Ambitionierte Wissenschaftliche Arbeit: Versuch eines revolutionär neuen Verständnisses der Schizophrenie und Aussicht auf nachhaltige Heilung.

  • Hallo, liebe Leser meines ersten Beitrags in diesem Forum.

    Ich habe ein sehr aufwändiges Vorhaben gewählt und bin im Begriff, mit dessen Umsetzung nun allmählich zu beginnen. Ihr, die Mitglieder dieser Community, seid genau wie ich selbst von der gewählten Thematik dieses Großprojekts betroffen, deshalb will ich euch mit in mein Vorhaben einweihen und euch auf dem Laufenden halten bei meiner kommenden Arbeit. Das, was ich einleitend dazu zu sagen habe, ist recht umfangreich. In diesem ersten Teil werde ich kurz einige Details über meine Person preisgeben und mich, meine Geschichte und die genaue Art meines Vorhabens kurz umreißen. Viel Spaß beim Lesen und Mitverfolgen oder Kommentieren und Diskutieren in diesem Thread.


    I.:

    Mein Name ist Paul Lipski, ich bin 24 Jahre alt und ich leide seit ungefähr 2012 an Paranoider Schizophrenie. Zu dem Zeitpunkt kam ich gerade in die Qualifikationsphase zum Abitur. Zuerst begann die typische Negativsymptomatik dieser Krankheit ihren Lauf zu nehmen und ich fing dementsprechend an, die Schule enorm zu vernachlässigen und musste das Jahr wiederholen aufgrund hoher Fehlzeiten und schlechter Noten. Im Sommer 2013 traten dann zum ersten mal wahnhafte Symptome und die typischen für einen akuten Krankheitsschub auf. Ich wurde für 2 Monate auf richterlichen Beschluss hin in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Ich will hier nicht auf Details eingehen, denn der noch folgende Inhalt ist sowieso schon sehr lang. Das erste Neuroleptikum, auf das ich eingestellt wurde, war Risperidon, welches ich nicht gut zu vertragen schien. Es fühlte sich zu Beginn an, als hätte mir jemand meinen Schädel aufgesägt, eine große Menge Zement zwischen die Nervenverbindungen gegossen und ihn dann wieder zugeklebt. Ich fühlte mich beinahe kognitiv gelähmt und musste in dieser neuen, mir zuvor noch unvorstellbaren mentalen Verfassung mein Abitur bewältigen, denn ein zweites mal in Folge war es mir nicht erlaubt, ein Schuljahr zu wiederholen. 3 Semester lang waren meine schulischen Leistungen katastrophal und ich verdankte jedes Zeugnis aufs neue meiner Tutorin und Latein-Lehrerin meine Versetzung, deren Mutter ebenfalls an einer psychotischen Erkrankung gelitten hatte und die deshalb Erbarmen mit mir hatte und vor der Schulleitung argumentativ meine Versetzung durchboxte. Erst im letzten Halbjahr vor dem Abi kratzte ich die Kurve und rettete meinen Schnitt auf 2,4. Danach stagnierte ich in meinem Leben und trat auf der Stelle bezüglich meinen wissenschaftlichen und akademischen Ambitionen. 2016 kam dann mein zweiter akuter Schub mit Zwangseinweisung. 2018 begann ich endlich mein Biologie-Studium, doch ich war noch nicht imstande, tatsächlich auch zu beginnen und regelmäßig in der Uni zu erscheinen. Ich rutschte in ein tiefes Loch mit meiner Psyche und meine Verfassung verschlechterte sich mehr und mehr. Irgendwann beschloss ich dann, der Krankheit den Kampf anzusagen. Es ist einfach nicht meine Art, einfach so die Flinte ins Korn zu werfen und mich meinem vermeintlichen Schicksal zu fügen. Ich beschloss, einen weiteren akuten Schub bewusst herbeizuführen, und mich diesmal nicht zwangseinweisen zu lassen wie die male davor. Die ersten beiden Schübe war ich recht schnell verhaltensauffällig geworden, die Behandlung kam schnell darauf und der Wahn wurde gewissermaßen von der Psychiatrie brutal niedergeknüppelt und ich verlor jeglichen Mut, den Gedanken, die ich der Krankheit zuzuordnen gelernt hatte, nachzugehen und zu schauen, wohin der Wahn eigentlich führt, wenn man ihn als solchen einfach nur als kognitiven Prozess nachverfolgt und denkt, anstatt auf irgendwelche dieser wahnhaften Eindrücke mit Handlungen zu reagieren. Diesmal war ich allein in meinem Zimmer im Studentenwohnheim und niemandem fiel auf, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte und mich seltsam zu verhalten begann. Ich wollte den Wahn selbst solange introspektiv unter Bemühung von möglichst großer Objektivität beobachten und meine Eindrücke festhalten, was ja recht schwierig ist bei subjektiven kognitiven Vorgängen wie den eigenen Gedanken und Emotionen. Ich versuchte, den Eindrücken und meiner zunehmend ins groteske eskalierenden Wahrnehmung so lange stand zu halten, wie es mir nur irgendwie möglich war, ohne auf sie mit entsprechenden Taten zu reagieren und meine Medikation erst dann wieder einzunehmen, sobald ich an die Grenzen des Erträglichen gestoßen war, um die neu gewonnenen Erkenntnisse mit meinem inzwischen beinahe vollständigen Kenntnisstand der aktuellen Neuro-Psychiatrischen Forschung zu vergleichen und sie dementsprechend zu interpretieren. Mein Ziel: Die Natur des Wahnsinns selbst verstehen und wissenschaftlich damit arbeiten, im Prinzip wie mit einem bildgebenden Verfahren wie dem MRT. Was hatte ich denn auch schließlich zu verlieren außer meiner bedeutungslosen Existenz oder ihrer Bedeutungslosikeit? Doch ich konnte meine neu gewonnenen Eindrücke noch nicht sinnvoll deuten und das Erlebte tatsächlich auch verstehen. Bis gestern ...

  • Klingt vom überfliegen her interessant.


    Vielleicht solltest du dein Leben aber als etwas wertvoller betrachten.


    Hier findest du eine Medikamenteempfehlung die du auch auf experimenteller Art testen könntest und wo du mir und vielen Betroffenen einen Bärendienst erweisen könntest !?
    Medikationsempfehlung Psychose

    Ich selbst nehme diese Medikamente und komme damit sehr gut zurecht, also ist wie ein normales Leben wieder möglich, was vorher einfach sehr schwierig war.

    Wenn du und Andere das unterstreichen indem sie auch ihre Erfahrungen und Erfolge dazu hier vermelden, würde das vielen Erkrankten die sich unsicher sind so eine Entscheidung für sich zu treffen weiterhelfen und so könnte das in Zukunft vielleicht ein neuer Standard für die Behandlung für Psychose werden oder ein echter Schritt zur Heilung sein.

  • Ich betrachte mein eigenes Leben als lebenswert, jetzt mehr denn je. Ich bin momentan auf Aripiprazol 10 mg täglich eingestellt und in zumindest oberflächlicher psychiatrischer Behandlung. Ich weiß deinen Rat sehr zu schätzen, doch sein Inhalt ist nicht das, was ich momentan benötige, noch was ich mir von meinem neuen Thread in diesem Forum erhoffe. Meine Absichten daraus werden aus meinem ersten Eintrag auch noch nicht klar, weshalb auch nicht absehbar ist, welche Art von Beitrag meiner abgezielten Intention als Antwort zuträglich wäre. Ich setze diesen "Blog" aber gleich fort, denke ich. Vielleicht erscheint dann einiges daraus etwas klarer. :)

  • II.:

    Ich habe mir vorgestern die eMail-Adresse von meinem früheren Mentor und Lieblingslehrer aus meiner Schulzeit an der Mittelstufe in Sachen Naturwissenschaften besorgt und stelle morgen oder diese Woche einen Briefwechsel mit ihm her, um ihn als Ratgeber konsultieren zu können und mit ihm möglicherweise meine Hypothesen und Methodik zu diskutieren, wenn ich jetzt bald anfange, meine sehr umfangreiche Bachelor-Arbeit zu schreiben, die thematisch so groß zu werden scheint und inhaltlich dermaßen viel werden könnte, dass ich sie in sinnvoll eingeteilte Etappen stückeln muss und genug Arbeit daraus machen kann, um konsekutiv zusammenhängend sowohl Bachelor-, Master- als auch Promotions-Arbeit über ein und das selbe Thema zu schreiben. Er hat mit 'Die Autoradiographische Darstellung Aktiver NMDA-Kanal-Rezeptor-Komplexe unter Barbiturat- und Ketamin-Anaesthesie' seine eigene Doktor-Arbeit damals in Neurobiologie über ein mit meiner eigenen Fragestellung zusammenhängendes und dafür hilfreiches und ergänzendes Thema verfasst, als er vor seiner Tätigkeit als Bio- und Chemie-Lehrer noch hauptberuflich Wissenschaftler an der Uni Bremen war. Übersetzt aus dem Fachkauderwelsch bedeutet der Titel der Arbeit ungefähr so viel: Er hat in Tierversuchen die Gehirne des jeweiligen Testobjekts unter bestimmte Drogen bzw. Narkotika gesetzt und dann mit bildgebenden Verfahren, die dafür geeignet sind, sich die Aktivität bestimmter Second-Messenger-Systeme auf molekularer Ebene an den Synapsen angeschaut, die für den Ausbau und die Erweiterung der jeweiligen Nervenverbindung, also für Erinnerung und Lernen verantwortlich sind, und in seiner Publikation die Forschungsergebnisse diskutiert und gedeutet. Wie ihr ja bereits wisst, wenn ihr meinen letzten Post gelesen habt, bin ich an Paranoider Schizophrenie erkrankt und dadurch ist mein Leben ziemlichen Einschränkungen unterworfen und ich habe sehr viel meiner Lebenszeit an die Krankheit verloren. Ich glaube, ich komme allmählich auf den Trichter und verstehe, was es mit dieser Krankheit auf sich hat. Ich will sie intensiv erforschen und das Geheimnis um sie endlich lüften, das die Menschheit bereits seit Anbeginn ihrer ersten Zivilisationen und deren Aufzeichnungen fortwährend beschäftigt und ihr immer noch ein Rätsel ist.

