Aripiprazol (alt)

  • Aripiprazol
    Markenname: Abilify


    Wirkstoffklasse und Wirkmechanismus: Aripiprazol ist ein antipsychotisches Medikament für psychotische Erkrankungen zur Behandlung von Schizophrenie und bipolaren Störung. Es wird auch zusammen mit anderen Medikamenten bei Erwachsenen zur Behandlung von schweren Depressionen eingesetzt. Der genaue Wirkmechanismus von Aripiprazol ist nicht bekannt. Darüber hinaus, anders als andere Antipsychotika blockiert es mehrere Rezeptoren für verschiedene Neurotransmitter(Chemikalien mit denen die Nerven miteinander kommunizieren) an den Nerven des Gehirns. Es wird vermutet, dass es die positive Wirkung hat aufgrund der Wirkung auf die Dopamin- und Serotonin-Rezeptoren. Seine Wirkungen auf diese Rezeptoren sind vielfältig, durch eine Stimulation der Rezeptoren, die in einem geringeren Ausmaß als natürlich vorkommen(ein Prozess welcher partiell agonistischen Wirkung genannt wird). Die FDA hat Aripiprazol im November 2002 zugelassen.


    Anwendungsgebiete: Aripiprazol wird zur Behandlung von Schizophrenie , bipolarer Störung, gemischten manisch /depressiven Episoden (als Mono- oder Kombinations-Therapie) und als ergänzende(Add-on) Therapie für Major(schwere) Depression eingesetzt. Es wird auch zur Behandlung von Reizbarkeit bei autistischen Störungen und gegen Agitation bei Schizophrenie oder einer bipolaren Störung verwendet. Aripiprazol kann auch bei der Behandlung des Tourette-Syndrom verwendet werden.


    weiterführend:

    Antipsychotika Vergleich

    Bupropion + Neuroleptika Bedarf Therapie

  • Hilft auch ideal gegen Schlafstörungen! Wirkt da sehr regulierend, habe es anfangs zum Bupropion Bedarfsweise noch gebraucht, wirkt auch im Bedarfsfall sehr schnell und hat relativ wenig Nebenwirkungen.


    Bei der Bedarfseinnahme sollte man finde ich kein Auto fahren da ist der abrupte Konzentrationsverlust einfach zu groß, zumindest ist das bei mir so das ich mich da selbst ertappe..


    Wirkt auch gegen stärkere Depressionen effektiv, wenn spezielle Antidepressiva wie Bupropion zu schwach sind, kann ja sein das man bezüglich Schlafstörungen da kaum mehr einnehmen kann. War bei mir zumindest unter Bupropionmonotherapie der Fall. Aripirazol Bedarf legte da wie einen Schalter um und nach ein paar Tagen einnahme waren die Schlafstörungen weg auch über die Einnahme des Aripiprazols hinaus, so das es bei mir heute ganz ohne Ein-/Schlafmittel und Neuroleptika klappt.


    Wirkt Akut finde ich sehr gut(stärkste was ich kenne und auch besser als die typischen) das Aripiprazol (5mg war meine Höchstdosis), lediglich eben unterschwellig hatte ich leichte Restsymptome die aber erträglich waren verglichen mit den vorherigen Neuroleptika ich wegen der Nebenwirkungen allein schon kaum mehr etwas mitbekommen habe...


    Bupropion in der Monotherapie/Erhaltung wirkte bei mir gegen die Restsymptome und Negativsymptome viel besser als Aripiprazol, dafür war auch da für mich bei akuten Symptomen, stärkeren Depressionen und den Schlafstörungen das Aripiprazol ein unverzichtbarer Bestandteil, wenn auch immer nur ein paar Tage zum Bedarf, wüsste ich sonnst kaum ob ich die Schlafstörungen anders in den Griff bekommen hätte, weil die Benzos/Schlafmittel ja abhängig machen. Ob andere Nls diesen schlaffördernten auch über die einnehme hinaus haben und da auch mit Bupropion so einfach sich gestalltet, weis ich nicht.

  • Hallo,


    ich habe/hatte 12 Jahre lang die Kombination von Abilify+Solian (15mg+800mg).

    Vor ein paar Jahren habe ich angefangen,das Solian zu reduzieren,bis ich es jetzt im November komplett auf 0mg setzen konnte.


    Nun hatte ich das vorherige Wochenende Herzprobleme (das erste Mal in meinem Leben so massiv),so dass ich den Notarzt rufen musste,der mich dann gleich in die Klinik mitgenommen hat..

