Angst um Sohn (Wahnvorstellungen?)

  • Hallo ihr Lieben,


    ich schreibe hier für meinen Sohn, 15, und weiß doch nicht einmal ob ich hier den richtigen Ort gefunden habe...
    Aber erst einmal zurück zum Anfang (wo ist der eigentlich?): mein Sohn hat im Laufe der letzten Monate ohne jede Vorwarnung eine massive Essstörungsproblematik entwickelt. Seit Monaten isst er ausschließlich Gemüse und Geflügel und morgens ein Körnerbrötchen. Sonst isst er *nichts*. Er wehrt sich dagegen, etwas anderes zu sich zu nehmen, isst tagein tagsaus immer das gleiche. Morgens ein Brötchen und etwas Gemüse, mittags einen Teller dampfgegartes Gemüse, abends ein Putenschnitzel und Gemüse. Zwischendurch ein paar Karotten oder Gurkenscheiben zum Knabbern, und dann Wasser, Wasser, Wasser... und Kamillentee, brühendheiß. In der Anfangszeit schoben wir es auf die Pubertät, wollten es vielleicht auch nicht wahrhaben... es wurde nicht besser. Ich habe mich mit ihm hingesetzt und ihn gefragt ob er magersüchtig ist. Er hat es abgestritten, alles geleugnet, gelogen. Und dann unter vielen, vielen Tränen ein Eingeständnis: nein, nicht magersüchtig, aber er kann nicht mehr normal essen. Und dann seine Erklärung... er denkt, dass sich Nahrungsbestandteile -- insbesondere Zucker -- in seinem Verdauungstrakt festsetzen und dort eine Art Schimmelschicht bilden. Mein Kind denkt, es verschimmelt innerlich und kann dies nur verhindern, wenn er so ist wie ich oben beschrieben habe und seinen Körper mit literweise Wasser und Kamillentee (desinfizierend) spült. Und dabei *weiß* mein Sohn, dass so ein Vorgang phsysiologisch nicht möglich ist. Er sagt, es ist trotzdem so, er kann es fühlen, er *weiß*, dass es so ist.
    Mein Kind hat keine Ernährungsmythen fehlinterpretiert, er weiß über die biologischen Vorgänge bescheid, er kann diesen Glauben trotz allem nicht loslassen.
    Wir haben im September einen Termin beim Kinder- und Jugendpsychiater. Ich bin hilflos, habe unendliche Sorge und unednliche Fragen.
    Meine größte Angst, dass es in Richtung Wahnvorstellung geht, dass mein Kind den Realitätssinn verliert.
    Ich verstehe mein Kind nicht mehr und habe unendliche Angst.


    Bitte sagt mir ob ihr soetwas schon einmal gehört habt.


    Ich fühle mich so hilflos...


    Herzliche Grüße,
    Marjaleena

  • Liebe @Marjaleena,


    Herzlich Willkommen hier im Forum.


    Ich habe mir ein paar Gedanken über deinen Beitrag gemacht und mir ist dazu folgendes eingefallen:


    Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen übermäßigem
    Kohlehydratekonsum (Zucker) und einem Pilzbefall im Darm.
    So, wie du dein Problem geschildert hast, habe ich verstanden, dass dein
    Sohn zunächst einmal Ängste vor der Vorstellung hat, innerlich zu
    "verschimmeln".
    Im Zusammenhang mit einem möglichen Pilzbefall des
    Darms, könnte man ihm evtl. die Ängste nehmen, indem man ihm erklärt,
    dass ein evtl. Pilzbefall des Darm, also das was dein Sohn als "verschimmeln"
    bezeichnet, behandelbar ist, allerdings, laut Bericht der unten angegeben Internetseite, nicht mit einer Diät.


    Darmpilze



    Anscheinend hat dein Sohn da ein paar Ängste aufgebaut, indem er da Zusammenhänge konstruiert, die an sich gar keine Angst machen müssen..
    Ich denke, bei deinem Sohn steckt hinter dieser Angst zu verschimmeln eine tiefer sitzende Angst, die man behutsam herausfinden sollte und sich mal angucken sollte, bevor man da mit Antidepressiva o. ä. rangeht.
    Vielleicht könnte ein Gespräch bei einem Jugendlichen- und Kinderpsychotherapeuten helfen..