  • III.:

    Ich werde nun ein paar einleitende Zeilen schreiben, die den erklärenden Hintergrund liefern, um die Umstände meiner angedachten Arbeit zu erläutern, die man bei dem gängigen und offiziellen schulmedizinischen Verständnis berücksichtigen muss, das die allermeisten Ärzte und Therapeuten in der modernen Psychiatrie haben und als die tatsächliche ad hoc Wahrheit um diese Störung betrachten. Nimm dir etwas Zeit zum Lesen oder warte kurz ab, bis du ein paar mehr Minuten dafür erübrigen kannst, mach dir einen Kaffee, Tee oder Kakao, denn der Text, der nun folgt, wird recht lang ... x)


    Wie ihr bestimmt längst wisst, betreiben alle Pharma-Konzerne und generell die allermeisten großen Milliarden-Konzerne in der Politik und auch sonst überall, wo es nötig ist, intensiv Lobby-Arbeit, die darauf abzielt die Politiker, Juristen, Ärzte und auch sonst so ziemlich alle Berufsgruppen, die dafür bedeutsam sind und Einfluss auf andere Menschen ausüben, zu einem Kurs oder Arbeitsweisen zu bewegen, die für das jeweilige Unternehmen gewinnbringend sind und die Einnahmen auf ein möglichstes Maximum zu erhöhen unter Inkaufnahme etwaiger Schäden an den Verbrauchern und der Bevölkerung. Der Kapitalismus und die Maschinerie dahinter sind nun mal skrupellos. Ich habe vor einigen Jahren mal eine Dokumentation von Arte auf Youtube gesehen, die von dem skrupellosen Vorgehen der Pharma-Lobby in den USA handelte und einem ziemlich dicken Korruptionsskandal im Zusammenhang mit deren Vorgehensweise in der Psychiatrie und dem Vertrieb von diversen Psychopharmaka.


    Die Dokumentation hatte ein ziemlich hohes Niveau, war anscheinend journalistische und wissenschaftlich authentische Top-Arbeit, sehr gut recherchiert, auch als ich die angegebenen Quellen teilweise auf ihre Validität und Authentizität hin zusätzlich überprüft hatte und viele Stunden darin aufgewendet hatte, eigene Recherchen anzustellen, und sie war satte 2 Stunden lang. Nicht so eine seichte, para-wissenschaftliche Nonsens-Pseudo-Dokumentation mit dem Informationsgehalt eines "Was-Ist-Was?"-Buches für Grundschulkinder, wie sie gewöhnlicherweise auf N24 laufen, die zur Unterhaltung von dummen Menschen dient, damit sie denken, sie würden etwas für ihre Allgemeinbildung tun. In dieser Doku wurde das genaue Vorgehen der Pharma-Konzerne und ihrer Lobbys aufgedeckt und geschildert. Den Patienten zu heilen ist ja nicht unbedingt profitabel für das Unternehmen. Der Konzern muss das Geld zahlen für die Entwicklung des Wirkstoffs, die Testreihen an verschiedenen Tieren, bevor Testreihen an menschlichen Freiwilligen genehmigt werden und schließlich noch die Herstellung und Synthese des teilweise chemisch komplex strukturierten und aufwendig zu produzierenden jeweiligen organischen Moleküls. Wenn der Konzern jetzt also ein Medikament entwickeln würde, das optimal für den Patienten und seine Gesundheit wirkt, der Patient es ein paar Wochen, Monate oder auch wenige Jahre einnehmen müsste, je nach Art und Schwere der Erkrankung, und danach endgültig geheilt und von dem Leiden befreit wäre, dann würde der Konzern ja keinen Gewinn machen und wäre nicht so reich, wie er es ist. Deshalb entwickeln und vermarkten die Pharma-Konzerne grundsätzlich am liebsten solche Arzneien, die die Symptome der Krankheit ein bisschen lindern und den Leidensdruck des Patienten etwas reduzieren, aber die Krankheit nicht aus der Welt schaffen, denn eine längere Behandlung bedeutet mehr verkaufte Medikamente und folglich auch mehr Profit.


    Den Patienten zu heilen macht das Unternehmen und seinen Vorstand also nicht reich. Es ging um viele verschiedene Arten von Medikamenten aus der Psychiatrie und auch Schmerzmittel. Für die Behandlung von starken Schmerzen wird sehr gern Morphium oder in ihrer Wirkungsweise verwandte Opioide von den Ärzten auf das Rezept gekritzelt. Opioide wirken überwiegend im zentralen Nervensystemen an den sogenannten inhibitorischen (hemmenden) Interneuronen, also Nervenzellen, die "zwischen" die aneinander gekoppelten Kaskaden von aktivierenden sogenannten Projektions-Neuronen geschaltet sind, die die Signale aneinander weiterleiten. Sendet ein Interneuron ein Aktionspotenzial aus, also einen Impuls zur Weitergabe eines eingehenden Signals einer vorgeschalteten Synapse, dann bewirkt dieses Signal bei der Folgezelle des Interneurons eine hemmende Funktion und unterdrückt so, dass die Information weitergegeben werden kann und wir im Falle eines Schmerz-Signals fühlen, dass es weh tut. Das funktioniert zwar erst, aber mit der Zeit verändert sich die Struktur des Gehirns und seine Verbindungen dahingehend, dass es auch unter Einfluss dieses Opioids auf genau dieselbe Weise funktioniert, wie es ohne funktioniert hat, und das Signal trotzdem durch kommt. Es steigt also folglich die nötige Dosis, um den Schmerz zu lindern, und zudem ist eine Sucht geboren worden, im Falle von Opioiden sogar eine körperliche Abhängigkeit. Nimmt der Patient jetzt nämlich nicht mehr den Wirkstoff, spürt er den genau gegenteiligen Effekt der Droge. Er hat überall starke Schmerzen im ganzen Körper ohne tatsächliche physischen Verletzungen, verspürt starke Übelkeit, Unruhe, Nervosität und kann nicht schlafen, bis sein Gehirn nach einigen Monaten wieder in den Ausgangszustand zurückgegangen ist. Es gibt aber schon längst eine ganze Bandbreite an Wirkstoffen, die bereits an den sensorischen Nervenbahnen des peripheren Nervensystem zuverlässig eine Weiterleitung der schmerzhaften Signale unterbindet, ohne dabei jemals im Gehirn irgendetwas zu verändern und dort gar nicht wirksam sind. Trotzdem machen Pharma-Lobbys ihre Patienten gern schwer abhängig, weil sie dann auch eine Behandlung häufig nicht abbrechen würden, wenn das Medikament bei ihrem Problem gar nicht mehr einen tatsächlichen Nutzen hat.


    Bei allen phobischen Erkrankungen, Zwangsstörungen und unzählig vielen weiteren Störungsbildern aller Art werden besonders gern Benzodiazepine eingesetzt, ebenfalls stark süchtig machende Beruhigungsmittel mit angstlösender und sedierender Wirkung. Bei den allermeisten dieser Fälle wäre das Medikament nicht nötig und sogar kontraproduktiv, weil diese Menschen eigentlich eine effiziente und gute Psychotherapie benötigen würden, als dieses Arzneimittel. Bei Depressionen und den Antidepressiva, den sogenannten SSRI (Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer) ist es fast das selbe. Die einzigen Fälle, in denen sie tatsächlich notwendig sind, sind besonders schwere Depressionen und auch nur zur temporären Unterstützung der jeweiligen Therapie-Form. Das Vorgehen der Pharma-Lobby bei dieser korrupten, verbrecherischen Beeinflussung des Gesundheitssystems sieht folgendermaßen aus: Die USA sind natürlich die Extremform und mit der Situation hier in Europa nicht direkt zu vergleichen. Kapitalismus im Endstadium halt und der Verbraucher hat nichts zu melden. Hier in Europa gibt es ja noch so einige Instanzen und staatliche wie unabhängige Institutionen, die einen schützenden Schild für die Bevölkerung vor der unersättlichen Gier der Konzerne bewirken und das Vorgehen dieser beim Ausbeuten etwas maßregeln. Dennoch gibt es auch hier, genauso wie dort, reiche, mächtige Großkonzerne, die in ihrem finanziellen Interesse überall, wo es möglich und effektiv ist, ihre Lobby-Arbeit betreiben und die richtigen Leute bezahlen. Die Pharma-Konzerne entwickeln also einen neuen Wirkstoff, unter dessen Verwendung die Krankheit in optimalem Verhältnis von Symptom-Unterdrückung oder temporärer Beseitigung zu Therapie-Dauer (meist lebenslänglich) augenscheinlich in Schach gehalten werden kann und setzen den Preis für den Wirkstoff und die Pillen so an, dass er den größtmöglichen Gewinn verspricht und dabei gerade so noch argumentativ im Preis durch die Herstellungs- und Entwicklungskosten zu rechtfertigen möglich ist. Im Falle von generell allen möglichen verschiedenen Krankheiten, nicht speziell auf dieses Beispiel in der Psychiatrie bezogen, zögert er den Tod des Patienten durch die Krankheit so lange hinaus, wie möglich, aber es befreit ihn niemals ganz davon und macht ihn vollständig gesund. Dann schickt es seine Lobbyisten los an die Universitäten und stellt das neue Medikament den Professoren für Medizin als den allerneusten und besten Scheiß vor, der die neue Wunderwaffe gegen die jeweilige Krankheit zu sein verspricht, und macht ihnen weiß, dass es besser als alle anderen vorigen Arzneimittel für diese Krankheit ist. Wenn die Professoren in ihren Vorlesungen dann den neuen Wirkstoff dieses Konzerns ihren Studenten als die beste Wahl für ein wirksames Medikament lehren, zahlt der Pharma-Konzern ihnen einen besonders fetten Bonus auf ihr Gehalt drauf, das zwar unter allen solchen das mit Abstand dickste, aber dennoch immer noch ein Beamtengehalt ist, das vom Staat finanziert wird und deshalb nicht ansatzweise mit den Gehältern zu vergleichen ist, die pervers reiche Konzerne ihren wichtigsten Leuten zahlen können.


