bleibende Schäden

  • Hallo Zusammen,


    ich hatte vor 10 Monaten eine Psychose und möchte dazu gerne etwas erzählen:


    2011-2016: 10-15 mg Cipralex täglich, verschrieben weil ich innerlich sehr aggressiv wurde (nicht depressiv!)


    2015: Diagnose autoimmune Schilddrüsenentzündung (Hashimoto), die schon länger da war


    August 2016: Cipralex über 3,5 Monate langsam abgesetzt


    November 2016: Autounfall bei dem ich mir einen Nerv in der Halswirbelsäule eingeklemmt habe und den Bauchmuskel von

    oben bis unten durchgerissen, was 4 Monate nicht gefunden wurde.


    Dezember 2016: Schilddrüsenmedikamente wurden auf eine etwas ungünstige Dosis erhöht werden (1 x 62,5 mg, 1 x 125 mg).


    Jänner 2017: Selbstmordversuch mit einem Moped mit KAT für ca. 10 min, mir war aber danach nicht übel oder schwindlig, daher dachte ich es hat nicht funktioniert.


    März 2017: 5 Tage überhaupt nicht geschlafen, war nur noch am Nachdenken und konnte nicht mehr damit aufhören, hab alle möglichen Dinge/Kleidung/etc. weggeworfen. Bekam sogenannte BrainZaps (Blitzschläge im Kopf) 6 Monate nach Absetzen der SSRI's. Schilddrüsenmedikamente total abgesetzt. Mitte März dann eine Packung Cipralex genommen, damit alles wieder aufhört, landete schlussendlich in der Psychiatrie.


    April 2017: Diagnose Psychose aufgrund von Schilddrüsenhormonen, diese wurden dann auf eine stabile Dosis angepasst 87,5 mg täglich.


    Mai - September 2017: das permanente Nachdenken ist unlenkbar, ich bin total verwirrt, bekomme teilweise garnichts mehr von meiner Umgebung mit und ich kann mich auf nichts Konkretes konzentrieren. Risperidon (kurzzeitig) haben die Situation dann etwas verbessert.


    ab Oktober 2017: immer mehr Gedächtnislücken in Bezug auf meine ganze Vergangenheit und auch auf die gegenwärtige Arbeit, ich kann die Gegenwart nicht genießen, habe kein wie früher gewohntes Körpergefühl mehr.


    Stand derzeit: ich habe den Eindruck "geistig behindert" zu sein, mein Leben nicht mehr im Griff zu haben, meine Gefühle switchen hin und her und ich habe keine Übersicht mehr. Meine Gedanken sind zwar um viele ruhiger geworden und es sind keine Zwangsgedanken mehr. Es herrscht zudem eine ausgeprägte Antriebslosigkeit und ich habe richtig Angst demnächst wieder arbeiten zu gehen.


    Psychiater & Psychotherapeut haben keine Erklärung für meine jetzigen Symptome und wir wissen auch nicht wieso es überhaupt zu einer Psychose gekommen ist.


    Nun meine Frage: geht das alles wieder weg oder bleibt der Zustand sich nicht mehr richtig wohl fühlen zu können, sich nicht konzentrieren zu können, Gefühle nicht mehr richtig fühlen zu können.

  • 2011-2016: 10-15 mg Cipralex täglich, verschrieben weil ich innerlich sehr aggressiv wurde (nicht depressiv!)

    Völlig falsch.. Cipralex steigert Unruhe.


    Mai - September 2017: das permanente Nachdenken ist unlenkbar, ich bin total verwirrt, bekomme teilweise garnichts mehr von meiner Umgebung mit und ich kann mich auf nichts Konkretes konzentrieren. Risperidon (kurzzeitig) haben die Situation dann etwas verbessert.

    Gibt bessere Medikamentöse Möglichkeiten. Hier im Forum findest du Näheres dazu:
    Alternativ-Behandlung mit reduzierten Nebenwirkungen



    ab Oktober 2017: immer mehr Gedächtnislücken in Bezug auf meine ganze Vergangenheit und auch auf die gegenwärtige Arbeit, ich kann die Gegenwart nicht genießen, habe kein wie früher gewohntes Körpergefühl mehr.

    Ganz normal, diese Medikamente legen still und lahm... Also besser du versuchst statt dem Risperidon eine Kombikation aus Aripiprazol und Bupropion ( letzteres gegen Unruhe und zum Stabiliseren) , Citalopram würde eventuell später bezüglich der wiederkommenden Emotionen Sinn machen. Je Kleiner die Neuroleptikadosierung(in dem Fall Aripiprazol statt Risperidon) wird, was mit den beschriebenen Medikamenten möglich ist umso stärker können Stimmungsschankungen und Emotionen zurückkommen. Von daher sind die beiden Antidepressiva(SNDRI Bupropion und SSRI Citalorpam) die ganz unterschiedlich ansetzen sehr wichtig.


