Vorstufe Psychose

  • Liebes Forum,

    vorweg einmal: ich weiß nicht, ob ich einen neuen Thread gründen sollte, oder meine Frage in einem alten Thread stellen soll. Falls ich es falsch gemacht habe, bitte ich um Entschuldigung.

    Zu meiner Geschichte:

    Ich konnte mich, seit ich mich erinnern kann, nicht konzentrieren. Sei es in Gesprächen, denen ich einfach nicht folgen kann, oder beim Spazierengehen. Ich nehme die Umwelt nicht bewusst wahr, sondern bin in meinen eigenen Gedanken vertieft. Ich kann beispielsweise, wenn ich bei einer Wohnungsbesichtigung war, im Nachhinein nicht sagen, welche Deko an den Wänden hing usw. Es ist so, als würde ich mich einfach nicht konzentrieren und Sachen richtig wahrnehmen können.

    Im Laufe der Zeit hat sich bei mir erst eine leichte soziale Angst und später eine depressive Symptomatik entwickelt. Ich denke allerdings, dass die Symptome reaktiv sind. Wenn mir Sachen nicht gelangen, oder ich Gesprächen nicht folgen konnte, ging ich deprimiert nach Hause.

    Ich denke also, dass ich eine soziale Angst entwickelt habe, weil ich keine vernünftigen Gespräche führen kann und eine Depression, weil mir Sachen aus Unkonzentriertheit nicht gelingen.


    Außerdem hatte ich mehrfach, wenn auch nicht häufig Derealisationserleben. Ich sah dann alles verschwommen, konnte gar nichts mehr wahrnehmen und wollte nur noch fliehen. Die Derealisation kam immer dann vor, wenn ich unter enormen Stress gestanden habe. Unter anderem, weil ich Angst hatte, die anderen Menschen könnten mir ansehen, dass ich nicht ganz "da" bin bzw. krank bin.


    Ich bin in meiner ersten richtigen depressiven Episode zum Psychiater gegangen und habe ihm auch von der Derealisation berichtet. Er hat mit erst Escitalopram und einen Monat später Aripiprazol verschrieben. Das Escitalopram hat bei mir so gut wie gar nicht gewirkt. Durch das Aripiprazol hatte ich keine Derealistationserfahrungen mehr.

    Habe nach 6 Monaten an Stelle des Escitaloprams Venlafaxin verschrieben bekommen. Dadurch gingen alle meine Symptome wie Erschöpfung und Antriebsmangel zurück. Nur die Konzentrationsschwäche blieb.


    Nun zu meiner Frage: meint ihr, dass ich mich in einem Vorstadium einer Psychose befinde? Diese soll ja ebenfalls durch Depressivität und Negativität geprägt sein. Außerdem soll auch ein Konzentrationsmangel vorliegen und die Derealisation würde auch dafür sprechen.


    Oder kann es auch in die Richtung ADS gehen? Da bei mir nur der Konzentrationsmangel übrig geblieben ist. Oder beides? Oder ist eines mit dem anderen verwandt? Man hört ja immer von hoher Komorbidität bei ADS zum Beispiel mit Depression oder Schizophrenie.

    Wie sah bei euch die Vorstufe vor eurer ersten Psychose aus?

    Meint ihr, dass ich eher Ritalin, oder ein Antipsychotikum nehmen sollte? Wenn Antipsychotikum, dann welches? Dachte an Amisulprid, da das ja gut gegen Negativsymptome helfen soll (Konzentrationsschwäche).


    Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und freue mich über jede Antwort. Falls ihr noch Fragen habt, immer raus damit.

  • Aripiprazol (Abilify) ist gut bezüglich der Konzentration etwa. Ritalin klingt interessant, ich habe Bupropion was ähnlich wirkt und ein Antidepressivum ist.
    Citalopram macht dann auch Sinn weil es die Nebenwirkungen des Bupropions abschwächt und emotional etwas abflacht.

    Aripiprazol nur in kleinen Dosierungen wie 5mg , also nur soviel wie nötig. Später würde ich dir davon nur Bedarf empfehlen, was aber nur mit den Antidepressiva gut funktioniert. Die Konzentration ist dann nochmal deutlich besser.

  • Danke erst mal für deine Antwort!


    Mich würde noch interessieren, was bei dir die Frühwarnzeichen der Psychose waren?

    Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich überhaupt eine Antipsychotikum brauche.

    Wenn Aripiprazol, dann nur 5 mg, 10 mg haben mich komplett aus der Bahn geworfen.

