Andere Medikamente wirken nichtmehr seit ich Xeplion (Paliperidon) bekomme.

  • hallo,

    Also ich habe ein problem mit nebenwirkumgen zu meinem medikament.

    Ich bekomme xeplion 75 mg zurzeit intramuskulär, davor 100mg 6 monate lang.

    Je länger ich das medikament bekomme habe ich das gefühl das die nebenwirkungen schlimmer werden. Die häufigen nebenwirkungen treten bei mir ein (insomnie) und dann sind da noch die nebenwirkungen wie appetitlosigkeit also hungergefühl kommt nichtmehr seit einnahme. Und nun die schlimmste nebenwirkung.

    Seit ich xeplion bekomme, wirken bei mir andere medikamente nichtmehr wie mirtazapin (um müde zu werden) oder quetiapin (zum müde werden) oder pipamperon.

    Meine Ärztin schickt mich wegen der schlaflosigleit in die klinik, und jetzt wollte ich wissen warum die genannten medikamente zum schlafen nichtmehr wirken? Hat das xeplion was in meinem gehirn kaputt gemacht oder woran kann es liegen? Auch drogen und alkohol wirken nichtmehr falls das wichtig zu wissen ist.

    Bin am verzweifeln weil ich kaum noch schlaf bekomme und 3-4 tage am stück durchmachen muss bevor ich müde werde, also mein müdikeitsgefühl ist auch weg durch nebenwirkung. Denke das hängt alles ein wenig zusammen.

    Hat jemand einen Ratschlag oder weiss warum die medis nichtmehr wirken? Bevor ich xeplion bekam hat das alles noch gewirkt.

  • Oski123

    Hat den Titel des Themas von „Andere Medikamente wirken nichtmehr seit ich Xeplion 75mg bekomme.“ zu „Andere Medikamente wirken nichtmehr seit ich Xeplion (Paliperidon) bekomme.“ geändert.
  • Xeplion hat durchaus solche Nebenwirkungen ganz ähnlich dem Risperdal. Alkohol zeigt da keine Wirkung mehr, vermutlich weil das Neuroleptikum einem Zellgift/Alkohol gleich kommt.

    75mg ist zudem immer noch eine recht hohe Dosis, da wären 50mg oder gar weniger eher Sinnvoll. 75mg oder gar 100 ist eher eine Akutdosis aber die Hersteller verdienen damit ja ihr Geld und hohe Dosis ist eben mehr Geld umgemünzt da dieser Wirkstoff so teuerer ist und es länger dauert bis Betroffene das abgesetzt haben (mit Arzt).

    Mein Ratschlag wäre reduzieren und eben gar kein zusätzliches Medikament zum Schlafen einnehmen weil das keinen Sinn macht und bereits mit einer vernünftigen Dosis des Paliperidons der Schlaf klappen sollte eben auch ohne stark sedienende Medikamente die an sich eher schädlich sind.

    Aripiprazol ist ein besserer Wirkstoff was Nebenwirkungen und das Schlafen angeht wobei auch da die Regel gilt je weniger desto besser. 5mg kann da schon ausreichend sein und hilft sehr bezüglich des Schlafes (habe nie besser geschlafen), bei 10mg oder mehr verkürzt sich eher der Schlaf was dann vermutlich ähnliche Effekte wie bei dir jetzt haben kann. Also üblich sind beim Aripiprazol zwar 10-15mg aber ich würde dir empfehlen so eine Dosis von 5-10mg zusammen mit deinem Arzt zu suchen. Normal kann man mit 10mg anfangen und dann auf eine kleine erhaltungsdosis Reduzieren. 5mg ist gut, darunter zeigt es normal kaum Wirkung wobei das auch von dir also Patienten abhängt wie viel man braucht.

    Aripiprazol ist ein akut sehr Wirksames Medikament hat aber auch Nachteile wie Unruhesymptome oder Restsymptome die übrig bleiben können, dafür ist es aber gleichzeitig deutlich besser verträglich von den Nebenwirkungen her als übliche Neuroleptika. Aripiprazol ist auch das 1. Neuroleptikum der 3. Generation, gibt jetzt einen Neuen Wirkstoff Cariprazin oder so das anscheinend auch zur neueren Generation gerechnet wird.

