• Seroquel, Seroquel Prolong (Quetiapin) ist ein atypisches Neuroleptikum was noch relativ häufig zum Einsatz kommt mit relativ vielen Nebenwirkungen.


    Quelle: Flexikon (Quetiapin)


    Zulassungsstudie:

    Quelle: Ema Europa (Seroquel_Seroquel XR)


    Zulassung: 31.05.2002
    Stand: 8-2014


    häufige Nebenwirkungen:

    Quelle: Apotheken Umschau (Seroquel)


    Übersicht: Link
    Medikametevergleich: Link

  • Ich nehme Seroquel zum schlafen, 6 mg, haha, die 25 mg Tablette wird geviertelt und es macht mich sehr müde, reagiere total empfindlich.

  • Kam mit Seroquel prolong bis jetzt am besten zurecht konnte damit immerhin in der Psychose 8 Stunden schlafen. Ich fühlte mich aber drunter irgendwie wie ein Panzer... nix konnte mich mehr emotional bewegen.
    Als die Psychose aber abklang steigerte sich das Schlafbedürfniss auf über 12std + 6std noch dauer abgeschlagen. ->dann langsam ausgeschlichen über 8 Wochen
    Folgende Nebenwirkungen hatte ich:
    Schwindel alle Bewegungen waren so wie als wär ich betrunken
    Erhöhter Herzschlag, ein Gefühl von Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern, Bluthochdruck hab dagegen dann Blutdrucksenker bekommen
    Verstopfung,
    Anschwellen von Armen oder Beinen
    ungewöhnliche Träume und Albträume,
    vermehrtes Hungergefühl, Gewichtszunahme
    Schwierigkeiten beim Sprechen und mit der Sprache
    Atemdepression
    verstopfte Nase -> brauchte zum schlafen immer Nasenspray


    Die dosis war 500mg

  • ich nehme Quetiapin Prolong seit Juli dieses Jahres für meine Psychose und zwar 400mg.

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  • Zitat

    [quote='Sonnenschein','https://psychose-forum.com/thread/42-Quetiapin-Seroquel%C2%AE-Seroquel-Prolong%C2%AE/?postID=8865#post8865']ich nehme Quetiapin seit Juli dieses Jahres für meine Psychose und zwar 400mg.

    Und wie gut verträgst du es?
    [/quote]
    Ich vertrage es sehr gut. Außer die Müdigkeit

  • Ich habe Seroquel zusätzlich zum Abilify eingenommen, weil es eine schlafanstoßende Wirkung hat und zusätzlich vor Psychosen schützt.
    Zuerst hatte ich das normale Seroquel und bekam davon eine halbe Stunde abends nach der Einnahme eine extrem verstopfte Nase, so dass ich nicht mehr durch die Nase atmen konnte und mein Mund trocken wurde.
    Außerdem bekam ich Panikzustände, weil ich Angst bekam, ich könnte ersticken.


    Erst nachdem ich Seroquel Prolong bekam, wurde das besser.
    Der Wirkstoff von Seroquel Prolong setzt verzögert ein.
    Ich hatte nur noch manchmal das Problem mit der verstopften Nase. Uns als ich die Dosis auf 50 mg runterdosieren konnte, hatte ich gar keine Probleme mehr mit einer verstopften Nase.

  • Hallo,


    ich nehme derzeit Quetiapin 300 mg Retardtabletten.


    Ich komme schwer aus dem Bett und fühle mich tagsüber müde. Abends kann ich schlecht einschlafen. Außerdem fühle ich mich depressiver als vor meiner Einweisung. Ich habe Konzentrationsschwierigkeiten und fühle mich noch etwas unruhig.


    Wann nehmt ihr Quetiapin ein, damit sich die Tagesmüdigkeit nicht so auswirkt?


    Liebe Grüße


    PS83

  • Hallo @PS83


    Warum hat dir dein Arzt Seroquel verschrieben?
    Gibt es dafür einen besonderen Grund?


    Die schlafanstoßende Wirkung tritt bei Seroquel in der Regel nach drei Stunden ein.

  • Zitat

    Warum hat dir dein Arzt Seroquel verschrieben?
    Gibt es dafür einen besonderen Grund?

    Hallo @Lightness,


    der Grund ist in meiner Vorstellungnachricht beschrieben:
    Hallo, ich bin neu hier


    Ich nehme Seroquel aber schon länger. Nur früher war es so, dass ich relativ schnell nach der Einnahme müde wurde und die Tagesmüdigkeit nicht so schlimm war. Inzwischen bemerke ich keine schlafanstoßende Wirkung mehr, aber die Tagesmüdigkeit wirkt sehr lange.