    Aripiprazol hat mir leider bezüglich Konzentration überhaupt nicht geholfen. Von daher würde ich es, wenn überhaupt, mit Amisulprid versuchen.


    Bupropion, denke ich, würde mir ähnlich gut helfen, wie Ritalin. Habe beides bis jetzt noch nicht ausprobiert. Habe allerdings Angst, wenn ich nur eines der beiden Medikamente nehme ohne Antipsychotikum, dass ich dann in eine Psychose rutsche. Meinst du, ich sollte es dennoch ausprobieren und bei den ersten Anzeichen einer Psychose sofort absetzen bzw. mit Aripiprazol oder Amisulprid gegensteuern?

    Einzige Zeichen darauf waren bis jetzt, wie erwähnt, die Depressivität, die Konzentrationsschwäche und die Derealisation. Könnte aber auch alles ADS bedingt sein. Was meinst du dazu?

  • Die Dosis ist ganz entscheidend auch bezüglich der Konzentration. Da haben alle Neuroleptika diese Nachteile, also ich hatte auch schon Amisulprid und das war ähnlich schlimm oder hatte noch mehr Nebenwirkungen.
    Bupropion steigert die Konzentration. Andererseits wenn du dann nur noch das Aripiprazol 5-10mg bedarfsweise einnimmst wie ich dann hättest du etwa 3 Wochen im Monat mit sehr guter Konzentration und Motivation und eine Woche während der Einnahme wo es etwas weniger gut ist.


    Hier im Forum findest du diese Kombination und wie du diese einnehmen kannst:
    Medikationsempfehlung Psychose

  • Danke für deine Antwort.

    Deine Medikamtenempfehlung habe ich verstanden. Wäre nett, wenn du noch mal auf meine anderen Fragen (Psychose ja/nein?; welche Frühwarnzeichen bei dir?; Ritalin/Bupropion ohne Antipsychotikum ausprobieren? Evtl. auch ADS?) eingehen könntest.

  • Psychose Ja wahrscheinlich! Ritalin/Bupropion nur in Kombination mit einem Antipsychotikum dieses kann aber reduziert / bedarfsweise eingenommen werden. (ca. 5mg eine Woche am Stück im Monat).
    Frühwarnzeichen sind Ängste, innere Wut/Gereiztheit, Kopfschmerzen, Wahnhaftes verhalten , Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, Probleme beim Einschlafen.
    Bupropion und Ritalin würde ich nur in Verbindung mit diesen Bedarf einnehmen, da diese Medikamente einen sonnst noch zusätzlich aufdrehen und wenn man dann in ein Akutstadium kommt das dann die Psychose auch verstärken kann. Das Bupropion etwa kann aber in einer relativ hohen Dosierung von 300 - max 600 mg so eingenommen werden.
    Im Grunde baut das Bupropion (oder Ritalin) das Dopamin eher auf dort wo im Gehirn ein Mangel ist (bei einer Psychose im präfrontalen Cortex), im Großhirn dagegen ist ein Überschuss an Dopamin, welches durch das Antipsychotikum reduziert wird auf ein Normalmaß.

    Problem der Neuroleptika ist eben das dieser Mangel eher verstärkt wird im präfrontalen Cortex, von daher wirken die Medikamente Ritalin oder Bupropion auch sehr gut was die Negativsymptome angeht.
    Du kannst dir das in der Art wie bei einer alte Waage vorstellen nur umgekehrt. Legt man links mehr drauf geht die rechte Seite hoch, umgekehrt würde es runtergehen. Also im Grunde wenn das Dopamin vorne im Kopf steigert weg von der Mangelerscheinung, dann sinkt das Dopamin im Großhirn gleichzeitig etwas weil weniger angeregt wird.

    Also das Antipsychotikum braucht es zwar weiterhin, aber nur in minimaler Wirkdosis und eben mit einer Intervalltherapie indem man das Antipsychotikum nur bei eintsprechenden Frühwarnzeichen oder etwas früher(wenn man das besser abschätzen kann) einnimmt. Die Antidepressiva dagegen Täglich.
    Zum Bupropion ist wegen den Nebenwirkungen die es wegen der Wirkung auf das Noradrenalin hat auch sehr wichtig das man ein Standardantidepressivum SSRI wie Citalopram einnimmt. Bupropion kann sonnst zu einer schwachen Blase führen und das Citalopram fördert auf längere Sicht auch etwas den Schlaf.

