Sie kennengelernt oder habt einen ganz normalen Lebensfluss und es war nie anders ? Ich z.B. bin seit 13 Jahren mit einer Diagnose.Bevor ich 24 Jahre alt war,hatte ich ein ganz normales Soziales Umfeld,Freunde,Job,Arbeit,Wohnung und eine Beziehung.Als ich dann das erste mal,Aufgrund der Diagnose und des Rat's eines Arztes,in die Psychiatrie gegangen bin,ging es Schlag auf Schlag.Ich würde Berentet,hab von einem Gericht einen Gesetztlichen Betreuer bekommen.Ich verlor dann alles dadurch und mir wurde dazu geraten in eine Vollstationäre Einrichtung zu ziehen.Seitdem,vor 13 Jahren,stehe ich früher,wie heute ohne Freunde,Beziehung,Job auf dem ersten Arbeitsmarkt,da.Ich mein,ich habe mich sehr engagiert,hab mich zum Beispiel,leider,auch auf,zwiespältige Personen in Einrichtungen eingelassen,mit enttäuschenden Ausgang.Ausserhalb des Sozialpsychiatrischen Systems habe ich nie wieder den Anschluss gefunden.Die meisten Menschen begegnen mir mit Ablehnung oder man kommt nicht ins Gespräch oder spätestens wenn man mich fragt was ich mache hört es auf.Ich habe dadurch oft Stress bedingte Situationen und auch oft Gedanken,das es mir alles sehr Sinnlos erscheint,jemanden wieder kennenzulernen.Wie sind da eure Erfahrungen,klappt das bei euch oder woran kann man sich wenden,Lg und eine schöne Woche euch : ).

  • Hallo EvNt HoRiZoN, das hört sich ja nicht so gut an. Bei mir sind die Sozialkontakte, die ich vor der Psychose hatte, geblieben. Manchen schreibe ich nur, aber viele treffe ich auch, meine Freunde und Familie können mit der Erkrankung umgehen. Hast du es schon mal mit einer Selbsthilfegruppe probiert? Vielleicht lernst du dort neue Leute kennen? Oder mit neuen Hobbys: eine Club, einen Chor, eine Band. So irgendetwas. Oder einen Minijob oder ehrenamtliche Tätigkeit. Dort würdest du sicherlich auch neue soziale Kontakte knüpfen. Ich wünsche Dir alles Gute.

    Viele Grüße

    Friedo

  • Erlebe auch hauptsächlich Ablehnung. Die zweite Beziehung war von Vorurteilen und Vorwürfen geprägt, sodass ich die seltsame Beeinflussung beendete. Ich lebe jetzt mit 31 Jahren seid 2Jahren 10 Jahren komplett allein (ich lasse die "Beziehung e einfach mal weg")

    Ich habe das Gefühl allein besser klar zu kommen, da ich von anderen generell geärgert und negativ beeinflußt werde.


    Ich komme allein interessanterweise ziemlich gut recht... Sofern man das sagen kann.... Natürlich wünsche ich mir anderes. Aber ich hab mir angeeignet zu sagen, dass diese leben "scheisse" ist. Es will dich ärgern und ich kaputt und klein halten....

  • Es kommt noch besser. Ich erlebe, dass menshcnr um mich rum, sobald ich raus gehe, ärgern. Ich höre ständig Vorwürfe, beleidigungen und Bewertungen. Das ist auch nichts direktes.. Die Leute laufen nur vorbei, sind im Gespräch und ich nehme das einfach auf... Das heisst ich will mich gar Nichtmehr öffentlich zeigen,da ich stets negativ belastendes zu hören bekomme..

  • Vermutlich wird aber auch das gesamte gesellschaftliche Umfeld rauer. Die Lebensmittel werden immer schlechter, die Leute immer kränker. Die Wenigsten nehmen mit 75 noch keine Medikamente

  • Es gibt für mich wenn ich wollte vom Arzt Ergotherapie in einer Gruppe und vom Betreuer Werkstatt für Behinderte. Kann man aufsuchen oder sonstig wie jeder auch Vereine. Wenn es dann keine Bekannten mehr zu Freund taugen tun.

  • Bis ich 12 war, war bei mir auch alles "normal".. dann sind die familiären Prägungen und psychischen Reaktionen nach oben gekommen. Ich habe angefangen mich zurückzuziehen und mit Menschen nicht mehr klar zu kommen. Sie verunsicherten mich zu beginn so extrem, dass ich langsam Vereinstätigkeit und Musik aufgeben musste und Freunde nicht mehr sehen wollte/konnte. Ich habe schon damals sehr gut allein die Zeit verbringen können. War stets kreativ.

    Ich würde sagen, dass es um eine Identitätskrise und Vertrauensproblematik an sich ging, wer bin ich, was bin ich, wer sind meine Eltern, wer sind die andren Menschen?...