    Die Medizin-Studenten haben zwar ein gutes grundlegendes naturwissenschaftliches Verständnis, aber kein so gutes, wie beispielsweise Studenten tatsächlich naturwissenschaftlicher Fächer, wie zum Beispiel Biologie, Organische Chemie, Pharmazie etc., die Kompetenzen in diesem Bereich vermitteln. Zudem ist das Medizin-Studium dermaßen lernintensiv und die Inhalte, die die Studenten auswendig lernen müssen, sind so unglaublich umfangreich, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein angehender Mediziner zusätzlich zu dem, was er für die Klausuren lernen muss, noch tiefere Recherchen über ein bestimmtes Thema anstellt, als er es muss, und womöglich sich mit den genauen bio-chemischen Prozessen und der funktionellen enzymatischen Struktur der Rezeptoren an den Synapsen beschäftigt, was der neue Wirkstoff genau dort eigentlich macht auf Ebene einzelner Moleküle und ihrer atomaren Bestandteile, wie es sich auf die beteiligten Strukturen auswirkt, und was das womöglich für Folgen für den gesamten Organismus und die indirekt betroffenen nervlichen Strukturen und die zukünftige Ausprägung oder Rückbildung bestimmter Verbindungen haben könnte. Sie lernen einfach nur die jeweilige Krankheit, welche Areale und Gewebe dadurch beeinträchtigt sind, und die optimale und vielleicht eine oder zwei alternative medikamentöse Behandlungsmethoden, die ihnen ihre Professoren als solche beibringen. Von kritischer Hinterfragung werden sie gewöhnlicherweise durch den enormen Arbeitsaufwand in ihrem Studium und später als Arzt abgehalten, so dass kaum jemand wirklich dahinter kommt, was dort eigentlich läuft.


    Ein weiteres Beispiel für dieses Vorgehen der Konzerne und ihrer Lobbys im Gesundheitssektor: n der Onkologie gilt ja bekanntlich nach wie vor eine Kombination aus chirurgischen Eingriffen und Chemotherapie als das Maß aller Dinge und wenn bei einem Patienten ein Krebs diagnostiziert wird, ist das übliche Vorgehen der Ärzte zur Zeit, die Tumoren alle chirurgisch möglichst vollständig zu entfernen und dann mithilfe der Chemotherapie allen übrigen möglicherweise noch im Körper vorhandenen Krebszellen zuzusetzen und zu versuchen, so den Krebs vollständig zu besiegen. Die dabei verwendeten Chemikalien sind allerdings genauso für alle übrigen Zellen des Körpers giftig und schaden ihnen in verheerendem Ausmaß, wie sie den Krebs angehen. Die Leute magern ab, ihnen fallen Haare und Zähne aus, ihre Haut wird fahl und faltig und sie scheinen innerhalb kürzester Zeit um Jahrzehnte zu altern. Die Hoffnung in der Behandlung ist, dass der Krebs schneller dabei drauf geht als der ganze Organismus stirbt. Auch nach scheinbar vollständiger Beseitigung jeglicher Tumoren, wenn der Krebs offiziell als geheilt gilt, kommt es dennoch häufig vor, dass sich Metastasen gebildet haben, also einzelne, kleine Krebszellen, die sich vom Tumor gelöst haben, und durch den Blutkreislauf transportiert in andere Organe und Gewebe streuen und dort wieder unkontrolliert zu wuchern beginnen und neue Tumore entstehen, die erneut mit Chemotherapie behandelt werden. Wenn der Patient zu Beginn der Behandlung noch gesund ist, kann er diese Prozedur noch vielleicht einige male wegstecken und überleben, die sie sich wiederholt, aber irgendwann ist sein gesamter Organismus dermaßen geschädigt, dass er daran stirbt. Was viele nicht wissen: Es gibt bereits seit einigen Jahren schon eine neue, innovative Behandlungsmethode für Krebs aller Arten in allen Geweben und Organen sogar für Leukämie (Blutkrebs), die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie.


    Diese neue Behandlungsmethode ist eine Errungenschaft des BioTech-Sektors und es handelt sich dabei im Prinzip um Cell-Engineering, also künstlicher Modifizierung körpereigener Zellen durch bestimmte, dafür eigens konzipierte, entwickelte und biotechnologisch synthetisierte Enzyme, die die jeweiligen Zellen an gewissen entscheidenden Punkten verändern, so dass sie eine neue oder veränderte Funktion erhalten, die sie in ihrer ursprünglichen, natürlichen Form im menschlichen Organismus noch nicht haben. Bei der CAR-T-Zell-Therapie wird den Patienten bei mehreren Sitzungen eine bestimmte Menge Blut entnommen und dieses wird daraufhin mit dem dafür entwickelten Enzym behandelt, dass für den Erfolg der Therapie verantwortlich ist. Das Enzym verändert bestimmte funktionelle Proteine, die sich in der äußeren Zellmembran der weißen Blutkörperchen befinden, unseren Immun-Zellen, die in ihrer normalen Standard-Variante alle möglichen Arten von Bakterien, kleinen organischen Fremdkörpern, tote Zelltrümmer und ähnlichem, sowie sogar kleineren mehrzelligen tierischen Parasiten wie einigen Würmern angehen und absorbieren, die organischen Bestandteile der störenden Strukturen enzymatisch in ihrem inneren aufspalten und verstoffwechseln. Die neuen, nun modifizierten Immun-Zellen können jetzt auch mutierte und wuchernde Tumorzellen erkennen, sowie sie sonst nur Fremdkörper haben erkennen können, und ignorieren diese fortan nicht mehr weiter, weil sie als eigentlich körpereigene Zellen nicht vom Immunsystem als Krankheitsursache und Störenfriede erkannt worden sind. Das entnommene und modifizierte Eigenblut der Patienten wird, nachdem die Modifizierung vorgenommen worden ist, nach und nach wieder in den Blutkreislauf des Erkrankten eingespeist und jetzt verfügt er über neue, modifizierte Immun-Zellen, die seinen Krebs ruck zuck besiegt haben und er bleibt vollständig gesund, ganz ohne die jahrelangen Höllenqualen und schlimmen Folgen der Vergiftung durch eine Chemotherapie. Ich habe, glaube ich, von mindestens einem Dutzend protokollierter und aufgezeichneter Behandlungen gelesen aus glaubwürdigen Quellen, bei denen bereits Krebs im Endstadium mit mehrfach in unterschiedlichste Gewebe gestreuten Metastasen und sekundären, tertiären und weiteren Tumoren, denen die Ärzte nur noch wenige Monate oder gar Wochen zu leben prophezeit hatten, mit dieser neuen Behandlungsmethode innerhalb von wenigen Monaten vollständig vom Krebs geheilt wurden, komplett ohne irgendwelche nennenswerten Nebenwirkungen und Komplikationen als Beigeschmack der Behandlung.


    Das Problem dabei: Da die Behandlungsmethode noch recht neu ist, zahlt das keine Krankenkasse. Sie gilt offiziell noch als in einem experimentellen Stadium begriffen und als "zu unsicher", weil es noch keine ausreichenden Ergebnisse etwaiger Langzeitfolgen gibt. Lächerlich und eindeutig an den Haaren herbeigezogen als Begründung, ich weiß, denn selbst eine gewisse Unsicherheit, durch fehlende Langzeitstudien bedingt, ist immer noch sicherer als die Chemo-.Wenn du diese Therapie willst, dann musst du sie selbst finanzieren und erhältst keinerlei Zuschüsse von nirgendwo. Außerdem musst du erstmal einen Arzt finden, der diese unkonventionelle Therapie überhaupt anbietet und damit arbeitet und dafür möglicherweise meilenweit ins Ausland fliegen und während der Behandlungsdauer dort das Hotel für deinen Aufenthalt zahlen und es gibt kaum Ärzte, die diese Methode anbieten. Da es ja auch nicht als offiziell von der Krankenkasse genehmige Maßnahme zur Sicherstellung der Gesundheit und Bekämpfung einer Krankheit ist, darfst du dich zumindest offiziell während dieser Zeit nicht als krank von deiner Arbeit frei stellen lassen, sondern musst dafür extra Urlaub beantragen. Nur dauert die Behandlung allerdings ca. 3 Monate oder so. Wie lange hat man nochmal in den meisten Berufen Urlaub im Jahr? 4 Wochen oder so? Du verlierst dadurch also höchstwahrscheinlich deine Arbeit und kannst dir die nicht gerade günstige Behandlung nicht mehr leisten, wenn du nicht bereits vorher ausreichend Geld angespart hast dafür. Als wäre das noch nicht genug: Wenn Ärzte bei einem Patienten Krebs diagnostizieren und ihm auflisten, welche Optionen er zur Behandlung zur Wahl hat, und ihn beraten wollen, verschweigen sie ihm sogar in den meisten Fällen, dass diese Behandlungsmethode überhaupt existiert und du musst dich selbst mit der ganzen Materie auskennen, um auf den Trichter zu kommen als Erkrankter. Niemand wird dir sagen, dass du eigentlich problemlos weiterleben und gesund werden könntest, wenn bei dir Krebs ausbricht und du leider nicht über überdurchschnittlich viel Bildung und Wissen verfügst. Sie empfehlen dir eiskalt einfach eine Chemotherapie und lassen dich schmerzhaft und voller Qualen in einem jahrelangen, beinahe aussichtslosen Kampf gegen die Krankheit jämmerlich krepieren, bei dem du in ihrem Verlauf irgendwann jegliche Menschenwürde verlierst und die nackte Existenz und das Überleben selbst den Preis dafür eindeutig nicht mehr wert sind. Dabei sind die Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Publikationen in der Onkologie bereits seit fast einem halben Jahrzehnt voll von dieser Methode und die Ärzte haben eine Pflicht, sich permanent in ihrem Fachbereich fortzubilden und Klausuren über diese zu schreiben nach den Seminaren und Vorträgen, damit sie überhaupt ihre Zulassung dauerhaft behalten. Ich könnte jetzt noch Dutzende weitere Beispiele anführen, aber ich denke ihr wisst jetzt bereits, worum es geht und wie die Konzerne fast überall vorgehen.