  • Eigentlich passt der Vergleich mit der Waage, hab mich nur etwas verdacht. Also geht die Waage links hoch, dann rechts runter. Ähnlich mit dem Dopamin vorne und hinten im Kopf. Steigert man mit Ritalin oder Bupropion das Dopamin vorne, dann senkt sich das Hinten etwas, also auch Positivsyptome werden besser. Ist aber keine absolute Lösung, also das Antipsychotikum braucht es als gewissen Schutz schon noch. Ich glaub ein Stückweit muss man seine Erkrankung verstehen und lernen damit umzugehen. Manche Symptome können auch nützlich sein oder man kann auch an diesen Problemen wachsen die man da mit sich herumträgt und nach und nach sich lösen.

  • Danke für deine Antwort Admin!


    Ich denke auch, dass ein Antipsychotikum schon sinnvoll ist, wenn man Ritalin oder Bupropion ausprobiert. Auf jeden Fall bei Menschen mit erhöhtem Psychose-Risiko.


    Dein Vergleich mit der Waage finde ich interessant und der Gedanke kam mir auch schon mal.

    Ich würde mir es jedoch auf biochemische Ebene erklären: Dopaminwiederaufnahmehemmer wie Bupropion und Ritalin wirken ubiquitär im Gehirn, da der Dopamintransporter (DAT) überall da vorkommt, wo Dopamin an der Präsynapse ausgeschüttet wird. Also wirken die Medikamente sowohl im präfrontalen Cortex, als auch im limbischen System und erhöhen dort insgesamt den Dopaminspiegel.

    Antipsychotika hemmen den Dopamin D2 Rezeptor (auch andere Rezeptoren, aber der D2 Rezeptor wird hauptsächlich für Psychosen verantwortlich gemacht). Wenn man jetzt nur Ritalin/Bupropion einnehmen würde, würde der Dopaminspiegel auch im limbischen System steigen und es würden vermehrt D2 Rezeptoren besetzt werden.

    Ergo bei psychoseanfälligen Menschen können diese Stoffe eine Psychose auslösen, oder zumindest triggern.

    Da kommt das Antipsychotikum ins Spiel, indem es gezielt D2 Rezeptoren blockiert und somit einen Psychoseschutz liefert.

    Da Ritalin und Burpopion auch im präfrontalen Cortex, wo sich überwiegend D1 Rezeptoren befinden sollen (für Konzentration zuständig) den Dopaminspiegel erhöhen, erhöht sich auch die Konzentration.

    Die Aussage, dass die Wirkungen von Dopaminwiederaufnahmehemmern und Antipsychotika sich gegenseitig aufheben, ist meiner Meinung nach falsch. Menschen mit erhöhtem Dopaminspiegel im limbischen System (Positivsymptome) und vermindertem Spiegel im präfrontalen Cortex (Negativsymptome) könnten durchaus von der Kombi Bupropion und Antipsychotikum (Aripiprazol) profitieren. Deshalb denke ich, dass dein Vorschlag nicht verkehrt ist (vielleicht bisschen zu wenig Schutz mit 5mg Aripiprazol, aber das kann nur die Erfahrung zeigen). Allerdings will mir mein Psychiater diese Kombi nicht verschreiben. Und außerdem weiß kein Mensch wie es im Gehirn aussieht, da es (noch) nicht möglich ist Neurotransmitterkonzentrationen im Gehirn zu messen. Meine Überlegungen basieren auf der Dopaminhypothese. Höchstens die modernsten Geräte wie PET CT können mittlerweile Einblicke liefern.


    P.S: der präfrontale Cortex ist Teil des Großhirns (genauer der Großhirnrinde)


    Sorry, dass mein Beitrag jetzt seht theoretisch geworden ist. Mal schauen, was bei mir letztendlich helfen wird.


    Viele Grüße

  • Ketschup du kennst dich da allgemein anscheinend (deutlich) besser wie ich aus, ich kann dir von den Medikamenten und Erfahrungen damit gut das beschreiben was zu erwarten ist.

    Aripiprazol wirkt etwas anders als die anderen Atypischen Neuroleptika, die Wirkung auf den D2 Rezeptor soll glaube ich sehr stark (überwiegend) sein und von daher sich eher von der Wirkweise den älteren typischen NLs ähneln.

    Auch von daher kann ich mir gut vorstellen das dies mit dem Bedarf wie ich es einnehme eben mit den Aripiprazol gut funktioniert, wo andere NLs täglich eingenommen werden müssten.