    Aripiprazol sollte das mit den Schlafproblemen locker allein lösen können. Um die Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen wie Unruhe besser behandeln zu können würde ich dir dringend zu Bupropion raten zum Aripiprazol zusätzlich. Bupropion ist eine Art Aufputschmittel was wie ein ADHS Mittel gegen diese Form der Unruhe die Aripirpazol macht hilft, gleichzeitig verbessert es die Wirkung des Aripiprazols deutlich weil es auch bezüglich der Negativsymptome besser wirkt als Neuroleptika es können. Zudem ist es ein Nikotinentwöhnungsmittel was da bei Suchtproblemen die für Psychotiker üblich sind (80% sind Raucher) hilft. Also auch wenn du kein Raucher bist so kann sich das Suchtproblem ja auch in Anderer Form etwa Wahn oder sonstiges Zeigen und von daher hilft das Bupropion auch bezüglich Positivsymptome derartige Sucht und Zwangsstörungen besser zu behandeln.

    Weiterer Nachteil das Aripiprazols ist die fehlende oder schwache Wirkung auf die Libido was zum Teil zu Emotionalen Schwankungen oder "Hypersexualität" führen kann. Übliche Neuroleptika wirken auf die Libido indem der Prolaktinspiegel beeinflusst wird, das fällt beim Aripirpazol eher gering aus von daher sind solche Nebenwirkungen wahrscheinlicher als bei anderen Wirkstoffen.
    Diesbezüglich empfehle ich Citalopram später wenn die beiden oberen Medikamente eingenommen werden zu ergänzen. Also erst auf Aripiprazol und Bupropion umstellen und später dann noch Citalopram dazu einnehmen was ein Standard Antidepressivum ist. Die Wirkung auf das Serotonin wirkt Emotional dämpfend und hilft zusätzlich gegen Zwangsgedanken, zudem hilft die Wirkung auf das Serotonin gewisse Nebenwirkungen die Bupropion etwa machen kann abzuschwächen (Neigung zu Verstopfung etwa oder schwache Blase), da Bupropion lediglich auf Noradrenalin und Dopamin wirkt können so Noradrenalingene Nebenwirkungen eher auftreten und das Citalopram wirkt dagegen auf Serotonin was wiederum diese Wirkung ergänzt. Es gibt auch andere Antidepressiva die gemischt auf Noradrenalin und Serotonin wirken wie Duloxetin oder Venlafaxin nur fehlt da diese Dopaminwirkung die nur das Bupropion hat wozu es kaum alternativen gibt.
    Das Mirtazapin das du einnimmst hat auch eine Wirkung auf alle drei Botenstoffe, nur macht das sehr dick und ist ein tetrazyklika was ähnlich wie trizyklika vermehrt Nebenwirkungen macht und von den Wechselwirkungen mit Neuroleptika würde ich grundsätzlich von dieser Art Wirkstoffen abraten, weil das dann sich von der Wirkung her verstärken kann und etwa die Sedierung übertrieben stark ausfällt anders als diese Wirkstoffe sonnst wirken würden.

    Die Antidepressiva Bupropion SNDRI und Citalopram SSRI sind beides selektive Wirkstoffe was so Wechselwirkungen mit Neuroleptika reduziert, zumindest funktioniert das mit Aripiprazol sehr gut. Selektive Antidepressiva sind auch sehr gut verträglich wobei eben diese auch ein paar Nebenwirkungen haben können und die des Bupropions eher etwas anders sind als wie die von üblichen Antidepressiva weshalb Bupropion auch als atypisches Antidepressivum bezeichnet wird.

  • Danke für die antwort. Ich würde nur gern wissen warum alle sagen von xeplion kann man gut schlafen aber wenn ich zu meiner ärztin sage das ich nichtmehr schlafen kann sagt sie ich muss damit leben. Als ich im krankenhaus war haben die mich nach hause geschickt weil die die medis nicht reduzieren wollten und kein anderer arzt das auch nicht reduzieren will. Dürfen die das oder bin ich ausgeliefert?