    Dort wurde ich 2 Tage lang untersucht,die Ursache für meine massiven Herzbeschwerden konnten aber auf die Schnelle nicht ermittelt werden.


    Stutzig bin ich erst heute geworden,als ich darüber nachdachte,wie das sein kann,dass ich nach 4 Wochen ohne das Solian,also nur mit Abilify 15mg plötzlich diese Beschwerden habe...


    Ich habe dann heute Abend zum ersten Mal den Beipackzettel des Abilify gelesen,und da fiel es mir wie Schuppen voon den Augen...

    Auch gewisse Foren sind voll mit Erfahrungsberichten über kardiovaskuläre Nebenwirkungen des Abilify bis hin zu Schlaganfällen und plötzlichem Herztod (Sudden Death;nachzulesen im Waschzettel des Abilify)...


    Jetzt habe ich mich natürlich auch gefragt,warum ich diese Probleme nicht schon all die Jahre zuvor unter Abilify und Solian gehabt habe..

    Meine simple Erklärung,da ich kein Mediziner bin,ist folgende:

    Da ich das Solian hochdosiert parallel zum Abilify hatte und der Wirkmechanismus im Hirn ein andere ist als der von Abilify,hat das Solian wohl all die Jahre als Gegenspieler des Abilify fungiert und so gewisse Wirkungen des Abilify abgeschwächt.

    Nun,da ich nur noch 15mg Abilify habe,was recht hoch dosiert ist,kann das Abilify seine Wirkungen und auch die Nebenwirkungen voll entfalten...(was meine dokumentierten und beim Hersteller des Abilify bekannten Herzprobleme erklären würde).


    Morgen früh werde ich gleich mit einem Psychiater telefonieren,der vertrauenswürdig ist,und meine nächsten Schritte absprechen.

    Klar ist,dass das Abilify jetzt weg muss,bevor mir etwas ernsthaft Schlimmes passiert.


    Wahrscheinlich werde ich wohl die nächsten Wochen das Abilify durch das Solian ersetzen,ich weiß nur nicht,wieviel ich vom Amisulprid nehmen kann,ohne wieder depressiv und lethargisch zu werden.Andereseits solltees mich erstmal vor einer Reboundpsychose schützen..


    Morgen werde ich hoffentlich nach dem Telefonat mit dem Arzt mehr wissen.


    Grüße,Nagarjuna

  • Nagarjuna, wenn du mit Solian bisher gut gefahren bist, würde ich auch wieder Solian einschleichen und nicht auf Olanzapin wechseln. Das Diabetesrisiko ist so hoch und wenn es ein anderes vergleichbares Medikament gibt, das hilft und mit dem du bisher gut gefahren bist, dann würde ich auch dabei bleiben.

    Ich habe schon mehrfach gelesen, dass Abilify sich gar nicht mit anderen Neuroleptika verträgt, weil es angeblich die Rezeptoren besetzt, dass somit andere Neuroleptika gar nicht wirken können. Das widerspricht natürlich jetzt deiner Erfahrung, in der wohl eher das Solian die Rezeptoren besetzte und das Abilify nicht wirken konnte bzw. stark abgeschwächt wurde in seiner Wirkung.


    Alternativ könntest du es mal mit Zeldox probieren. Allerdings hat das auch den Ruf zu einer QT-Verlängerung in manchen Fällen zu führen. Ich fahre allerdings unter hoher Dosierung sehr gut damit, habe regelmäßig EKGs, die immer unauffällig bisher waren. Von den Nebenwirkungen her ist das ziemlich gut verträglich.

  • Das mit dem plötzlichen Herztod und derartige reiserische Propaganda finde ich weniger gut, denn solche Lügen gibt es zuhauf im Netz, nur weil unter seltenen oder weiteren Nebenwirkungen die irgendwann mal aufgetaucht sind zitiert werden soll den Betroffenen Angst gemacht werden und oft sind die Medikamente auf die es dann hinausläuft viel schlimmer.


    Abilify ist an und für sich ein gutes Medikament auch von der Verträglichkeit, wenn man keinen angeborenen Herzfehler oder so hat muss man sich keine Sorgen machen auch habe ich dahingehend kaum negatives bisher gehört.


    Solian (Amisulprid) erhöht den Prolaktinspiegel also ist von daher unschön (Hormone etc.) zudem soll es soll es Risiken haben bezüglich Krebs oder Tumore hab ich mal etwas gelesen.