    Wenn du nähere Infos oder Unterstützung bei einer Umstellung brauchst, kann ich gerne dir helfen, einfach oben rechts über die PN Funktion anschreiben oder hier Fragen stellen.



    Das du Cipralex damals bekommen hast könnte ein "Kunstfehler" deines Arztes gewesen sein. Gerade auch bei Psychosen und Unruhe muss man da sehr vorsichtig sein. Ähnlich wie Citalpram blockt es das Emotionale zwar aber kann Unruhe fördern, von daher empfehle ich immer Bupropion da dieses Ähnlich wie ADHS Mittel da dämpfend wirkt und damit und mit einer leichten Dämpfung mit Aripiprazol (neueres Neuroleptikum) dann Cipralex oder Citalopram durchaus Sinn machen kann.

  • Ich habe nicht den Eindruck, dass die Psychose vorbei geht. Da ich die Cipralex nicht so gut vertrage (Muskelverspannungen) wurde ich auf Sertralin umgestellt. Die Risperidon will ich überhaupt nicht nehmen. Ich glaube nicht das ich jemals wieder normal werde bzw. der Mensch werde der ich mal war. Ich hatte mal ein Leben und das ist jetzt vorbei und werde es akzeptieren müssen. Mein Psychotherapeut meint hinter einer Psychose steckt eine große Chance, die ich aber absolut nicht sehe. Ich sehe eine große Abwärtsspirale darin, daher will ich es eigentlich nur noch beenden.

  • Hey Little

    Probie doch einfach diese Medikamentekombination hier aus:

    Alternativ-Behandlung mit reduzierten Nebenwirkungen


    Ich glaube kaum das Sertralin was auch ein SSRI wie Cipralex etwas an deinen Muskelverspannungen ändern wird. Da braucht man eher etwas sedierendes oder was das auf Noradrenalin wirkt, normal üblich sind da bei depressive Trizyklische ADs wie Doxepin, was ich dir aber wegen Manie und anderen Nachteilen starken Wechselwirkungen mit Neuroleptika bei einer Psychose abraten würde.


    Risperidon ist kein gutes Medikament und wird gerne gegeben am Anfang der Erkrankung. Da würde ich an deiner Stelle zu Aripiprazol besser jetzt als morgen wechseln und gleichzeitig was wichtig ist Bupropion einnehmen was ein SNDRI Antidepressivum ist welches auf Noradrenalin und Dopamin wirkt und gegen deine Muskelverspannung theoretisch helfen sollte (aber keine Gewähr). Vor allem hilft es gegen Unruhe und so die vom Aripiprazol da es ein Medikament der 3. Generation Neuroleptika ist eher begünstigt wird.

    Erstmal grob umstellen damit du diese Beiden Medikamente Bupropion und Aripiprazol bekommst und dann schrittweise die Dosierungen anpassen und später kannst du wie du möchtest auch Cipralex oder Sertalin einnehmen was ganz günstig ist im Laufe dieser Einstellungsfase aber Anfangs erstmal Komplett auf Bupropion und Aripiprazol und besser ohne Cipralex da dieses eher Unruhe oder Nervösität da fördern kann. Später wenn das Bupropion eindosiert und das Aripiprazol reduziert (Bedarf) ist dann erst macht ein SSRI wie Cipralex Sinn und so wäre es meiner Meinung für dich auch am Einfachsten mit deinen Arzt zu besprechen.


    Bei fragen und so stehe ich hier im Forum zur Verfügung, da das mit den Medikamenten auch alternativ ist und in dem Sinne etwas ganz Neues. Ich habs selbst und bin sehr zufrieden damit, Kann aber dauern so das man etwas Geduld mitnehmen sollte und am Besten einen Arzt mit dem man auch über so etwas reden kann braucht.

    LG

  • Little

    Was hast du denn früher gemacht? Und in wieweit hat dich die Psychose verändert? Bei mir ist es ähnlich mit dem Gefühl, dass nach der Psychose nichts mehr wie vorher war. Alle meine Glaubensgrundsätze und die Dinge die mir früher wichtig waren, sind den Bach runter gegangen. Es ist ein mühsamer Weg zurück ins "normale" Leben, aber lass dich nicht unterkriegen. Ich habe es mit Schreiben versucht, was jetzt leider nicht mehr so geht; jetzt bin ich auf Sport umgestiegen. Irgendwas geht immer. LG