    Liebe Grüße
    Patrick

  • Hallo Patrick,


    ne, ich meinte eigentlich, warum er dir das Medikament Seroquel verschrieben hat und nicht zB Abilify, oder so?


    Es könnte sein, dass das Seroquel nicht mehr die gewünschte Wirkung hat und dein Körper vermehrt auf die Nebenwirkungen reagiert.
    Das kann passieren, wenn man ein Medikament schon sehr lange einnimmt.


    Evtl kannst du das Medkament wechseln, wenn es dich zu sehr belastet.
    Ich würde an deiner Stelle mal mit deinem Arzt darüber sprechen.


    Gruß Lightness

  • Ich vermute mal die Dosis ist zu hoch.


    Warum hat dein Arzt so hoch dosiert?


    Sollst du schlafen können oder soll es antipsychotisch wirken?


    Du hast doch die Diagnose 'schwere Depression mit psychotischen Symptomen'.


    Wozu brauchst du da eine Doppelmedikation mit zwei Neuroleptika?


    Wenn du nicht schlafen kannst, solltest du ein Schlafmittel bekommen.
    Eins das nicht abhängig macht und nicht müde am Tag macht.


    Ich konnte auch mit der Dosis von 50mg Seroquel am Abend einschlafen.


    Gruß Lightness

  • Wozu nimmst du dann das Abilify?


    Das Abilify sollte antipsychotisch wirken.


    Wie schlimm sind deine psychotischen Symptome?


    Ich vermute mal, da du als Diagnose 'schwere Depression mit psychotischen Symptomen' hast, liegt der Fokus auf der Depression und weniger auf den psychotischen Symptomen.


    Vielleicht brauchst du ein Antidepressivum und etwas zum schlafen.


    Maggi empfiehlt an dieser Stelle gerne das Elontril.
    Evtl. solltest du dich an Maggi wenden und das Elontril mal 'ausprobieren'.


    Gruß Lightness


    PS
    Ich habe keine Ahnung von der Wirkung vom Elontril und ich lehne es ab, ein AD einzunehmen.

  • Die Symptome waren so schlimm, dass die ursprüngliche Quetiapin-Dosis nicht ausreichend war.


    Ich wurde im Krankenhaus auf Abilify und höherer Quetiapin-Dosis eingestellt. Ich gehe davon aus, dass diese Kombination aus gutem Grund (aufgrund von Erfahrungswerten etc.) gewählt wurde. Auch meine Ärztin hielt diese Kombination bei.


    Elontril ist ein NDRI: Das dürfte sich wg. der Psychose wohl kontraproduktiv auswirken.

  • Zitat

    Elontril ist ein NDRI: Das dürfte sich wg. der Psychose wohl kontraproduktiv auswirken.

    Ekläre das mal Maggi. Aber er ist überzeugt davon. Naja, soll er halt. Wenn es ihm hilft....alles was heilt, hat recht.



    Zitat

    Die Symptome waren so schlimm, dass die ursprüngliche Quetiapin-Dosis nicht ausreichend war.


    Ich wurde im Krankenhaus auf Abilify und höherer Quetiapin-Dosis eingestellt. Ich gehe davon aus, dass diese Kombination aus gutem Grund (aufgrund von Erfahrungswerten etc.) gewählt wurde. Auch meine Ärztin hielt diese Kombination bei.

    Wie sind die Symptome jetzt? Was für Symptome hast du?

  • Hi @Lightness lieb von dir das du es angesprochen hast...
    Hi @PS83, würde an deiner Stelle versuchen erstmal mit einer Monotherapie am besten mit dem Abilify erstmal klar zu kommen, also 2 Neuroleptika sind weniger gut und normal wenn man die richtige Dosis vom Abilify gefunden hat braucht man auch kein Seroquel zum einschlafen. Wobei ich denke das je mehr NL vor allem bei Abilify ist das so, man einnimmt umso weniger Schlaf ist nötig, also wenn man zuviel Abilify bekommt, verkürzt sich der Schlaf, also ich denke von daher kommen deine Einschlafprobleme. Andere Nls sendieren oft mehr also ich denke die Müdigkeit Tagsüber kommt bei dir vom Seroquel was schon relativ stark sendierend ist.
    Welche Dosis Abilify nimmst du ein? Selbst hatte ich 5mg Abilify, das reichte bei mir völlig und ist etwa die kleinste gebäuchliche Dosis. Also ich kenne jemanden der auch Schlafprobleme hatte und da glaube ich von einer Dosis von 15mg auf 10mg runtergegangen ist und dann diese Probleme weg waren. Also je weniger man nimmt umso mehr Schlaf nimmt sich der Körper also umso besser sage ich mal ist der Schlaf, selbst bin ich mit den 5mg die ich hatte auch relativ früh aufgestanden, finde aber der Schlaf war schon Optimal, kenne es von vorher eher so das ich schlecht aus dem Bett gekommen bin, vermutlich wegen der Krankheit, so war das eine ganz andere Sache.