  • Vielleicht DormantMisery kannst du noch ein paar Absätze in deine Ausführungen einbauen, das würde es dem Leser deutlich erleichtern diesen längeren Text sich durchzulesen.

    Musst du mal schauen inwieweit sich das noch bearbeiten lässt, ich fände das gut und würde bestimmt etwas mehr Aufmerksamkeit dir bringen für deine Bemühungen.

    Werde es mir die Tage auch anschauen und vielleicht kannst du das noch abändern.


    Gruß

  • Vielleicht DormantMisery kannst du noch ein paar Absätze in deine Ausführungen einbauen, das würde es dem Leser deutlich erleichtern diesen längeren Text sich durchzulesen.

    Musst du mal schauen inwieweit sich das noch bearbeiten lässt, ich fände das gut und würde bestimmt etwas mehr Aufmerksamkeit dir bringen für deine Bemühungen.

    Werde es mir die Tage auch anschauen und vielleicht kannst du das noch abändern.


    Gruß

    Es gab in der letzten Zeit einige unvorhersehbare Entwicklungen bezüglich meiner Erkrankung und sonstiger psychosozialer Gegebenheiten in meinem Leben. Ich habe viel über meinen Wahn und seinen Inhalt nachgedacht und eine Reihe von langen Briefen an eine mir gut bekannte Psychologin zu diesem Thema geschrieben, bei der ich aber nicht direkt in Behandlung bin. Ich werde die fehlenden Absätze nach Aktualisierung des Threads in den Text des letzten Betrags einfügen ...

  • IV.:


    Zu meinem persönlichen Wahngebilde:


    SIC SEMPER INCARNATIO MORTALIS LVCIFERIS FVERO

    VT MENS MEI ILLVMINATA EST:

    MYSTERIVM TREMENDVM ET FASCINANS

    .

    MENTEM INSANVM MORTALIS MEI

    PRO CVRATIO SCHIZOPHRENIAE AETERNO

    .

    SI ENIM MENTES VESTER ILLUMINATAE ESSET

    SIC LVCEAT LVX VESTRA

    .


    (So werde ich immer die sterbliche Fleischwerdung des Lichtbringers (Lucifer) gewesen sein,

    denn mein Geist ist erleuchtet worden:

    Das Geheimnis, das einen erzittern lässt und (gleichzeitig) verzaubert.

    Mein sterblicher kranker Geist

    für die ewige Heilung der Schizophrenie.

    Wenn nämlich eure Geister erhellt worden wäre,

    so würde euer Licht leuchten. Lateinischer Text von mir)


    Ich hatte vor einer Weile in einer Whatsapp-Gruppe, die so eine Art Sammelsurium eines menschlichen Kuriositätenkabinetts für mich ist, eine Unterhaltung. Es ging um diese α-β-ω-Dichotomie, die die soziale Landschaft unserer semi-sub-demokratischen, post-imperialistischen und exazerbiert kapitalistisch unterjochten Gesellschaft prägt. Ich habe darüber nachgedacht und weiß, warum ich keines davon bin. Auch kein ω-Männchen, wie sie zuerst alle vermuteten.


    Es kam ein Gespräch über das „Alpha“-Sein auf. Als ich mich in das Gespräch einklinkte und sagte, ich fände es völlig daneben die individuelle Persönlichkeitsstruktur eines Menschen anhand der Reihenfolge von Buchstaben im griechischen Alphabet hierarchisch zu staffeln, stieß ich auf Spott. Sie sagten, ich wäre kein „Alpha“. Ich entgegnete: „Ich bin auch kein „Alpha“. „Beta“ bin ich aber genauso wenig.“ Dann meinten sie, ich müsse folglich ein „Omega“ sein, also einer der aufgegeben hätte. Ich resignierte in meiner Position in dieser Konversation und äußerte kein weiteres meiner Argumente mehr, denn ich erkannte, es war vergebens, ihnen mit Worten beizukommen.


    Monate verstrichen und ich wurde allmählich, auch ganz ohne typische „Alpha“-Verhaltensweisen an den Tag zu legen von ihnen geschätzt und respektiert. Ich erhielt die Spitznamen „Wikipedia“ oder „wandelndes Lexikon“, denn immer, wenn sie etwas fragten, wusste ich die korrekte Antwort wie aus dem Lehrbuch. War es eine Frage philosophischer oder metaphysischer Natur, so gab ich eine ausgefeilte Überlegung und ein Axiom mit philosophischer Herleitung von außerordentlicher Reflexivität. Es war eine neuartige Erfahrung für mich, mit den Menschen in dieser Gruppe umzugehen, denn sie waren die typischen Vertreter meiner eigenen Generation. Klassische „Millennials“. Solche eben, die nie gelernt hatten, Verantwortung zu tragen und ständig depressive oder suizidale Äußerungen von sich geben, getarnt als „jk“ – „just kidding“. Bisher hatte ich mich immer mit meinesgleichen umgeben. Exzentrische Sonderlinge, die sich in keines der heutigen sozialen Schemata einordnen ließen und folglich die Bezeichnung „Omega“ erhielten mit der Zeit.


    Sie hielten mich für ein Genie, denn ich bin nicht dumm und zudem ganz und gar anders als sie. Als einen „Boomer“ im Körper eines „Millennials“ könnte man mich beinahe bezeichnen, wenn man nach den Klassifizierungen der Generations-Stereotype geht. Vor einigen Tagen dann holte ich in eben jener Gruppe das einstige Thema wieder hervor und sprach erneut zu ihnen:


    „Habt ihr euch mal gefragt, warum ihr mich "Wikipedia" und "wandelndes Lexikon" nennt, obwohl ich in der Schule fast nichts gemacht und auch nicht immer den ganzen Tag ein Buch vor der Nase gehabt hatte? Wieso ich keine Jugendsprache, Slang-Begriffe und Anglizismen, sowie deren Abkürzungen von Redewendungen verwende? Ich bin in Bremen zur Schule gegangen. Ihr habt vermutlich mehr Bildung genossen und sie wurde euch VIEL, VIEL besser vermittelt, abgesehen von meiner Zeit am AWI und dem Unterricht meines Mentors, Dr. Ulf Glade. Aber dank meiner absoluten Fokussierung auf das Unterrichts-Geschehen konnte ich den Stoff besser aufnehmen, denn ich konnte meine Aufmerksamkeit nicht vom Lehrer lassen, sowie andere Kinder ihre nicht von den Nebengesprächen ihrer Freunde und Belästigungen ihrer späteren Unterjochenden lassen konnten. Antiautoritäre Erziehung und die 60er Jahre hatten abgesehen von etwas Musik und Kunst ja kaum Einzug in meine Familie gehalten oder meine Erziehung beeinflusst. Meine Erziehung war durchaus liebevoll und niemals zu streng oder grausam gewesen, doch mit angemessener autoritärer Strenge. Eliten des alten Preußischen Kaiserreichs eben mit Hochhaltung alter Militärtugenden der Monarchie. Die Kardinalstugenden der römischen Antike und eine partielle Miterziehung durch die verblendete, dogmatische Katholischen Kirche, tief in dessen Schoß ich aufgewachsen war, die ich aber abstieß, weil sie sich in Asynchronität zu unseren tatsächlichen Kenntnissen der Konturen unser Realität bewegt.


    Was ich kenne, aber euch anderen heutzutage fehlt: Tugendhaftigkeit, Respekt, Autorität. Das ist es, was mir gelehrt wurde. Wem ich zu folgen habe und wem nicht. Woran ich erkennen kann, dass ich meine Folgschaft zu leisten habe und wem ich sie unter keinen Umständen geben darf auch bei Folter und Tod in Folge. Und dabei bin ich eigentlich ein ängstlicher und dünnhäutiger Mensch. Ich hätte es aus Respekt vor meinen Eltern nie gewagt, zuhause Jugendsprache und Slang zu benutzen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen dazu. Wenn in der Klasse meine beiden besten Freunde neben mir saßen rechts und links von mir und durch mich durch miteinander redeten, konnte ich ihnen sofort nicht mehr zuhören, sobald der Lehrer am Tisch saß. Deshalb war ich wohl auch so ein sozialer Außenseiter damals, weil ich mich nie in die Klassen-Dynamik richtig einfügen konnte, was nun mal während des Unterrichtsvormittages geschieht.