    Edit: Ich habe soeben erfahren, dass Darmpilzerkrankungen mit Penicillin und begleitend mit einer zucker- und kohlenhaydratearmen Diät behandelt wird. Vielleicht solltest du bei deinem Sohn erst beim Arzt testen lassen, ob er Pilze hat, um ihm eine derartige Angst zu nehmen.
    Manchmal haben derartige Ängste ganz einfache Erklärungen, auf die man nicht so schnell kommt.
    Und oft steckt dahinter eine seelisches Leiden, welches dann je nach Ausprägung mit Gesprächen und/oder Medikamenten behandelt werden kann.

  • Erst mal gibt es Grund zum aufatmen. Ihr Sohn ernährt sich gut und wird auf Dauer daran schon mal keinen Schaden erleiden, obwohl er hoffentlich sich nicht ständig am Tee verbrennt.


    Es klingt auch nicht nach einer Schizophrenie, welche die einzige mir bekannte Krankheit ist, bei der man die Kontrolle über sein Denken und Handeln verliert.


    Wahn alleine fokusiert sich normalerweise nur auf eine Sache und bleibt auch dabei, es sollte also auch nicht zu einem "Realitätsverlust" kommen.


    Irgendwie glaube ich nicht, dass es etwas damit zu tun hat, dass er wirklich glaubt er würde von innen verschimmeln. Wahrscheinlich liegt eine seelische oder neurologische Erkrankung vor.


    Hier habe ich noch ein medizinisches Forum, wo sich Fachkundige Menschen mit solchen Fragen befassen.


    http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewforum.php?f=116

  • Hallo Marjaleena,


    Herzlich Willkommen im Forum,


    Also für mich hört es sich auch nach einer Psychose in den Anfangsstadien an, hatte damals auch so Gedanken das ich erkrankt bin und suchte da intensiv nach einer Krankheit, ließ CTs machen etc. wobei alles in Ordnung war. Hatte selbst schon mal einen Pilz im Darm, das kann man auch durch den Hausarzt nachprüfen lassen, würde das in jedem Fall mal machen mit ihm da dies ihm die Angst nehmen kann, da man eben eine Körperliche Ursache kaum ganz ausschließen kann. Falls ja dann dürfte er auch keine Semmeln also Weizen mehr essen, da es wie Zucker ist.
    Also man kann sich diesbezüglich untersuchen lassen einen Test machen, was gerade auch bei einer Psychose wichtig ist das man ihm diese Ängste nimmt und auch Medizinisch klar stellt ob er richtig oder falsch liegt, oft kommt man da nur mit Ärztlicher Hilfe weiter, also jemand der sich mit der Problematik auskennt und dem dein Sohn glaubt. Also das würde ich im Vorfeld nachprüfen lassen.


    Psychose lässt sich heute auch ganz gut schon behandeln, also ich denke wenn keine körperliche Ursache da ist, wäre Psychose möglich, wenn man eine hat sollte man sich im Vorfeld genau über die Medikamente die es gibt informieren, damit man ein verträgliches Atypisches Neuroleptikum wie Abilify bekommt, da die meisten anderen sehr Sendieren und starke Einschränkungen machen können!
    Hier sind die Atypischen Medikamente verglichen von der Verträglichkeit hauptsächlich und auch Wirkung:
    Atypika Liste/Vergleich
    Hier zusatzinformationen zu Abilify was wenn man gut damit klar kommt eines der Nebenwirkungsärmsten ist was den Antrieb erhält und auch Antideperessiv leicht wirkt also gegen die Negativsymptome die bei so einer Behandlung auftreten können besser wirkt:
    http://www.rosenfluh.ch/rosenf…df/12_PEB_TRACE_12.08.pdf