    Ich bin seid dem schon immer "hinterher"... nicht nur, weil ich immer mehr alles vernachlässigte, sondern weil auch alles erschwert war. Alles war durchzogen von Selbstzweifeln, Ängsten, Gedanken....

    Mich hat das bis jetzt immer mehr zurückgedrängt. Mit der Zeit habe ich aber auch gelernt damit umzugehen.

    Den Frust, die Verzweiflung und den inneren Schmerz bezüglich Freundschaft, Beziehungen und Sexualität habe ich durch. Auch dass ich beruflich herumirrte und nun weiss, dass das so nichts vernünftiges werden kann, hab ich durch. Gesellschaftlichen Statussymbolen, Werten, nicht entsprechen zu können, habe ich durch..

    Ich habe gelernt, anders zu sein bzw. nicht dagegen ankommen zu können. Ich habe es stets versucht und bin immer an meine Grenzen gestoßen und habe dann immer wieder ernüchternd realisieren dürfen, dass ich die benötigten Kompetenzen nicht habe.. Ich bin viel zu verunsichert und belastet.


    Der alte Freundeskreis, den ich früher schon (bevor ich 12 war) aufgebaut hatte, verflüchtigte sich dann zur Zeit des Studiums/Arbeit ganz. Ich gebe zu, damals wusste ich gar nicht, was mir geschieht.. ich bin von Psychiatrie zu Psychiatrie und wollte mich einfach nur heilen...

    Bis jetzt habe ich keine Freunde. Ich lebe seid ich 18 war, alleine. Es gab mal kurze Beziehungen, mit Frauen, dennoch immer unzufriedenstellend, für beide Seiten.


    Ich habe seid 2 Jahren aufgehört Frauen anzusprechen und gehe Blickkontakten mittlerweile ganz aus dem Weg.

    Ich bin klein wie eine Maus, aber bin auch stark wie ein Elefant, wenn ich bedenke, was ich alles ertrug, ertrage..


    Ich suche nicht aktiv, aber ich würde mir Freunde wünschen, die mehr zu mir passen.. Ich habe damals in einem Kolleg Leute etwas kennengelernt, aber bemerkte schnell, dass wir nicht auf einer Längenlinie waren..


    Ich glaube im Grunde ein ganz anderer Mensch zu sein. Irgendetwas ist früher über mich gekommen und hat alles an sich gerissen, mich und meine Persönlichkeit gestört. Ich weiss, wie es ist sich aufzuraffen und es wieder und wieder zu versuchen. Mal wieder in eine Psychiatrie, zu einem Psychiater, zu einem Therapeut, Frauen anzusprechen, andrer Job usw... usw.. und ich will das mittlerweile aber nicht mehr.. Es ist mir schon anstrengend genug.


    Zusätzlich habe ich gegen 20 meine angenehme Begleiterin gefunden. Eine unerträglich, nervige Stimme, die genau weiss, mit was sie mich ärgern kann.. Und sie sagt, dass sie das auch will, sie sagt ich habe es verdient und sie hasse mich.


    Na dann..


    Ich bin jetzt 31.. kann darüber als mal lachen und meist nur den Kopf schütteln..

    Ich komme mehr oder weniger klar allein, kann mich selbst mittlerweile nicht besonders ab, wenn man bedenkt, wie schwer ich mir mit mir selbst tue..

    Wünsche mir tolle Beziehungen, kann aber mittlerweile damit leben, dass Wünsche nicht realisierbar sind.

  • Wenn dem so ist versuch genauso mal https://www.psychologieforum.de/ Von hier aus los ist glaube ehr weil man n Frührente ist und weil man von seinem NL wegen her sabbert.

    Wer ist in Frührente? NL? Und wer sabbert?

    Kann es sein, dass du versuchst jemanden zu beleidigen?

    Sofern dem so ist, versuche ich alles dran zu setzen, dass dich der Admin dementsprechend in die Schranken verweist.

  • Die Psychose ist nur medikamentös behandelt. Daher ähneln Probleme von der Behandlung von Psychose etwas. Aber du bist hier genauso gut mit deinem Thema. Bloß erzählt man Verhaltensprobleme wie auch von Kindheit an resultierende Störung seinem Psychologen.


    Geh mir Kollegen kegeln, auf den Weihnachtsmakt auf das Sommerfest. Einfach mal in eine Bar.

  • Hallo

    meine Sozialen Kontakte, sehen so aus. Ich bin Frührentner und lebe seit 10Jahren, mit den gleichen Bewohnern in einer WG. Meine Mitbewohner sind echt cool und ich habe sie ganz doll lieb. Da hatte ich echt Glück, wir vertragen uns und es gibt nie Streit. Diese WG wird betreut von der Caritas. Es sind zwei Betreuerinnen und beide auch voll lieb. Über mein Geld, darf ich selber verfügen habe auch keinen gesetzlichen Betreuer oder Vormund.