    Ich bin also weder „Alpha“, noch „Beta“ noch „Omega“, sondern verstehe mich als Homo Sapiens Erectus. Als weisen, aufrechten Menschen, wie er sein sollte, es einst war am Anbeginn unserer Tage in der Antike, und den Kaiserreichen der Victorianischen Ära bis zum zweiten Weltkrieg teilweise war, als die Traumata der Kriegsheimkehrer und in Folge ihre Misshandlungen der Folgegenerationen die 60er und den allmählichen Niedergang der Jugendgenerationen seitdem herauf beschwört haben, dessen Gipfel der Perversion nun erreicht zu sein scheint. Ich bin zwar „Millennial“ nach meinem Geburtsjahr '95, aber im Geiste eher in der Generation eurer Urgroßeltern anzusiedeln.“


    Ein „Alpha“ ist nichts ohne „Betas“, die er herumkommandieren kann und der Beta braucht „Alphas“, weil er nicht selbstständig seinen Weg gehen kann. "Sapiens etiam si contentus est se". -"Der weise genügt nur sich selbst.“- Ich konkurriere nicht mit „Alphas“, wenn ich keinen triftigen Grund habe, ihnen ihre Position aufgrund mangelnder Kompetenz und des Weges, auf dem ich mich befinde, streitig zu machen, aber krieche ihnen auch nicht in den Arsch oder überhaupt jemals in ihrer Sicht. Sind sie der gerechten Sache im Wege und wollen nicht weichen, so werde ich sie aus eben jenem Weg räumen, komme, was wolle, denn sonst dreht sich eben jene gerechte Sache nur im Kreis und kommt nicht weiter. Die Gerechtigkeit in der Gesellschaft entsteht durch Zusammenhalt, Kooperation, Pflichtbewusstsein und Tugendhaftigkeit. Sind diese Dinge nicht gegeben, kann eine Gesellschaft gar nicht gerecht sein oder überhaupt auf lange Sicht funktionieren. Die größtmögliche Gerechtigkeit in der Gesellschaft herzustellen, ohne dabei sich selbst oder jene, für die derjenige die Verantwortung trägt, zu gefährden oder zu unterjochen, ist die Pflicht eines jeden ihrer Mitglieder. Bei Untauglichkeit oder Unwille, die Verantwortung zu tragen, derer Arbeit man sich rühmt und an deren Früchten man sich labt, muss man aus der Gesellschaft exkommuniziert werden und in die Barbarei jenseits der Provinzgrenzen ziehen, sonst fällt man ihr zu Last. Grausamkeit und das Joch über dem Menschen haben keinerlei Platz in einer zivilisierten Welt, genauso wenig wie Bevormundung vor einem vollends erwachsenen Individuum. In einer Welt der Vollautomatisierten Agrartechnik und der Möglichkeiten, tierisches Muskelgewebe, also Fleisch, aus Zellkultivierung im Labor zu gewinnen, brauchen auch die Tiere eigentlich kein Joch mehr, unter dem sie noch immer leiden. „Alpha“ ist ein bestialisches Gesellschaftskonzept, das auf Gewalt beruht und der Unterdrückung und Schikanierung der Schwachen. Der Homo Sapiens Erectus kennt keine „Alpha“ und „Beta“-Tiere in seiner finalen Entwicklungsform. Er kennt nur Befugnisse und Verpflichtungen. Er betrachtet jeden seiner Artgenossen als gleich im Wert, aber nicht gleich in der Pflicht und im Rang, aus der sich die Autorität ergibt, mit der er in seinem Anliegen sprechen darf.

    Die Kardinalstugenden der Herrschaft nach Marcus Tullius Cicero, Konsul Populi Senatusque Romanum (S.P.Q.R.) sind:


    ·         Gerechtigkeit (iustitia),

    ·         Mäßigung (temperantia),

    ·         Tapferkeit und Hochsinn (fortitudo, magnitudo animi bzw. virtus) und

    ·         Weisheit oder Klugheit (sapientia)

    Es ist ja doch wohl zumindest ein jeder Herr seiner selbst, oder?! Sollte man doch wohl meinen, oder etwa nicht? Nein! So ist es eben nicht! Nicht ein jeder verfügt über Selbstbeherrschung. Der lange, harte, entbehrungsreiche und aufwendige Lernprozess der ω-Menschen, meiner Sippe, wird von den α-Menschen an die β-Menschen nach vorherigem Diebstahl geistigen Eigentums umverteilt, so dass die α-Menschen am Ende die β-Menschen unterjochen können und die ω-Menschen fristen fortan ein Dasein als Einzelgänger und sonderbare Exzentriker, einsam und doch als das Fundament und die vereinzelten Glieder und Organellen einer defekten, dysfunktionalen Gesellschaft, sehen ihren Untergang kommen, doch sind angesichts dessen ohnmächtig, Gegenmaßnahmen einzuleiten.


    Eine umfassende Theorie der Entwicklung des Denkens und der Intelligenz des Kindes wurde von Jean Piaget (1937) entworfen und später aufgrund zahlreicher Forschungen von ihm selbst und seinen Mitarbeitern weiterentwickelt. (Stangl, 2019). Demnach sind die Phasen in der mentalen Entwicklung:


    1.       Stadium der Sensomotorischen Intelligenz (0–2 Jahre): Erwerb von sensomotorischer

    Koordination, praktischer Intelligenz und Objektpermanenz; Objektpermanenz aber noch ohne interne Repräsentation

    2.       Stadium der Präoperationalen Intelligenz (2–7 Jahre): Erwerb des Vorstellungs- und Sprechvermögens; gekennzeichnet durch Realismus, Animismus und Artifizialismus (zusammenfassend: Egozentrismus); kann nun zwischen belebt und unbelebt unterscheiden


    3.       Stadium der Konkret-operationalen Intelligenz (7–11 Jahre): Erwerb der Fähigkeit zum logischen Denken in Bezug auf konkrete (tatsächliche oder vorgestellte, aber nicht hypothetische) Sachverhalte. Dies ist verbunden mit Dezentrierung, Reversibilität, Invarianz, Seriation, Klasseninklusion und Transitivität



    4.       Stadium der Formal-operationalen Intelligenz (ab 11 Jahre): Erwerb der Fähigkeit zum hypothetischen logischen Denken, was die Fähigkeit bedeutet, die konkreten logischen Operationen der Stufe 3 auf andere solche Operationen anzuwenden


    Meine hypothetischen Ergänzungen zu Piagets Werk:


    5.       Entweder: Stadium der Hyper-operationalen Intelligenz (Genies vorbehalten (Kant, Hegel, Leibniz, Einstein, Hawking & Co.): Schübe ungezügelter Kreativität und unkontrolliertes Rasen der Gedanken. Resultiert in langen Schachtelsätzen mit abenteuerlichen Formulierungen und mehrdeutigen grammatikalischen Konstruktionen [Meine Hypothese]


    6.       Oder: Stadium der Semi-funktional-operationalen Intelligenz (Psychosen aus dem Schizophrenen Formenkreis): Vollkommene Aufgabe des Selbst, Unfähigkeit zum eigenwilligen Handeln aus Verantwortungsbewusstsein für Spezies und Biosphäre, „psychotischer“ Wahn“, Bewusstwerdung sämtlichen Unbewusstseins und Aushebelung der Freudschen psychodynamischen Abwehrmechanismen, schizophrene Symptome , formale Denkstörungen [Meine Hypothese]


    Dass ein „Alpha“ in der Präoperationalen oder der Konkret-operationalen Phase einfach mal hängen geblieben ist aufgrund psychosozialer Umstände, brauche ich wohl nicht groß zu erwähnen, oder? Ein „Beta“ hat folglich ein mentales Alter eines Teenagers. Nur die „Omegas“ schaffen es, sich tatsächlich zu fähigen Teilen der Gesellschaft zu entwickeln, die jedoch allmählich und von Generation zu Generation mehr aussterben. Die Extinktion unserer Spezies steht kurz bevor durch Abbruch der Intelligenzentwicklung durch Youtube-Trash-Content, Wegwerf-Pop-Kultur & Co., immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspannen durch social media, „Alpha“-Glorifizierung und Sittenverfall. Darin sehe ich auch den ursächlichen Grund der aktuellen Klima-Katastrophe. Es ist nichts cool daran, im Alter von 7 Jahren geistig hängen geblieben zu sein, lieber Herr Kollegah.


    Natürlich stecken nicht alle Menschen noch in ihrer Kindheit nach ihrem Stand in der kognitiven Entwicklung. Doch die Verhaltenstendenzen in Richtung Egozentrismus und ein geringer geistiger Horizont sind nach wie vor präsent bis in die letzten Phasen und auch dann noch, könnte man mutmaßen, wenn man das Universum als Erweiterung des eigenen Körpers sieht, was man durch die psychotrope Wirkung der Einnahme von Psychedelika erfahren kann.


    Tendenziell habe ich aber den starken, beinahe schon evidenten Eindruck, dass die kognitive Entwicklung der Jugend von Generation zu Generation früher und früher abgebrochen wird seit der Baby-Boomer-Generation. Die anderen „Millennials“ scheinen kaum mehr fähig, selbst eine Zivilisation aufrecht zu erhalten und sie vor dem Untergang zu bewahren. Man könnte also per Definition sagen, die "Millennials" wären dysfunktional entwickelt, also krank. Ich will nicht leugnen, dass ich ebenfalls am eigenen Leibe akut schizophrene Symptome übelster Art kennen gelernt habe, die eindeutig in den Bereich der Krankheit fallen und behandelt werden mussten. Doch könnte es nicht vielleicht auch sein, dass die Symptome, die von der Psychiatrie als krankhaft angegangen worden sind, eher eine gesunde Unangepasstheit an die heutige dysfunktionale Gesellschaft sind? Sprunghaftes Denken, das Gefühl, die eigenen Gedanken sind für andere lesbar und Sprachstörungen sind eindeutig als krank zu diagnostizieren. Doch was ist an einem bestimmten Gedanken krank? Ist hypothetisches, abstraktes Denken denn nicht eigentlich ein Zeichen von hoher kognitiver Entwicklung und Kreativität? Werden vielleicht Gedankeninhalte von Erkrankten in Folge der semi-optimalen Behandlung als "krankhaft wirkend" ausgesperrt, worin die Psyche einiges an Kraft investieren muss und folglich weniger leistungsfähig ist in den chronischen Phasen der Krankheit, in denen die Negativ-Symptomatik dominiert, und könnte das diese ursächlich erklären? ...

