Populismus in Europa und Trump in den USA

  • Ich glaube die Angst in Deutschland vor starken Persönlichkeiten sitzt recht tief, da viele dem einfach kaum mehr folgen können und viel vertrauen in die Politik-Politiker dazugehört wenn ein Politiker scheinbar von der eigenen Meinung abweicht und neue Aspekte/Sichtweisen zu Tage treten.

    Vieles war denke ich festgefahren und in Europa ist dieses Denken und diese Gegensätze auch von der AfD und den populistischen Parteien größer.


    Vielleicht muss man ja um vertrauen zu finden in neue Politik jeden Populisten oder Neuen eben einzeln sich anhören und bewerten, also es entsteht denke ich auch mit ein neues Interesse für Politik und das zeichnen die Medien hier auch gut ab, die eher interessiert und vermutlich im Kern auf der Seite von Trump oder dem Populistischen Denken stehen, vielleicht gehört es eben auch dazu und es zeichnen sich jetzt größere Veränderungen ab, von dem die politische Elite Angst hat, da diese im Grunde viel oder nur verlieren kann. Also vorher konnte eben der CSU/CDU und anderen Parteien keiner das Wasser reichen und hat sich auch keiner herangetraut, nur haben die Populisten oder das Volk entdeckt das sie ebenso mündig sind und zu dem was "die da Oben" machen eben nur begrenzt viel dazugehört. An sich sehe ich die Populisten als Brücke zwischen der Elite und dem Volk, wo vorher die Gegensätze eben schon zu krass waren, was die Politik und spärlichen Erfolge der letzen Jahre / Jahrzehnte auch zeigen.


    Gespannt bin ich wohin die tektonischen Verschiebungen in der Politik führen mögen, aber die Kriesen oder der Notmodus der letzten Jahre scheint überstanden, was mich schonmal beruhigt. Die Bevölkerung scheint wieder mehr drauf zu schauen was die Politik macht und scheint diese abzustrafen, auch dafür das immer nur über den anderen Geredet und kein wirkliches Miteinander mehr erkennbar war. =O

  • vielleicht gehört es eben auch dazu und es zeichnen sich jetzt größere Veränderungen ab, von dem die politische Elite Angst hat, da diese im Grunde viel oder nur verlieren kann. Also vorher konnte eben der CSU/CDU und anderen Parteien keiner das Wasser reichen und hat sich auch keiner herangetraut, nur haben die Populisten oder das Volk entdeckt das sie ebenso mündig sind

    Hey Maggi ,


    ich glaube nicht, dass die etablierten Parteien bzw. das sog. Establishment (ich benutze ungern das Wort "Elite" in diesem Zusammenhang) noch ein Gefühl dafür haben, wann und in welchem Ausmaß ihnen die Felle wegschwimmen. Wahrscheinlich sind sie von Trump, AfD und anderen Populisten deshalb so überrascht, weil sie nicht mehr geglaubt haben, dass die Bürger nochmal rebellieren. Dass aber auch Politiker nur mit Wasser kochen, das weiß doch jeder mündige Bürger spätestens mit 30.


    Man kann nicht konsequent über 20-30 Jahre die Bürger so auspressen und dann erwarten, dass das ewig so weitergeht. Nicht in einer Demokratie. Da findet man irgendwann keine Mehrheit mehr für seine Politik. Die SPD hat unter Schröder derart gegen ihre Stammwählerschaft Politik gemacht, da wundert es mich, dass diese Partei nicht schon längst einstellig in den Umfragen abschneidet. Die Union wird durch Merkels Flüchtlingspolitik ähnliches erleben. Die SPD hat damals die Linke heraufbeschworen, jetzt hilft die CDU der AfD in den Bundestag. Wenn man seine traditionellen Positionen aufgibt, gehen die Wähler eben dorthin, wo sie diese sonst am ehesten vermuten.

    Gespannt bin ich wohin die tektonischen Verschiebungen in der Politik führen mögen, aber die Kriesen oder der Notmodus der letzten Jahre scheint überstanden, was mich schonmal beruhigt.

    Beruhigt? Ja?... Ich nicht. Ich bin seit Freitag ziemlich unruhig. Ich hab mir zwar Trump gewünscht, aber Schiss hab ich trotzdem mehr als zuvor. Ich bin allerdings auch gespannt, wie die politischen Klassen weltweit auf Trump's Entscheidungen und Handlungen reagieren werden. Was ich bisher so sehe, herrscht ziemliche Ratlosigkeit. Immer noch. Populisten leben jedenfalls vom Versagen der Anderen. Sie werden nicht gewählt, weil sie etwas können, sondern weil die Anderen nicht das leisten, was die Bürger mehrheitlich erwarten. Dass die Populisten diese Erwartungen oftmals aber auch nicht erfüllen können, das fällt uns dann hinterher auf...


    Gruß :)

    "Man ist und bleibt so lange ein Sklave, bis man vom Hoffnungswahn geheilt ist." - Emil Cioran (1911-1995)

  • Balanced


    Kann dir da nur zustimmen. Vorbei ist noch gar nichts. Gibt ja allein dutzende Spekulanten, die über die nächste Bankenkrise aka. Geldverzockerkrise sinnieren. Gebt einfach mal "nächste Finanzkrise" bei Yahoo oder Google ein und schon findet ihre dutzende neoliberal-populistische Zeitungen (z.B. t-online, Spiegel, Fokus), die darüber berichten.


    Der Vormarsch von Populisten wie Trump oder AfD ist sowas wie eine kleine Klassenrevolte. Hoffen wir mal, dass der Machtbereich der Finanzaasgeier noch kleiner wird. Trump erfüllt sicherlich eine wichtige Funktion. Aber angehen wird er die Probleme im Wirtschafts- und Finanzsektor, die es gibt, auch nicht. Also uns stehende spannende Jahrzehnte bevor.

  • Wird auf jeden Fall interessant und vielleicht löst das eine Art Revolution im Geist aus, wie Selbstbefreiung stelle ich mir das vor. Etwa wenn die Probleme beim Namen genannt werden, dann könnte das bei den Verantwortlichen ein starkes Umdenken sorgen, also jetzt müssen auch die Eliten Angst haben das ihr Ruf geschädigt wird oder die zu hoch Bewerteten einen Dämpfer bekommen.


    Zumindest schonmal gut das kein Stillstand da ist und das Ganze jetzt von vielen überdacht wird und vielleicht daraus gute Ideen wachsen oder das als Ansporn hergenommen wird.

  • Trump ist von der Persönlichkeit her unerträglich und abstoßend. Wie er Reporter behandelt, wie er sich selbst Bewunderung zuraunt, mit welcher Unbekümmertheit er plump und unsensibel über andere herzieht, das spricht im psychologischen Sinne eine ganz deutliche Sprache. Ich rede manchmal mit meiner Betreuerin über die geopolitischen Situationen und den derzeitigen Stand der Welt. Viele teilen Hoffnungslosigkeit und Resignation. Ich hoffe, dass wir Menschen uns an die Komplexität des Daseins und unseres Zusammenlebens tiefgreifend und angemessen anpassen.