    Ich gehe 2 mal die Woche in das Haus Sonnenschein und spiele dort Tischtennis mit anderen psychisch Kranken.

    Mein größter Wunsch aber ist, eine Partnerin zu finden. Ich sehne mich nach küssen und streicheln und einfach geliebt zu werden.

    Eine bezaubernde Frau, die meine Wunden küsst, das ist mein Traum.

    Ich wünsche Euch viel Gesundheit, Liebe und Kraft!


    SpaceDirk

  • Welche Räumlichkeiten teilst du dir? Hat jeder nur Bett und Schreibtisch/TV Tisch. Oder seht ihr zusammen fern? Ich habe selbst zwei Zimmer (Schlaf und Wohn) mit Küche und Bad. Aber selbst benutze ich kaum die Küche und halte alles kaum in Schuß. Weshalb ich jetzt wieder über den Betreuer abgeben mag. Habe aber lieber meine Wohnung zu behalten. Von mir aus sterb ich mal hier.

  • Ich habe vor 10 Jahren bald, diese Wohnung nachdem ich zwei Studentenwohnheime bewohnte bekommen. Ich werde es so belassen und weiter auf häusliche Pflege ggf. wegen der unerledigt bleibenden Arbeit daran. Siehst du es als Hindernis an selbst nur sehr wenig Raum durch die Wohngruppe zu bekommen oder wäre eine Partnerschaft wenn dann auch in deiner Wohngruppe hinzugezogen?

  • wenn du Hilfe brauchst ist die Caritas echt gut, die helfen bei allem, Wohnungssuche etc.

    Meine Mitbewohner hätten, glaube ich kein Problem damit wenn ich eine Partnerin mitbringe.

    Ein guter Freund kommt mich auch ab und zu mal besuchen.

  • Teilt ihr einen Kühlschrank und kocht immer zusammen und dafür geht ihr gemeinsam einkaufen? SpaceDirk Ich möchte auf alle Fälle in meiner eigenen Wohnung allein bleiben. Auch wenn ich Hilfe zum Putzen und Einkaufen mag. Bin ich doch lieber ganz alleine hauptsächlich. Wie ist es dann mit dem Haus Sonnenschein und der gemeinsamen Wohnung in städtischer Lage. Ich bewohne die Innenstadt und habe sehr nahe Bus und Bahn, aber brauche normalerweise nirgendwohin fahren und habe Alles zu kaufen gleich vor Ort, ohne Fahrt, auch mehere nahe Restaurants.

  • Was ich auch erwäge ist über Spontacts einfach mal ein Treffen durchprobieren. Aber habe schon vor im Biergarten einfach mal mit ans Volleybalfeld zu gehen. So ehr auch für den Sommer, weil ich auch erst seit einem Monat aus der Klinik bin. Aber das Spontacts wird frequentiert bei mir in der Nähe.

  • Hallo yasalasa!

    wir haben zwei Kühlschränke jeweils immer 2 einen .

    Ich verstehe, dass Du alleine bleiben willst und hoffe Du kannst Deine Wohnung behalten.

    Ich würde Dir empfehlen Kontakte zu pflegen oder neue dazu kennenlernen.

    Ich denke es bereichert unser Leben.

  • SpaceDirk seid ihr alle früh-verrentet, so wie ihr die WG habt? Und bist du in der Stadt im Zentrum. Weil mir würde die zentrale Lage fehlen. Bin es gewohnt die Hauptstraße nie zu verlassen, so wie ich derzeit wohne.

    Ich hatte meinem Betreuer geschrieben, dass wenn Haushaltsauflösung mir passiert, ich erstmal auf einen Bauernhof möchte und damit ich mich dort wieder fange. Sonst gibt es hier zentral auch sowas, wie ich aus der Psychiatrie gehört hab.

    Hattest du schon Einweisungen mit gerichtlichem Beschluss aus der WG raus SpaceDirk

  • 3 Leute haben bei uns Rente, ich auch, einer hat noch keine Rente.

    Zwei arbeiten in der Behinderten Werkstatt.

    Ich aber nicht, bin auch zu krank dafür.

    Ich wurde noch nie Zwangseingewiesen, bin auch eigentlich ganz umgänglich.

    Ich streite nicht gerne, dafür mache ich umso gern Liebe.

    Vielleicht finde ich ja mal eine Frau?

    Bauernhof hört sich gut an. Ich lebe auf dem Land in einem Dorf.

    Ich muss 15 Minuten zur nächsten Stadt fahren, das klappt ganz gut, aber am Wochenende,

    ist es schwierig da fahren fast keine Busse.