    Das Problem mit der starken Dämpfung hat man bei allen Neuroleptika und da ich in meinem Fall eben trotzdem gesünder bin als wenn ich es täglich einnehmen würde, wäre das auch mein Tipp auf längere Sicht eben so eine Bedarfseinnahme des Neuroleptikums anzupeilen. Wo man eben dann auch schauen muss welches Neuroleptika in Frage kommt, also ich denke eher ältere oder ganz neue Präperate wie das Aripiprazol ja eigentlich eines ist.

    Weist du zufällig den Unterschied zwischen Ritalin und Bupropion von der Wirkweise?

    Aripiprazol soll im Übrigen auch regulierende Wirkung haben, was man ja auch so verstehen kann das es zumindest weniger dem präfrontalen Cortex schadet als andere NLs. Trotzdem wäre ich bei einer Einnahme ohne Bupropion wesentlich vorsichtiger! Problem sind auch wenn man zuviel Neuroleptika einnimmt die Konzentrationsstörungen und Motivationslosigkeit, das alles kann auch im Straßenverkehr zu Unfällen führen, von daher würde ich wenn ich Arzt wäre auch immer versuchen ein Medikament wie Bupropion dazu zu geben. (Auch wenn das bisher eher als Hirngespinst abgetan wird)

    Absetzen oder Reduzieren tun ein Großteil der Betroffenen ihre Neuroleptika, also ich glaube das sind um die 80% innerhalb der ersten 2 Jahre die das ausprobieren, das muss man dabei denke ich auch bedenken.

    JanssenVertreter

    Du weist nix über mich und gehörst eben zu den Hatern die es im Netz so alles gibt und die sich einen Spaß draus machen, oder möchtest du hier einen positiven Beitrag leisten?
    Risperdal hatte ich auch schon, da hab ich mal im Wald einen Baum fast auf mir selbst draufgeschmissen und auf der Arbeit hatte ich ein paar kleinere Betriebsunfälle unter dem Zeug.
    Aripiprazol ging so unter kleiner 5mg Dosis ganz gut, aber ich hab es trotzdem versucht abzusetzen weil das eben wie alle Neuroleptika auch Negativsymptome mit sich bringt oder Nebenwirkungen, wobei vieles ja als Negativsymptome abgetan wird wie ich das so mitbekommen habe.

    Ich möchte kaum wissen was Janssen sich verdient und diese Pharmakartelle insgesamt, gerade wenn man es sich leisten kann wichtige für die Heilung notwendige Medikamente wie Bupropion eben in der Praxis auszuklammern.

  • Das kann bei allen Neuroleptika vorkommen.

    Ich weiß vom Admin, dass er das Problem auch bei Abilify hat wenn er es zu lange nimmt. Er veträgt es wohl nicht und sollte besser was anderes nehmen.

    Stimmt nicht. Das war damals vor Jahren ein Problem, als ich noch im KNS (Kompetenznetz Schizophrenie) geschrieben habe und von allen Seiten angegriffen worden bin.
    Also das hat sich seit dem Bupropion gelegt auch die Stimmungsschwankungen sind damit ganz zurückgegangen die mich damals belastet haben.
    Ich hab das Abilify schon vertragen und es hat gut gewirkt, nur eben hat mir das auf Dauer auch keine Freude gemacht, jetzt klappt es und somit wäre das Konzept mit dem kurzzeitigen Absetzen auch ausgereift genug.
    Derzeit nehme ich ca. 1 Woche im Monat das Abilify am Stück an, da teils auch mal 10mg wenn es schnell wirken soll. Ich merke meine Frühwarnsymptome schon recht bald, also normal bevor andere das wahrnehmen können. Angehörige können auch einen helfen die Frühwarnsymptome bei sich besser zu erkennen.

  • Leider kann ich dir den Unterschied zwischen Ritalin und Bupropion nicht mit Gewissheit erklären.

    Ritalin und Bupropion gehören beide zur Gruppe der Amphetamine und hemmen beide sowohl den Dopamintransporter (DAT), als auch den Noradrenalin-Transporter (NAT).

    Meines Wissens nach ist Ritalin ein wesentlich stärkerer Inhibitor des DAT und steigert dadurch die Dopaminkonzentration deutlich schneller als Bupropion. Bei Bupropion wird zusätzlich noch diskutiert, ob es auch bewirkt, dass Dopamin freigesetzt wird und nicht nur die Wiederaufnahme gehemmt wird.