    Phil

  • Ich bin jetzt gerade sehr depressiv unterwegs, da ich von meinem Arzt nicht den Eindruck habe, dass er mir helfen will. Ich steh irgendwie alleine da und keiner kann meine Situation nachvollziehen. Ich kann den Optimismus meines Psychotherapeuten nicht teilen bzw. muntert es mich nur kurzfristig auf, er ist echt genial und ich mag ihn wirklich gerne, aber er hat diese Phase nie selbst durchlebt. Ich frage mich was ich falsch gemacht habe in meinem Leben um das zu verdienen. Morgen gibt es ein Gespräch bzgl. ein stationären Aufenthalt und ich bin nicht sehr optimistisch. Es hat sich alles verändert, ich sehe zwischenmenschliche Beziehungen als sehr wichtig, was vorher eher weniger der Fall war. Ich möchte anderen Menschen zuhören und für sie da sein. Jedoch kann ich aufgrund der Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen keinen Job mehr machen, was mich mittlerweile so dermaßen demotiviert dass ich den ganzen Tag nichts mehr zusammenbringe. Früher konnte ich arbeiten bis zum umfallen, ich war produktiv, ich hatte Hobbies, ich hatte eine Einstellung und das ist jetzt alles weg. Ich will mein Leben und mein ich nicht neu erfinden, ich war in Ordnung so wie ich war.

  • Ich bin jetzt gerade sehr depressiv unterwegs, da ich von meinem Arzt nicht den Eindruck habe, dass er mir helfen will. Ich steh irgendwie alleine da und keiner kann meine Situation nachvollziehen. Ich kann den Optimismus meines Psychotherapeuten nicht teilen bzw. muntert es mich nur kurzfristig auf, er ist echt genial und ich mag ihn wirklich gerne, aber er hat diese Phase nie selbst durchlebt. Ich frage mich was ich falsch gemacht habe in meinem Leben um das zu verdienen. Morgen gibt es ein Gespräch bzgl. ein stationären Aufenthalt und ich bin nicht sehr optimistisch. Es hat sich alles verändert, ich sehe zwischenmenschliche Beziehungen als sehr wichtig, was vorher eher weniger der Fall war. Ich möchte anderen Menschen zuhören und für sie da sein. Jedoch kann ich aufgrund der Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen keinen Job mehr machen, was mich mittlerweile so dermaßen demotiviert dass ich den ganzen Tag nichts mehr zusammenbringe. Früher konnte ich arbeiten bis zum umfallen, ich war produktiv, ich hatte Hobbies, ich hatte eine Einstellung und das ist jetzt alles weg. Ich will mein Leben und mein ich nicht neu erfinden, ich war in Ordnung so wie ich war.

    Hallo, hab grad vorhin deine Geschichte gelesen, ja das klingt alles ziemlich kompliziert.... ob das alles wieder normal wird, ist schwer zu beantworten, aber ich glaube es ist wichtig, weiter zu kämpfen und die Kunst der kleinen Schritte zu üben... Was die Meds betrifft, kann ich nur sagen, dass ich mit Abilify meine besten Erfahrungen gemacht habe... ich meine in meinem floriden psychotischen Zustand haben die mir in der Klinik Haldol gegeben, das war echt krass, ich war völlig neben mir, hab gezittert wie ein alter Mann und hab Erinnerungslücken... dazu Gewalcalminflusionen, also ich war auch ziemlich schlecht beieinander... das hatt sich aber dann rasch gebessert. Heute plage ich mich halt immer noch mit einem gestörten Biorythmus ab, schlaf 12-13 Stunden, was früher nie der Fall war, ich denke, die vielen Medis haben halt mein Hirn gefickt. Aber ich nehme die Situation jetzt mal so an wie sie ist und versuche mich langsam nach vorne zu hanteln...

    Nimmst du was gegen die Depressionen? Ich hab mal Ixel genommen, das war ganz gut, aber zur Zeit nehm ich nix mehr, sondern mach einfach nur 50 Minuten Sport am Tag, das hilft am besten. LG Phil

  • Irgendwie hat Abilify bei mir gar keine Wirkung. Momentan nehm ich Sertralin gegen Depressionen aber es hilft auch nicht wirklich. Ich hab mich über die verschiedensten Selbst Mothoden erkundigt, nur leider diese Dinge wirklich schwer zu bekommen. Ich will einfach nur noch sterben und alles hinter mir lassen. Ich will so nicht mehr leben, ich kann so nicht leben.

  • Also dieses Gefühl wirst du los wenn du eventuell erstmal deine Medikamente einnimmst !


    Vor allem Neuroleptika haben eine gute antidepressive Wirkung , allein die Antidepressiva sind bei uns zu schwach, also keine zu großen Experimente da machen und wenn es trotz Medikamenteeinnahme anhält bei deinen Arzt anrufen damit eine Vorübergehende Medikamenteeinstellung gefunden wird die dich stabilisiert.


