Umgang mit einem Angehörigen

  • Hallo zusammen,

    Ich wende mich an dieses Forum, um Hilfe und Ideen für den Umgang mit einem nahen Angehörigen zu erhalten, der möglicherweise psychotisch ist.

    Auf die Symptome möchte ich erstmal nicht weiter eingehen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Betroffene eine Form von Psychose hat und medizinische Hilfe benötigt.

    Vor Kurzem ist der Vater des Betroffenen gestorben - ich vermute, daß hat einen Schub ausgelöst.

    Er lebt in einer WG und seine Mitbewohner haben schon mehrfach signalisiert, dass ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist. Er hat mitlerweile auch keine Arbeit mehr und ergeht sich in Phantasien über seine Zukunft, die er nicht konkretisiert. Er hat fast alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest ist und bemalt die Wände seines Zimmers, isoliert sich und ist nur schwer auf seine Zustände anzusprechen.

    Ich selbst wohne weiter entfernt und kann nicht ohne Weiteres zu ihm.

    Doch was kann ich tun? Wie kann ich mit dem betroffenen Umgehen, um ihn dabei zu unterstützen, sich selbst zu helfen, bzw. seine Hilfsbedürftigkweit anzuerkennen?

    Wie kann ich ihn unterstützen, was hilft in so einer Situation und was bringt gar nichts?

    Wir als Familie sind ratlos und lassen seit einigen Tagen die Idee zu, dass er möglicherweise Psychotisch ist, wissen aber nicht, wie damit umgehen.


    Danke für das Teilen von euren Erfahrungen.

  • Hallo,
    Das klingt etwas traurig.

    War er denn schonmal wegen so etwas psychischen in Behandlung und hat irgendwelche Vorerkrankungen diesbezüglich?
    Warum habt ihr keinen Kontakt mehr zueinander?

    Gibt so einige psychische Erkrankungen die auftreten können, also Psychose ist da nur eine von Vielen, auf der Grundlage kann man auch keine Diagnose stellen, da du ja auch nur schreibst das er Wände beschmiert, was ja für ihn einfach Kunst sein kann und so eine Lebenskriese kann auch vorübergehend sein.
    Wichtig wäre mit ihm/ihr eben direkt zu sprechen und zu ermuntern zu einen Arzt zu gehen. Wenn es wirklich schlimm ist und er verwahrlost, dann kann man da sicher auch mit den Ärzten vertraulich sprechen und über eine Zwangseinweisung sprechen wenn es wirklich nur diese Möglichkeit gibt.

    Zumindest wäre das als Betroffener so mein Gedankengang dazu.

    Er braucht erstmal eine Diagnose was los ist und dann kann man auch medikamentös schauen wie man helfen kann, da findest du hier im Forum eine der wenigen Alternativen die ein nahezu normales Leben ermöglichen.
    Medikamenteempfehlung Psychose

    Das wäre aber erst im zweiten Schritt nach einer Aktubehandlung denkbar, wenn es sich um eine Psychose handelt.

    Wie Alt ist er/sie denn?
    meist tritt eine Psychose so zwischen 20-30 Jahren auf, bei Frauen eher Ende 20ig bei Männern eher Anfang 20ig. So als grobe Orientierung wenn es eine Ersterkrankung ist.