    Durch das langsamere Anfluten des Dopamins durch Bupropion könnte ich mir auch erklären, dass dieses Medikament über einen Spiegel funktioniert, während die Wirkung bei Ritalin unmittelbar eintritt.


    P.S.: freut mich, dass du einen Weg für dich gefunden hast!


    Viele Grüße

  • Stimmt nicht. Das war damals vor Jahren ein Problem, als ich noch im KNS (Kompetenznetz Schizophrenie) geschrieben habe und von allen Seiten angegriffen worden bin.
    Also das hat sich seit dem Bupropion gelegt auch die Stimmungsschwankungen sind damit ganz zurückgegangen die mich damals belastet haben.
    Ich hab das Abilify schon vertragen und es hat gut gewirkt, nur eben hat mir das auf Dauer auch keine Freude gemacht, jetzt klappt es und somit wäre das Konzept mit dem kurzzeitigen Absetzen auch ausgereift genug.
    Derzeit nehme ich ca. 1 Woche im Monat das Abilify am Stück an, da teils auch mal 10mg wenn es schnell wirken soll. Ich merke meine Frühwarnsymptome schon recht bald, also normal bevor andere das wahrnehmen können. Angehörige können auch einen helfen die Frühwarnsymptome bei sich besser zu erkennen.

    Ich weiß von Ihnen, dass sich bzgl. ihres zyklischen An- und Absetzen von Abilify seitdem Sie es nehmen nichts geändert hat. Sie setzen es immer wieder ab weil irgendwann die Nebenwirkungen zuschlagen und Sie es nicht mehr ertragen. Also ist das nichts für Sie.

  • JanssenVertreter

    Du weist nix über mich und gehörst eben zu den Hatern die es im Netz so alles gibt und die sich einen Spaß draus machen, oder möchtest du hier einen positiven Beitrag leisten?
    Risperdal hatte ich auch schon, da hab ich mal im Wald einen Baum fast auf mir selbst draufgeschmissen und auf der Arbeit hatte ich ein paar kleinere Betriebsunfälle unter dem Zeug.
    Aripiprazol ging so unter kleiner 5mg Dosis ganz gut, aber ich hab es trotzdem versucht abzusetzen weil das eben wie alle Neuroleptika auch Negativsymptome mit sich bringt oder Nebenwirkungen, wobei vieles ja als Negativsymptome abgetan wird wie ich das so mitbekommen habe.

    Ich möchte kaum wissen was Janssen sich verdient und diese Pharmakartelle insgesamt, gerade wenn man es sich leisten kann wichtige für die Heilung notwendige Medikamente wie Bupropion eben in der Praxis auszuklammern.

    Glaub ich Ihnen ja, dass Sie Risperdal nicht vertragen haben, aber das ist eben recht selten.

    Abilify reicht mit 5mg dosiert für eine Psychose nicht aus. Die wirksame Dosierung für eine Psychose liegt bei 10-15mg. Und dabei ist Abilify noch nichtmal das stärkste Neuroleptikum, d.h. wenn es wirklich richtig schlimm kommt langt das nicht.

    Aber wie ich bereits sagte hat mir jemand hier gesteckt, dass Sie ihr Abilfiy seit Jahren an und bei Eintreten der Nebenwirkungen wieder absetzen. Das kann's ja wohl nicht sein, oder? Zumal es kein Neuroleptikum gibt, zumindest kein mittel oder hochpotentes, das man bedarfsweise nehmen kann.

  • Ketschup ,

    Ich glaube das die Noradrenalinwirkung des Antidepressivums Bupropion vor allem positiv auf die Stimmungsschwankungen sich auswirkt die es bei einer Psychose geben kann. Ich hatte vorher Duloxetin mit Erfolg nur hab ich das dann gewechselt weil etwas Magen / Darm Probleme aufgetreten sind.
    Die Dopaminwirkung wirkt sich meiner Meinung beim Bupropion sehr positiv auf die Psychose aus, also zusätzlich zur Noradrenalinwirkung. Es fehlt aber die Serotoninkomponente die das emotionale etwas abflacht und auch andere Nebenwirkungen die vom Noradrenalin her kommen. Also etwa hab ich bei längerer Einnahme des Bupropions festgestellt das ich einmal eine schwache Blase hatte und auch fester Stuhlgang ist dazugekommen was im Extremfall ja auch unangenehm ist. Also diese Nebenwirkungen schwächt das Citalopram (SSRI) deutlich ab.