    Also ich würde eine Monotherapie vorziehen und je weniger Abilify man braucht desto besser. Abilify hat so eine Wirkkurve das es auch in geringer Dosis noch sehr gut wirkt.


    Wegen dem Elontril SDNRI (NDRI) ist es so eine Sache, also ich bin jetzt seit ein Paar Monaten nur noch auf Elontril (Bupropion) mir geht es damit wirklich Super soweit, bis auf das ich mich gestresster manchmal fühle klappt es damit sehr gut ohne Negativsymptome und es schützt komischerweise auch vor Positivsymptomen. Elontril steigert ja Dopamin und Noradrenalin also wirkt was das Dopamin angeht anderes herum als die Neuroleptika, von daher würde man denken es ist kontraproduktiv, bei mir ist es anders herum also gegen psychotische Symptome schützt es sehr gut, nach etwa 2 Monaten ohne Abilify bei mir denke ich fast das der antipsychotische Schutz besser ist als mit Abilify. Bin damit viel Lebensfroher, mache daheim öfters was mit anderen, also komme aus diesem Loch was die Negativsymptome und Krankheit gebaut hat viel eher raus, kann leichter abschalten also eher genießen würde ich sagen. Das ganze war schon gerade im 1. Monat mit wechslender Stimmung und Absetzstress(Ungewissheit) verbunden bin dann auf 300mg Elontril rauf weil mit 150mg war ich depressiv also bei mir ist es so das ich nach dem Absetzen der Nl also Abilify da nach ca. 1Monat akut werde und auch kurz vorher schon postpsychotische Depressionen und so bekomme. Mit dem Elontril bin ich da etwas hoch, weil die Stimmung bei mir wechselte, nun 2 Monate ohne Neuroleptikum, geht es mir sehr gut, einzig macht mir ein gewisser innerer Stress etwas zu schaffen, wobei ich hoffe das das im Laufe der nächsten Wochen Monate besser wird, also so fühle ich mich jetzt fast ganz normal, also ist noch besser als mit Abilify was zumindest viel besser als andere Neuroleptika war, aber auch mit Negativsymptome verbunden.
    Vorteile vom Elontril sind auch, das es gegen Nikotinsucht hilft, also ich habe so gut wie aufgehört mit dem rauchen und dampfe nur noch zwischendruch mal Ezigarette, aber ist an sich keine Suchtproblematik mehr da, also ich habe vorher gerade unter den Neuroleptika relativ viel geraucht, schon allein daher ist Elontril für mich ein Segen was auch zur Rauchentwöhnung eingesetzt wird.
    Zudem hilft es gegen Gewichtszunahme, also man kann damit wenn man möchte auch einfach abnehmen, Appetit ist viel weniger, man wird schnell satt also auch ein Problem was Neuroleptika eher verstärken und damit gelöst wird.
    Stimmungsschwankungen gleicht es auch aus, ich denke weil es das Noradrenalin steigert, also diesen Effekt hatte ich mit Duloxetin einem SNRI damals auch, also vorher habe ich mich da oft in dinge reingesteigert stand neben mir das konnte schon in richtige Aggressionen gehen, damals hatte ich Duloxetin und während nach ca.3-4 Monaten der Einnahme waren diese Probleme mit der Stimmung verschwunden, ich hatte mich besser in Griff auch nach der Einnahme hat das angehalten, ich musste nur das Duloxetion absetzen da ich es so schlecht vertragen habe, es machte im Gegensatz zum Elontril eher Müde.
    Elontril macht das finde ich auch mit der Stimmung, nur habe ich keinen Vergleich da es vorher schon gegangen ist. Bin mir da recht sicher das es von der Steigerung des Noradrenalins kommt.
    Nachteil oder wie man es nimmt ist, das Elontril, anfangs wach macht also Tagsüber deutlich so das ein Mittagsschlaf schwer fällt und auch Abends man zur Ruhe kommen muss. Also diese Nebenwirkungen können vor allem am Anfang der Einnahme etwas stören, also ein paar wenige können schon am Anfang der Einnahme auftreten, bei mir hat sich das aber alles wieder gelegt und es ist schon sehr Nebenwirkungsarm, also besser als SSRIs von den Nebenwirkungen welche ja oft Sexuelle Störungen und so machen und Psychosen eher begünstigen.


