Umstellung, abilify könnte zu schwach sein und die psychose kommt zurück ?

  • hi


    Bisher hatte ich leponex ich hatte verstopfung und deswegen möchte ich auf meinen wunsch auf abilify umsteigen


    Die Umstellung ist fast abgeschlossen, meine Psychaterin meinte die psychose kommt zurück weil das abilify zu schwach ist.

    Wie soll die psychose zurück kommen, ich hatte kein Nutzen von leponex ich hörte den ganzen Tag Stimmen!!

    Alex

  • Abilify ist kein schwacher Wirkstoff, soll sogar sehr gut bei Stimmen sein, Problem können Restsymtome sein und Unruhe. Mein Ratschlag wäre dabei erstmal zu bleiben auch wenn leichte Restsymptome auftauchen. (eben erstmal abwarten)
    Später um die Wirkung des Aripiprazols zu verbessern würde ich dich zusätzlich zum Bupropion raten was ja ein Antidepressivum und Nikotinentwöhnungsmittel ist. Nachteil am Bupropion ist, das es alleine eingenommen auch Verstopfung machen kann, von daher würde ich da erstmal abwarten wie es mit dem Abilify funktioniert. An sich sollte Bupropion zusammen mit Abilify da keine Schwierigkeiten machen aber eben nur Bupropion neigt zu solchen Nebenwirkungen.
    Wenn du das mit dem Bupropion zustätzlich probierst sollten die Restsymptome besser werden, womöglich auch die Stimmen, da müsstest du dann eine Rückmeldung geben weil mir das auch sehr interessieren würde ob das bei dieser Symptomatik hilft. Habe selbst keine Stimmen von daher kann ich das schwer beurteilen aber so hatte das Bupropion bei mir einen sehr großen Nutzen zum Aripiprazol wobei ich auch nur 5mg Aripiprazol hatte, was ein Unterschied zu deiner Abilify-Dosis sein könnte (?)
    Wenn das dann gut funktioniert würde ich dir noch Citalopram als Ergänzung empfehlen da dies dann die Nebenwirkungen sowie Verstopfung die Bupropion machen kann aufhebt, wobei ich dir das eben als letzten Schritt empfehlen würde.
    Grund warum Citalopram als Letztes Sinn macht ist folgender, da Aripiprazol eher Unruhe macht und Citalopram auch so etwas wie Unruhe / Nervösität machen kann, passen die Beiden Wirkstoffe nur bedingt gut zusammen. Bupropion aber hilft gegen diese Unruhe und dann geht vom Citalopram kein Problem mehr aus und Citalopram hat auch andere Vorteile wie das die Libido und so gesenkt wird was beim Aripiprazol übersteigert sein kann.

    Das Aripiprazol/Abilify würde ich eventuell wenn das Bupropion eingeschlichen ist auf 5-10mg(eher 5mg) reduzieren, da Bupropion dann besser wirken sollte und Citalopram eben erst im Anschluss. Ich hab keinen Plan ob wenn du 10-30mg Abilify bekommst das mit den beiden Antidepressiva auch so gut funktioniert, auch wäre fraglich ob sich das Citalopram damit gut verträgt weil die Serotoninwirkung des Abilifys womöglich auch stärker ist. Von daher und weil Bupropion unter kleiner Abilify-Dosis besser greifen sollte würde ich dir da empfehlen das Abilify in Tablettenform zumindest später einzunehmen und eben schauen ob es mit 10 oder 5mg funktioniert. (Die Wirkung sollte aber voll da sein)

  • Sorgen würde ich mich schon machen. Ist in meinen Augen keine Dauerlösung wenn man mit maximalen Dosierungen von Neuroleptika(besonders harte Wirkstoffe) rumrennt. Eventuell in der Akutbehandlung das man mal zeitweise die Maximaldosis eines Wirkstoffs bekommt.

    Also an deiner Stelle würde ich erstmal schauen wie du das verträgst und ob du von diesen höheren Dosierungen einen Nutzen hast. Später kann es ja sein das die akuteren Symptome abgeklungen sind und du eine kleinere Erhaltungsdosis(z.B 5-15mg) bekommst. Also da würde ich diese Umstellung mal abwarten und schauen wie du zurecht kommst. Normal kann man so etwas auch mit seinen Psychiater etwas aushandeln um da etwas runterzukommen. 5mg ist etwa das Wirkminimum, ab einer gewissen Dosis die ja auch bei den Betroffenen ganz unterschiedlich ausfallen kann ist der Wirkpunkt unterschritten, das merkt man dann auch wenn die Symptome wie Wahn und so verstärkt zurückkommen.

    Im Akutfall ist das Dopamin im Gehirn eben erhöht oder dieser Dopaminspiegel hat sich über längere Zeit etwa aufgebaut, von daher kann es sein das man erstmal deutlich höhere Dosierungen braucht um schnell eine Wirkung zu haben, später wenn die Symptome abgeklungen sind dann kommt man mit weniger oder einem Minimum auch zurecht. Da muss man eben selbst in der Behandlungsfase bisschen schauen und ein Gefühl dafür bekommen anstatt alles was der Arzt einen aufschreibt trotz Nebenwirkungen und so hinzunehmen.
    Aripiprazol ist zwar ein sehr gut verträglicher Wirkstoff, das rechtfertigt aber keine zu hohen Dosierungen in meinen Augen.

    Wichtig wäre vor allem auch das Bupropion zusätzlich zu bekommen, da dieses etwa gegen die Nebenwirkungen wie Unruhe durch das Aripiprazol unter anderem hilft und es eventuell dann auch einfacher fällt das Aripiprazol zu reduzieren bei ähnlicher oder besserer Wirkung.