    Das dauert leider alles seine Zeit und Abilify wirkt allein auch nur so Teilweise in kombination mit Bupropion ist es wesentlich besser. Zudem hat es eine gute Antidepressive Wirkung und hilft bei Schlafstörungen. Also paar Vorteile aber wirkt allein etwas unvollständig, ich hatte damals auch Restsymptome noch.. Gehörte irgendwie mit dazu und war ein langer Verarbeitungsprozess. Heute bin ich glücklich damit das durchgestanden zu haben und es hat sich alles zum Guten / Besseren gewendet also es lohnt sich wirklich da Geduld aufzubringen.


    Kommt Zeit kommt Rat und nach jeder Kriese kommt ja auch irgendwann wieder etwas Gutes. Sehs mal so und Hoffnung gibt es begründete und das Forum hilft dir dabei sicher auch.

  • Ich war heute in der Klinik und nach 1 1/2 h Gespräch entdeckt der Arzt keinerlei kognitive Defizite, was ich ihm jedoch wirklich beispielhaft zu erklären versuchte. Er hat den Eindruck, dass ich mich im Vergleich zum letztjährigen Klinikaufenthalt nicht weiterentwickelt habe und immer noch dieselbe Einstellung habe: das ich nichts kann, mit geringem Selbstwertgefühl. Er meint es wäre sehr viel unbewusstes Potential da, was ich aber nicht sehe. Ich sehe im Vergleich zu früher wirklich überhaupt kein Potential sondern nur chaotisches und unstrukturiertes Denken/Verhalten. Anscheinend seien meine Anforderungen an meine Leistungsfähigkeit auch zu hoch.

    Ich habe wieder mal das Gefühl er versteht nicht was ich meine. Jetzt soll ich morgen noch den Termin beim Psychiater und beim Psychotherapeut einhalten und danach Event. in die Klinik kommen.

    Er spekuliert stark auf die Ursache der Psychose die Schilddrüsenhormone. Ich denke wir tanzen auf der Stelle und ich habe mich seit März letzten Jahres kein bisschen weiterentwickelt. Es gibt kein Verbesserungs- sondern nur Verschlechterungspotential, war das bei euch nach 8-9 Monaten auch der Fall.

  • klingt irgendwie komisch. Hat das wirklich dein Arzt / Psychiater gesagt ?


    Normal ist eine Psychose wenn man bereits einen größeren Rückfall hatte Chronisch. Das mit der Schilddrüse oder andere äußere Auslöser wäre möglich, wobei ich vom Eindruck weniger einen Psychiater kenne der auf so etwas spekulieren würde.


    Wie kommt du darauf und was stimmt mit deiner Schilddrüse nachweisbar nicht ?


    Also nimmst du zur Zeit Neuroleptika ein, welches in welcher Dosierung und kannst du abschalten also entspannen und Runterfahren.


    Es klingt so als hättest du das Risperidon abgesetzt und wirst gerade Manisch / Wahnhaft, was in einer heftigen Psychose und Rückfall in der Regel endet.

    Das würde zumindest vieles erklären. Du hast hier keinen Arzt gegenüber also kannst ruhig deine eigene Eindrücke schildern und wenn dein Arzt anderes meint, hätte das für mich keinen Belang also bezüglich ernstnehmen. Hab ja selbst Psychose und hatte das Risperdal damals auch abgesetzt und einen Rückfall erlebt.

    Überproduktiv bist du vermutlich nur Teilweise, da dich Wahn und so Sachen vermutlich auch noch beschäftigen und Konzentrationsprobleme und anders dazukommt in gewissen Bereichen ?


    Nur so als Annahme, entschuldige bitte wenn ich (völlig) daneben liege, möchte nur meinen Eindruck schildern so anhand eigener Erfahrungen mit der Erkrankung.

  • Hallo Maggi,


    Sorry dass ich so lange nicht geschrieben habe, bin seit 25. Jänner in der Klinik. Mein Arzt hat mich aufgrund der Suizidgefahr überwiesen. Risperidon nehm ich keine nein. Momentan bekom ich

    75 mg Sertralin,

    15 mg Droxal abends und

    100 mg Euthyrox (wegen der Schilddrüse, nachgewiesene autoimmune Schilddrüsenentzündung Hashimoto)


    Ich habe Leute kennen gelernt mit denen ich über meine Dummheit/Verwirrtheit/etc. lachen kann, wir können auch über Suizidgedanken offen reden. Das hat wirklich gut getan und hat mich abgelenkt. Trotzdem habe ich mind. 1 mal am Tag meine Krise in der ich mir denke dass ich mit dieser geistigen Behinderung nicht weiterleben will.

    Sie haben bei den psychologischen Testungen und Kurzeitgedächnistestungen keine Auffälligkeiten gefunden, dembach wäre hirnorganisch alles in Ordnung. Das ich aber im Alltag alles mögliche vergesse und mir Gespräche nicht merken kann fällt ihnen nicht auf, für sie ist alles ganz normal, aber wegen Bupropion werd ich nächste Woche mal nachfragen, danke. Ich bin ihrer Meinung nach eher depressiv, obwohl ich sehr wohl noch lachen kann, aber ich will so gut wie garnichts mehr machen, das hat sich seit ich hier bin eh schon etwas gebessert.

