Schizoaffektiv?

  • Hallo,


    Während meiner Psychose hatte ich Angst und Panik vor allem und jedem entwickelt. Ich hatte mich vor Angst vor der Welt versteckt.

    Als meine Psychose weg war ist diese Angst geblieben - auch wenn ich nicht mehr die Wahnideen hatte wie zuvor.


    Jetzt, Stück für Stück muss ich mich mit allem konfrontieren wovor ich panische Angst habe, dann geht sie weg.

    Mit Benzos geht dieser Prozess einfacher, aber die erhalte ich leider kaum.

    Kennt Ihr das? Geht Euch das ähnlich?


    Jedesmal, wenn ich die Angst vor etwas oder jemandem verloren habe fühle ich mich toll.

    Ich kann wieder positive Gefühle erleben. So wie ich zuvor nur Angst, Misstrauen und auch Aggression spürte spüre ich nun Vertrauen und ich mag Menschen, ich liebe das Leben und die Menschen - kein Vergleich zu dem emotionalem Zombi der ich lange lange war.


    Erstmals seit Jahren kann ich wieder Essen und hab Hunger - auch ohne Medis.


    Es ist schon fast ein Hochgefühl das ich entwickelt habe.


    Bisher habe ich immer gelesen, dass die Negativsymptome und kognitiven Einschränkungen nur langsam verschwinden. Nirgendwo habe ich etwas von einem Hochgefühl gelesen dass einige Wochen nach der Psychose eintritt.


    Gibt es hier schizoaffektive Leute? Ist das was ich erlebe schizoaffektiv?

  • hallo,


    Ich bin schitzoaffektiv. Ich kenne extreme Stimmungsschwankungen aus heiterem Himmel sehr gut, aber da sich diese Krankheit bei jedem anders äußert, kann ich dir nicht sagen, ob das was du erlebst typisch schitzoaffektiv ist.


    Ich hatte schon viele Krankheitsausbrüche, allerdings nur einmal eine drogeninduzierte Psychose. Diese liegt über 20 Jahre zurück. Ich kann auch heute nicht mehr sagen ob bzw wann ich danach wieder ein "Hoch" hatte, nur dass ich mindestens ein halbes Jahr schwerst depressiv war.


    Lg

  • Hatte auch nur eine wirkliche Hochphase ganz zu Beginn meiner Schizophrenie...

    wobei ich damals während der ca. drei bis vier Jahre wo ich stark Stimmen gehört habe, erst ständig sehr wechselhaft unterwegs war, was sehr an den Stimmen lag. Aber irgendwann bin ich dadurch emotional gewachsen... ich meine irgendwann hat man alle terrorisierenden Ansichten der Stimmen durch und irgendwann habe ich gemerkt dass Sie mir nichts mehr anhaben können, das war ein unglaubliches Gefühl. Ich könnte heute nicht mehr so sehr in die akute Phase rutschen.

    Ich habe mittlerweile auch Tv Berichte von Leuten gesehen die Ihr ganzes Leben lang nur Positiv Symptome durch Ihre Stimmen erlebt haben, also sei nicht so skeptisch wenn es dir gut geht, so etwas kann mal vorkommen in der Welt :)