Fragen zu Schizophrenie

  • Guten Tag zusammen:)

    Da ich momentan an meiner Matura-Arbeit über Schizophrenie schreibe, hätte ich ein paar Fragen an Betroffene, wie auch an Angehörige.

    Falls jemand Lust und Zeit hat, mir meine Fragen zu beantworten, wäre ich sehr dankbar.

    Ihr könnt mir gerne eine Nachricht schreiben oder auch direkt hier Antworten. :)


    Betroffene

    - Wie wurde Ihre Schizophrenie erkannt?

    - In welchem Alter ist die Erkrankung aufgetreten?

    - Gibt es in Ihrer Familie noch jemand, der unter

    schizophrenen Psychosen leidet?

    - Welche Symptome sind bei Ihnen aufgetreten?

    - Wie äusserten sich diese?

    - Waren Sie schon zu Beginn krankheitseinsichtig?

    - Wie haben Sie die Schizophrenie-Diagnose

    aufgenommen?

    - Wie hat Ihr Umfeld auf die Diagnose reagiert?

    - Was für Medikamente wurden Ihnen verschrieben?

    - Welche Nebenwirkungen sind aufgetreten?

    - Welche Therapien haben Sie zusätzlich gemacht?

    ( Familientherapie, stützende Psychotherapie, psychoedukative Gruppen, ...)

    - Waren sie in einer psychiatrischen Anstalt? Wenn ja, wie

    lange?

    - Wie hat sich die Krankheit auf Ihren Tagesablauf

    ausgewirkt?


    Angehörige

    -Wie hat es sich geäussert, das die Person in Ihrem Umfeld an Schizophrenie erkrankt ist?

    -Was waren die ersten Veränderungen die Sie bemerkt haben?

    -Hat sich Ihr Verhältnis zur betroffenen Person verändert, wenn ja, inwiefern?

    - Gab es vor dem ersten akuten Krankheitsschub irgendwelche erkennbaren Anzeichen oder Symptome? Wie haben Sie auf diese reagiert?

    -Ist es Ihnen unangenehm mit anderen Personen über die Krankheit der betroffenen Person zu sprechen? Wenn ja, warum und wie äussern Sie sich dazu?

    -Auf was achten Sie im Umgang mit der betroffenen Person?

    -Wie gestaltet sich der Alltag mit der betroffenen Person?

    -Besuchen Sie ebenfalls Gruppen um mit der Situation umzugehen?


    Vielen Dank und freundliche Grüsse:)

    Vanii

  • Betroffene

    - Wie wurde Ihre Schizophrenie erkannt? Von mir selbst als die stimmen gemeint haben ich soll mich umbringen

    - In welchem Alter ist die Erkrankung aufgetreten? Mit 26 im vierten jahr von meinem medizin Studium ausgelöst von mdma (Einmaliger Konsum)

    - Gibt es in Ihrer Familie noch jemand, der unter

    schizophrenen Psychosen leidet? Nein

    - Welche Symptome sind bei Ihnen aufgetreten? Erst vebliebt sein(in männer und frauen gleichzeitig) dann wahn und am ende stimmen (30 monate psychotisch)

    - Wie äusserten sich diese?

    - Waren Sie schon zu Beginn krankheitseinsichtig? Nein erst am ende

    - Wie haben Sie die Schizophrenie-Diagnose

    aufgenommen? Die diagnose bei mir lautete drogeninduzierte psychose

    - Wie hat Ihr Umfeld auf die Diagnose reagiert? Unterschiedlich

    - Was für Medikamente wurden Ihnen verschrieben? Olanzepin ,ertralin und reagila

    - Welche Nebenwirkungen sind aufgetreten? gewichtszunahme antriebslosigkeit ist aber teil der krankheit

    - Welche Therapien haben Sie zusätzlich gemacht? psychotherapie sporttherapie ergotherapie

    ( Familientherapie, stützende Psychotherapie, psychoedukative Gruppen, ...)

    - Waren sie in einer psychiatrischen Anstalt? Wenn ja, wie

    lange? 4 wochen in München

    - Wie hat sich die Krankheit auf Ihren Tagesablauf

    ausgewirkt? Von einem sehr strukturieten Tag (2 stunden sport 3-4 stundenn lernen uni ) Zu einem sehr unstrukturieten Tag jedoch erst nach der behandlung davor während der psychose wurde die Struktur aufrechterhalten

  • Hallo Vanii,

    Falls deine Anfrage noch aktuell ist:


    Angehörige

    -Wie hat es sich geäussert, das die Person in Ihrem Umfeld an Schizophrenie erkrankt ist?

    Es handelt sich um meinen Partner. Das erste Anzeichen, als es mir klar wurde war, dass er extrem laut morgens angefangen hat HipHop/Rap Musik zu hören. Er hatte bereits eine heftige psychotische Episode vor c.a. 6 - 7 Jahren. Da hat er das auch gemacht.


    -Was waren die ersten Veränderungen die Sie bemerkt haben?

    Wie gesagt das durchgehende Musik hören. Tiefere monotone Stimme. Bedremdlicher Blick, ein bisschen wie ein gruseliges Lächeln und sehr hektisches und verwirrtes Reden. Ebenfalls Unterstellungen, dass ich Intrigen schmiede um ihn loszuwerden.


    -Hat sich Ihr Verhältnis zur betroffenen Person verändert, wenn ja, inwiefern?

    Ja, ich habe mich etwas emotional distanziert. Kenne aber die Krankheit und weiß, dass es wieder vorbei gehen wird und versuche ruhig zu bleiben.


    - Gab es vor dem ersten akuten Krankheitsschub irgendwelche erkennbaren Anzeichen oder Symptome? Wie haben Sie auf diese reagiert?

    Er war stressbedingt ein paar Wochen zuvor eine Woche krank geschrieben, ist dann aber wieder zur Arbeit gegangen. Ich habe es leider nicht erkannt, dass sich eine Psychose anbahnen könnte.


    -Ist es Ihnen unangenehm mit anderen Personen über die Krankheit der betroffenen Person zu sprechen? Wenn ja, warum und wie äussern Sie sich dazu?

    Nein es ist mir nicht unangenehm.


    -Auf was achten Sie im Umgang mit der betroffenen Person?

    Ich versuche ihn nicht zu stressen und weitestgehend normal zu behandeln. Komische Theorien seinerseits versuche ich mit Argumenten zu widerlegen.


    -Wie gestaltet sich der Alltag mit der betroffenen Person?

    Schwierig. Es ist vor 7 Tagen ausgebrochen und er nimmt zum Glück Tabletten. Ich versuche jetzt wieder den normalen Alltag einkehren zu lassen und gehe wieder Arbeiten. Ansonsten fahren wir fast täglich zu seiner Psychologin.


    -Besuchen Sie ebenfalls Gruppen um mit der Situation umzugehen?

    Nein