  • Das ist schön zu hören.


    Am besten Beide also das Bupropion 150-300mg (später bis 450mg) und Aripiprazol 5mg.


    später optional dann Citalopram oder Sertralin was beides SSRIs sind.


    Das Droxal fällt dann weg und sonnst eben bleibt das Medikament für die Schilddrüse bestehen.



    Bin zwar kein Arzt, aber so würde ich das machen..


    schön das es dir schon etwas besser geht !

  • Hallo Maggi,


    leider wollen sie mir das Bupropion nicht verschreiben, aber mit Sertralin sind die Suizidgedanken nun mal schon weggegangen. Was mir jedoch bei 100 mg aufgefallen ist, ich bin den ganzen Tag richtig müde und könnte nur noch schlafen, morgens komme ich überhaupt nicht aus dem Bett, daher habe ich es wieder auf 50 mg reduziert und hoffe dass das auch stimmungstechnisch gut funktioniert.


    Zudem ist mir aufgefallen das Schmerzmittel sehr gut gegen Gedankenkreisen helfen, da ich ca. 2 Wochen eine Entzündung im Ohr hatte.


    Ebenfalls bin ich in der Überlegung die Pille zu nehmen da mein Organismus nicht sehr gut auf Hormone anspricht und ich die Erfahrung gemacht habe das mein Gehirn dann auch besser abschalten kann bzw. weniger nachdenkt.


    Ich habe während dem stationären Aufenthalt gelernt die Situation radikal zu akzeptieren und nicht mehr alles auf die Waagschale zu legen bzw. mit früher zu vergleichen. Sie wollen mich nun in weitere stationäre Therapien schicken aber da ich langsam einfach wieder auf die Beine kommen sollte (arbeiten) werde ich das vermutlich nicht machen.


    Auch die Psychotherapie habe ich momentan auf Pause gesetzt da ich es einfach nicht mehr hören kann, dass alles wieder gut wird. Es sind Hoffnungen auf die ich jeden Tag ungeduldig warte und es verändert sich rein Garnichts. Daher akzeptiere ich den jetzigen Zustand, versuche mir damit ein irgendwie strukturiertes Leben aufzubauen. Wenn es irgendwann besser wird ist es gut und wenn nicht dann muss ich lernen damit zu leben und dabei kann mir der Therapeut nur bedingt helfen, er ist nämlich nicht immer da. Er ist echt ein toller Therapeut, ich mag ihn gern, kann ihm zu jederzeit schreiben und er antwortet aber solange ich meinen roten Faden nicht gefunden habe ist diese Therapie ziellos.


    Es gibt verschiedene Erfahrungen in Bezug auf die Nachwirkungen einer Psychose (3 Monate, 2-3 Jahre, etc.), wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr wieder der Mensch wart der ihr davor wart oder hat sich das niemals geändert?

  • Hi Little,

    ich schreib mal unter meinen normalen Account also ich bin der Maggi...


    Finde es schade das dein Arzt abgewunken hat mit dem Bupropion wobei du ja auch ein anderes Neuroleptikum hast und da eventuell dann auch das auf Aripiprazol umgestellt werden müsste. Kann gut sein das sich bei Quetiapin und Bupropion andere Nebenwirkungen und Wechselwirkungen ergeben und von daher das Nein von deinem Arzt.


    Sertralin ist ein SSRI(Serotoninwirkung) also wirkt anders als Bupropion SNDIR (Dopamin und Noradrenalinwirkung) , sind unterschiedlich und ergänzen sich gut gegenseitig. Im Link hier wird Citalopram (SSRI) verwendet was ganz ähnlich dem Sertalin ist.

    Neue Behandlungsoption | kaum Nebenwirkungen

    Eventuell kannst du es ja nochmal probieren ausdrucken und fragen ob so etwas mal möglich wäre, vielleicht wenn dein Arzt ein Gesamtkonzept dieser Kombi erkennt, dann geht er eventuell auf dir zu und probiert das aus.


    Sind gut verträgliche Medikamente, nur gibts von der Forschung da recht wenig von daher kein Wunder wenn Ärzte davon nix wissen oder nix wissen wollen. Gibt ja auch zig andere Möglichkeiten und Ärzte probieren da eben auch sehr viel aus nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum, wo das zumindest schonmal sehr gute Erfolge aufweist und bei mir etwa auch geklappt hat. Kenne jemanden der es zu seinem Aripiprazol (konstante Dosis) einnimmt und es damit auch super Funktioniert. So wäre das Neuroleptikum da nur Bedarfsweise notwendig und so klappt es meiner Erfahrung nach am Besten.


