Gott als Freund

  • Eigentlich ist das ja das Ziel, das ich Gott als Vater und Freund erkenne. So steht es ja auch in der Bibel, da war Abraham Gottes Freund weil er Gott immer geglaubt hat. Und Jesus war Gottes Sohn weil er immer das tat was Gottvater wollte - wobei es sich um Liebe handelt.


    Gott als Freund zu haben bedeutet angstfrei leben zu können weil Gott dich beschirmt. Und wenn doch mal was ist, da ist man dann mutig wie ein guter Ritter.


    Ich gehe in den Gottesdienst um Gottes Liebe zu spüren, um Glauben zu bekommen. Ohne Glauben ist es nämlich schwer Gott zu verstehen, daß er immer da ist für uns.


    Wenn man Gott als Freund hat wird es selbst in der Dunkelheit hell, wie David in den Psalmen geschrieben hat. Man weiß auch wieder was wichtig ist unter den Menschen, nämlich Liebe und Frieden.

  • Hallo Gelberhund,
    Deine Beiträge erfreuen mich :)


    Ich bin nach meiner Krankheit zum Glauben gekommen und es hilft mir auch jeden Tag, selbst wenn es mal wieder alles schlimm ist, dass ich weiß, Jesus steht bei mir. Ich gehe auch sehr gern in den Gottesdienst und empfange die Kommunion.


    Mich erfreut es, solche Beiträge zu lesen. Auch freut es mich immer wieder, wenn Bekannte "von früher" nun plötzlich zum Glauben gefunden haben und ich versuche, deren zarte Versuche zu bestätigen. Jeder Christ hat einen Missionsauftrag und die Aufgabe, das ewige Leben mit der Welt zu teilen.


    Wie bist Du zum Glauben gekommen?

  • Hallo Claudia,


    schön daß dir meine Beiträge gefallen. Ich bin 2008 getauft worden und zum kirchlichen Glauben gekommen. Ich hatte aber einige Kämpfe zu bestehen etwa ob es eine Hölle gibt oder ob Gott einen Menschen auch schwer strafen könnte. Da bin ich dann davon weggekommen und bin heute nur normaler Christ mit Gottvertrauen aber ohne Höllenglauben. Ich denke immer man muß Gott am Besten in einer der etablierten Kirchen suchen, und nicht innerhalb einer Sekte. Da habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht. Und ich will auch immer daran denken daß ich psychisch krank bin und nicht dämonenbesessen. Das hat mir auch mein Arzt angeraten das so zu sehen und es hilft ja auch. Zum Glauben im Allgemeinen bin ich gekommen als meine Eltern alt wurden und als ich mir dann so Gedanken über den Tod und Gott machte. Ich beschloß dann mein Leben in Gottes Hand zu legen und auf ihn zu hören. Was mit der Psychose nicht so einfach ist denn wann weiß man schon genau daß eine Eingebung von Gott kommt oder nicht.


    Liebe Grüße, Claudia! Gott segne dich!


    Daniel

  • Hallo Daniel,


    wie kam es, dass Du langsam überlegt hast, Dich taufen zu lassen? Oder kam das von einem Moment auf den anderen? Was war da ausschlaggebend, nachdem Du Dich mit den Themen beschäftigt hattest? Wolltest Du dazugehören oder Dich bekennen oder hattest Du eine Eingebung? Klingt auf jeden Fall spannend...
    Ich habe mich auch erst 2012 firmen lassen, vorher war ich nur getauft und evangelisch.


    LG
    Claudia

  • Ist jetzt nicht Böse gegen dich gelberhund oder ClaudiaDR.


    Aber mir kommt es so vor, das ihr vor den wahren Gründen für den Ausbruch eurer Psychose in die christliche Religion flüchtet. So wird eure Psychose bzw. Auslöser nie richtig verarbeitet.

  • Die Krankheit war nicht der Grund christlich zu werden für mich, das war ein anderer, sehr persönlicher Grund. Und was den "wahren Grund"für die Krankheit angeht: wer weiß den schon von all den Leuten hier?