  • V.:


    Hintergrund und Begleitende Überlegung zu diesem kurzen, eher seichten und kontrollierten Schub der letzten paar Wochen:


    Bei einer anderen Gruppe psychiatrischer Störungen, den sogenannten affektiven Störungen (Depression, Manie, Bipolare Störung I & II), gibt es eine klar definierte Grenze zwischen den beiden Störungen. Laut dem ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Auflage) ist die Definition beider Störungen:


    „Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wenigstens zwei Episoden charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau des Betroffenen deutlich gestört sind. Diese Störung besteht einmal in gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und Aktivität (Hypomanie oder Manie), dann wieder in einer Stimmungssenkung und vermindertem Antrieb und Aktivität (Depression). Wiederholte hypomanische oder manische Episoden sind ebenfalls als bipolar zu klassifizieren.“


    Der Unterschied zwischen den Bipolaren Störungen I & II ist, dass die jeweils manische Episode anders ist. Bei der Bipolaren Störung I liegt eine handfeste manische Episode im Krankheitsverlauf vor, die mindestens 7 Tage anhält und häufig stark ausgeprägt ist und führt zu negativen Folgen (Schulden, Eheprobleme, etc). Teilweise haben solche echten manischen Phasen sogar psychotischen Charakter. Die Bipolare Störung II ist gekennzeichnet durch depressive Episoden und mindestens eine hypomanische Phase, die mindestens 4 Tage dauert.


    In Analogie zu den Bipolaren Störungen wollte ich also auch bei psychotischer Megalomanie (Größenwahn) den Unterschied zwischen einer etwaigen Hyper- (Dezember 2018 bis April 2019) und einer Hypo-Megalomanie untersuchen, also einem seichten Größenwahn, am Beginn der Krankheitsphase in den letzten 2 Wochen, die ich aber erfolgreich habe vorzeitig abbrechen können, hoffe ich zumindest. Denken fällt mir gerade zwar noch ein wenig schwer und das Schreiben ist sehr zäh, doch ich denke, meine Beobachtungen waren es eindeutig wert.


    Meine Frage war: Im hyper-megalomanen Wahn kann man dem Wahn nicht mehr mit Vernunft und Argumentation beikommen. Jegliche Beeinflussungsversuche und Bemühungen zur Einrenkung des Zustands führen nur zu noch weiteren und unvorhersehbaren Richtungswechseln in den Wahngedanken des Patienten. Aber ist es vielleicht möglich, in einem hypo-megalomanen Wahn, der durch Ausbremsung des vorhergegangenen hyper-megalomanen Wahns herbeigeführt wird, ordnenden und mäßigenden Einfluss auf das jeweilige Wahnkonzept des Erkrankten zu nehmen, das bei der momentanen rein medikamentösen Behandlungsmethode der modernen Psychiatrie durch immens hohe Dosen starker Neuroleptika der 1. Generation, die mit schmerzhaften und teilweise gefährlichen pyramidalen Nebenwirkungen einhergehen, sehr schnell und unbehandelt ins Unbewusste des Patienten zurückgesendet wird, wo es so bleibt wie beim letzten Schub, und in ähnlicher Form auch beim nächsten wieder ausbrechen würde?


    Ich habe mir mal Gedanken dazu gemacht, welche Wahnsymptomatik auf welche psychosozial auslösenden Trigger zurückzuführen sein könnten und welche Charaktereigenschaften diese begünstigen: Bei meiner Megalomanie ist es ein starkes Selbstbewusstsein und souveränes Selbstbild bei gleichzeitig starker Intraversion und Neigung zu Einsiedler-, Anachoriten-Verhaltensweisen. Der Trigger war dann emotional stark bedeutsame Zurückweisung und gekränkter Stolz, weiß ich aus meinem eigenen Fall. Beim klassischen Paranoidem Wahn würde ich eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeit im Vorfeld vermuten. Paranoider Wahn tritt am häufigsten auf mit 72% auf (Stand 1946). Deshalb heißt die Störung auch so. Nach '46 hat niemand mehr Wahnsinn untersucht psychologisch, sondern es wurde immer die Pharma-Keule geschwungen. Der Wahn wechselt mit jedem Schub und jeder dieser Schübe sieht anders aus. Dass ein erkrankter die ganze Zeit bei jedem Schub wieder megaloman ist, dazu habe ich noch keine Beispiele finden können in Studien. Ich scheine ein singulärer Fall zu sein diesbezüglich. Wir Megalomanen werden für gewöhnlich in psychiatrischen Einrichtungen besonders krass gefoltert zwecks "Genesung". Die folgenden Schübe sind dann also anderer Art, denn die Psyche traut sich, wenn sie wieder "krank" wird, nicht mehr, das alte Megalomanie-Programm zu fahren. Ich war brachial megaloman in Actus Primus, 2013, Actus Secundus, 2016, und Actus Purus, 2018. Nun, in Actus Incarnatii Luciferis Aeterni, die noch andauert, bin ich es wieder. Die dachten in meinen ersten Schüben eigentlich ich hätte auch Aspekte eines Religiös-Dämonischen Wahns, aber ich verstehe Lucifer (den Lichtbringer) eher als den Befreier und Erleuchter der Gens Humanis, dem Volk der Menschen. Eine Mischform aus politischem Verantwortungsträger und Gönner der Menschen, Prophet, Wissenschaftlichem Genie und indirekt über mehrere Ecken auch als Feldherrn a la Alexander der Große, Julius Caesar, dem fiktiven Tiber Septim aus dem ‚The Elder Scrolls‘-Universum oder heute Xi Jinping, einem Wegbereiter für zivilisatorische Errungenschaften. Wenn ihr andere Eindrücke und Erfahrungen mit eurem eigenen Wahn gemacht habt, die den meinen widersprechen, dann teilt es mir bitte mit und nennt mir eure Eindrücke diesbezüglich. ...


    Dies sind meine Gedanken während der „wahnhaften Phase“ meines aktuellen Schubs gewesen, die ich ordnen und aufzuzeichnen vermochte. Inhaltlich ist es das gleiche, was ich während meiner gesamten wahnhaften Phasen von mir zu geben versucht habe, jedoch aufgrund der formalen Denk- und Sprachstörungen während meiner Schübe nicht auszudrücken vermochte:


    „Wenn jemand, der im Wahn zu Größenwahn zu neigen pflegt, tatsächlich in seinen realen Zielen wahnwitzig große Ambitionen hegt, mit einzigem Unterschied zum Wahn, dass sie und er einander nicht sind, woran erkennt man dann den Wahn im Gegensatz zum realen Sinn?


    Das Ding ist gerade in meinem konkreten, individuellen Fall dieser Krankheit: Der (Größen-)Wahn verändert sich akuten Schub für akuten Schub deutlich sichtbar und adaptiert immer mehr und mehr Eigenschaften meiner real sinnhaften Ambitionen -realistische Realisierbarkeit mal außen vor gelassen-, büßt bei dieser Entwicklung aber rein gar nichts von seinen charakteristischen Merkmalen bezüglich seiner überdimensionalen Ausmaße und der grotesken Größe ein, die ihn als (Größen-)Wahn zu erkennen geben. Gleichzeitig adaptieren meine tatsächlichen Ambitionen zunehmend mit größer werdenden Werten auf der Zeitachse seit Krankheitsbeginn die Eigenschaften der Wahnvorstellungen in Größe und Ausmaßen des Geltungsbereichs ihrer direkten und indirekten Beeinflussung meiner selbst, meiner Umgebung und sogar des ganzen Kosmos möglicherweise, wenn ich denn überhaupt tatsächlich über die Bemühungen an Schritt I hinaus kommen sollte, und mich an Schritt II oder gar III machen kann in Folge, dazu aber im nächsten Kommentar mehr. Das, was nun die Synthese aus beidem zu werden scheint, ist jetzt nur noch allein deshalb kein "Wahn" mehr, weil ihr die bedingende und definierende, fundamentale Eigenschaft eines Wahnkonzeptes fehlt, jeglichen Bezug zur tatsächlichen äußeren Realität verloren zu haben, gemäß der definitionsgemäßen Eigenschaften eines solchen, die einen schizophrenen Wahn nun mal als psychotischen Zustand primär bedingen, denn "Psychose" ist per Definition "Realitätsferne/-Verlust" auch und gerade im psychiatrisch gebräuchlichen Kontext. Die zweite Veränderung seit der Geburt dieser Ziele aus den Tiefen des Wahnsinns ist die inzwischen recht weit fortgeschrittene Konkretisierung, während noch als Wahn mir dazu keine zumindest theoretisch ausführbaren Schritte und Maßnahmen bekannt oder bewusst waren, denen ich meine Aufmerksamkeit, den Fokus meines Strebens oder mein zielgerichtetes Denken hätte widmen können. Die These des Wahns war vage und schwammig in der Art seiner metaphysischen Existenz in meiner Kognition. Zwar schemenhaft erkennbar zumindest mir selbst als Urheber dieser Gedanken, aber dennoch an klaren Definitionspunkten mangelnd; die Synthese nun dieser mit der ursprünglichen Antithese des (Größen-)Wahns, also einer realistischen Zielsetzung für mich selbst in meinem Leben, ist im Prinzip ein und das selbe wie mein eigentlicher psychotischer (Größen-)Wahn, wenn man so will, aber ohne genau diese genannten für "Wahnsinn" charakteristischen Eigenschaften, die mich für mich selbst als "psychotisch erkrankten" als geisteskrank zu verstehen geben, mal abgesehen von der Andersartigkeit des akut schizophrenen Bewusstseinszustandes, die sich aus der abnorm übersteuerten postsynaptischen Signaltransduktion einiger Transmittersysteme in meinem ZNS ergibt und mir durch Denk-, Sprach- und Wahrnehmungsstörungen à la couleur in einem solchen akuten Schub für gewöhnlich permanent bewusst ist, momentane relative "Krankheitseinsicht" hin oder her. Nun, ich weiß nicht, was du über die genauen Eigenarten meiner wahnhaften Konzepte und Ideen bereits weißt oder zu wissen glaubst ...