    Gut mit Schmerzmitteln wäre ich trotzdem vorsichtig, da du ja schon Medikamente hast, am besten mal direkt deinen Arzt fragen ob und wieoft das OK ist, klingt aber sehr interessant. Ärzte wissen da oft ob Studien vorliegen und können da reinschauen und dir dann auch sagen ob es Risiken gibt etc. gerade bei so Sachen die man eigenständig probiert, besser mal nachfragen und dann kann man immer noch es so machen wie man es für richtig hält oder ob man gewisse Risiken eingeht.


    Wegen der Psychotherapie hat mir geholfen über meine Probleme zu schreiben, etwa in Foren und sich so die Meinung von anderen Betroffenen zu holen, vielleicht hilft dir das auch, damit du deinen roten Faden findest.


    Es gibt verschiedene Erfahrungen in Bezug auf die Nachwirkungen einer Psychose (3 Monate, 2-3 Jahre, etc.), wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr wieder der Mensch wart der ihr davor wart oder hat sich das niemals geändert?

    Bin jetzt so seid 2011 erkrankt und die letzten 2 Jahre hab ich mit den Medikamenten enorme Fortschritte gemacht so das ich mich heute wie früher fühle, paar kleinere Schwächen wie Motivations und Antriebslosigkeit hab ich teils noch, aber auch das ist sehr zurückgegangen, so das ich fast alles wieder hinbekomme. Arbeiten soll dann auch wieder funktionieren, womit ich mir aber Zeit lasse und lieber erstmal schaue bevor ich mich überrenne. Man muss wenn es einen besser geht auch so erstmal wieder ins Leben finden und mit der Zeit wird vieles deutlich besser. Wichtig sind vor allem die Medikamente von daher würde ich dir das und über deine Probleme zu schreiben (wie es eben dir gut tut) ans Herz legen.

  • Hallo Markus,


    mittlerweile hab ich von einem anderen Arzt Bupropion verschrieben bekommen und ich habe zwar momentan keine SM-Gedanken aber richtig viel bemerke ich bei diesem Medikament nicht, danke trotzdem für deine Empfehlung, ein Versuch wars Wert und ich nehme es ja jetzt trotzdem immer noch.


    Zudem habe ich gestern ein neues sofort wirksames Medikament erhalten und zwar Zeldox mit dem Wirkstoff Ziprasidon. Es ist ein ähnlicher Wirkstoff wie Risperdal, kommt aus der gleichen Wirkstoffgruppe, ist aber in den Feinheiten anders (da ich ganz schlechte Erfahrungen mit Risperidal gemacht habe). Ich würde im ersten Moment sagen es hilft mir etwas besser gedanklich in der Gegenwart zu bleiben und mich darauf zu konzentrieren. Ich würde mich auch etwas aktiver beschreiben und telefoniere heute noch mit dem Arzt. Er hat aber gestern gemeint, dass er nicht weiß was in meinem Kopf los ist.


    Ja die Sache mit den Schmerzmitteln habe ich auch mit dem Arzt besprochen und er meinte, dass es lediglich Symptome unterdrückt, das Problem aber nicht lösen wird und zudem in dieser Menge stark belastend auf die Nieren wirkt. Daher werde ich sie jetzt weglassen.


    Auch die Schlafmedikamente nehme ich nicht mehr, da ich mich langsam wieder an die Schilddrüsendosissteigerung gewöhnt habe und wieder besser schlafen kann.


    Ich fange nächste Woche wieder an zu arbeiten und springe damit zwar ins kalte Wasser und hab richtig Angst davor es vielleicht nicht zu schaffen, aber ich muss es versuchen.


    Es ist wirklich gut, dass es dieses Forum gibt, denn es hat mich weitergebracht, es hat mir gezeigt das ich (noch) nicht aufgeben darf und soll. Es ist mittlerweile auch einfach so dass ich von der Ärztewelt sehr enttäuscht bin, da sie mich entweder

    - nicht verstehen,

    - mich als Hypochonder abschreiben,

    - mir sagen dass alles in bester Ordnung ist (durchschnittliche bis überdurchschnittliche Testergebnisse)

    - garnicht wissen was ich überhaupt für eine Krankheit habe oder

    - nicht wissen wie sie mir helfen können.


    Mein derzeitiger Psychiater gibt sich jedoch wirklich mühe und ich versuche ihm zu vertrauen, da er nicht aufgibt herauszufinden was mein Problem ist, da er sowas noch nie gehört hat. Ich will nur als Beispiel nennen: Ich fahre auf der Autobahn und sollte nach ca. 50 km ausfahren. Irgendwann nach 15 min frage ich mich plötzlich wo ich eigentlich gerade bin, habe ich die Ausfahrt schon verpasst, bin ich vorbeigefahren, ich kann nicht sagen in welcher Stadt ich mich gerade befinde und muss warten bis das nächste Ortsschild kommt.