  • Ich gehe nicht in die Kirche.


    Im 16. Jahrhundert hätte man mich mit Psychose auf dem Scheiterhaufen verbrannt.


    Die Kirche hat viel Unrechtes getan.


    Ich unterstütze diese Institution nicht.


    Für mich bleibt der Buddhismus die einzig wahre Weltanschauung. Das Glück der Menschen zu vermehren, ist das Motto des Buddhismus. Jeder hat Recht auf Glück.

  • Na ich hab mich damals einfach mal so im Netz über Gott informiert und kam dann zu den Evangelikalen und Pietisten. Das sind so Leute die buchstabengenau nach der Bibel leben. Damals war ich wegen Zwangsgedanken und so sehr verängstigt und verzweifelt, und wollte Hilfe. Da haben die dann übers Telefon eine Dämonenaustreibung probiert. Da wurde es aber ganz finster und man redete mir viele Sachen ein, zum Beispiel daß Glaube an Jesus nicht ausreicht und daß man noch so einige andere biblische Lehren akzeptieren müßte. Da ging es etwa um das Thema Okkultismus ... das gilt als Sünde und wird so breit gefächert daß sogar der Papst schuldig wird wenn er mal zuviel über das Böse nachdenkt. Und man muß dann als Christ quasi dauernd gegen den Teufel und gegen Dämonen kämpfen und immer widerstehen, sonst macht man sich schuldig. Schizophrenie und Depressionen gelten meistens als dämonenverursacht. Es gibt auch Höllenstrafen für Verwandte die aus irgendeinem Grund anders glauben und denken, also Muslime, Atheisten, Hindus, Heiden, Unreligiöse usw. Also alles großer Mist, vor allem für Psychotiker wie mich.

  • Hört sich sehr interessant an @gelberhund finde den Ansatz gar nicht so schlecht, also von der Hilfe die du dich da eingeholt hast, bin aber weniger in den Thema drin. Papst bedeutet für mich etwa nicht gleich das dieser keine Fehler und Sünden hätte. Für mich war das was ich in der Psychose erlebt habe auch mit Negativen Energien verbunden, war auch wie besessen von meinen Ideen, was sich in der Realität abgebildet hat, nur denke ich muss man schon selbstkritisch aus dem wieder rausgehen, vor allem das was man ausblendet im Wahn mehr berücksichtigen oft wird die Realität auch von Medien und den Eindrücken die uns umgeben zum Negativen verfälscht, ich denke das kann wenn man sich reinsteigert eine Abwärtsspirale ergeben. Informiert man sich gut mit Wissen etc. und versucht seine Meinung die oft feststeht zu verändern kann man denke ich auch viel Positives bewirken. Meiner Meinung sitzen wir Psychotiker an der Emotionalen Pheripherie und können bestimmen wie Medienereignisse Wahrgenommen werden durch unser eingenes fühlen und denken. Also ich glaube je mehr man sich reinsteigert umso mehr verstärkt man das auch in der Realität was sich negativ auswirkt, wenn man aber wege hinaus findet und versucht den nötigen Abstand zu finden kann das auch positiv sich auswirken.
    Also ich sehe Psychose eher als Notlage der Psyche und weniger als Erkrankung an sich, vielleicht sind wir auch Opfer von dem was uns umgibt und wir nehmen verstärkt Gut und Böse war, wichtig ist finde ich selbst Herr über sein Denken und Fühlen zu werden.

  • Maggi, naja, das mit den Dämonen war aber so nicht richtig gemacht von der Sektenfrau. Es gibt böse Geister nicht wirklich, das bildet sich das Gehirn bloß ein. Und ich muß auch nicht ständig gegen sie kämpfen. Da kann Dämonenaustreibung auch sehr schädlich sein. Wenn man betet und fastet, das hilft, auch wenn andere für dich beten, das habe ich bei anderen Christen auch so erfahren. Aber die evangelikalen Lehren sind wie fundamentalistischer Islam, streng und fortschrittsfeindlich.