    Wenn trotzdem Negativsymptome auftreten und der Antrieb zu schlecht ist kann man auch zusätzlich ein Antidepressivum zu Abilify einnehmen wobei Bupropion
    sehr gut ist da es hauptsächlich auf das Noradrenalin geht.
    Bei einer Psychose liegt ein Überschuss an Dopamin vor, was zu solchen falschen und zuvielen Gedanken führen kann, und das Atypische Neuroleptikum wie Abilify das Dopamin senkt und reguliert, damit verbessert sich die Wahrnehmung, man sollte da aufpassen das man auch nur so viel wie nötig später zur Erhaltung einnimmt davon, da Neuroleptikums normal alle auch Probleme machen können, also nur so viel wie Nötig, normal gewinnt man damit Abstand zu diesen Zwangsgedanken und kann das dann am ehesten mit Wissen wie es sich wirklich verhält auch verarbeiten. Also ich finde es sehr gut das du dich da bereits Gedanken machst, für mich hört es sich halb so schlimm an, gibt auch viel Problematischere Psychosen, normal wird das unbehandelt immer schlimmer und dann kommen wirklich Problematische Inhalte dazu wenn man Pech hat die Sinnlos erscheinen und auch Wahn und andere Dinge können entstehen. Also ich finde es sehr gut das ihr da bald einen Psychiater aufsuchen wollt, ist wirklich gut so etwas frühzeitig aufzuklären und behandeln zu lassen, bei den Medikamenten würde ich gleich auf so ein Verträgliches bestehen, also keinen schlechten Kompromiss mit Risperdal oder anderen die wirklich Probleme und Behinderungen machen können eingehen. Die Medikamente braucht man normal lange von daher sind auch die Nebenwirkungsärmsten garade was die Atypischen angeht am geeignetsten und man hat damit bessere Chancen auf einen guten Verlauf des ganzen.
    Hier noch ein Nebenwirkungsvergleich der häufigen Nebenwirkungen:
    häufige Nebenwirkungen
    Ein Neuroleptikum reicht völlig aus meistens und die Symptome sollten da auch schnell besser werden.


    Wünsche eine Schöne Zeit im Forum und hoffe es kann dir und deinen Sohn weiterhelfen, wenn du Fragen dazu oder so hast einfach nachfragen..


    Gruß

  • Danke, für eure Gedanken, und auch für die Willkommenswünsche!



    Wir haben dieses Thema mit unserem Sohn einige Male besprochen, so wie ich ihn verstehe, hat er keine (rationale) Angst vor einem möglichen Pilzbefall, sondern ist der (zwanghaften) Überzeugung, dass Zucker in ihm zu einer Entstehung von Schimmel führt. Unser Sohn hat nie von einem Pilz gesprochen, er hat es als Schimmelschicht beschrieben und als eine *Kruste*, die sich in den Innenseiten seiner Verdauungsorgane seiner Vorstellung zufolge bildet. Wir haben mehr als ein ausführliches Gespräch mit ihm geführt und versucht, aus ihm heraus zu bekommen, woher er diese Gedanken hat. Er reagierte sehr defensiv und wollte auf keinen Fall weiter darüber sprechen. Seine Abwehr ging so weit, dass er bei Ansprache dieses Themas mit einem heftigen Würgereiz reagierte, so sehr ekelt ihn der Gedanke an. Deshalb hinterfrage ich nicht mehr, mache mir nur selbst meine Gedanken.
    Vielleicht ist diese Wahnidee auch nur das Echo einer anderen, tiefersitzenden Angst, die er nicht in Worte fassen kann. Aber vor was könnte er so eine Angst haben?


    Ich würde die momentane Ernährung meines Sohnes wirklich nicht als gut bezeichnen. Er isst zu wenig wechselhaft und auch mengenmäßig passt es vorne und hinten nicht. Ich bin nun keine Ernährungsspezialistin, aber er braucht doch auch Fett und Proteine, und die liefern so ein wenig Hähnchenfleisch nicht in ausreichender Menge. Sein Gewicht bereitet mir Sorgen und ich sehe es schon kommen, dass diese einseitige Ernährung auf Dauer Mangelerscheinungen nach sich zieht. Es schränkt ihn auch sozial ein. Oft mag er nicht mit uns am Tisch sitzen, der Geruch von Essen mache ihn *nervös*. Wir gehen mit den Kindern Eis essen und unser Sohn nippt an einem Wasserglas. Ich habe ja erst an Anorexie gedacht, aber das weist er vehement von sich und bleibt dabei, dass es an dieser Idee liege. Ein Missverstehen von physiologischen Prozessen scheint auch nicht dahinterzustecken. Dieses vehemente Festhalten an dieser Idee, das Ignorieren jeder logischen Erklärung, schürt in mir die Angst, dass seine Idee wahnhafte Züge hat. Logische Erklärungen und Verweise auf biogische Zusammenhänge helfen ihm nicht. Immer: *Mama, ich weiß das doch alles… aber es ist TROTZDEM so*.