    Zeldox wäre ein Medikament das QT-Verlängerungen macht also von Grund aus schon wenn auch nur ganz ganz geringe Risiken hat, also wegen den Herzgeschichten weniger das wäre was er sucht.


    Seroquel (Quetiapin) soll auch aufs Herz gehen.


    Also an und für sich sind da alle Neuroleptika bisschen gefährlich, am besten man fragt seinen Arzt oder Kardiologen was da am Besten für einen ist und ob man sich sorgen machen muss, also da kennt sich der Psychiater vermutlich besser als wir aus.

  • Naja, jeder reagiert anders auf Medikamente und wenn Nagerjuna mit Herzproblemen auf Abilify reagiert, dann ist das Medikament nicht das richtige Medikament für ihn. Und dass es vereinzelt zu Todesfällen kommt finde ich schon richtig drauf hinzuweisen, ich würde gerne wissen, was ich für Medikamente nehme und selbst entscheiden, ob ich sowas einnehmen will oder nicht. Außerdem müssen sich die Pharmakonzerne auch absichern. Da geht es nicht um Angstmache, wenn man sowas in den Beipackzettel schreibt.


    Kardiovaskuläre Störungen sind was anderes als QT-Verlängerung, heißt also er muss auf Zeldox nicht ähnlich reagieren. Ich hatte auch auf Abilify Herzrasen und -stolpern, so dass ich nen Betablocker dazu bekam und auf Zeldox komme ich super klar und ich habe weder eine QT Verlängerung noch Stolpern.



    Ja, ich glaube ein erhöhter Prolaktinspiegel birgt Brustkrebsgefahr.

  • Nagarjuna, wenn du mit Solian bisher gut gefahren bist, würde ich auch wieder Solian einschleichen und nicht auf Olanzapin wechseln. Das Diabetesrisiko ist so hoch und wenn es ein anderes vergleichbares Medikament gibt, das hilft und mit dem du bisher gut gefahren bist, dann würde ich auch dabei bleiben.

    Ich habe schon mehrfach gelesen, dass Abilify sich gar nicht mit anderen Neuroleptika verträgt, weil es angeblich die Rezeptoren besetzt, dass somit andere Neuroleptika gar nicht wirken können. Das widerspricht natürlich jetzt deiner Erfahrung, in der wohl eher das Solian die Rezeptoren besetzte und das Abilify nicht wirken konnte bzw. stark abgeschwächt wurde in seiner Wirkung.


    Alternativ könntest du es mal mit Zeldox probieren. Allerdings hat das auch den Ruf zu einer QT-Verlängerung in manchen Fällen zu führen. Ich fahre allerdings unter hoher Dosierung sehr gut damit, habe regelmäßig EKGs, die immer unauffällig bisher waren. Von den Nebenwirkungen her ist das ziemlich gut verträglich.

    Hallo,


    danke für deinen Hinweis.

    Ich habe gestern mit dem Arzt meines Vertrauens telefoniert,er hat auch gesagt,dass ich das Abilify sofort rausnehmen und das Solian ansetzen kann,was ich gestern auch gemacht habe.

    Seit heute nehme ich 300mg Solian,ich will mal paar Tage abwarten und schauen,ob ich mit der Dosierung auskomme.Erhöhen kann ich zur Not ja immer noch.


    Das Problem beim Solian ist,dass es mich ab einer Dosierung ab etwa 400mg ziemlich schlimm depressiv und lethargisch macht,weshalb ich nur ungern höher gehen will.

    Aber Solian schützt mich zuverlässig vor einer akuten Psychose und ich habe es,abgesehen von den Depressionen,eigentlich immer recht gut vertragen.


    Das Risiko kardivaskulärer Komplikationen unter fast allen Neuroleptika ist ein bekanntes und gar nicht so seltenes Risiko,heute hat das sogar mein Hausarzt zugegeben,der Internist ist und sich also auch auskennt.

    Das hat für mich auch nichts mit Lügen und Angstmacherei zu tun,sondern entspricht leider den Tatsachen.


    Jeder Mensch,der jahrelang oder gar jahrzehntelang Neuroleptika nimmt,sollte sich bewußt sein,dass er damit ernste und zum Teil irreversible Komplikationen in Kauf nehmen muss.

    Es gibt auch genügend Literatur zu dem Thema,da muss man gar nicht erst dr.google fragen.


    Grüße,

    N.