    ... in mindestens einem Teil meines Bekannten- und Freundeskreises habe ich seit meinem letzten Schub aber den folgenden Spitznamen: "Gottkomplex" …


    Nun zu meinen konkreten Zielen und Ambitionen während der weiteren Dauer meiner Existenz als sterblicher Mensch, denn ohne diese Informationen könnte der letzte Absatz gerade von mir recht kryptisch und nur wenig konkret verständlich sein, weil ich zwar meine mentalen Vorgänge bei dieser Sache beschrieben habe, aber dabei nicht gesagt habe, was diese Ziele denn eigentlich sind in ihren drei Etappen ...


    Vorweg:

    Ich bin ein absoluter Perfektionist, durch und durch in allem, was ich tue. Entweder ich mache etwas näherungsweise perfekt, oder ich lasse es ganz bleiben und widme mich der Sache erst gar nicht. Die meisten stecken sich wohl als Lebensziel eher etwas, das zwar ambitioniert ist, aber durchaus realistisch erreichbar für einen Menschen. Doch was ist, wenn man sein Ziel erreicht hat, aber noch Leben vor sich hat? Welchen Wert hat der Lebensabend, wenn der Tag des Lebens im Prinzip für einen bereits vorüber scheint? Deshalb habe ich mir das wohl wahrscheinlich am meisten ambitionierte Ziel für mein Leben gesetzt, das wohl überhaupt nur möglich sein kann und somit meinem perfektionistischen Anspruch an mich selbst genügte. Es war eher eine Richtung, als ein Ort, den zu erreichen möglich erscheint, gleich der nur metaphysisch denkbaren "Ideen" in der platonischen Ideenlehre. Nur ein Ziel, das immer fortwährend noch als Ziel verfolgbar bliebe, egal wie weit man bei dessen Umsetzung auch kommt, würde verhindern, dass das Leben nach Erreichen des gesteckten Zieles wertlos werden würde ...


    Folgendes sind also die drei Etappen meiner konkreten Ziele während der gesamten Dauer meiner bewussten Existenz:


    1.: Mithilfe der AI-Technologie und Biotechnologie im Gebiet der biomedizinischen Forschung Google (Alphabet) (Deepmind/Calico) bestmöglich bei ihrem Unterfangen unterstützen, die ursächlichen multifaktoriellen Mechanismen des biologischen Alterns nach und nach aufzudecken und auszuhebeln, so gut es eben geht, zwecks Zeitgewinn, um mich den beiden weiteren von 3 Schritten zu widmen und nicht mehr länger vom absehbaren Tod durch altersbedingte Erkrankungen in meiner Arbeit zeitlich eingeschränkt zu sein.


    2.: Allmählich, nach und nach mit allen verfügbaren Methoden aus Technologie und biotechnologischer Modifikation zellulärer Strukturen meines eigenen Gehirns meine kognitiven Kapazitäten und die Grenzen meines geistigen Horizonts und meiner Vorstellungskraft so weit ausloten und erweitern, bis ich feststelle, dass es nicht mehr, oder nur noch irrelevant langsam für die Bewältigung von Schritt 3 voran geht.


    3.: Mein gesamtes Denkvermögen dazu verwenden, die absoluten Grenzen des physikalisch möglichen auszutesten, zu erreichen und an die Begrenzung der absoluten Unmöglichkeit im Zusammenhang mit der Beeinflussung etwaiger Lebensformen auf die Beschaffenheit des Kontinuums von Raum und Zeit stoßen. Wenn es tatsächlich möglich sein sollte, in einer bildlichen Metapher umschrieben: Origami aus den es bedingenden und definierenden Konturen unseres Realitätsgefüges falten. Ergo: Askension: Apotheose.“


    Ihr haltet mich jetzt bestimmt für noch weitaus
    durchgeknallter, als ihr ohnehin schon längst weißt, dass ich es sowieso bin,
    oder?
    Das sind zumindest die langfristigen Ziele auf meiner Lebens-Agenda, nachdem ich bezüglich meiner Krankheit erstmal Herr der Lage geworden bin. Wahn oder Vision? Was denkt ihr darüber?"

  • VI.:


    Neuro-Psychiatrische Sicht auf unsere Störung:


    Die Schizophrenie wird ja gemeinhin mit Neuroleptika, also partiellen Antagonisten an einigen Dopamin-Rezeptoren behandelt. Die Symptome ergeben sich aber nicht durch ein Ungleichgewicht der Transmitterausschüttung dieser Synapsen, die durch eine solche Behandlung wieder korrekt einzurenken wäre, sondern eher durch eine abnormal veränderte, aber in ihrer Wirkung hauptsächlich immens verstärkten Signaltransduktion an den dopaminergen Postsynapsen. Somit ist die Behandlung durch Neuroleptika zwar ein ungefähres Gegensteuern, aber verfälscht gleichzeitig auch zwangsläufig die genaue Funktionsweise aller Kortex- und weiteren Hirn-Areale, die unter anderem mit Dopamin arbeiten. Es kann also nicht die optimale Methode sein und die Psychopharmaka für die Behandlung der Schizophrenie sollten allmählich sich von dieser "Dopamin-Hypothese" lösen und anders entwickelt werden, zumal gerade die Möglichkeit in der Erforschung neuer Behandlungsformen aufzukommen scheint, mit möglicherweise AI-unterstütztem Zell-Engineerung neue Dimensionen der Handhabung der Krankheitssymptome zu erschließen.


    Die Schizophrenie ist nach meinem Wissensstand die einzige bekannte psychische Störung, die ausschließlich dem Homo Sapiens vorbehalten ist. Ungefähr gleichbleibende Häufigkeit hinweg durch alle Ethnien, Kulturen, Bevölkerungsschichten. Sie ist quasi im Genpool des Menschen integriert und wird dennoch nicht herausselektiert durch die Evolution, weil die einzelnen sie begünstigenden Genmutationen jeweils für sich und auch im Gesamtpaket selektive Vorteile für die Ausbilldung und Vernetzung des ZNS darstellen in verschiedenster Art. Nur wenn die Krankheit ausgelöst wird beim Träger der genetischen Voraussetzung, wird sie ein selektiver Nachteil und der Besitzer stirbt meist recht zeitnah oder landet am Rande der Gesellschaft. Einige schaffen es unter großer Mühe, einigermaßen normale Lebensumstände aufrecht zu erhalten. Eigentlich aber unter dem Soll dessen, was einem Träger einer ganzen Fülle an vorteilhaften Genmutationen möglich sein sollte.


    Bei der Evolution der Meeressäuger zum Beispiel, hätte sich ja vor dem Abschluss des Wechsesl des Lebensraums vom Land ins Meer eine dafür zuträgliche Mutation als eindeutiger Nachteil des Trägers erwiesen, im Phänotyp des Gens zumindest, denn ein verkrüppelter Fuß, der als Fuß nicht mehr richtig zu gebrauchen ist, aber noch keine wirklich guten Eigenschaften als Flosse hat, müsste deshalb ein Nachteil sein. Also hätte diese Anpassung niemals stattfinden dürfen ohne die Kopplung der für diese wichtigen Mutationen an andere genetische Eigenschaften des Tieres, die selektive Vorteile bieten und so die unfertige Anpassung im Genpool der Population erhalten. Genau so, wie es mir gerade bei der Schizophrenie mir erscheint.


    In einem metaphorischen analogen Vergleich würde ich das in etwa so darstellen: Das Gehirn ist ein Netzwerk aus verschiedenen Computern, die durch ein Intranet verbunden sind, so dass die Dateien von einem Rechner auf jeden anderen via LAN-Kabel hin und her geschickt werden können. Jeder Computer ist dabei das jeweilige Transmittersystem in jeweils jedem der bestimmten funktionellen Areale des Kortex oder gar des gesamten ZNS. Bei den schizophrenen „Computer-Netzwerken“ sind jetzt aber alle Rechner, die im Vergleich die dopaminergen Systeme der einzelnen Areale sind, von Windows 95 auf Windows 10 updated worden und mit ihnen auch alle Dokument- und Bild-Bearbeitungsprogramme, so dass die Datei-Formate auf einmal ganz andere sind und die übrigen Rechner im Intranet, die noch mit Windows 95 laufen, die Datei-Formate, die die Rechner mit neuem Betriebssystem erstellt haben, nicht mehr lesen oder öffnen können. Die Folge: Error auf den W95-Rechnern oder eben die typsichen akuten Symptome der Schizophrenie im menschlichen Bewusstsein. Die Kommunikation des ZNS ist fundamental gestört und das Bewusstsein kann nicht mehr arbeiten, wie es soll. Die bisherige Behandlung durch die dopaminergen Antagonisten wäre jetzt in der Metapher, bei allen Rechnern mit neuem Betriebssystem und neuer Software einfach zum Erstellen der Dokumente und Dateien einen ‚Windows 98‘-Kompatibilitätsmodus zu wählen, der auf den anderen noch alten W95-Rechnern zwar irgendwie möglich zu öffnen ist, aber dabei heftig rumbuggt und bei langfristiger Verwendung der W98-Dateiformate sogar Hardwareschäden an den Rechnern mit altem Betriebssystem hervorruft. Wieso jetzt also nicht die Strategie ändern und die Rechner mit den veralteten Betriebssystemen mit speziell dafür modifizierten Versionen des neuen Windows 10 für ihre jeweilige spezielle Funktion (AI unterstütztes Zell-Engineering z.B.) einfach updaten, statt den betroffenen Menschen durch die Drosselung der Funktionalität des gesamten Kortex und weiterer funktioneller Areale sämtliche Grundlagen einer lebenswerten Existenz am Punkt seines eigenen Bewusstseins zu nehmen, und ihn so nach und nach in den Suizid oder zumindest immens verfrühten „natürlichen“ Tod zu treiben?