    Mein Sohn hat es abgelehnt, in irgendeiner Form medizinische Tests durchführen zu lassen. Ich hatte auch gehofft, das würde vielleicht helfen, aber leider, nein. Ich bin mit ihm durchgegangen, welche Lebensmittel in Ordnung sind. Er isst Puten- und Hähnchenfleisch, 11 Sorten Gemüse, und das erwähnte Körnerbrötchen. Er kann mir hierbei nicht erklären, warum er Süßkartoffeln isst, normale Kartoffeln aber nicht. Manche Gemüsesorten *mag* er nicht, andere wiederum fallen in die Kategorie *kann ich nicht essen, kann nicht erklären, warum*. Dieses Körnerbrötchen gibt mir auch Rätsel auf. Das enthält eine große Anzahl von Zutaten, die er sonst unter keinen Umständen anrührt. Er isst auch kein Brot. Also, ich verstehe nicht, welcher Logik er hier folgt. Mein Mann ist der Meinung, dass ich mich zu sehr sorge und dass es übertrieben wäre, von den seltsamen Ideen unseres Sohnes direkt auch eine psychotische Erkrankung zu schließen. Es gibt bei uns auch keine familiäre Vorbelastung in dieser Richtung. Ich sehe da einfach nur sehr begrenzte Möglichkeiten, was es sein könnte: Erstens: Magersucht -- d. h. er belügt uns und diese Wahnidee ist nur eine Ausrede um nicht essen zu müssen. Zweitens: seine Gedanken sind Ausdruck einer Psychose oder etwas ähnlichem. Drittens: Zwangsgedanken. Würde sich etwas derartiges auf diese Art äußern?


    Leider bin ich auf diesem Gebiet nicht sehr bewandert und vielleicht sind meine Befürchtungen übertrieben. Ich sehe nur diese wirren Ideen und das Festhalten daran, und die generelle Affinität unseres Sohnes zu Traumkonstrukten und Phantasievorstellungen. Ist das normal, dass ein Fünfzehnjähriger den lieben langen Tag seinen Gedanken nachhängt, vor sich hin träumt, kaum vom Computer/Handy wegzubekommen ist, und zu allem Überfluss an eindeutig nicht logisch belegbaren Ideen festhält, in einem Maße, dass ihm sichtlich schadet?


    Er sieht das selbst gar nicht als schlimm an!! Wir sollen ihm nur seine Computerzeit lassen und ihm tagtäglich sein Gemüse kochen, dann ist er vollkommen zufrieden mit seinem Leben. Mir macht es furchtbare Angst und mein Sohn findet das alles selbst überhaupt nicht schlimm. Spinne ich jetzt etwa?

  • Für mich hört das sich nach einer Psychose an die behandelt werden muss damit das auch besser wird. Unbehandelt wird das immer schwieriger wenn es eine ist, wie sieht es in der Schule mit den Noten aus, haben diese sich auch verschlechtert und kommt er in logischen Fächern schwerer mit als andere, kann sich schwer konzentrieren etc. und ist ein unterschied zu früher da wo er "normal" war?
    Von solchen Zwangsgedanken kommt man normal nur mit Medikamenten weg, man baut sich in der Krankheit auch Kartenhäuser auf die nur durch Medikamente und auch Psychotherapie in den Griff zu bekommen sind, das mit dem Essen geht noch, aber wenn das andere Bereiche des Lebens betrifft wird es immer Problematischer und Schwieriger für euch alle. Also ich würde zumindest mal zur Kontrolle einen Psychiater aufsuchen, mit den richtigen Medikamenten behandelt geht das und ist halb so schlimm wenn es rechtzeitig entdeckt wird, je später umso schwieriger wird das und so Aggressionen kommen auch oft von der Krankheit in der Akutfase das die Stimmung instabiel ist also die Gefühlswelt übertrieben, in dem Wahn fühlt man sich normal weil es schleichend eintritt das ganze, oft ist auch das mit viel positiven Verbunden was einem da immer weiter reinzieht also würde sagen man ist im Akuten sehr überzeugt von sich und dem was man macht..

  • Liebe Marjaleena,


    ich würde sagen, vertraue deinem Mann! Ich glaube, du machst dir wirklich zu viele Gedanken, um deinen Sohn. Er hat anscheinend nur eine Entwicklungsphase, die er vehement "durchziehen" möchte.
    Solange er keine körperlichen Beschwerden hat, ist doch alles in Ordnung. Bleib in Kontakt mit ihm und bitte ihn, dir Rückmeldung zu geben, wenn er körperliche Beschwerden haben sollte. Sag ihm, dass dir seine Gesundheit am Herzen liegt, weil er dein Sohn ist und du ihn liebst. Aber versuch ihn nicht, mit deinen Ängsten zu erdrücken und unter Druck zu setzen. So wie es sich anhört, hat er im Moment alles unter Kontrolle. Diese Fantasie mit der Kruste kann ich mir im Moment auch nicht erklären, aber man muss nicht immer alles wissen. Er hat da eine Vorstellung von essen und eine Angst, die wir im Moment nicht nachvollziehen können. Aber ich denke, dass macht erst einmal nichts.
    Er sollte nur nicht komplett die Lust am essen verlieren, und solange er überhaupt etwas isst, ok.
    Wegen der Mangelerscheinungen, die er entwickeln könnte, solltest du ihn ein bisschen beobachten, aber ohne Druck auszuüben.
    Ich denke, du bist eine ganz tolle Mutter, die sich viel Gedanken um das Wohl ihrer Kinder macht.