    Das ist das was ich mit Unkonzentriertheit meine.

  • Das ist schön zu hören Little! Vielen Dank für die Rückmeldung!


    Welche Medikamente in welchen Dosierungen nimmst du jetzt genau ein alles ?


    Das mit Zeldox hört sich gut an, hab da auch bisher Positives gehört davon bezüglich der Verträglichkeit hat es anscheinend Ähnlichkeiten mit dem Aripiprazol und es tritt da auch eher etwas Unruhe auf, da weniger sedierend , dem sollte das Bupropion auch entgegenwirken.


    Ich nehme selbst zur Zeit Baldrian ein was gegen leichte nervöse Unruhe und bei Schlafstörungen hilft. Die gibt es von Ratiopharm recht preiswert : Baldrian

    Das hilft mir sehr gerade auch weil ich mit ganz wenig Neuroleptika stärker zur Nervösität und Einschlafstörungen neige. Das Baldrian ist auch anscheinend sehr gut verträglich, ich nehme es mehrmals am Tag, vielleicht wäre das Ergänzend auch etwas für dich.


    Gegen emotionale Schwankungen wäre Citalopram oder das neuere Escitalopram (Cipralex) was du mal hattest eventuell gut (aber nur in kleiner Dosierung). Bei mir wo ich ja Aripiprazol(Bedarf) zum Bupropion einnehme hilft das etwas, begünstigt aber die Unruhe etwas. Da Zeldox die Rezeptoren etwas anders belegt und eventuell schon so mehr auf das Serotonin wirkt kann es sein das Citalopram da keinen Sinn macht, da zuviel von der Serotoninwiederaufnahmehemmung dieser Antidepressiva auch ungünstig für die Psychose sein kann.


    Bei mir konnte das Bupropion erst gut wirken als ich das Aripiprazol zeitweise Reduziert und abgesetzt habe, also nur Bedarfsweise eingenommen. Eventuell bietet sich so ein Versuch wenn du dich stabil genug fühlst auch mit dem Zeldox an, damit das Bupropion besser wirken kann oder eben auch eine Dosiserhöhung des Bupropions wäre vielleicht nützlich. Hast du 150mg? Ich habe es auf 450 (300mg morgens und 150 Nachmittags) gesteigert.


    Im Grunde wirkt das Neuroleptikum (Zeldox oder Aripiprazol) dem Bupropion entgegen, da das Dopamin im ganzen Gehirn blockiert wird. Bupropion dagegen ist ein Wiederaufnahmehemmer und steigert damit das Dopamin vor allem im Bereich frontalen Kortex wo bei der Schizophrenie ein Mangel da ist, von daher wirkt sich das günstig auf die Symptome aus. Gleichzeitig hat man ja einen Überschuss an Dopamin den das Bupropion weniger beeinflusst oder sogar weil der Mangel ja damit gelöst wird, dann auch weniger Dopamin angeregt wird und so dann auch das Dopamin im allgemeinen Sinken kann. (So erkläre ich mir die gute Wirkung des Bupropions)

    Im Grunde ist es wichtig mit dem Neuroleptikum (Zeldox oder Aripiprazol) das grobe Ungleichgewicht abzufangen indem man das Dopamin so dämpft. Zuviel davon ist nix weil dann das Bupropion keine Wirkung beim frontalen Kortex wo der Mangel ist entfalten kann oder nur leicht wirkt. Von daher nehme ich das Aripiprazol Bedarfsweise ein so das das Bupropion in der Zwischenzeit wo ich kein Aripiprazol habe besser wirken kann.

    Nachteil ist eben Unruhe und Schlafstörungen die ich mit dem Baldrian jetzt behandele und das mit der Zeit die Wirkung nachlässt und ich Zeitweise mehr vom Aripiprazol zum dämpfen brauche um dieses Optimum wieder herzustellen. Da es keine kontinuierliche Einnahme des Neuroleptikums ist muss man sich erstmal etwas an dieser Einnahme gewöhnen und ich habe auch Phasen dabei wo ich dann Aripiprazol einnehme und eben motivations und lustlos bin oder wenn es länger weg ist das irgendwann dann Depressionen und Symptome wieder auftreten.


    Mir hilft diese Einnahme trotzdem sehr gut und ist eventuell ein Versuch wert bei deinen Medikamenten zu schauen ob Zeldox Bedarfsweise eingenommen auch sinnvoll sein kann oder eine Steigerung der Bupropiondosis etwas bringt.