    JanssenVertreter ,
    Du stellst das alles einseitig und falsch dar und lebst zudem in der Vergangenheit.
    Ich brauche das Aripiprazol und nehme es regelmäßig ein was die Bedarfseinnahme in dem Sinne auch ist und mir ist es Egal ob man ein Medikament so einstuft als ob man es Bedarfsweise nehmen kann oder darf.
    2Vielleicht kennen Sie ja die Studien von Schweden oder dem Skandinavischen Raum die zeigt das die Lebenserwartung bei Schizophrenie unter Neuroleptika um 20-30 Jahre sinkt?!? Spricht ja alles für Erfolg oder finden Sie es gut wenn Betroffenen ihr Leben verkürzt wird.
    Also das Risiko von Neuroleptika sollte man eben schon beachten und vorsichtig diese einsetzen, lesen sie sich mal Veröffentlichungen von Aderhold durch der sich etwas detailierter damit beschäftigt und der von einen Gehirnschwund ausgeht die unter CT so festgestellt worden ist, etwa 0.5-1 % des Hirnvolumens im Jahr bei Haldol oder Olanzapin, wobei das beim Olanzapin der kleinerere Wert ist. Zudem baut sich das Hirn im Bereich des präfrontalen Kortex nochmal schneller ab.

    Mir ist es Egal was Sie über Risperdal denken. Ich kenne auch negative Erfahrungen mit Aripiprazol und anderen Neuroleptika nur muss man sich diesen Nebenwirkungen eben stellen und das tue ich mit dem Bupropion zusätzlich !
    Das mit der Bedarfseinnahme funktioniert bei mir sehr gut, ich arbeite zusätzlich auf 450€ Basis zur EM-Rente und kann wieder ein halbwegs Glückliches Leben führen. 1 Woche im Monat wo ich das Neuroleptikum einnehme geht es mir weniger gut, da bin ich weniger motiviert, sonnst klappt das sehr gut.

    Wie ich oben bereits erwähnt habe ist es völlig normal das Neuroleptika abgesetzt werden von Betroffenen, die Studie dazu ist übrigens von Janssen die ich mir da angesehen habe mit den 80% innerhalb der ersten 1-2 Jahre die da schon abgesetzt haben. Spricht ja voll dafür das dieses Medikament so gut angenommen wird wie sie es behaupten.

  • zudem JanssenVertreter oder sonnst wer sie sind.
    Sie können meinen Ruf im Internet klar schmälern und schädigen, trotzdem sollten sie doch von der Richtigkeit meiner Aussagen ausgehen und dann sollte auch bei ihnen im Sinne der Betroffenen ein Umdenken eintreten.
    Haben sie denn je von so einer Studie zum Bupropion zum Neuroleptikum gehört oder betiteln sie das als "Schwachsinnig".
    Das Problem ist eben das dieses Umdenken auch bei den Pharmafirmen eintreten muss oder sollte, sonnst liegen die Betroffenen uns allen nur auf der Tasche und diese sind mit ihrer Situation dann auch sehr unglücklich, oder meinst du das ist spaßig dauerhaft Schizophren zu sein.

    Mir helfen meine Medikamente schon sehr gut und das können sie mir glauben, hab das auch weitgehend ausgeführt und wie man diese am Besten einnehmen kann (Leitlinie) finden sie hier im Forum.
    Medikationsempfehlung Psychose

  • Nein, das ist immer noch so wie ich es sagte. Sie nehmen das Aripiprazol immer nur so lange bis Sie es nicht mehr vertragen. Insofern ist es völlig unverständlich, dass Sie es so über den Klee loben. Es funktioniert bei Ihnen einfach nicht.

    Desweiteren sind Antidepressiva zur Behandlung einer Psychose bis auf die untergeordnete Bedeutung zur Behandlung von Negativ-Symptomen nicht zielführend; und selbst das mit der Behandlung der Negativ-Symptome funktioniert meistens nicht.

    Das mit der lebensverkürzenden Wirkung der Neuroleptika stimmt nicht. Siehe diese 11-jährige Studie an fast 70.000 Patienten. Die hat nur wenig Lebenszeit-verkürzende Wirkung bei einer Gruppe, und eine Lebens-verlängernde Wirkung bei einer anderen Gruppe Antipsychotika ergeben. Im Durchschnitt gibt es keine Lebenszeit-verkürzende Wirkung, sondern eine Lebenszeit-verlängernde Wirkung ("Long-term treatment with antipsychotic drugs is associated with lower mortality compared with no antipsychotic use").