    Dein Sohn scheint ein kleiner Träumer zu sein, der gerne in seiner Computer- und Handywelt lebt. Da sind logische Schlüsse oft schwierig, wenn man die Kinder in dieser Welt alleine lässt, und ihnen nicht mehr die reale Welt aufzeigt.
    Darum versuch ihn von dieser Computerwelt wegzulocken und immer wieder in die Realiät zurückzuholen, aber wenn er physiologische Prozesse und deren Zusammenhänge kennt, hat er da einen guten realen Bezug.


    Zu der Idee mit der Kruste, fällt mir lediglich ein, dass er evtl mal auf eine Internetseite mit Verschwörungstheorien oder irgendwelchen Voodo-Quatsch gestoßen ist. Und das nun glaubt, was er da gelesen hat.


    Ich hatte noch kurz den Gedanken, ob dein Sohn *bitte nicht erschrecken* evtl autistische Züge hat, oder ein Asperger Syndrom. Kinder mit diesen Zügen haben oftmals Probleme auch mit dem Essen. Aber ich glaube das eher nicht, das hättet ihr schon bemerkt.
    Kinder, die sich lieber alleine beschäftigen werden *auch bitte hier nicht erschrecken* oftmals schizoide Persönlichkeitszüge zugeschrieben . Ich habe mal eine Seite von Wiki rausgesucht, da kannst du dich informieren drüber. Aber bitte keine Panik, was da steht muss nicht alles zutreffen auf deinen Sohn. Mich hat nur deine Erzählung über die unlogischen Schlüsse und das Festhalten an irrigen Ideen auf diese Idee der Schizoiden Persönlichkeitsstörung gebracht.


    Vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen.

  • Maggi
    Für mich hört das sich nach einer Psychose an


    Bist du dir sicher Maggi? Schließlich ist er sich doch bewusst, dass er es ohne einen nachvollziehbaren Grund tut. Bei Psychosen gehen die Betroffenen davon aus, dass sie recht haben.


    Was seine Ernährung betrifft, wäre es besser er würde das Gemüse vorher nicht kochen, sonst gehen die Vitamine verloren und es wäre gut, wenn er vielleicht noch ab und zu ein Ei und etwas Rapsöl zu sich nehmen würde.


    Falls er schon vorher gerne vor dem PC seine Zeit verbracht hat, würde ich mir deswegen keine Sorgen machen.


    Haben Sie sich schon im medizinischen Forum gemeldet? Wir kennen uns nur mit Psychose und deren Begleiterkrankungen aus. Wenn es noch andere Krankheiten gibt, die Wahn verursachen können, werden wir es nicht kompetent von Psychose unterscheiden können. Langfristig braucht er dringend ärztliche Hilfe.


    Ich persönliche spekuliere auf irgendeine Störung im Gehirn, er sollte damit sofort zum Arzt gehen, da wir nicht wissen, ob Schäden am Gehirn auftreten können die irreparabel sind.


    Bei Magersucht würde er sich nicht so eine Erklärung einfallen lassen und sogar dabei würgen, kann man ausschließen.
    Wie gesagt, normalerweise glaubt man bei Psychosen man hätte recht, er aber scheint sich bewusst zu sein, dass er nicht ganz rational reagiert.
    Wenn er derart psychotisch ist, dass er solche Zwangshandlungen hat, sollte er eigentlich, wenn es Schizophrenie ist auch nicht mehr die Kontrolle über sich haben.
    Wenn er aber noch so weit klar denken kann, dass ihm sogar bewusst ist, dass er irational handelt, dann müsste man ihm in den Wahn hineinreden können bzw. er müsste sich selbst aus dem Wahn befreien können, wenn es sich um Psychose handelt.
    Das sind zumindest meine Erfahrungen bisher mit Psychose.