    Das mit der Arbeit bei dir ist sehr gut, wobei man sich da weniger Experimente erlauben kann und so. Wenn die Psychose trotz deinen Medikamenten auftaucht oder dir das Arbeiten zu schwer fällt oder nix wird, dann mach dir deswegen keinen Kopf. Ich habe wegen der Krankheit auch ein paar Jobs verloren, war vom Eindruck her auch noch sehr Instabil damals wobei es bei dir wirklich gut klingt.


    Wenn du Rentenanspruch hast, dann kannst du auch wenn das mit der Arbeit in die Hose gehen sollte auf Erwerbsminderungsrente einreichen, die fällt relativ hoch aus, da es gerechnet wird wie wenn du bis zum Renteneintrittsalter gearbeitet hättest. Also nur damit du weist das du da Ansprüche hast und bei einer Psychose man das normal auch bekommt. Arbeit und Tagesstruktur wirkt sich auch günstig auf die Heilung aus wobei ein 40 Stunden Job bei so einer schweren Erkrankung schnell zuviel sein kann.


    Nur damit du weist das man da nix erzwingen kann und die Heilung auch mit guten Medikamenten seine Zeit braucht. Manche Misserfolge sind da vorprogrammiert.


    Die Konzentration sollte mit dem Bupropion auch besser werden. Das könnte auch eine Dosisfrage sein und eben mit dem Neuroleptikum (Zeldox) zusammenhängen, da dieses die Konzentration auch herabsetzen kann. Für mich ist Bedarf beim Aripiprazol da so ein Mittelweg. Zuwenig wäre nix und zuviel auch nicht. Bedarfsweise deswegen weil ich eine Mindestdosierung brauche damit es wirkt. Also würde nix bringen es bei einer Minimumdosis von 5mg auf 1mg am Tag zu reduzierten, da 1mg deutlich zu schwach wäre. Dagegen helfen 5mg 1-2 mal in der Woche oder ein paar Tage am Stück schon und dann habe ich dann wieder Wochen dazwischen wo es ganz ohne Aripiprazol klappt.

  • Derzeit nehme ich:

    - 20 mg Zeldox

    - 150 mg Bupropion (bei 300 mg kann ich nicht mehr viel schlafen)


    Habe derzeit nicht wirklich Schlafprobleme, bin nur sehr müde und bin mir am Überlegen Cipralex dazuzunehmen, da ich es noch Zuhause habe und es antriebssteigernd wirkt. Wobei ich auch einfach Bupropion erhöhen könnte, weiß grad selber nicht was klüger ist. Cipralex löst bei mir nämlich Muskelanspannungen in Nacken und Rücken aus, was sehr schmerzhaft werden kann.


    Ich war der Meinung dass Aripiprazol wie zB Cipralex/Escitalopramm wirkt, nämlich wenn man es über mind. 3-4 Wochen regelmäßig nimmt. Wusste nicht das man es auch als Bedarf nehmen kann.


    Ja ich bin wirklich gespannt auf nächste Woche bei der Arbeit und kann nur hoffen dass es nicht schief geht.

    Bzgl. Rentenanspruch: kommst du aus DE oder AT, ich habe letzte Woche beim Sozialministerium meine ärztlichen Unterlagen zu einer Einschätzung bzgl. des Grades der Behinderung nach der Psychose eingereicht, müsste bald mal Bescheid bekommen. Es gibt bei uns Förderprogramme im Arbeitsbereich, wo man eben nur mit einem Behinderungsgrad hineinkommt, was aber nach einer Psychose sehr leicht möglich ist. Hab auch gemerkt das mir Tagesstruktur gut tut und möchte darum auch wieder arbeiten gehen, aber es sind nur 4 Tage pro Woche und das ist auch gut so.


    Momentan habe ich wieder etwas Selbstvertrauen geschöpft, da ich mich tatsächlich wieder etwas besser konzentrieren kann und mir Dinge etwas besser merken kann (Perfekt ist es noch lange nicht).


    Vielen Dank für deine Erklärungen und mutmachenden Worte.

  • Cipralex dauert schon etwa 2 Wochen oder 3-4 bis es richtig wirkt.


    Aripiprazol wirkt schon schneller oder sehr schnell bereits kurz nach der Einnahme. Gibt zwar auch Leute die behaupten das es länger braucht bis es wirkt weil sich da erst ein Blutspiegel aufbauen muss, aber meine Erfahrung ist das es recht schnell wirkt. Etwa bei Psychose oder Depressionen wirkt es zeitnah und je früher man so einen Schub erwischt umso früher wirkt es . Wenn man eine Psychose längere Zeit sich aufbauen lässt und Akut ist dann dauerts auch etwas bis Aripiprazol wirkt.


    Ich würde an deiner Stelle das Bupropion erhöhen und bei Schlafproblemen Baldrian(frei käuflich) einnehmen. Cipralex wenn nur in kleiner Dosis was bei längere Einnahme auch den Schlafproblemen entgegenwirkt.