Leben meistern mit Schizophrenie

  • Hi,

    gibt es hier jemanden, der darüber berichten kann wie er sein Leben weitestgehend meistert, trotz der Diagnose Schizophrenie. In der Klinik trifft man auf Menschen, die grade erst von diesem Problem erfahren haben oder es nicht schaffen trotz der Schizophrenie ihr Leben so zu leben wie sie es wollen. Gibt es hier jemanden, der mal erzählen kann, wie er es schafft mit der Diagnose zu leben?

  • Es kann funktionieren. Bei mir ging es nur mit den richtigen Medikamenten und die liegen außerhalb der Standardverordnung. Also kann man sich vorstellen wie einfach das für einen Erkrankten ist da mit Experimenten an sich zu sehen was für einen das Richtige ist.

    Kapitalismus steht ja auch in der Psychiatrie über alles, von daher sind die Ärzte wenn man so will was Inovationen angeht wirklich Strohdumm und lassen sich auch nix sagen, also muss man als Erkrankte/r eben eigenverantwortlich heute noch sehen wo man bleibt.

    Hier findest du diese Medikamente die mir sehr geholfen haben und auch Anderen ebenso helfen sollten:
    Medikationsempfehlung Psychose

    Mir hat die Beantragung von EM-Rente viel geholfen um den Stress den die Psychose macht auch irgendwie verarbeiten zu können und damit diese Belastungen zu reduzieren, also auch das sich Ablenken oder Beschäftigen mit manchen Psychotischen Inhalten kann helfen auf längere Sicht gelassener diese Dinge zu sehen und das Grundproblem dieser Sinnestäuschungen zu verstehen.

    Also Medikamente sind weder in Überdosis noch in Unterdosis gut, man muss auch mal etwas variabel sein was die Neuroleptika angeht. Zuviel bedeutet das man kaum oder zu wenig Ängste hat, zuviel bedeutet Paranoia oder übertriebene Ängste. Die Mitte wäre Richtig wobei man als Erkrankter in diesen Zwiespälten festhängt, von daher kann es Sinn machen beide Seiten im Wechsel zu beleuchten indem man entweder Bedarf einnimmt oder die Dosierungen den eigenen Bedürfnissen anpasst.

    Ganz wichtig sind die im Artikel oben erklärten Antidepressiva, die lindern oder heben die Negativsymptome so eingenommen fast komplett auf und ermöglichen so ein normales Leben. Zeitweise kann man so sogar das Neuroleptikum absetzen und es etwa nur eine Woche im Monat einnehmen was in den 3 Wochen dazwischen eine Verbesserung der Negativsymptome zur Folge haben kann.

    Ist zwar ein etwas steiniger Weg, aber wenn man das anpackt und einen Arzt findet der auf diese persönlichen Wünsche von Medikamenten eingeht hat man meiner Meinung eine Chance auf ein halbwegs normales Leben.

    Anderweitig ist es bedeutend schwerer mit der Diagnose zu leben, also kann blanker Horror sein. Ich hatte zu Beginn so eine Standardtherapie mit Risperdal, war auf der Arbeit (Wiedereingliederung) ein halber geistiger Krüppel durch die Medikamente was zwar einerzeits eine Lehrreiche Erfahrung ist, aber alles andere als schön wenn man völlig an sich selbst scheitert und droht daran zu verzweifeln.

    Wen wir das zu verdanken haben? Der korrupten Pharma und den Psychiatern die das so durchgewunken haben was da häufig läuft. Das ist schon absichtlich so Rückständig das die Erkrankten entweder dran zerbrechen oder eben gute Dauerkunden schädlicher Medikamente sind und quasi ihr Leben Lang dran abstottern müssen bis zu den äußersten Fällen was dieses Schicksal mit sich bringt. Gibt ja viele Leiden die so entstehen können, etwa wird man Drogensüchtig gemacht mit den Medikameten wo die Nikotinindustrie sich drin badet etwa. Medikamente gegen das Rauchen helfen auch bei Psychosen die sind aber anscheinend auch längst schon vom Markt genommen, quasi nur noch verfügbar aber werden für die Diagnosen kaum oder gar nicht verwendet. Zudem ist die Tabakindustrie auch in der Forschung gegen Psychose involviert, wenn man da nix Böses dabei denkt.

    https://en.wikipedia.org/wiki/…renia_and_tobacco_smoking

    Ist im Grunde also alles Lug und Betrug der da läuft. Normal sollte es für so etwas ein Standgericht geben um mit solchen Verbrechern fertig zu werden die sich um Ärztlicher Ethik nix scheißen (sorry die Ausdrucksweise)

  • Hey.

    Also ich lebe mit meiner Schizophrenie nun seit ich denken kann....

    Früher war es auch das "volle Programm" mit Klinik, Medikamente, Therapie....


    Aber das ist nun auch schon fast 7 Jahre her das ich das letze mal bei der Therapie war.


    Ich lebe mit meiner Schizophrenie. ich versuche sie gar nicht weg zu bekommen. Auch wenn sie mich manchmal auf komische Gedanken bringen :D

    Aber gut... ich denke, ich habe es auch nicht mehr so ausgeprägt wie früher.


    Aber selbst mit Schizophrenie leben ist möglich!

  • bei mir gings vor 10 Monaten los. Und seit 5,5 Monaten wirds schön langsam besser. Ganz ohne Medikamente. Jeoch waren die ersten 6 Monate sehr schlimm. Ich wollt aber unbedingt keine Tabletten nehmen. So hab ich so wenig wie möglich genommen. Und so viel gelitten wie ich ausgehalten hab.

    Ich muss immer noch viel schlafen, Lieg täglich 12 Stunden im Bett. Dabei oft Kopfschmerzen. Daher könnte es tatsächlich auch von einer Hirnhautentzündung herrühren.