    Ich habe irgendwie einfach den Eindruck, dass dieser Zeitpunkt, an dem die unfertige Anpassung vom Nachteil allmählich zum Vorteil werden könnte, gerade zu kommen scheint oder sogar womöglich nur noch durch die kapitalistische Unterdrückungs-Maschinerie und die dadurch bedingte Korruption im Gesundheitssektor und der Pharma-Industrie zurückgehalten wird, aber mein tatsächlicher Kenntnisstand der für ein näheres Verständnis wichtigen Wissenschaften ist unzureichend, um genaues sagen zu können. Zwar auch nicht gerade klein, aber ich brauche valide Studien möglichst hoher Qualitität und so thematisch umfangreich wie möglich, nach bester Möglichkeit bereits falsifiziert. Kennt sich jemand sonst noch im Bereich Neuro aus und kann mir vielleicht Literatur empfehlen?

  • VII.:


    Einige "Wahn-Gedanken" meiner selbst:


    Schon mal über den Begriff „Hellseherei“ etymologisch nachgedacht?


    Investiert am besten in chinesische, indische oder bangladeshi ETF-Fonds. Da habt ihr die beste Rendite. Locker 10 - 15% jährlich. Xi Jinping ist gerade dabei, eine dynastische Hochkultur zu etablieren a la Ming-Dynastie & Co. wie zu Zeiten des konfuzianischen Imperialismus unter Kaisern aus Fern-Ost.


    USA und Südamerika sind "Bogaloo"-, also Bürgerkriegs-Regionen. Die staatliche Ordnung dort wird implodieren und die U.S. Army zerfetzen durch Gesellschafts-Spaltung aus Spätfolge der Sklaverei und der Apartheid dort, der Rassentrennung bis in die 70er. Wenn die aktuellen Machthaber dort in Rente gehen, also die Boomer-Generation, die mit "Love, Piece und Harmonie", "Sex, Drugs and Rock'n Roll" rebelliert hatten in ihrer Jugend, wird es immer wahrscheinlicher. Die Generation der 80er hatte mit Thrash Metal und Revolte rebelliert in ihrer Jugend. Die Generation der 90er mit Cannibal Corpse, Death und N.W.A's 'Fuck Tha Police'. Das ist ein nicht zu ignorierender Hinweis.


    In Europa wird es kein „Boogaloo“ geben. Höchstens offizielle, transnationale Konflikte. Polen ist besonders im möglichen Visier und wird wohl entweder mit anderen schwachen Staaten Osteuropas aus der EU verbannt werden, oder Deutschland, Frankreich und vielleicht Italien, Skandinavien ebenfalls werden austreten und mit GB ein neues lockeres Staatenbündnis eingehen. Die Rennationalisierung Europas ist leider unausweichlich und der Traum eines geeinten Europas muss in die ferne, ungewisse Zukunft verschoben werden. Polen ist Hauptanlaufstelle für Amazons Export aus aller Welt nach Europa. Die Grenzen werden hart bewacht werden und extreme Zoll- und Tarifgrenzen. Für „Boogaloo“ ist die Gesellschafts-Spaltung und Massenverblödung in Europa, die von den USA ausgeht, noch nicht fortgeschritten genug.


    Russland und China werden sich fetzen. Russland als größte Atommacht nach den USA und China als größte Wirtschaftsmacht der Welt. China wird gewinnen auf lange Sicht und die ehemalige UDSSR absorbieren und assimilieren. Dann gibt es noch Kanada, Westeuropa und eine chinesisch dominierte Welt. Gegen China ist kein Konflikt lösbar, weder wirtschaftlich noch militärisch. Das ist dann der Punkt, an dem die westliche Welt den Frieden und eine langfristige Kooperation mit den dem Lande im Osten, jenseits von Steppe, Wüste und Gebirge eingehen muss. Aber ich finde China cool. Weiter reicht mein Blick noch nicht.


    Wie genau das ganze Ablaufen wird, wird die kommende Geschichte zeigen. Ich werde nicht in die Geschehnisse eingreifen, bis mir mein genaues Fatum offenbart wird.


    Wäre ich zur Zeit des nationalistischen Imperialismus geboren, nur para-wissenschaftlich gebildet und zudem Antisemit, hätte ich vielleicht wirklich die Hitler-Nummer abgezogen, denn ich teile so einige meiner Charaktereigenschaften und Persönlichkeits-Attribute mit dem „GröFaZ“ und neige ebenfalls dazu, in meinem sozialen Umfeld besonders viele APS’ler mit besonders hohem Psycho- und Soziopathie-Score anzuhäufen, aber dank moderner Wissenschaft und dem Zeitgeist der 60er bis 90er Jahre kann ich mich weiterhin entwickeln und muss die Welt nicht ins Dunkel stürzen, weil ich sie retten will. Abwarten und Tee trinken ist die Devise. Mir stehen noch einige kognitive Weiterentwicklungen bevor, bevor sich mir meine Rolle in dieser Welt offenbaren wird.


    China ist eine Gefahr. Wir müssen sie zu mehr bürgerlichen Freiheiten bewegen, solange wir noch in der Macht dazu sind als attraktiver Handelspartner und sie Billionen-Summen in das Seidenstraße 2.0 Projekt investieren. Diplomatie nach Osten. Abschottung zu den Amis. Das ist der Kurs, den Europa braucht. Große Reiche und territorial Herrschaft vergeht mit der Zeit. Doch Kulturen und Völker sind es, die bewahrt werden müssen.


    Nichts davon ist gewiss. Mein Blick auf die Sterne ist noch getrübt. Dunkle Wolken des Un- und Halbwissens sind noch am Himmel. Es wird Zeit, dass der Wind dreht und sie mit starken Böen davon bläst. „Gesehen" ist übrigens der falsche Begriff. „Gedacht" trifft es viel eher. Und ja, ich neige seit meiner frühen Kindheit zu Orakel-(Alb-)Träumen. Aber noch nie im wachen Zustand mit eindeutiger Voraussicht und Evidenz. Nur Dinge, die mich persönlich betreffen. Freundschaften, die kommen würden. Liebe, die zerbrechen würde, Betrug, Verrat. Alles im Schlaf. Als kleines Kind hatte ich Albträume von Jesus am Kreuz. Ich habe es auf die kirchliche Erziehung geschoben.


    Jedoch gibt es gewisse universelle Strukturen in unserer Realität, die fast überall vorkommen, egal ob theoretisch, mathematisch, metaphysisch, strukturalistisch oder in Physibus Naturae. Sogenannte Fraktale Muster. Wenn dir die Schemata der Verfassungsorgane eines Staates vertraut sind, ist es dir ein leichtes, kognitve und neurologische Kybernetik des ZNS, Trophie-Ebenen der Ökologie, Populations-Behaviorismus, Freuds Konzepte der Psychodynamik etc. zu verstehen und zu durchblicken. Man versteht das grobe ganze, auch ohne die Details kennen zu müssen. Die Kognition und der aktuelle Stand von dessen Entwicklung beeinflussen maßgeblich die subjektiv wahrgenommene Realität. Es ist mir also inzwischen sonnenklar, warum die Diagnose „Psychose“ lautete, wenn meine und deren Realitätskonturen nicht miteinander übereinstimmen. Meine Gedanken sind aktuell im Bereich des "Wahns", doch die einschränkenden Symptome fehlen gar gänzlich. Es scheint, als hätte ich das Meer des Wahnsinns durchschwimmen können und das andere Ufer jenseits des Horizonts wäre bereits in Sicht. Jenes Ufer heißt "Genie".


    Könnt ihr mir soweit folgen und mich womöglich beraten bei meinem weiteren Vorgehen? Ich fühle mich durch meine beinahe singulär anmutende kognitive Entwicklung in meiner Generation beinahe schon in der Verantwortung und der Pflicht, maßgeblich in die Geschehnisse dieser Welt einzugreifen und sie vor dem Untergang zu bewahren, sie stattdessen durch diesen Sattelpunkt der terrenalen, sowie zivilisatorischen Zeitalter zu geleiten in eine goldenes Zeitalter der Kultur, Wissenschaft und Zivilisiertheit herbeizuführen. Ich werde demnächst eine kognitive Verhaltenstherapie in Marburg beginnen, um die restlichen Negativ-Symptome, die mit meiner Erkrankung einher gehen, unter Kontrolle zu bekommen.


    Sie kennen ja gewiss fast alle den Namen Emil Kraepelin, oder?

    Zur Information für euch: Das war ein Psychiatrie-Pionier und großer Wissenschaftler auf diesem Gebiet, der alle Subtypen der Schizophrenie erstmalig als "Dementia Praecox", also "vorzeitige Verblödung", als eine zusammenhängende Krankheit trotz unterschiedlichster Ausprägungen der Symptome und individueller Krankheitsbilder zu einer Störung zusammenfasste und die Behandlung erstmalig begründete. Doch die Wahrheit um diese Krankheit könnte eine ganz und gar andere sein. Ich will mich ja, wie ihr vielleicht am Rande mitbekommen habt, bemühen, in seine Fußstapfen zu treten auf lange Sicht. Das ist aber noch ferne Zukunftsmusik.

  • Vielleicht DormantMisery kannst du noch ein paar Absätze in deine Ausführungen einbauen, das würde es dem Leser deutlich erleichtern diesen längeren Text sich durchzulesen.

    Musst du mal schauen inwieweit sich das noch bearbeiten lässt, ich fände das gut und würde bestimmt etwas mehr Aufmerksamkeit dir bringen für deine Bemühungen.

    Werde es mir die Tage auch anschauen und vielleicht kannst du das noch abändern.


    Gruß

    Die fehlenden Absätze wurden in den Beitrag eingefügt. :)


    Gruß