    Also ich habe es anfangs zusammen mit Abilify eingenommen und dann Abilify vor ca. 2 Monaten ausgeschlichen, fahre bis jetzt sehr gut damit von daher kann ich das Elontril da schon Empfehlen, gibt da glaube ich auch kaum etwas Vergleichbares von den Antidepressiva was auch psychotischen Schutz bietet. Da habe ich schon viel ausprobiert...


    So würde ich Empfehlen es mal mit einer kleineren Abilifydosis zu versuchen, 5mg waren bei meinen ca. 90KG etwa die kleinste Wirkdosis die auch im Akutfall angeschlagen hat, also 2,5mg waren bei Dauereinnahme/Erhaltungsdosis etwas zu wenig. Würde da versuchen vom Seroquel ganz wegzukommen also den Schlaf mit der Dosis des Abilifys regulieren, wobei du da darauf natürlich achten musst das keine Symptome wiederkommen, so kann man da schon reduzieren, normal wirkt es auch sehr schnell wenn man die Dosis steigert hat bei mir die Wirkung immer sehr schnell eingesetzt.


    Ansonsten denke ich kann man zusätzlich wenn der Schlaf passt und so auch Elontril mal versuchen, also ich finde das Antidepressivum Ideal bis auf die kleineren Nebenwirkungen. Hatte es selbst nur ein paar Monate zusammen mit dem Abilify, also kann da nur wenig dazu sagen ob es in der Kombination viel bringt. Mir hat es so sehr viel gebracht da ich das Abilify absetzen konnte und somit eben kaum oder keine Negativsymptome mehr habe, also dahingehend ist es wenn es klappt Optimal, sind bei mir bisher aber nur 2 Monate Symptomfrei, normal wäre ich spätestens nach einem Monat akut gewesen also ganz ohne Medikamente und hätte schon vorher Frühwarnsymptome, von daher bringt bei mir das Elontril etwas gegen Positiv- und Negativsymptome, die frage ist für mich aber noch ob das auch so weitergeht, also ich denke bevor man so seine Medikamente absetzt ist das auf jedem Fall ein Versuch wert und auch anderweitig denke ich lohnt es sich etwa in Kombination mit dem Nl. Ist schon eine andere Sache und Lebensqualität ganz ohne Neuroleptika, von daher habe ich da Hoffnung das das Elontril auch bei anderen funktioniert.
    Steht etwas im Widerspruch zur Dopaminhypothese, aber ob diese wirklich stimmt ist auch so eine Sache, da ja bei den Neuroleptika auch Negativsymptome und viele Nebenwirkungen auftreten scheint die Dopaminhypothese womöglich sich nur darauf zu Gründen da Neuroleptika wirken, also bei Positivsymptomatik, viel mehr steckt da gaube ich kaum dahinter. Mir legt das mit dem Elontril und auch Duloxetin nahe das das das Noradrenalin(also zu wenig davon) bei Stimmungsschwankungen eine wichtige Rolle spielt und womöglich gar kein Überschuss von Dopamin da ist bei einer Psychose da Elontril ja auch etwas gegen Positivsymptomen bringt.
    Naja sogesehen findet man dazu relativ wenig im Internet oder Studien zu Elontril bei Psychosen, ist also fragwürdig. Jemand aus dem Forum hat das Elontril nach 3 Wochen zusätzlich zum Neuroleptikum anscheinend gegen chronische Stimmen geholfen die verschwunden sind. Aus einen anderen Forum kenne ich jemanden die Elontril hatte und wo die Psychose verschwunden ist, also anscheinend kein Neuroleptikum mehr nötig ist. An sich habe ich bisher nur wenig da gefunden weiter, aber mir scheint es da ganz klar zu helfen und ich würde das weiterempfehlen mal auszuprobieren.


    Gruß
    Maggi